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GeschichteFantasy / P16
Doctor Strange / Stephen Vincent Strange Kaecilius OC (Own Character)
29.03.2018
29.03.2018
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Hey
Diese Geschichte habe ich schon mal reingestellt und beschlossen sie erneut reinzustellen. Ich wünsche euch viel Spaß beim lesen und freue mich auf eure Reviews. :)

Beste Grüße Alphawolf7








Kapitel 1

Langsam öffnete er seine Augen. Das, was er als erstes sah war ein strahlender Himmel. Die Sonne schien hell vom Himmel und ein paar weiße Wolken waren ebenfalls zu sehen. Langsam setzte er sich auf, woraufhin er einen pochenden Schmerz in seinem Kopf verspürte. Er kniff seine Augen zusammen und hielt sich seinen schmerzenden Kopf. Als das Pochen langsam nachließ stand er langsam auf und sah sich erneut um. Überall waren Bäume und ein kühler Wind wehte ab und zu durch seine Schulterlangen Haare. Er war in einem Wald, die Blätter auf dem Boden waren rot-braun verfärbt, es musste Herbst sein, der sich zum Ende zuneigte. Der Mann schaute an sich herunter und bemerkte erst jetzt, dass er keine normale Kleidung trug, sondern eine dunkle Mönchskutte. Leicht runzelte er die Stirn, wieso trug er eine Mönchskutte und warum war er in einem Wald aufgewacht? Wieso konnte er sich an nichts erinnern, außer… außer an seinem Namen?! Sein Name war…
Der Mann wirbelte herum, als er ein rascheln hinter sich hörte. Reflexartig hob er seine beiden Hände, ballte sie zu Fäusten und stellte sich Kampfbereit hin. Hatte er Kampfsport gemacht?
„Wer ist da?“, fragte er laut. Er war überrascht darüber, dass seine Stimme kalt und emotionslos war.
Im Busch raschelte es for einen kurzen Moment und einen Augenblick später trat ein kleines Mädchen heraus. Sie schaute ihn verängstigt, aber dennoch neugierig an. Das kleine Mädchen hatte braune Augen und lange braune Haare. Sie trug eine Jeans und einen dicken roten Pullover. Er schätzte sie auf sieben Jahre.
„Tut mir leid, ich wollte Sie nicht beobachten“, entschuldigte sich das kleine Mädchen.
Der Mann ließ seine Hände sinken und stellte sich normal hin.
„Schon in Ordnung, ich werde dir nichts tun“, versprach er, als er die Angst in ihren Augen sah, „Wie ist dein Name?“
„Meine Mama hat mir gesagt, dass ich Fremden meinen Namen nicht sagen soll“, sagte das kleine Mädchen.
„Na gut, wie wäre es wenn ich dir zuerst meinen Namen sage“, schlug er ihr vor. Das kleine Mädchen dachte einen kurzen Moment nach und nickte, „Mein Name ist Kaecilius.“
„Mein Name ist Mina“, antwortete ihm das kleine Mädchen, „Darf ich dir eine Frage stellen?“
„Es kommt darauf an, ob ich die Frage beantworten kann. Denn ich kann mich an nichts erinnern, außer an meinen Namen“, gestand ihr Kaecilius.
„Oh, weil ich wollte dich fragen, was du hier alleine im Wald machst“, sagte Mina.
Stille entstand zwischen den beiden und nach kurzer Zeit fing es an leicht zu regnen. Mina sah nach oben und schaute dann wieder zu Kaecilius.
„Weißt du denn schon, wo du heute übernachtest?“, fragte sie, worauf er seinen Kopf schüttelte, „Ich denke meine Mama hat nichts dagegen, wenn ich dich mitbringe.“
Mina lächelte ihn fröhlich an. Kaecilius erwiderte ihr Lächeln. Sie drehte sich um und ging los, er folgte ihr durch den Wald.
„Wohnst du hier in der Nähe?“, fragte Kaecilius nach einer Weile.
„Ja, meine Mama und ich wohnen in einem kleinen Haus auf einer Farm etwas abgelegen von der Stadt New York“, antwortete Mina und plapperte weiter, „Mein Vater, Jonathan, hat meine Mutter für eine andere Frau verlassen. Er kommt aus einer wohlhabenden Familie und als er Mama kennengelernt hatte, hat er sich von seiner Familie abgewandt und mit Mama die Farm aufgebaut wo wir jetzt leben. Er hat mir versprochen, dass wir für immer zusammen leben würden. Vor einem Jahr hat er dieses Versprechen gebrochen.“
„Das tut mir leid.“
„Das muss es dir nicht“, sagte Mina lächelnd, „Ich habe gemerkt, dass meine Mama jetzt viel mehr machen kann und sie ihr fröhlich. Ich habe das Gefühl, dass Jonathan meine Mama früher nie das machen ließ was ihr Spaß machte. Denn jetzt malt oder zeichnet sie in ihrer Freizeit wunderschöne Bilder. Wir sind da!“
Kaecilius und Mina traten aus dem Wald hervor und zum Vorschein kam die Farm mit dem kleinen Haus. Rechts daneben stand ein Stall. Es gab eine große, schöne Weide, wo man ein paar Blumen sehen konnte.
„Auf dieser Weide halten wir Schafe, Ziegen, ein paar Schweine, die sich an einer sumpfigen Stelle aufhalten, Kühe, zwei Esel und ein paar Gänse“, erzählte Mina ihm.
Kaecilius konnte ein paar Hühner mit ihren Küken sehen und zwei Schäferhunde die frei auf der Farm herumliefen.
„Hinter dem Haus haben wir noch einen kleinen Obst- und Gemüsegarten und einen Brunnen. Meine Mama und ich wollten morgen einen Apfelbaum pflanzen“, sagte Mina stolz.
Die beiden waren schon fast am Haus angekommen, als die Tür aufging und Mina’s Mutter herauskam. Sie blieb erschrocken stehen, als sie den fremden Mann neben ihrer Tochter sah. Bevor sie etwas sagen konnte, fing Mina an zu reden.
„Ich habe ihn im Wald gefunden. Er kann sich an nichts erinnern nur an seinen Namen“, sagte sie, „Da er nicht weiß, wo er heute übernachten kann, dachte ich, dass er hier übernachtet. Wenigstens für eine Nacht, bitte.“
„Wie ist denn Ihr Name?“, fragte die Mutter an ihn gewandt.
„Mein Name ist Kaecilius“, antwortete er.
„Ich heiße Alice und ich denke den Namen meiner Tochter kennen Sie bereits.“ Sie seufzte, „Ich werde jetzt zuerst einmal in die Stadt fahren und ein paar Sachen einkaufen. Danach sehen wir weiter.“

„Ist gut“, sagte Mina lächelnd.
Alice ging nach rechts zu einem blauen verbeulten Jeep. Sie stieg ein, steckte den Schlüssel ins Zündschloss, doch der Jeep sprang nicht an. Alice drehte den Schlüssel mindestens fünfmal im Zündschloss um, bis der Jeep endlich ansprang. Dröhnend fuhr sie von der Farm.


Am späten Nachmittag kam Mina’s Mutter wieder zurück auf die Farm. Sofort kam ihre Tochter angerannt und schaute auf die Ladefläche nach, ob dort ein kleines Apfelbäumchen stand. Während Kaecilius am Haus stehen blieb und alles von dort beobachtete. Als Mina kein kleines Apfelbäumchen sah, schaute sie von der Ladefläche auf und sah ihre Mutter enttäuscht an.
„Tut mir leid, mein Schatz, aber die Gärtnerei hat mir davon abgeraten, weil der Baum durch die Kälte kaputt gehen würde“, erklärte ihre Mutter.
„Schade…“
Alice schaute zu Kaecilius und dann wieder zu ihrer Tochter, die versuchte auf die Ladefläche zu gelangen.
„Was habt ihr denn solange gemacht, als ich unterwegs war?“

„Kaecilius und ich haben den Stall ausgemistete und wir haben die Tiere auf der Weide gefüttert“, erzählte ihr Mina, „Er hat mich sogar auf ein Schaf gesetzt und dann hat er das Schaf dazu gebracht ihm langsam zu folgen. Das hat richtig viel Spaß gemacht.“
Alice lächelte, sie hatte ihre Tochter lange nicht mehr so glücklich gesehen. Sie drehte sich in die Richtung, wo Kaecilius stand. Alice seufzte.
„Na schön Sie können hier bleiben“, sagte sie, woraufhin Mina vor Freude hüpfte, „Könnten Sie mit bitte helfen die Einkäufe ins Haus zu tragen?“
Kaecilius ging zum Jeep und holte die ersten beiden Tüten mit Lebensmitteln von der Ladefläche.
„Ich zeige dir wo alles hinkommt“, sagte Mina und kletterte von der Ladefläche herunter.
Sie lief voraus und Kaecilius folgte ihr. Alice schaute den beiden hinterher. Als Kaecilius ins Haus eintrat empfing ihm sofort eine angenehme Wärme die vom Kamin aus kam. Ein Feuer brannte vor sich hin und knisterte leise. Es gab einen Tisch mitten im Raum mit drei Stühlen, darüber hing eine Lampe. Links war eine kleine Küche, darüber ein Fenster mit einer Fensterbank, wo ein Topf mit roten Blumen stand. Rechts führte eine Treppe nach oben, wahrscheinlich zu ihren Schlafzimmern.
„Hier kannst du dir Tüten hinstellen“, sagte das Mädchen und zeigte auf eine freie Ablageplatte.
Kaecilius stellte die Tüten ab und ging mit Mina wieder nach draußen, um die nächsten Tüten zu holen. Auf dem Weg zum Jeep kam ihnen Alice entgegen, sie hatte ebenfalls zwei Einkaufstüten in ihren Händen. Kaecilius holte die letzten beiden Einkaufstüten aus dem Jeep und brachte sie in die Küche, wo Alice bereits die Einkäufe einräumte.
„Vielen Dank“, bedankte sie sich und lächelte.
„Keine Ursache“, entgegnete Kaecilius.
„Kaecilius?“, hörte er die Stimme von Mina hinter sich, woraufhin er sich zu ihr umdrehte, „Willst du mit mir das Baumhaus fertig stellen?“
Kaecilius schaute zu Alice, um ihr Einverständnis zu bekommen. Diese nickte lächelnd. Mina lief jubelnd nach draußen und Kaecilius folgte ihr. Alice räumte die Einkäufe weg, als ihr Telefon klingelte. Sie ging zum Tisch, der links von der Küche stand und nahm den Hörer ab.
„Ja bitte?“

„…“
„W-Warten Sie einen Moment“, stotterte Alice, „Sie sagen, dass diese Farm verschuldet ihr?“
„…“, Alice Augen weiteten sich.
„Wie soll ich denn eine so große Summe an Geld beschaffen, wenn ich nur zwei Monate Zeit dafür habe?“, fragte Mina’s Mutter geschockt.
„…“
„Nein Danke!“, wütend drückte sie den Anrufer weg. Tränen sammelten sich in ihren Augen. Alice nahm das Telefon wieder in ihre Hand und rief einen guten Freund von ihr an. Sie sagte, dass sie seine Hilfe bräuchte, woraufhin er sagte, dass er sofort kommen würde.


Nach einer halben Stunde traf ihr Freund mit einem blauen Mercedes Benz ein. Sie ging zur Tür und ihr Freund nahm sie in die Arme.
„Vielen Dank, dass du so schnell kommen konntest, Tom“, sagte Alice und löste sich von ihm.
„Natürlich“, antwortete er.
Beide setzten sich an den Tisch, Alice brachte noch ein Tablet mit Tee und Keksen. Sie reichte ihm eine Tasse mit Tee und einem Keks auf der Untertasse.
„Also, was ist passiert?“
„Vor einer halben Stunde hat jemand von der Bank angerufen und hat gesagt, dass meine Farm verschuldet ist“, erzählte sie ihm, „Ich soll in zwei Monaten 10.000 Doller auf mein Konto überweisen. Sie haben mir einen Kredit angeboten den ich jedoch abgelehnt habe, da der noch teurer ist. Ich weiß nicht, was ich jetzt machen soll.“
Tränen flossen an ihrer Wange herunter.
„Ganz ruhig, wir werde schon irgendwie eine Lösung finden“, antwortete ihr Tom. Alice nickte. „Ich werde mit der Bank reden und sehen war sich da machen lässt.“
„Tom!“, Mina kam angelaufen und gerade noch rechtzeitig konnte dieser vom Stuhl aufstehen, bevor sie in seine Arme sprang.
„Na meine kleine“, sagte er fröhlich, „Wie geht es dir?“

„Mir geht’s gut. Kaecilius und ich bauen gerade das Baumhaus weiter.“
„Kaecilius? Wer ist das?“, fragte Tom.
Mina drehte sich um und zeigte auf den Mann der draußen stand und zur Weide schaute. Tom sah zu Alice.
„Mina hat ihn heute im Wald gefunden“, erklärte sie ihm, „Er kann sich an nichts mehr erinnern, nur an seinen Namen.“
„Verstehe.“
Tom ließ Mina runter. Sie lief direkt hinaus zu Kaecilius und verschwand mit ihm.
„Wird er lange hierbleiben?“, fragte Tom und setzte sich auf den Stuhl. Alice schüttelte ihren Kopf und nahm einen schluck Tee.
„Nein, nur diese eine Nacht. Morgen wird er gehen.“

Mina kletterte auf das Baumhaus, nahm den kleinen Hammer in ihre Hand und schlug vorsichtig den Nagel ins Holz. Kaecilius hämmerte neben ihr. Er drehte sich um, um den nächsten Nagel aufzuheben, als ein stechender Schmerz durch seinen Kopf fuhr. Er ließ den Hammer fallen und hielt seinen schmerzenden Kopf. Vor seinem inneren Auge konnte er ein paar Bilder sehen, diese waren jedoch zu schnell verschwunden, als das er etwas erkennen konnte.
„Kaecilius?“, hörte er die besorgte Stimme von Jessica, „Ist alles in Ordnung mit dir?“

Er schaute sie an und nickte.
„Ja, mit geht es gut“, antwortete Kaecilius ihr und lächelte sanft, „Lass uns weiter machen.“

Er nahm den Hammer wieder in seine rechte Hand, hob einen Nagel vom Boden auf und hämmerte weiter. Mina sah ihn noch einen Moment an, bis sie sich wieder ihrer Arbeit zuwandte.

Beide waren bis zum Sonnenuntergang auf dem Baumhaus und mussten nur noch das Dach fertig bauen.
„Mina, wir sollten jetzt wieder zurück gehen“, beschloss Kaecilius, „Es ist bereits dunkel und deine Mutter wird sich sicherlich schon Gedanken darüber machen, wo du solange bleibst.“

„Ist gut“, sagte das Mädchen etwas enttäuscht.
Kaecilius und Mina kletterten vom Baumhaus runter und liefen den Weg nach Hause.

Alice war gerade aus dem Haus gegangen, im Mina zu holen, als sie ihre Tochter und Kaecilius sah. Mina lief in die Arme ihrer Mutter.
„Wir sind fast fertig mit dem Baumhaus“, berichtete sie Alice, „Wir müssen Morgen nur noch das Dach bauen.“
„Super!“, sagte Alice lächelnd, doch Kaecilius merkte das sie irgendetwas bedrückte.
„Mina hat sogar ein paar Nägel in das Holz geschlagen“, antwortete Karcilius und zwinkerte dem kleinen Mädchen zu. Sie lächelte. Alice schaute den Mann für einen kurzen Moment an, bevor sie sagte: „Das Essen ist fertig.“
„Was gibt es denn heute?“, fragte Mina neugierig.
„Kürbis Suppe.“

„Lecker!“, rief sie und rannte in das Haus.
„Vielen Dank, dass Sie das für meine Tochter tun“, sagte Alice und sah Kaecilius von der Seite an, als sie zum Haus gingen, „Sie war seit langem nicht mehr so glücklich.“
„Es freut mich, dass ich helfen kann“, antwortete Kaecilius und lächelte sie an.
Die beiden betraten das Haus. Alice saß bereits am Tisch und verteilte die Kürbis Suppe. Ein Brett mit Brot war ebenfalls auf dem Tisch. Sie setzten sich an den Tisch und begannen zu essen.
„Wir sehen wie eine kleine Familie aus“, sagte Mina lächelnd nach einer Weile.
Alice und Kaecilius hörten auf zu essen. Er beobachtete unauffällig die Reaktion von Alice indem er seine Schale auskratzte. Alles war Alice hervorbrachte war ein Lächeln und aß weiter. Doch es war ein trauriges Lächeln, dass konnte Kaecilius erkennen.

Nachdem alle fertig waren half Kaecilius das Geschirr in die Küche zu tragen und zu waschen. Mina ging hoch und machte sich für das Bett fertig.
„Ich weiß es geht mich eigentlich nichts an“, fing Kaecilius an und gab ihr den nächsten Teller, „aber Sie sehen traurig aus. Irgendetwas bedrückt Sie, nicht wahr?“
„Bin ich so leicht zu durchschauen?“, fragte Alice und sah den Mann neben sich an. Als sie in seine blaugrauen Augen sah, sah sie nicht nur Wärme sondern auch Kälte. Doch sie wusste nicht warum seine AUgen Kälte ausstrahlten. Wer war er in Wirklichkeit?
„Alice?“, seine Stimme riss sie aus ihrer Starre.
„Entschuldige, ich war in Gedanken versunken.“
In dem Moment kam Mina herunter gelaufen. Sie sprang in die Arme ihrer Mutter und kuschelte sich an sie.
„Kannst du mir eine Gute-Nacht-Geschichte vorlesen?“, fragte Mina und sah ihre Mutter an. Alice wollte etwas sagen, doch Kaecilius war schneller.
„Ich werde das Geschirr abspülen und Sie können ihrer Tochter etwas vorlesen“, schlug er vor.
Sie überlegte einen Moment und nickte.
„Gute Nacht, Kaecilius“, sagte Mina lächelnd.
„Gute Nacht, Mina“, antwortete er und erwiderte ihr Lächeln.
Alice und Mina gingen nach oben.

Eine halbe Stunde später kam Alice wieder runter. Sie blieb einen kurzen Moment stehen, als sie sah, dass Kaecilius am Tisch saß und die Küche sauber war.
„Ich wusste nicht, wann Sie wieder runter kommen würden“, fing Kaecilius an, „Deswegen habe ich das übrige Geschirr ebenfalls gewaschen und die Küche gesäubert. Falls ich irgendetwas gemacht habe…“
„Nein, nein es ist alles in Ordnung“, unterbrach Alice ihn, „Ich danke Ihnen, dass Sie das gemacht haben.
Kaecilius trank einen Schluck Wasser aus seinem Glas.
„Ich weiß, dass Sie heute irgendwo schlafen müssen“, sagte Alice, „Leider haben wir kein Gästezimmer in diesem Haus. Ich kann Ihnen nur noch den Stall anbieten.“
„Ich danke Ihnen, dass Sie mich für eine Nacht hier behalten.“
„Nichts zu danken. Ich zeige Ihnen, wo Sie am besten schlafen können“, sagte Alice und machte sich mit Kaecilius auf den Weg.

Ein paar Minuten später waren die beiden im Stall. Alice schaltete das Licht an und sofort durchflutete der Stall ein warmes Licht. Links und rechts standen Boxen, manch kleiner, manch um einiges größer. Direkt am Eingang führte eine Treppe nach oben. Diese stiegen Alice und Kaecilius nach oben und zum Vorschein kam ganz viel Stroh. Es lag eine große blaue Decke im Stroh.
„Hier versteckt sich immer Mina, wenn sie etwas angestellt hat oder traurig ist“, erzählte sie ihm. Kaecilius lächelte. „Vor einem Jahr hat sie sich hier oben versteckt und ihr erst wieder zum Abendessen heruntergekommen.“
Stille entstand zwischen den beiden, bis Alice sich zu ihm umdrehte.
„Ich hoffe es ist in Ordnung, dass Sie hier übernachten. Hätten wir ein Gästezimmer im Haus, könnten Sie in dem Zimmer schlafen, anstatt in einem Stall.“
„Es reicht mit vollkommen“, antwortete Kaecilius ruhig, „Ich danke Ihnen, Alice.“
Alice lächelte etwas schüchtern und kletterte die Leiter herunter. Sie wollte schon gehen und das Licht ausknipsen, als sie inne hielt.
„Gute Nacht.“
„Gute Nacht“, kam die Antwort von Kaecilius.
Daraufhin schaltete sie das Licht aus und schloss das Stalltor hinter sich.
Kaecilius machte es sich auf dem Stroh gemütlich und deckte sich mit der blauen Decke zu. Was würde er Morgen tun? Er wusste nicht, wo er hinkonnte. Zudem war er sich ziemlich sicher, dass er in keinem Kloster lebte. Kaecilius schloss seine Augen, er würde morgen darüber weiter nachdenken.
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