Outside - Rewritten

von Yumestar
SongficDrama, Schmerz/Trost / P12
Kirby Meta-Knight Meta-knightmare Nightmare Tip/Tiff Tuff
31.03.2018
06.04.2018
3
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Vor fast zwei Jahren habe ich diese Songfic geschrieben und habe sie heute nochmal gelesen. Da mir die Grundidee dazu gefällt, möchte ich die Geschichte noch einmal neu schreiben, da sich mein Schreibstil mit den Jahren auch verändert hat. Viel Spaß!

Orginal: https://www.fanfiktion.de/s/572786870005cf0f27fa28c4/1/Outside

Outside – Rewritten

Erste Strophe

Gemütlich und ruhig betrat er den steinigen, hoch gelegenen Balkon des Schlosses Dedede, in welchem er wohnte und als königlicher Ritter diente. Sein Cape, so tiefblau wie die Nacht, hatte er imposant um sich gewickelt, während er einen lilanen Fuß vor den Anderen setzte. Bei jedem Schritt, wo er der von Steinen ummauerten Kante näher kam, klirrte das stählerne Metall seiner Rüstung, welche im grellen Tageslicht der Sonne schillerte. Die grauen Schulterplatten, von denen er eine rechts und links über seinen Arm trug, glänzte silbern und am Rand sogar golden. Selbst seine Maske, welche er erst heute Morgen sauber geschrubbt hatte, schimmerte silbrig wie die Spiegelung des Wassers im Brunnen des Schlosshofes. Dort, wo gerade auch die Kinder der königlichen Familie, Tip und Tuff mit ihrem Freund Kirby Fußball spielten. Genau genommen spielten nur Tuff und Kirby, die Tochter der Familie hatte sich unter einem schattigen Baum gesetzt und las ein Buch über verschiedene Fabelwesen. Sogar hoch oben konnte Meta-knight noch die vergnügten Rufe und Schreie der spielenden Kinder hören, welche er aber allmählich ausblendete. Mit seinen goldenen, leuchtenden Augen schaute er nun auf zur Sonne, als würde dort plötzlich eine Lösung für ein Problem stehen, mit dem er sich viele Jahre hatte rumschlagen müssen. Doch eigentlich gab es solche Probleme in seiner Vergangenheit nicht. Obwohl, wenn er so darüber nachdachte, fiel ihm doch etwas ein und als er daran denken musste, schüttelte er nur schlagartig den Kopf. Er hatte sich selbst versprochen nie wieder daran zu denken. Nie wieder. Doch auch ein nie wieder konnte keine aufkommende Erinnerung aufhalten und so musste er doch daran denken, was ihn traurig stimmte. Dennoch behielt er von außen seine harte, undurchdringbare Schale. Wenn dies nämlich nicht so gewesen wäre, hätte Tip, die den Ritter dort oben bemerkt hatte, sich sicher Sorgen gemacht und wäre schon viel früher zu ihm gerannt. Jedoch dachte sie sich nicht viel dabei, außer natürlich das Meta-knight mal wieder Kirby stalkte, doch das war für sie ok. Schließlich gab der blaue Maskenträger stets sein Bestens um den pinken Puffball zu helfen und das, obwohl er eigentlich für King DDD arbeitete. Und eigentlich auch noch für jemand anderes… Damals, als er noch so viel jünger war, als heute. Noch bevor er ein Sternenkrieger geworden war.
Nein, ich habe stets wiederstanden.“, sagte er zu sich selbst und hielt sich leicht den Kopf, während er versuchte, die Erinnerung aus seinem Kopf zu schütteln. Diese entfachte sich jedoch immer mehr und ließ ihn immer mehr in alten, längst vergessenen Zeiten verschwinden.
Nein, so ist das niemals passiert!“, redete er sich ein und versuchte sich selbst mit einer vorgespielten Lüge zu täuschen, was aber nicht funktionierte. Denn er wusste, dass er damals schwach geworden war, dass er nachgegeben hatte, dass er gehorcht hatte. Damals glaubte er nicht daran, dass es da noch etwas anderes gab, etwas fernab dem Bösen. Damals war das Böse das einzig Richtige für ihn. Er schluckte einmal die bitteren Erinnerungen runter und schaute zu Kirby, der stolperte und mit einer Rolle beim Brunnen landete. Lachend setzte er sich auf und auch der Junge fing an zu lachen. Das Lachen wurde nur schwach von Tips Stimme übertönt, die ihnen sagte vorsichtiger beim Spielen zu sein. Ihre Freunde sicherten ihr dies zu und setzten ihr turbulentes Spiel fort.
So lernt Kirby spielerisch seine Beweglichkeit zu stärken.“, dachte sich Meta-knight zufrieden. Gerade wollte er sich auf dem Absatz umdrehen und woanders hingehen, da die Sache für ihn hier getan war, jedoch hörte er plötzlich etwas…

Schau auf deine Tat


Es klang wie ein Wispern, welches der leichte, aufkommende Wind zu ihm gebracht hatte. Wahrscheinlich würde später ein Sturm aufziehen und die Kinder würden genau wie er reingehen. Er wollte sich wieder umdrehen, aber er machte keine Anstalten zur Bewegung.

Bewegungslos


Sondern er blieb einfach stehen. Bewegungslos und hob den Kopf leicht, um einen Blick zum Himmel zu werfen. Noch immer schien ihm die warme Mittagssonne warm ins Gesicht, dass er schon unter seiner schweren Metallmaske schwitzte. Dies hörte jedoch auf, als sich eine kleine, fast schon unbedeutende Wolke, weiß wie die Unschuld, vor die Sonne schob und diese kurzzeitig ihrer leuchtenden Kraft beraubte. Für eine Sekunde wurde es leicht dunkel und es blieb dunkel, selbst als die Wolke wieder vorbeigezogen war. Zumindest sah Meta-knight die Welt für einige Sekunden schwarz und hörte ein schauriges, doch ihm bekanntes Lachen, von das er geglaubt hatte, es nie wieder hören zu müssen. Zuerst erkannte er die Illusion nicht als diese und war sogleich alarmiert, sodass er schnell zu Kirby blickte, der sich immer mehr von ihm entfernte und ihn ein schwarzes Loch fiel. Kirbys Blick war unwissend und der Ritter ahnte Schlimmes. Er streckte seine weiß behandschuhte Hand nach ihm aus, aber vom Balkon aus, den er durch den schwarzen Dunst nicht mehr erkennen konnte, erreichte er seinen rosa Freund nicht.

Fällst von mir weg


Er blinzelte und sogleich tauchte die Umgebung um ihn wieder in bunteren Farben. Die Sonne schien wieder, der Balkon war wieder sichtbar und auch Kirby spielte noch friedlich mit seinem Freund.
„W-Was… Was war das?“, wunderte sich der Ritter verwirrt und starrte auf seine Hände, als würde er dort eine Antwort finden können. Doch diese waren weiß wie die Unschuld, die von nichts wusste. Er seufzte. Vielleicht bekam er schon Halluzinationen von der vielen Sonneneinstrahlung? Er fuhr mit seiner Hand zur Maske, die schon ganz heiß war. Genau, sicher hatte er einen Hitzschlag erlitten. Er musste dringend rein.
Meine Temperatur ist erhöht. Hoffentlich kriege ich das in den Griff.“, dachte er sich leicht besorgt und seufzte. Erst jetzt bemerkte er wie stark er eigentlich schwitzte und das lag sicher nicht nur an dem schweren Metall, welches er bei sich trug. Er schloss kurz die Augen und atmete durch. Als er sie wieder öffnete, hatte er das Gefühl gerade ein Deja vu zu haben, so als hätte er das ganze schon einmal erlebt. Nur so weit wollten seine Erinnerungen nicht gehen. Also war der Gedanke schnell verworfen, als hätte er niemals existiert. Sicher fing er bloß an sich Dinge ausdenken, die es gar nicht gab. Wahrscheinlich gab es nicht einmal schlimme Erinnerungen in seiner Vergangenheit. Er kniff die Augen zusammen. Doch da gab es eine. Eine Erinnerung, die er lieber vergessen wollte, egal wie, einfach nur vergessen. Es war die Erinnerung, an die er niemals denken wollte. Niemals! Doch an diese hatte er heute schon mehr als einmal gedacht. Noch wusste er nicht warum und weshalb, dass so war, doch schon bald würde er es rausfinden.

Wenn es so lange braucht


Da. Da war sie schon wieder gewesen, diese grässliche, bösartige Stimme, die ihn damals bis in seine Träume verfolgt hatte. Eine altbekannte, viel zu oft gehörte Stimme, die er sogar jetzt immer noch ab und an in seinen Träumen ertragen musste. Meta-Knight erkannte diese natürlich sofort wieder und erschrak, weil er nicht damit gerechnet hatte, sie ihr am hellichsten Tage zu hören. Wenn man es genau nahm, war er sogar so geschockt, dass er für einige Sekunden vergaß zu atmen und nun einmal panisch nach Luft schnappte. Irgendetwas stimmte nicht mit ihm und das merkte er jetzt insbesonders, da sein Puls anfing zu rasen oder zumindest war dieser stark erhöht, was es auch nicht besser machte. Eigentlich hatte er ja nie Probleme mit seinem Kreislauf gehabt, aber nun? Er war sich nicht einmal mehr sicher, ob alles in Ordnung war. Die Gegend begann auch sich leicht zu drehen und er schloss die Augen, wodurch wieder ein seltsames Bild in seinem Kopf entstand. Leise nahm Meta-knight das Knistern von Feuer wahr und schließlich tauchte aus einer völligen Schwarze ein verschwommenes, unscheinbares Bild durch. Es wirkte ein Foto, das ihn dort jemand vor die Nase gelegt hatte, dann wiederrum auch nicht, da es Bewegungen gab. Vorne peitschten wilde, unzähmbare Flammen, die sich wie riesige Säulen hoch schlängelten. Im Hintergrund brannte eine Maschine, die er noch nie zuvor gesehen hatte und in der Mitte des Bildes kämpften zwei Figuren. Als Meta-Knight diese erkannte, blieb ihm fast das Herz stehen und er begann erneut sich schwindelig zu fühlen. Auf der einen Seite kämpfte Kirby, genau genommen, Feuerkirby bis zur elenden Erschöpfung und auf der anderen Seite, er konnte die Gestalt zwar kaum erkennen, doch war sich sicher, dass es sich bei dieser um Nightmare handelte. Nightmare. Die Person, die er am liebsten aus seinem ganzen Leben gestrichen hätte und dann wiederrum, lieber nicht. Jetzt zur heutigen Zeit wünschte er sich aber, dass es diesen Alptraum niemals gegeben hätte. Dann wäre sicherlich alles besser, friedlicher und alptraumfreier als es heute war. Vieles wäre aber auch anders gewesen. Vieles. Er seufzte. In dem Moment erloschen jegliche Flammen und Kirby spuckte atemlos die erloschene Fackel aus. Er keuchte.

Feuer ist aus. Was möchtest du jetzt sein?


Das Bild verschwamm immer mehr vor Meta-Knights Augen und dumpf konnte er den bösen Alptraummagier siegreich lachen hören. Das Andere, was er hörte, war Kirbys müde und erschöpfte Keuchen, was zeigte, dass er kaum noch Kraft hatte. Der kleine Sternenkrieger konnte nicht mehr kämpfen und es zerriss Meta-Knight beinahe das Herz seinen Schüler so sehr leiden zu sehen. Konnte er überhaupt etwas dagegen unternehmen? Musste er machtlos mitansehen, wie Nightmare sein fieses Spiel nun auch mit einem seiner Freunde trieb? Er schluckte heftig und es fühlte sich an, als würde ihm gleich sein letztes Essen die trockene Kehle hochkommen. Er ignorierte dieses Gefühl, schloss die Augen und atmete noch einmal durch.

Ich halte an


Das Bild verschwand genauso plötzlich wie es gekommen war und er atmete noch einmal durch, bevor er sich entschied, seine Augen wieder zu öffnen. Noch bevor dies geschah, hörte er ein weiteres Mal diese Stimme. Nightmares Stimme.

Du warst niemals genug für mich


In diesem Moment realisierte der Ritter in schimmernder Rüstung, dass wirklich etwas Fürchterliches passieren würde, von dem er gehofft hatte, dass er dies hinter sich gelassen hatte. In der Stille, die davon kam, dass Tuff und Kirby unter dem schattigen Baum bei Tip eine Pause machten, konnte er seinen lauten, wilden Herzschlag hören. Er spürte das Adrenalin, welches langsam durch seinen Körper schoss und sich bald schlagartig ausbreiten würde. Noch konnte er diese Ausbreitung mit ruhigen Gedanken verhindern. In ihm wurde das Bild wiedererweckt und erschrocken realisierte er noch etwas. Mit schwitzendem Blick schaute er hinunter zu Kirby, der kurz davor war auf der Wiese einzuschlafen. Das erinnerte ihn nur noch mehr an den erschöpften, zu Tode gekämpften Kirby aus seiner Vorstellung und er fürchtete sich.

Du musst stärker werden


Für Meta-knight gab es keine andere Lösung, als das Kirby stärker werden müsste. Solange er es noch konnte, würde er ihn als Schüler unterrichten und ihm allerlei Schwerttechniken beibringen. Er würde über Kirby wachen, auf ihn aufpassen und selbst wenn es kaum noch gehen würde. Leider wusste er, dass es eh bald zu spät war. Irgendwann würde auch sein Leben ein Ende finden, so wie es der Lauf der Natur für ihn vorherbestimmt hatte. Er war sich nicht einmal sicher, ob er jemals den Endkampf von Kirby und Nightmare miterleben würde oder wie genau dieser Kampf ausgehen würde. So wie es bisher aussah, hätte der kleine Sternenkrieger garantiert keine Chance auf einen Sieg und so kam für den Ritter nur eine Sache in Frage, die zu tun war: Trainieren und Kirby stärker machen. Genau das würde er tun. Er seufzte erneut und dachte daran, wer ihn eigentlich damals stärker gemacht hatte. Doch als das Bild seines Trainers in seinem Kopf erschien, bekam er wieder einen halben Herzinfarkt und schmiss das düstere, böse Bild schnell aus seinen Gedankengängen. Könnte er diese Person nur so einfach auch aus der Welt entfernen…
Wieder fing er an sich komisch zu fühlen und bemerkte zuerst gar nicht, wie sein Cape langsam anfing vorne zu reißen. Ein fast schon magischer Strahl formte sich oben genau in der Mitte des dunkelblauen Stoffes und entriss diesen ganz langsam und fein in zwei.
Während er Kirby beobachtete und daran dachte, dass dieser ebenfalls wie er eine starke Kraft in sich hielt, dachte gleichzeitig eine gewisse andere Person in einer sehr weiten Ferne an dasselbe in Meta-Knight.

Da ist eine unbekannte, aufsteigende Kraft in dir


„Verdammt…“, zischte Meta-Knight laut, als er den Riss in seinem Cape bemerkte und er löste sich aus dem Stoff, sodass dieser sich hinter ihm ausbreitete. Das nachtblaue Cape flatterte im Wind und ließ die beiden vom Riss getrennten Enden immer weiter auseinandergleiten. Der Träger konnte nun die starke Energie spüren, die davon ausging und er vergaß vor Schrecken, das Adrenalin zurückzuhalten.
Als Meta-knight fluchte, schauten Tip, Tuff und Kirby auf und entdeckten Meta-Knight dort oben auf dem Balkon. Geschwind, so als hätte er gerade ein feindliches Raumschiff gesehen, drehte er sich um und der Riss gelang zum Ende. Das edle Cape war in zwei gerissen und er flüchtete ins Schloss hinein. Genau dort entfachten sich riesige Schwingen, die den Flügeln von Fledermäusen glich. Das entstandene Gewebe war von einer dunkelvioletten Haut überzogen und die Zwischenhaut war rosa wie rohes Fleisch. Er ließ einen entsetzlichen Schrei los, der die drei Personen draußen vor Schreck aufspringen ließ.
„Irgendetwas stimmt doch nicht!“, bemerkte Tuff und schaute zu seiner Schwester.
„Du hast Recht. Lass uns nachsehen!“, sagte sie, schnappte sich Kirby und sie rannten gemeinsam ins Schloss hinein.
Sie alle waren unwissend, dass ein gewisser Alptraum aus der Ferne das ganze Geschehen betrachtete…

Nun werde ich dich jeden Tag beobachten




















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