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Wie ein Phönix aus der Asche

von theSinner
GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Andor Catania
28.03.2018
19.06.2020
5
9.059
 
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28.03.2018 1.329
 
Heyho :)
I am back mit neuem Lesestoff für euch und einer neuen Monsterherausforderung für mich… Im Ernst in dem Moment in dem ich mir dieses fette Buch und meinen Laptop tief nachts auf den Schoß gepackt hab, hab ich mir einfach nur gedacht: „…What the fuck am I doing?!“
Naja… jetzt bin ich hier und hab die Herausforderung angenommen ;)

Sooo wer gerade aufmerksam war oder vielleicht schon meinen Twoshot „No Pain That I Won’t Go Through“  gelesen hat weiß, dass ich das Buch zu der Serie gelesen habe wegen der wir vermutlich alle hier sind. Daher vorweg Folgendes:

Ich orientiere mich hauptsächliche am Buch was Plot, Charakterzüge und SCHREIBWEISEN DER NAMEN angeht :D Ich denke außer Catania, die in meiner FF eigentlich die Hauptperson ist werden keine Charaktere in dieser FF vorkommen, die von den Serienmachern dazu erfunden wurden ;) (Ja Catania kommt im Buch nicht vor… DEAL WITH IT!) Die FF setzt so gut wie nahtlos am Ende des BUCHS an, das etwas anders ausfällt als es die meisten von euch aus der Serie kennen werden, deshalb hier eine kurze Erläuterung:
1. Ja Amberle wird zum Ellcrys (Applaus an die Serienmacher, dass sie sich in diesem Punkt an die Vorlage gehalten haben ;D)
2. Eretria und Wil gehen am Ende ZUSAMMEN zurück nach Storlock, dementsprechend bleibt sie nicht in Sichermal zurück und trifft dort… was weiß ich wen… Ach ja und die ganze komische Sache mit ihrem Blut und dem Tattoovodoo hab ich im Buch wohl auch überlesen ;)

Wer jetzt den Eindruck hat ich würde sie Serie hassen. RICHTIG. Nein Quatsch ich liebe die Serie, die ist echt ziemlich nice. Aber für mich hat sie halt einfach nix mit dem Buch zu tun, das ganz nebenbei auch ziemlich nice ist ;) #WinkMitDemZaun

Ach ja und diese FF ist VOLKOMMEN unabhängig von der zweiten Staffel „The Shannara Chronicles“. Die Idee hatte ich bevor die zweite Staffel überhaupt rauskam ;)
So jetzt hab ich wirklich genug geschwafelt und kann euch aufgeklärt und mit guten Gewissen in meine Welt hinaus ziehen lassen ;)
Viel Spaß beim Lesen ♥
_________________________

Still und kühl lag die Nacht über Arborlon. Ein dunkler Schleier, der die Wehklagen und das Leiden der Elfen für einen kurzen, aber dennoch erholsamen Moment bedeckte und sich kühl und lindernd über den Schmerz legte, der Arborlon seit einem Jahr heimsuchte. Seit die Dämonen die Vier Länder überrannt und alles Leben, das ihnen in die Quere gekommen war ausgelöscht hatten. Seither klagte das Land. Arborlons Bevölkerung lebte in provisorischen Camps oder unter freiem Himmel. Die Städte, die Dörfer, beinahe alles rund um den Ellcrys war tot. Die vorderen Mauern des Palasts waren gefallen und auch die Mauer, die einst den heiligen Garten des Ellcrys vom Rest der Welt abgegrenzt hatte lag rund um den Baum herum in Trümmern. Arborlon war ein Feld aus Trümmern und Klagenden. Einzig der Palast war zum Großteil erhalten. Die Reparaturen hatten auch hier noch nicht begonnen. Einzelne Häuser waren wiederaufgebaut und bewohnbar gemacht worden. Doch schon seit geraumer Zeit stand Arborlon still. Nichts regte sich. Nichts tat sich. Es blieb eine Stätte der Verlorenen, der Klagenden… der Heimatlosen. Ein dunkler Schatten näherte sich den Trümmern des Gartens. Verhüllt in einen dunklen Mantel, das Gesicht versteckt unter einer weiten Kapuze suchte der zierliche Schatten sich einen weg durch die Trümmer zu dem schwungvoll, gewundenen Baum. Mit ganzer Kraft schwang sich die Krone des Baums hinauf in die Nacht. Hinauf zu den Sternen. Die verwachsenen Äste versuchten die Wolken zu erreichen, griffen nach den Sternen. Catania fiel vor dem mächtigen Stamm des Baums auf die Knie. Ihre Hände zitterten als sie die Kapuze zurückschlug. Glasige Augen folgten den dunklen Schatten der Rinde hinauf bis zur Spitze. Tränen quollen aus ihren Augen. Sie schaffte es nie herzukommen ohne ihre Tränen. Zu frisch war der Schmerz. Selbst nach einem Jahr des Verlusts, der Klagen, war ihre Trauer um Amberle noch immer so frisch wie am ersten Tag. Beinahe jede Nacht kam sie her, um zu weinen… um ihre Prinzessin, um ihre Retterin… um ihre beste Freundin. Sie wusste ihre Tränen waren vergebens. Nichts auf der Welt konnte Amberle zurückbringen! Keine Träne… Keine Magie. Amberle, ihre Freundin Amberle, war verschwunden. Nicht tot, aber für Catania auf ewig unerreichbar. Vielleicht war genau dies der Grund weshalb sie einfach nicht damit abschließen konnte. Amberle war nicht tot, aber sie war fort. Den Gedanken, dass ihre beste Freundin auf eine verquere Art weiterlebte, aber für sie für immer verloren war konnte Catania einfach nicht ertragen. Also kam sie beinahe jede Nacht her, um zu weinen. Um all die angestauten Emotionen loszuwerden. Es war ihre Art mit dem Geschehenen, dem Vorgefallenen umzugehen. Catania schluckte. Vorsichtig legte sie ihre zitternden Hände an den Stamm des großen, mächtigen Baums. Manchmal bildete sie sich ein zu spüren wie der Baum atmete oder Amberles Stimme zu hören. Sie wünschte es sich so sehr. Sie wollte das Amberle mit ihr sprach, wollte die Stimme ihre Freundin hören. Catania brauchte sie. Sie fühlte sich manchmal so hilflos. Dann wünschte sie sich nichts mehr, als Amberle wieder um sich zu haben. Amberle, die ihr immer Mut gemacht hatte.
„Amberle?“
Catania hob den Kopf, versuchte zwischen den erhabenen Ästen des Baumes die Sterne zu sehen. Ihr Strahlen tauchte den Garten und seine Trümmer in ein Licht, das Catania als magisch beschreiben würde. Wie ein Silberschleier lag es über dem Garten, den Trümmern und über dem Palast. In der Nacht konnte man beinahe vergessen, dass Arborlon in Trümmern lag. Nachts wurde das Leid und die Zerstörung einfach verschluckt. Ein leichter Windstoß streichelte durch die Blätter des Ellcrys und Catania glaubte für einen Moment die Blätter ihren Namen flüstern zu hören. Traurig senkte sie den Kopf, weil sie wusste, dass es reine Einbildung war. Aber sie wünschte es sich so sehr. Sie wusste nicht, ob die Amberle, die sie gekannt hatte wirklich noch existierte, ob ihr Geist noch irgendwo im Gehölz des mächtigen Baums steckte, ob Amberle sie hören konnte… Sie wusste es nicht. Trotzdem sprach sie beinahe jedes Mal zu ihr.
„Oh Amberle. Du fehlst hier. Die Elfen gehen zu Grunde.“Catania ließ den Kopf sinken. Frische, heiße Tränen suchten sich ihren Weg über ihre Wangen.
„Wir sind verloren Amberle. Wärst du doch nur hier, könntest du doch nur…“
Catanias Stimme brach ab. Lautes Schluchzen erfüllte den Garten des Ellcrys.
„Der Druide ist spurlos verschwunden, du bist verschwunden. Dabei seid ihr die einzigen, die helfen könnten. Oh Amberle. Sieh dich doch um! Ganz Arborlon liegt in Schutt und Asche. Über ein Jahr ist vergangen, Amberle. Seitdem hat sich nichts getan. Nein noch schlimmer ist es geworden.“
Catania konnte nicht weitersprechen. Zu sehr schmerzten sie ihre eigenen Worte. Der Wind war stärker geworden, riss an ihren Haaren, jagte durch das Geäst des riesigen Baumes, heulte laut auf. Wolken zogen sich am Himmel zusammen, schoben sich vor die Sterne und schluckten ihr Licht, tauchten Arborlon in absolute Dunkelheit. Catania schloss die Augen und ließ die Hände in ihren Schoß sinken. Es hatte keinen Zweck. Sie hatte Amberle schon so oft um Hilfe gebeten und war jedes einzelne Mal von ihrer Freundin im Stich gelassen worden. Und doch – das wusste Catania, würde sie es beim nächsten Mal erneut versuchen. Catania war noch nicht bereit Amberle, Arborlon oder Andor aufzugeben. Ein leiser Schmerz stach in ihre Brust als sie an den Elfenkönig dachte. Zitternd verbarg sie das Gesicht in den Händen. Der Elfenkönig, der langsam aber sicher vor die Hunde ging, sich jeden Tag aufs Neue selbst zerstörte, von der Schuld, die er empfand zerfressen… Nicht mehr fähig Entscheidungen zu treffen, nicht mehr fähig das Leid anderer zu sehen… nur noch sein eigenes. Den Mann, der einst mitfühlend, besonnen und entschlossen gewesen war gab es nicht mehr! Er war gestorben… vor knapp einem Jahr. War ertrunken… in Schuldgefühlen und Alkohol. Catania wusste nicht wie lange sie es noch ertragen konnte Andor dabei zuzusehen wie er sich selbst und ihre Heimat zerstörte. Wie lange sie sich und ihn noch aufrecht halten konnte.
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