Warlord of the Void

von Elixier
GeschichteAllgemein / P18
OC (Own Character)
27.03.2018
21.09.2019
10
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Herzlich willkommen zu meinem kleinen Ausflug in die Ära des Galaktischen Bürgerkriegs. Ich beschreibe in dieser Ansammlung von Oneshots die Geschichte meines eigenen Warlords oder Kriegsherren wie sie uns im Deutschen ja auch bekannt sind. Ich kann noch nicht genau sagen, wie viele Oneshots ich veröffentlichen werde, oder wie lang sie jeweils sind, aber ich hoffe natürlich trotzdem das sie euch unterhalten und gefallen. Legen wir doch einfach mal los.



4 NSY

Nur das Brummen der schweren Reaktoren war in den Ohren des Konteradmirals zu hören. Stumm saß er nach vornübergebeugt und mit gefalteten Händen in dem Besprechungsraum der Absolution und starrte auf den leeren Raum der sich ihm hinter dem zentimeterdicken Fenster offenbarte das jedem auf der Rückseite des Besprechungsraum einen Blick in die Weiten des Weltalls gewährte. Er seufzte und lehnte sich vorsichtig zurück. Nach dem was über Endor passiert war, hatte er fast wie im Affekt gehandelt. Alles war so schnell passiert und er hatte nicht mal wirklich die Zeit gehabt allzu lange über das nachzudenken was er eigentlich tun wollte oder sollte. Befehle hatte er quasi keine mehr bekommen, für ihn war jeder der ihn kommandiert hatte mit der Vernichtung der Executor gestorben. Danach hatte ihn nach seinem Empfinden nur noch sein Überlebensinstinkt getrieben.

„Kommen sie doch zu mir in das Besprechungszimmer Captain Meresal. Ich muss mich mit ihnen unterhalten.“, sprach er mit belegter Stimme in den Kommunikator der an dem bequemen Sessel angebracht war in dem er saß. „Jawohl Sir. Bin… sofort bei ihnen.“, antwortete der Captain und seine Stimme klang nervös, so wie vom ersten Moment an, an dem er einen Fuß auf die Absolution gesetzt hatte. Der Konteradmiral lächelte als er die Verbindung wieder unterbrach. „Armer Kerl.“, murmelte er und streckte sich ein wenig in dem Sessel. Die Tür hinter ihm ging auf und der Captain eilte an den Stühlen vorbei, die links und rechts von dem langen Tisch standen, der die Mitte des Besprechungszimmers dominierte. „Melde mich zum Dienst Sir.“, sagte Meresal so entschlossen er klingen konnte und der Konteradmiral erhob sich. „Setzten sie sich bitte.“, bat er ihn und der Captain gehorchte nach einem Moment des unentschlossenen Zögerns.

Konteradmiral Kor Velchev schaute sich den jungen Mann vor ihm genau an. Er versuchte ganz bewusst etwas in ihm zu finden, das ihn an sich selbst erinnern würde. Die Tatsache das die Beiden von ihrer Erscheinung her nicht hätte unterschiedlicher sein können, machte es nicht wirklich einfacher. Velchev war ein hochgewachsener Mann mit kräftigen Gliedmaßen, vergleichsweise breiten Schultern und einem kantigen, aber immer noch gerade und gleichmäßigem Gesicht. Zwei kalte Augen, in einem tiefen dunkelblau und mit keiner Regung in ihnen zu finden, saßen in seinen Augenhöhlen. Seine pechschwarzen Haare waren sehr kurz geschnitten und ordentlich nach hinten gekämmt. Schmale Lippen und ein äußerst kräftiges Kinn ließen ihn etwas bullig erscheinen. In seiner dunklen Uniform, die gepflegt und ordentlich wirkte, machte er auf viele seiner Untergebenen einen einschüchternden Eindruck. Nicht nur weil er nahezu jeden seiner Deckoffiziere um gut einen halben Kopf überragte.

Meresal hingegen wirkte eher schmächtig und schlaksig. Er ging dem Konteradmiral bis knapp über die Schultern und hatte ein weicheres, kürzeres und weniger definiertes Gesicht. Seine Augen waren von einem hellen, relativ warmen Braun und wirkten schon fast ein wenig bernsteinfarben. Seine rotblonde Frisur war ähnlich wie die von Velchev geschnitten, nur wollten seine Haare wohl teilweise nicht so und kräuselten und lockten sich ein klein wenig an den Spitzen sie unter seiner Mütze hervorlugten. Seine Lippen waren um einiges voller und sein Kinn war kaum definiert. Allgemein wirkte er etwas zerbrechlicher und seine langen Finger tippten nervös auf seine Hose. „Ihnen geht es nicht anders wie mir Meresal. Sie brauchen ihre Unsicherheit nicht zu verstecken. Passiert nicht jeden Tag das sich unser gesamtes Oberkommando ausradiert.“ Meresal wirkte überrascht und fragte: „M… Meinen sie denn das es irgendeine… technische Schwierigkeit mit dem neuen Todestern gegeben hat?“ Langsam setzte sich Velchev wieder in seinen Sessel und drehte ihn so um. Er wandte sich wieder an den Captain und erwiderte: „Das glaube ich nicht. Immerhin hat er ja einige Schüsse abgegeben bevor er vernichtet wurde. Es hat auch keine Anzeichen für irgendwelche Fehlfunktionen gegeben. Nein ich denke wirklich dass die Rebellen dahinter stecken. Der Explosion nach zu urteilen, muss es den Kern getroffen haben. Bei dem unfertigen Zustand des Todessterns war der auch nicht so schwer zu erreichen…“

Meresal schaute in sich gekehrt auf die Tischplatte und verdaute für einen Augenblick die Bewertung der Geschehnisse. „Es ging alles so schnell. Mir war gar nicht bewusst, dass die Rebellen so schwere Schiffe wie diese Mon Calamari Kreuzer nutzen.“, bemerkte er nach einigen Sekunden. Der Konteradmiral hob sein Kinn etwas und schnalzte mit der Zunge. „Tja diese ehemaligen Vergnügungsflieger können unseren Sternenzerstörern ganz schön einschenken. Fischauge hin oder her. Ihre Arbeit muss man schon respektieren. Aber davon sollten wir uns jetzt nicht allzu sehr ablenken lassen. Was passiert ist, ist passiert und wir können es ohnehin nicht mehr ändern. Könnten sie mir die Liste der uns gefolgten Schiffe noch mal geben?“, fragte er den Captain und dieser hantierte kurz an seinem Datapad. „Hier. Das sind alle Schiffe die uns bei dem Hyperraumsprung gefolgt sind. Sagen sie Sir… wie sind sie eigentlich zu diesen Koordinaten gekommen? Als ich sie in den Rechner eingegeben habe, da waren sie schon als benutzt markiert.“ Velchev räusperte sich und erklärte: „Nun die Absolution hat kurz nach ihrer Übergabe in meine Hände eine Überarbeitung ihres Hyperraumantriebs genossen. Wir sind mehrere Male aus unterschiedlichen Systemen hier her gesprungen. Es bietet sich an hier solche Tests durchzuführen. Der Raum in dieser Gegend ist sehr leer und wie sehen können ist der Stern im System zu schwach um irgendwelche nennenswerten Mengen an Gestein anzuziehen.“

Der Captain nickte und war dankbar für diese Auskunft. Das Wissen, das der Captain über ihre Position Bescheid wusste, war beruhigend. So mitten im Nirgendwo war es doch irgendwie unheimlich wenn man aus dem Brückenfenster schaute. Die Systeme des Schiffes hatten bestätigt das sie sich irgendwo im Ividal Sektor befanden. Das was es aber auch schon, was die Computer hergaben. An und für sich hatte Meresal aber kein Problem damit, dass nur der Konteradmiral wusste wo sie sich befanden. Dieser überflog noch einmal die Liste all der Schiffe die sich nun unter seinem Kommando befanden. Da war natürlich sein eigenes Schiff, die Absolution, ein Schlachtkreuzer der Allegiance-Klasse. Dann waren da 19 Sternenzerstörer, ein Imperiums-Klasse, zwei Tector-Klasse, sieben Victory-II Klasse und neun Victory-I Klasse. Vier schwere Kreuzer, von denen drei der Vindicator-Klasse angehörten und einer der Immobilizer 418 Klasse. Eine kleine Kreuzersammlung aus vier Strike-Klasse Kreuzern, zwei Pursuit-Klasse leichten Kreuzern und drei Carrack-Klasse Kreuzern. Daneben waren noch fünf Nebulon B und sieben Nebulon B2 Fregatten dabei, nebst 3 Lanzen Klasse Fregatten du 11 Tartan Klasse Fregatten. Mit einem Brummen setzte sich Velchev etwas aufrechter hin und sagte zu dem Captain: „Wie lange ist es jetzt her? Das der Todestern vernichtet wurde meine ich?“

Meresal schaute für den Bruchteil einer Sekunde auf seine Uhr und erwiderte: „Nun Sir, in 13 Minuten werden 98 Stunden vergangen sein.“ Der Konteradmiral nickte und stand auf. Meresals Blick folgte ihm, als er vor das Fenster trat. „Sagen sie Captain, vertrauen sie der Aussage des Großwesirs?“, fragte Velchev und Meresal schaute verunsichert auf seine Hände, die er krampfhaft auf dem Tisch verschränkt hatte. „Ahm ich… bin mir nicht so sicher Sir… Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass der Großwesir in seiner Position besonders sicher ist. Vor allem jetzt da so viele Admiräle und… und andere Kommandierende ihm den Gehorsam zu verweigern scheinen. Zumal auch große Teile der Flotte außerhalb seines Machtbereichs operieren. Einige der Moffs haben sich ja schon von ihm losgesagt. Man... will sich ihm wohl nicht so einfach unterstellen.“ Velchev drehte sich so schnell um, das Meresal erschrocken zusammenzuckte. Der Konteradmiral marschierte auf den Sessel zu in dem er bis eben noch gesessen hatte und nahm darin wieder Platz. Er lehnte sich zu dem Captain und dieser wich instinktiv etwas zurück. Intensität brannte in den Augen des Konteradmirals. Dieser holte tief Luft.

„Sehen sie, genau so sehe ich das auch Meresal. Vor allem all die Moffs die im äußeren Rand sowieso schon für Jahre ihr eigenes Ding drehen, die werden sich vom fernen Coruscant und diesem speichelleckendem Wicht nichts erzählen lassen. Jeder der im imperialen Palast auch nur ansatzweise etwas zu sagen hat, wird sich von Pestage lossagen und das eher früher als später. Ich kann ihnen wirklich nicht sagen, wer danach übernehmen wird, aber er wird Pestage das Messer zwischen die Rippen rammen, was ihn für meinen Teil jedenfalls als imperialen Herrscher schon mal ungeeignet erscheinen lässt. Aus dem Kern können wir jedenfalls nicht mehr mit konstruktiven Ideen rechnen. Nein. Wir werden das hier selbst in die Hand nehmen müssen. Wenn Pestage erstmal realisiert wie tief er in der Scheiße sitzt, dann wird er irgendwann auf die glorreiche Idee kommen seine verbliebene Flotte an jedem der seiner Herrschaft untreu ist zu verpulvern. Es wird sicher auch der ein oder andere kluge Kopf in seinen Reihen sitzen, aber die haben allen nichts mehr mit dem Imperator gemein. Ich bin nun mal für die Männer auf diesen Schiffen verantwortlich und werde sie nicht in die Hände dieses Aasgeiers gelangen lassen. Können sie das nachvollziehen Meresal? Habe ich da ihre Unterstützung?“

Der junge Captain musste schwer schlucken. Mit jedem Wort aus Velchevs Mund war er ein bisschen blasser geworden. Jetzt sah er aus, als müsste er der Krankenstation in Kürze einen Besuch abstatten. Auch Meresal gefiel der Gedanke nicht dem Großwesir zu dienen. Der Mann hatte einfach nicht diesen Ausdruck von Sicherheit und Stärke an sich, den der Imperator immer ausgestrahlt hatte. Zugegebenermaßen, nun da der Imperator tot war, war es schwer einzuschätzen wie weit es damit her war, allerdings konnte der Captain kein Anzeichen erkennen, das Pestage irgendwie dazu in der Lage sein würde so eine Tragödie in Zukunft zu verhindern. In den Händen des Konteradmirals hingegen, fühlte sich Meresal relativ sicher. Er begann langsam zu nicken und antwortete dann: „Ja… ja ich werde ihnen dabei helfen Konteradmiral. Sagen sie mir nur was ich tun soll.“ Der Konteradmiral lächelte zufrieden. Wenigstens diesen jungen Burschen hatte er schon mal auf seine Seite gebracht. „Sehr gut das zu hören Captain. Ich wusste doch dass ich mich auf sie verlassen kann. Dann rufen sie doch bitte alle Captains der uns begleitenden Sternenzerstörer auf die Absolution. Machen sie ihnen klar dass sie sich beeilen sollen. Jede Stunde zählt von nun an Captain.“

Der junge Mann sprang auf, salutierte mit einem Jawohl und beeilte sich wieder auf die Brücke des Schlachtkreuzers zu kommen. Velchevs Hand zitterte. Er schaute sie für einen Moment an und faltete die Hände auf dem Tisch. Nun kam es darauf an was der Rest seiner Flotte von dem hielt was er für die plante.



Ich hoffe dass euch dieser erste Oneshot gefallen hat und ich würde mich natürlich über jedwede Rückmeldung freuen. Wenn ihr also irgendwelche Verbesserungsvorschläge oder eure Meinung hinterlassen wollt, nur zu. Ich würde euch natürlich auch gerne beim nächsten Mal wieder begrüßen und danke euch für eure Aufmerksamkeit. Bis zum nächsten Mal.

HG Elixier
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