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Feuer oder Eis - Leben oder Tod

Kurzbeschreibung
GeschichteKrimi / P12 / Gen
Mark Lohmann Mina Amiri Oliver Radek
30.03.2018
08.04.2018
3
2.679
1
Alle Kapitel
8 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
30.03.2018 873
 
Guten Abend,
es freut mich sehr, dass es euch zu meiner ersten Geschichte in diesem Bereich verschlagen hat. Eigentlich bin ich Musicalfan, aber ich schaue auch die Serie von Anfang an. Schließlich habe ich mich nun an eine Geschichte gewagt und hoffe sie gefällt euch. Bitte lasst mir gerne eine Review mit da.
Viel Spaß beim Lesen :)




Prolog


Der eisige Wind piekste auf seiner Haut wie tausende Nadeln. Selbst die Mütze und der Schal, den Oliver Radek bis knapp unter die Lippen gezogen hatte, hielten die Kälte kaum ab. Was hatte er sich nur gedacht, bei dieser Witterung Laufen zu gehen?
Eigentlich stellte die Joggingtour ein bewährtes Mittel für den Ermittler dar, um einfach einmal abzuschalten, nachzudenken, einen klaren Gedanken zu fassen, oder im Falle einer Ermittlung die Indizien zu ordnen. Heute jedoch übernahm das Laufen daneben eine ganz neue Funktion - es überschattete jegliche Gefühle und Gedanken an die Ereignisse des Morgens.
Die kalte Luft brannte wie Feuer in Olivers Lungen und trotz der Handschuhe fühlten sich seine Hände ganz taub an. Der Ermittler versuchte sich ganz auf die Schmerzen der Kälte zu konzentrieren, die ihm alle anderen Gefühle raubten. Doch lange würde er es im Freien nicht mehr aushalten.
Daher beendete er seine Laufrunde, steuerte auf das Haus zu und trat ein. Dort traf ihn nun die Wärme der Heizung mit voller Wucht. Es fühlte sich an, als würde das in seinen Venen zuvor gefrorene Blut nun zu brodeln beginnen. Sein gesamter Körper brannte nun und fühlte sich unglaublich heiß an.
Rasch streifte Oliver Mütze, Schal, Schuhe und Handschuhe ab und begab sich auf den Weg zum Badezimmer. Eine Dusche würde seinen Körper nun wieder akklimatisieren, aber ihm damit verbunden auch die verdrängten Gefühle und Gedanken zurückbringen.
Als der Kommissar an dem Esszimmer des Hauses vorbeihuschen wollte, blieb sein Blick für einen kurzen Moment an der Frau im Innern heften.
Anke sah gedankenverloren aus dem Fenster und rührte dabei mit einem Löffel in ihrer Kaffeetasse.
Höchstwahrscheinlich hatte sie die Ankunft ihres Ehemannes gehört, aber dennoch machte sie keinerlei Anstalten sich diesem zuzuwenden.
Somit wandte sich auch Oliver ab und stapfte an den Zimmern seiner Kinder vorbei zum Bad. Seitdem Tobias ausgezogen war und Hannah fast nur noch Zeit mit ihren Freundinnen und wahrschein auch ihrem Freund, den Oliver nicht einmal kannte, verbrachte, hatten Anke und er viel Zeit gehabt, über ihre Beziehung zu sprechen. Dabei waren sie in den vergangenen Wochen immer wieder aneinander geraten und beide hatten das Gefühl sich auseinandergelebt zu haben. Anke warf Oliver vor, dass dessen Arbeit schon immer an oberster Stelle gestanden hatte und sich die Familie dieser unterzuordnen hatte.
Obwohl Radek wusste, dass seine Frau damit nicht unrecht hatte, so wollte er sich nicht eingestehen, dass er nur noch wenig von seiner Familie wusste. Auch konnte er mit dem Vorwurf, er würde sich nicht einmal für seine Kinder interessieren, nicht umgehen. Er liebte die beiden doch und Oliver war sich sicher, dass sein Sohn und seine Tochter dies wussten.
Rasch schob er die Gedanken an seine Ehe, deren Ende bereits in Sicht war und an seine Kinder, die schon immer unter seiner Abwesenheit zu leiden hatten, beiseite.

Die Dusche bewirkte Wunder und verlieh Oliver neue Energie, um in den Tag zu starten. Seine beiden Kollegen Lucy und Mark hatten den Dienst bestimmt bereits angetreten, obwohl es eigentlich Radeks Spezialgebiet war, als Erster im Präsidium aufzuschlagen. Aber heute hatte er nach dem Streit mit Anke die Zeit für sich gebraucht. Stumm packte Oliver seine Sachen zusammen und wollte sich gerade seinen Mantel überwerfen, als ihm siedend heiß einfiel, dass sein Handy noch immer auf der Küchenzeile lag, wo er es nach seinem überhasteten Verlassen des Raumes zurückgelassen hatte.
Mit bösem Blick musterte Anke ihren Mann, der schweigend auf die Theke zusteuerte. Gerne hätte sie sein Schweigen erwidert und ihn einfach abhauen gelassen, wie er es immer tat, aber die Ereignisse, während ihr Mann Laufen gewesen war, hatten sie nur noch mehr zur Weißglut getrieben.
“Ach Oliver, du hast eine Nachricht von Mina bekommen…”, setzte Anke an, wurde jedoch von ihrem Mann unterbrochen.
“Du hast also auf mein Handy geguckt!”, stellte Oliver erbost fest.
“Ich dachte immer, es wäre deine Arbeit, die du so liebst, aber wie konnte ich nur so blind sein. Du bist nur so oft im Dienst, weil die ein Verhältnis mit Mina hast!”, erwiderte Anke wütend und empört.
“Sei nicht albern!”, gab Oliver nun rasend vor Wut zurück.
“Ich soll nicht albern sein und weshalb schickt dir Mina dann diese Nachricht?”, fragte Anke und hielt ihrem Mann dessen Mobiltelefon unter die Nase.
         “Die Liebenden finden sich nicht irgendwo am Ende. Sie lebten, der eine in dem anderen, von Anfang an.
          Danke für diese schöne Zeit!”
 
Erstarrt betrachtete Oliver die Nachricht. Was hatte diese zu bedeuten? Jedenfalls nicht das, was sich Anke dabei dachte.
Ein weiterer Blick auf das Smartphone verriet Oliver, dass Mina davor versucht hatte, ihn mehrmals zu erreichen. Er wollte gerade ihre Nummer wählen und einen Rückruf starten, als eine weitere Nachricht eintraf.
            “Du warst nicht da als sie dich brauchte. Nun beginnt der Wettlauf gegen die Zeit! Feuer oder Eis, Leben oder Tod!”
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