Dämon

von DBS
GedichtAllgemein / P16
30.03.2018
30.03.2018
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Wie ein Dieb, ein Strolch streiche ich durch dunkle Wälder,
über schneebedeckte Stoppelfelder
auf der Flucht vor der Moral,
denn längst ist sie dem Dämon in mir eine Qual,
wenn er in mir erwacht, mich um Schaf bringt und hämisch lacht.

Der Dämon in mir halt mich am Leben,
gibt mir Befriedigung und nimmt alles streben,
für seine Ziele ein.
Wie am trog ein Schwein,
schaufelte Satan ihn in meine Seele ein.  
Dort Sprengt er jedes liebe Wort,
trägt mich in Egoismus fort
und lässt durch meine Hand die Köpfe rollen,
hinter mir fällt zu der Stollen
und ich renne und laufe weg und ihm in die Arme.

Ich zerstöre Menschen, Vertrauen,
die einst auf mich gebaut,
drücke ich in Staub und lasse sie im Wind verschwinden,
noch bevor sie es ahnen stelle ich fallen und lasse sie in einen tiefen Abgrund fallen.

Der Moment in dem man mich erblickt,
fällt der erste Stein.
Die Kugel rollt und reißt sie mit,
im Gleichschritt, traben alle mit.
Gehen an der Knochenhand, die ich in meiner Manteltasche fand.
Sie greifen nach verderben und kommen nicht los, bis ich sie ins Grabe stoß
und keine Blume hinterlasse.

Meine Tränen wässern Eden.
Ständig muss ich schweben zwischen mir,
bis ich begreife, ich bin zu viel.
Ich erdrücke jeden Keim,
höre dann kein Schrein,
während ich in meiner Kammer, versteckt vor dem Dämon wein‘.

So gehe ich unter den Laternen meiner Stadt,
hoffe, dass mich niemand sieht,
oder jemand den Dämon in mir sieht
und nicht erst wenn er durch in stirbt,
sondern wenn er ihn in mir
und mich mit ihm endlich zerstört.