"Ich werde dich beschützen, Herr!"

GeschichteDrama, Freundschaft / P16
Barty Crouch Barty Crouch Jr. Harry Potter Hermine Granger Ronald "Ron" Weasley Winky
31.03.2018
09.04.2018
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Hey
Dies ist meine aller erste Harry Potter Geschichte und sie geht um Barty Crouch Jr. In meinen Augen ist er ein wirklich interessanter Charakter und er wird im Film von einen meiner Lieblings Schauspielern gespielt. :D
In dieser Geschichte ist sein Vater gewalttätiger als sonst, aber wer weiß was er seinem Sohn über die ganzen Jahren angetan hat, als er unter dem "Imperius-Fluch" stand...
Zudem wissen Harry, Ron und Hermione nicht was Barty Crouch Jr. getan hat.
Ich wünsche euch viel Spaß beim lesen und ich würde mich über eure Reviews freuen. ^^

Beste Grüße Alphawolf7









Kapitel 1

Winky die Hauselfe von Bartemius Crouch Sr. saß allein im Haus auf einem Stuhl. Ihre Tennisball-großen runden Augen hatte sie geschlossen und hielt sich ihre spitz zulaufenden Fledermausohren zu. Dadurch konnte sie die schmerzen Schreie von Barty Crouch Jr. nur dumpf hören. Sein Vater folterte ihn mit dem „Cruciatus-Fluch“. Tränen kullerten Winky’s Wangen herunter und sie presste ihre Hände noch fester auf ihre Ohren.
Seit einer der Verdächtigen den Namen seines Sohnes ausgesprochen hatte, hatte Bartemius Crouch Sr. seinen Sohn so behandelt wie alle anderen. Er schickte ihn nach Askaban, doch seine Mutter, verhalf ihrem Sohn dazu, heimlich aus Askaban freizukommen und ins Elternhaus zurückzukehren. Die bereits todkranke Mrs. Crouch nahm seinen Platz in Askaban ein und starb kurz danach in seiner Zelle, während der vormals eingekerkerte Barty Crouch jr. selbst in Gestalt seiner Mutter das Gefängnis verlassen konnte. Die tote Mutter wurde unter dem Namen Barty Crouch jr. auf dem Gefängnisgelände beigesetzt. Sein Vater fand dies jedoch raus und belegte Barty mit dem „Imperiusfluch“.

„Du bist so nutzlos!“, schrie ihn sein Vater an der immer noch den Zauberstab auf seinen Sohn richtete. „Du bist zu nichts zu gebrauchen! Schon als Kind warst du eine Enttäuschung und die wirst du immer bleiben!“

Barty wandte sich vor Schmerz auf dem Boden, doch ein Grinsen stahl sich auf seine schmalen Lippen.
„Dein Cruciatus-Fluch ist nicht einmal annähernd so stark wie es meiner war, als ich die Auroren Frank und Alice Longbottom gefoltert habe“, entgegnete er lachend, doch erstarb dieses schnell und ein schmerzhaftes keuchen entwich seinen Lippen.
„Du enttäuschst mich… wenn ich könnte, würde ich dich jetzt töten, aber ich bin nicht so wie du“, antwortete Bartemius Crouch Sr. und ließ seinen Zauberstab für einen Moment sinken um dann „Imperio“ zu sagen, so dass Barty wieder unter seiner Kontrolle war.
Der Leiter der Ministeriumsabteilung für Internationale Magische Zusammenarbeit verließ das Zimmer, dass er hinter sich abschloss und ging nach unten zu Winky. Diese schaute ihren Meister mit ihren Tennisball-großen runden Augen an.
„Gib ihm was zu essen“, befahl er ihr.

„Jawohl, Meister“, sagte sie mit piepsiger Stimme und lief an ihm vorbei in die Küche.
Nach ein paar Minuten hatte sie eine Schüssel mit Suppe für Barty gemacht, stellte sie auf ein Tablet und dazu noch ein Glas Wasser. Damit ging sie nach oben, stellte das Tablet ab, schloss die Tür auf, nahm das Tablet in die Hände und ging in das Zimmer, wo sie die Tür hinter sich wieder schloss.
Winky erstarrte als sie ihren Herrn Barty sah. Er lag zusammengekauert auf dem Boden. Seine Augen waren geschlossen und sein Brustkorb hob und senkte sich schwer. Die Hauselfe schluckte, wie konnte sein eigener Vater ihm das nur antun? Langsam kam Winky näher, stellte das Tablet auf das kleine Nachttischchen ab, wo eine Kerze brannte und hockte sich vor Barty.
„Herr? Herr, Winky ist hier“, sagte sie mit leiser Stimme, „Winky hat Ihnen etwas zu essen mitgebracht.“
Nichts. Barty rührte sich nicht, doch Winky konnte sehen, wie seine Augenlider zuckten. Vorsichtig berührte die Hauselfe seine Schulter.
„Herr?“
Erschrocken sprang Winky einen Satz zurück, als Barty plötzlich seine Augen öffnete. Er atmete schwer ein und wieder aus. Winky konnte sehen wie müde ihr Herr war. Es war auch kein Wunder, denn sein Vater ließ ihn kaum etwas essen und schlafen konnte er auch nicht.
„Herr, Winky hat Eure Lieblings Suppe gemacht“, sagte sie und lächelte zaghaft.
„Winky…“, seine Stimme war nur ein flüstern, es zeigte wie schwach er in Wirklichkeit war. Sein aufbäumen gegen seinen Vater, wenn er ihn folterte, kosteten immer mehr kraft.
Barty wollte sich aufsetzen, doch hatte er nicht die Kraft dazu, weswegen Winky ihm half sich gegen das Bett zu lehnen. Die Hauselfe wollte ihm die Schüssel mit der heißen Suppe reichen, doch hielt sie inne, als sie die zitternden Hände ihres Herren sah.
„Ist es in Ordnung, wenn Winky Euch…“, sie beendete ihren Satz nicht.
Barty sah sie aus seinen glasigen und müden Augen an, langsam öffnete er seinen Mund. Winky nahm den Löffel in ihre Hand, pustete die Suppe darauf ein wenig kalt und führte ihn dann zum Mund von Barty. Ihr Herr schluckte die Suppe gierig runter und Winky fütterte ihn, bis die Schale leer war. Danach flößte sie ihm vorsichtig das Wasser ein und half ihn auf sein Bett. Dort deckte Winky Barty zu, nahm das Tablet und verließ leise das Zimmer.
In der Küche stellte sie die leere Schüssel und das Glas in die Spüle, woraufhin es gespült wurde und sie es danach in die Schränke einräumen konnte. Nachdem Winky das Haus nach Crouch Sr. abgesucht und ihn nirgends vorgefunden hatte, ging sie wieder hoch zu Barty Crouch Jr. Eigentlich durfte sie ihn nicht einfach so besuchen, nur wenn er dort war, durfte sie bei ihm sein. Die Hauselfe schloss das Zimmer wieder auf und trat ein. Als sie dabei war die Tür hinter sich zu schließen, hörte sie ein schmerzvolles keuchen. Sofort lief die Hauselfe zu Barty, ihre großen Augen weiteten sich. Die Stirn ihres Herrn bedeckte ein feiner Schweißfilm und er murmelte leise vor sich hin. Sie konnte jedoch Wortfetzen wie „Mutter“ oder „Monster“ verstehen. Das Wort „Monster“ musste sich wohl auf seinen Vater beziehen, da war sich Winky sicher. Die Hauselfe lief nach unten in die Küche, um eine Schale mit kaltem Wasser und einen Lappen zu holen und lief dann wieder die Treppe nach oben in das Zimmer, wobei das Wasser in der Schale hin und her schwappte.
Winky stellte die Schale auf das kleine Nachttischen, wo noch immer die Kerze brannte und kletterte vorsichtig auf das Bett. Dort setzte sich die Hauselfe hin, tunkte den Lappen die Schale, um ihn mit dem kalten Wasser zu tränken. Sie wrang ihn aus und tupfte die Schweißperlen vorsichtig von Barty’s Stirn. Ihr Herr drehte seinen Kopf immer wieder von links nach rechts und murmelte unverständliche Worte. Sein Brustkorb hob und senkte sich hektisch. Winky legte den kühlen Lappen auf die Stirn ihres Herrn und richtete die Decke. Mehr konnte sie für ihn nicht tun. Sie musste auf Bartemius Crouch Sr. warten und ihm sagen, dass sein Sohn krank war. Doch würde er ihr zuhören? Würde es ihn interessieren, wenn sein Sohn krank war?
Winky schaute mit ihren großen Augen mitleidig auf Barty der mit dem Fiebertraum zu kämpfen hatte. Sie rüttelte vorsichtig an seiner Schulter, um ihn zu wecken, doch er reagierte nicht. Die Hauselfe nahm den Lappen von seiner Stirn, tunkte ihn erneut in die Schale, wrang ihn aus und tupfte die Stirn ihres Herrn ab. Barty drehte sich auf die Seite, sodass er nun mit dem Rücken zu ihr lag. Sein gesamter Körper zitterte. Winky beschloss nach unten zu gehen und dort auf Bartemius Crouch Sr. zu warten.
Spät am Abend kam der Leiter der Ministeriumsabteilung für Internationale Magische Zusammenarbeit nach Hause. Sobald Winky hörte, wie die Tür ins Schloss fiel, lief die Hauselfe zu ihm.
„Meister, euer Sohn ist krank, er hat hohes Fieber“, berichtete sie mit piepsiger Stimme.
„Das interessiert mich nicht“, antwortete Crouch Sr. mit kalter Stimme und gab Winky seinem Hut und seinen Mantel, damit sie diese aufhängen konnte. „Bring mir ein Butterbier, ich bin in meinem Arbeitszimmer.“
„Aber Meister, Ihr Sohn-“, bevor Winky etwas tun konnte, bekam sie eine saftige Ohrfeige von Crouch Sr.. Mit großen Augen sah sie ihren Meister an.
„Du bist zu weit gegangen! Hast du etwa vergessen wer du bist!“, herrschte er Winky an, „Du bist nur ein Hauself und hast mir zu gehorchen, hast du verstanden?!“
„Jawohl, Meister“, antwortete die Hauselfe leise mit piepsiger Stimme.
„Gut, und jetzt hol mir ein Butterbier!“
Bartemius Crouch Sr. verschwand in sein Arbeitszimmer, während Winky in die Küche ging und ihm das Butterbier machte. Nachdem sie es ihm gebracht hatte, schlich die Hauselfe wieder hoch zu Barty.
Dieser lag immer noch mit geschlossenen Augen im Bett und atmete hektisch. Winky setzte sich auf den Stuhl neben dem Bett.
„Winky tut es leid, Herr“, flüsterte sie traurig, Tränen sammelten sich in ihren Augen, „Sie kann Ihnen nicht helfen, außer das Fieber versuchen zu senken.“
Die Hauselfe wischte sich mit ihren Händen die aufkommenden Tränen aus den Augen. Sie schaute auf ihren Herren der krank vor ihr lag. Ein Lächeln breitete sich auf ihren Lippen auf, als Winky sich an die Vergangenheit mit Barty erinnerte. Als er noch klein war hatten die beiden im Haus immer verstecken gespielt, wenn Barty’s Vater nicht zu Hause war. Barty hatte dann immer einen Eisbecher aus dem Kühlfach geholt und beide aßen daraus. Sie lachten vor Freude und spielten draußen.
Winky’s Lächeln verschwand, als sie sich daran erinnerte, wie Bartemius Crouch Sr. seinen Sohn immer geschlagen oder bloßgestellt hatte. Daraufhin hatte sich Barty verändert und spielte nicht mehr mit Winky sondern wollte seinen Vater beeindrucken.
„Winky…“, die schwache Stimme von Barty riss die Hauselfe aus ihren Gedanken und sie schaute zu ihm.
„Herr, Sie sind wach. Sie wissen nicht, wie fröhlich das Winky macht“, rief die Hauselfe froh und lächelte.
„Ich kann nicht mehr…“, flüsterte er mit gebrochener Stimme, Winky’s Lächeln verschwand, „Mein Vater… er hat mir fünf Jahre meines… Lebens gestohlen…!“, Barty ballte seine Hände zu Fäusten, „Ich will wieder… frei sein…, ich will nicht… in diesem dreckigen Zimmer sterben…!“
„Es tut mir leid, Herr, aber Winky kann nichts tun-“

„Doch…“, unterbrach sie der Todesser, „Es findet bald die „Quidditch-Weltmeisterschaft“ statt… Du weißt doch, dass ich ein begeisterter Quidditchfan bin… Du könntest meinen Vater fragen, ob ich dorthin kann und mich dann irgendwo… hinbringen, bloß weg von diesem Ort…“, die Stimme von Barty war am Ende immer leiser geworden.
Winky sah ihren Herrn einen Augenblick lang schweigend an, fasste dann aber einen Entschluss.
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