The Little Cafè Down The Street [Übersetzung]

von kweenron
OneshotRomanze / P12
Niall Horan OC (Own Character)
31.03.2018
31.03.2018
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Orginal Beitrag

Disclaimer: Diese Geschichte gehört mir nicht, sondern der Tumbler-Userin Ava. Ich habe sie gefragt und die Erlaubnis bekommen diesen One Shot auf Deutsch zu übersetzten.



In seinem Alter war er nicht an Beziehungen und Dates interessiert – natürlich hatte er darüber nachgedacht, gerade wenn er seine Bandkollegen glücklich mit ihren Freundinnen sah, doch momentan war er einfach nicht daran interessiert. Niall wollte erfolgreich sein, seine Ziele erreichen, seine Fans und vor allem seine Familie stolz machen, während er den Job, welchen er hatte, genießen konnte, so wie er es gerade tat. Er sagte sich, dass er keine Ablenkung gebrauchen konnte. Gerade hatte er sein drittes Album heraus gebracht und hatte eine Welttour vor sich, bei welcher er so viele neue Orte kennen lernen würde, und das letzte was er brauchen konnte, war jemanden, um den er sich sorgen musste. Ehrlich, er konnte kaum auf sich selbst aufpassen, wie sollte er das dann für eine andere tun?

An diesem Morgen war er kaum schnell genug aus er Haustür gekommen. Irgendwie war er mit den Gedanken, hatte erst verschlafen, dann sein Frühstück verbrannt und wäre in der Dusche fast eingeschlafen – es war nicht sein Tag. Niall hielt es Zuhause nicht mehr aus, all die kleinen Fehler und Fettnäpfchen allein schon am Morgen waren zu viel, er musste raus kommen, irgendwo frühstücken und dann zur Arbeit gehen, doch alles was er wollte, war noch ein paar Stunden Schlaf. Trotzdem nahm er seinen Mantel vom Bügel, griff nach den Schlüsseln seines Range Rover und verließ endlich die Wohnung. Er schloss die Tür hinter sich ab und ging – hoffentlich – einem viel versprechenden Tag entgegen.

Auf seinem Weg zum Studio, wurde ihm mitgeteilt, dass das erste Meeting bis nach dem Mittag verschoben wurde, doch das kam für ihn zu spät. Er steckte schon im Stau der geschäftigen Straßen von London fest. Das war wirklich nicht sein Tag. Seine tauben Finger trommelten nervös auf dem Lenkrad, während er mit der anderen Hand seinen Nacken rieb, den Blick auf das Auto vor ihm gerichtet, während er zu minder guter Musik aus dem Radio summte. Die Uhr sagte ihm, dass er schon nach acht war – Rushhour – er seufzte entnervt und legte den Kopf in den Nacken. Sein Geduldsfaden war gefährlich stramm und Zeit hatte er sowieso nicht, so wechselte er die Spur, sobald eine schnelleres Vorankommen zu versprechen schien. Noch immer auf den Fahrer vor sich fokussiert, erlaubte er sich seine Blicke ein wenig wandern zu lassen, und sah ein kleines Cafè an einer der Ecken von Londons dicht befahrenen Kreuzungen – und genau davor war ein Parkplatz frei.

Das Cafè war klein, fast schon antik aussehend. Es hatte alte, rote Sonnensegel außen, darunter metallene Stühle gestapelt, damit sie nicht zu nass wurden, als wenn sie direkt im Regen gestanden hätten und trotzdem viel gemütlich viel Licht durch die Fenster. Der Regen um ihn herum während er zum Eingang lief, ließ ihm das Innen noch willkommener erscheinen und er wunderte sich, ob sie ihre Getränke wohl in kleinen Tassen oder großen servieren würden, ob sie ein Bildchen auf den Cappuccino malen würden und was für Bohnen sie wohl verwendeten.

Er fuhr in die freie Parklücke und stieg aus, schloss hinter sich ab. In der Sekunde, in welcher er den ersten Schritt getan hatte, traf ihn die Kälte mit voller Wucht – der Wind war heute stark und der Regen niederschmetternd. Er zog seinen Mantel enger um sich, versuchte sich so warm zu halten. Er war so mit sich selbst beschäftigt gewesen, dass er das Wetter gar nicht bemerkt hatte. Deshalb überraschte es ihn so sehr. Die Tür passte zu den Sonnensegeln und der Türklinke, welche etwas klemmte, zu Urteil, war sie alt und dadurch etwas schwer zu öffnen, doch in dem Moment, in welchem er eingetreten war, überraschte ihn das Innenleben.

Es war modern eingerichtet und hatte trotzdem einen mediterranen und nostalgischen Touch. Eine lange Bar stand am Ende, mit frischem Gebäck und interessant aussehenden Maschinen, in Hintergrund eine graue Ziegelwand. Er schaute sich um, sah kleine Tische mit zwei oder drei Stühlen, kleinen Kabinen und Sofas unweit einer Feuerstelle. Der Raum war weder zu voll, noch schien er tot zu sein. Ein paar ältere Pärchen, vereinzelte Menschen vor Laptop, aber es war trotzdem nicht überfüllt. Da waren gedämpfte Unterhaltungen und Lachen, doch es war keine aufdringliche, nervende Lautstärke. Er sah zu dem Kassierer auf und ging zu ihm. Ein Mann sah ihm entgegen, wirre braune Haare, Tattoos und ein schelmisches Lächeln – doch das Lächeln galt nicht ihm, sondern jemanden neben ihm, einem Mädchen und sie lachte ebenfalls. Niall sah nach oben, zu den Optionen, aus welchen er wählen konnte, obwohl er schon längst seine Wahl getroffen hatte.

„Kann ich einen Kaffee in Medium haben, bitte?“, fragte er. Sein Gegenüber sah zu dem Mädchen, dann zurück zu ihm. Er konnte das Mädchen nicht sehen, da sie sich hinter einer Espressomaschine versteckte, doch von ihrem Lachen her, konnte er erkennen, dass sie ein Mädchen war.

„Natürlich. Das macht £2.35, zum hier trinken oder mitnehmen?“, fragte er, das Mädchen trat hinter der Maschine hervor und tippte ihm auf die Schulter. „Hey Erik, mach eine Pause. Ich übernehme von hier an“, sagte sie. Sicherlich war sie nicht aus der Gegend, sie hatte einen starken Akzent. Ihre Haare waren in einem tiefen Dutt zurück gebunden, doch ein paar Strähnen hatten sich daraus gelöst. Ihr Outfit war simpel, ein Pullover und Jeans, nichts außergewöhnliches – ihre Augen waren das interessanteste an ihr. Durch ihre Brille hinweg, schienen ihre Augen so viel Zuversicht aus, als stände ihr die Zukunft noch offen. Der Typ nickte und ging in den hinteren Bereich.

„Was Erik dabei war dich zu fragen, zum hier trinken oder mitnehmen?“, fragte sie, sah ihn an. Er zog den Geldbeutel aus der Hosentasche und sah sie an. „Zum hier trinken“, antwortete er simpel. Niall gab ihr das Geld, berührte dabei kurz ihre Hand. Ihre Haut war weich, wie die eines Babys und so einladend, dass sich Schmetterlinge in seinem Bauch breit machten, die Nägel waren frisch gemacht. Sie war attraktiv, wenn er ehrlich war, doch er wusste nicht einmal ihren Namen. Er wollte es wissen. Er musste es.

„Setz dich irgendwo hin. Ich bringe dir dann gleich den Kaffee.“ Sie drehte sich um und ging zurück hinter die Maschine, versteckte sich. Niall riss sich zusammen und ging zu einem kleinen Tisch an der Rückwand des Ladens. Er setzte sich, zog sein Handy hervor und ging die neuen E-Mails und Soziale Medien durch. Er fand es hier nett, gemütlich und nicht zu hektisch. Es wunderte ihn, dass sie ihn nicht erkannte hatte, doch es war angenehm, keine Handy, Kameras oder Papiere vor die Nase gehalten zu bekommen, und er dachte darüber nach, wieder her zu kommen. Nicht nur wegen dem Kaffee – den hatte er noch nicht einmal probiert –, sondern wegen dem Mädchen. Er wollte sie kennen lernen. Die Gedanken gewannen die Überhand und er versank darin, dass er gar nicht bemerkte, dass sie in seine Richtung ging, das Kinn hoch gehalten. Sie ging nicht zu schnell, aber es passte irgendwie zu ihr. Sie fokussierte sich nicht auf die Tasse, schenkte ihr nicht einen Blick, obwohl sie bis zum Rand gefüllt war. Sie war eine Expertin in dem, was sie tat. Sie ließ sich nicht ablenken, sondern konzentrierte sich auf das wesentliche – genau wie er.

„Hier ist dein Kaffee. Wenn du noch etwas anderes brauchst, sag mir Beschied. Ich bin (Y/N).“ Sie lächelte ihn an und er dankte ihr, bevor seine Blicke zurück zu seinem Handy wanderten. (Y/N). Ihr Name was (Y/N), dachte er. Ihr Lachen umhüllte ihn, als sie mit einem älteren Kollegen scherzte. Er tätschelte ihre Hand und sagte ihr „Du bist so ein süßes Mädchen, (Y/N).“ Er war kaum zehn Minuten hier und konnte schon sagen, dass jeder sie mochte. Sie machte die Kunden glücklich und hob die Stimmung mit einem simplen Lächeln.

Er konnte jetzt schon sagen, dass sie unglaublich war. Er hatte kaum ein Wort mit ihr gewechselt, aber allein durch die Art, wie sie ging, sprach, alle um sie herum glücklich machte, rettete ihm den Tag. Er wollte mehr wissen. Wollte wissen, woher sie kam und was sie in England machte und warum sie eine Barista war, ob sie vergeben war und wie ihr Lieblingslied hieß. Er wollte all die kleinen und großen Dinge über sie erfahren, weil sie sich ihm eingebrannt hatte.

Von da an kam er jeden Tag vorbei, nur um sie zu sehen. Er lernte, dass sie es nicht mochte, wenn jemand seine Bestellung mehrfach änderte; dass sie es liebte, wenn Kunden versuchten, eine Konversation aufzubauen, wenn sie die Bestellung aufnahm oder vorbei brachte; dass sie Stille hasste und immer jemanden zum reden um sich herum hatte. Aber das, was sie wirklich liebte, war zu tanzen und sie hatte keine Angst davor, dass andere sie sehen konnten. Wenn ein gutes Lied im Radio lief, dann tanzte sie – auch wenn sie jemanden gerade servierte, und ihre Kollegen würden über sie lachen. Sie liebte es andere zum lachen zu bringen und er merkte, dass sie es noch mehr liebte, selbst zu lachen.

Er dachte nicht, dass sie ihn kennen oder mit ihm reden würde. Sie war so in der Welt ihrer Kollegen gefangen, dass sie den komischen Typen in der Ecke keinerlei Beachtung schenken würde, aber er lag falsch, als er zum dritten Mal vorbei kam.

Sie lief zu ihm, an diesem Tag trug sie Jeans und ein graues Hemd mit einem schwarzen Shirt darunter, Haare in einem Pferdeschwanz gebunden und jeden Tag die gleiche Brille.

„Weißt du, du bist jetzt zum dritten Mal diese Woche vorbei gekommen“, begann sie und stellte seinen Kaffee auf dem Tisch ab, stützte sich mit der rechten Hand auf dem Tisch ab und sah ihn an. Niall legte sein Handy zur Seite, nickte dann. „Du musst den Kaffee wirklich lieben. Ich finde, es ist der beste in der Straße, aber es ist unhöflich hier her zu kommen und deinen Kaffee zu trinken und zu genießen, ohne mir deinen Namen zu sagen. Ich habe dir meinen genannt – wie lautet deiner?“, fragte sie abschließend. Er schaute zu ihr auf und kicherte. Niall rutschte zum anderen Ende der Kabine und sie setzte sich freudig neben ihn.

„Ich bin Niall“, antwortete er ihr. Sie lächelte, hielt ihm die Hand entgegen und schüttelte die seine. Dieselben weichen Hände und lackierten Nägel.

„Schön dich kennen zu lernen, Niall. Was verschlägt dich in dieses kleine Cafè. Es ist nicht das bekannteste, die wenigsten nehmen es überhaupt wahr, also was bringst dich hier her?“, fragte sie. Er ahnte nicht, dass sie so frech sein konnte. Sie sah unschuldig aus, aber nun, dass sie mit ihm redete, trat eine andere Seite hervor.

Er nahm die Tasse in seine Hände und antwortete: „Der Kaffee natürlich.“ Er nahm demonstrativ einen Schluck.

Sie nickte, während sie aufstand. „Naja, ich bin froh, dass es dir gefällt.“ Sie ging zurück hinter die Theke zu ihrem Kollegen, Erik.

Es war das sechste Mal, dass er her kam – ein normaler Sonntag. Sie beherrschte seine Gedanken, er schaffte es nicht einmal mehr, sich auf die Arbeit zu konzentrieren. Er bemerkte, dass er langsam begann sich in sie zu verlieben, jeden Tag ein bisschen mehr. Als er das Cafè betrat erklang ein Klingeln und sie sah auf, lächelte sobald sie ihn entdeckte. Niall drehte sich zu der Klingel. „Die ist neu.“ (Y/N) kicherte, stützte sich mit den Händen auf der Theke ab.

„Ja, mein Boss meinte, dass Erik und ich zu abgelenkt sind, wenn wir miteinander reden und es nicht mitbekommen. Wenn Kunden herein kommen. Er denkt, dass das dem Geschäft hilft, aber wenn du mich fragst, macht es den Kunden nur Angst und ist unglaublich nervig“, beschwerte sie sich. Er ging zur Theke, wollte gerade den Mund öffnen um zu bestellen, als sie ihm zuvor kam: „Das gleiche wie immer, Niall? Medium Kaffee?“, fragte sie und war schon dabei es in die Kasse einzutippen. Er sah sie verwundert an. „Du hast dir das gemerkt?“ Sie lachte auf: „Das ist nicht die komplizierteste Bestellung. Also – ja, nein, vielleicht?“

Er sah sie an, dann zum Menü auf und wieder zu ihr. „Ja und einen großen London Tee.“ Sie nickte, tippte auch das zweite ein. „Oh, für wen ist der Tee? Sie muss ein glückliches Mädchen sein“, fragte sie. Als er das zweite Getränk bestellt hatte war ihre glückliche Fassade gebröckelt. Er bemerkte das, doch tat so, als hätte er es nicht. „Ja, sie hat wirklich Glück.“

Sie ging ohne ein weiteres Wort zur Arbeit über. (Y/N) wollte sich nicht eingestehen, dass sie Niall attraktiv fand. Ihr Liebesleben war schrecklich einsam und immer unglücklich – sicher wäre sie offen, es einmal zu versuchen, doch als er ihr sagte, dass der Tee für ein Mädchen war, rutschte ihr das Herz in die Hose.

(Y/N) stellte die To-Go-Becher auf dem Tresen ab und schaute sich um, bevor sie wieder hinter einer der Maschinen verschwand. Dieses Mal begann sie keinen Small Talk mit Niall. Das war das erste Mal, dass sie so zu einem Kunden war und sie fühlte sich schlecht dafür, aber er hatte eine andere.

„(YN)“, begann Niall, als sie gerade dabei war die Maschine zu putzen zu beginnen, Hoffnung blitzte in ihren Augen auf, als sie zu ihm sah. „Ich habe vergessen zu fragen, aber meine Freundin mag ihren Tee mit einen extra Schuss Vanille und zwei Teebeuteln statt einem, ist das möglich? Tut mir leid.“ Sie nickte leicht, bevor sie den Becher an sich nahm, das gesagte hinzufügte und ihn dann wieder vor ihm abstellte. Niall lächelte, bedankte sich und ging dann nach draußen. Doch Niall hatte sich das ganze genau geplant. Als er gegangen war, drehte sie der Theke wieder den Rücken zu und begann weiter zu Putzen. Den Atem, von dem sie gar nicht gewusst hatte, dass sie ihn gehalten hatte, kam seufzend aus ihr.

Sie ging ein Stück die Theke entlang um einen anderen Kunden zu bedienen, bevor sie wieder zurück zur Maschine ging. Einige Minuten später kam Niall wieder herein, sie sah auf – er hatte noch immer die beiden Becher in den Händen. (Y/N) drehte sich von ihm weg, tat einfach so, als hätte sie ihn gar nicht gesehen, bis er ihren Namen sagte. „(Y/N), kleines Problem, ich habe meine Freundin vergessen.“ Sie drehte sich um, sah sich um, bevor sie ihn verwirrt ansah: „War meinst du? Ich sehe hier niemanden.“ Er lachte auf, sie schaute ihn aus großen Augen an, die Augenbrauen hoch gezogen, dass sie automatisch die Stirn runzelte.

„Das ist für meine Freundin, dich, von mir, deinem Freund“, erklärte er und reichte ihr den Tee. In ihrem Kopf ratterte es, während sie versuchte seine Worte zu verarbeiten.

„Ich bin verwirrt“, gab sie zu und er lachte erneut.

„Ich habe dir deinen London Tee, mit extra Vanille und zwei Teebeuteln statt einem, gebracht – genau wie du ihn magst.“ Sie nickte langsam, als das Ganze langsam Sinn ergab, um ihm das Okay zum weiter reden zu geben.

„Was ich eigentlich fragen will, ist, ob du mit mir ausgehen willst, als Date?“, frage er und sie lächelte, bevor sie lachte.

„Ja. Du bist der undurchsichtigste Kerl, den ich je getroffen habe. Woher kennst du überhaupt meine Art den Tee zu trinken?“, fragte sie. Er sah sie an, ein spielerisches Lächeln auf seinen Lippen. „Das ist eine Geschichte, in der ich ab und an deinen Gesprächen mit Kollegen belauscht habe.“ Sie lachte erneut und trank einen Schluck ihres Tees, murmelte ein Dankeschön.

„Ich habe um fünf Feierabend“, was alles was sie zu ihm sage, bevor sie sich wieder daran machte, die Maschinen zu putzen.
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