Maya - Rache der Neugier

GeschichteAngst, Freundschaft / P18
OC (Own Character)
26.03.2018
09.09.2018
5
3.499
 
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28.03.2018 893
 
Und hier nun das zweite Kapitel.
Ihr dürft gerne mal Reviews da lassen :D

Viel Spaß beim lesen. Dieses Mal wird es spannender ;)

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Tag X
Schon beim Betreten des Geländes beschlich Maya ein komisches Gefühl. Trotz, dass es gute 30 Grad im Schatten waren herrschte auf dem Gelände eine merkwürdige Kälte.
„Na, hat die große Maya Rieger etwa Angst?“, fragte einer ihrer YouTube Kollegen mit hämischen Unterton und grinste die junge Frau fies an.
Maya warf ihm einen bösen Blick zu und betrat mit unsicheren Schritten das Gelände. Die Gebäude ragten alt und ehrwürdig vor ihr auf. Sie erzählten Geschichten von uralten Schicksale von Menschen die zum Teil unschuldig ihr Leben in den alten Gemäuern lassen mussten. Gestorben an einer Krankheit für die die moderne Medizin inzwischen ein Heilmittel bereitstellte oder durch Experimente verstümmelt und verblutet, weil die damaligen Ärzte darauf aus waren Forschungen auf Kosten von Menschenleben anzustellen.
Maya schüttelte es bei den Gedanken an die Horrorszenarien aus vergangenen Zeiten.
Langsam ging sie weiter über das Gelände. Mit den anderen Teilnehmern war sie über Walkie Talkies verbunden und jeder konnte sich frei über das Gelände bewegen, was offiziell eigentlich verboten war.
Da aber jemand der Teilnehmer einen der Kids Globe e.V. Mitarbeiter kannte, hatte dieser etwas gedreht, damit sich alle frei bewegen konnten. Ob das nun gut oder schlecht war würde sich wahrscheinlich noch herausstellen.
Ziel war es jedenfalls bis zum Abend durchzuhalten und alleine in den Gebäuden zu verweilen.
Hinter sich hörte Maya noch das Gelächter der anderen YouTuber was aber mit jedem weiteren Meter, den sie sich entfernte, leiser wurde und nach einer Weile nicht mehr zu hören war. Sie war plötzlich alleine mit den Gebäuden und der Natur um das Gelände herum.
Maya hielt nach einem bestimmten Gebäude Ausschau. Nämlich dem Gebäude in welchem der Film „Heilstätten“ gedreht wurde.
Sie wollte sehen wo der Film entstanden war und wie das verlassende Gebäude ausserhalb eines Filmes wirkte.
Nach einigem Suchen stieß Maya auf das gesuchte Gebäude und ging beinahe ohne zu zögern hinein. Im Inneren schaute sie sich um und entdeckte rechts von sich den Aufzug und die Treppe; eine Stelle die im Film oft gezeigt wurde.
Sie stellte sich vor den Aufzug und blickte in das Kellergeschoss hinab. Die Bilder aus dem Film schoben sich in ihre Gedanken: Emma, wie sie schwer verletzt auf dem Boden lag und schließlich von einem Stromschlag wortwörtlich zerfetzt wurde. Und Marnie, die panisch die Treppe hinunter zu der Verletzten eilte, ihr aber nicht mehr helfen konnte.
Maya schob die Erinnerung schnell beiseite. Zu sehr hatten sie diese Szenen schockiert.
Mayas Blick wanderte nach oben. Sie stieg die Treppen hinauf und blickte sich im ersten Obergeschoss um. Irgendwo dort musste der Schulungsraum sein in dem sich die Gruppe im Film einige Zeit aufgehalten hatte.
So bewegte sie sich immer weiter durch das Gebäude und suchte eine Stelle nach der anderen die die Jugendlichen im Film durchlaufen hatten. Maya merkte nicht wie die Zeit dabei verging und fand sich irgendwann im obersten Stockwerk des Gebäudes wieder. Dort schaute sie sich in einem weiteren Raum um. Schon während ihrer Erkundungstour hatte sie immer wieder das Gefühl verfolgt zu werden, so als wäre sie nicht alleine in dem Gebäude. Ständig meinte sie Schritte zu hören und ein Flüstern das von den Wänden wiederhallte. Aber war das überhaupt möglich? Maya schüttelte den Gedanken ab und ging weiter. Doch es schien als würde das Flüstern immer lauter und die Schritte immer schneller werden.
Maya bekam Angst, ihre Atmung wurde schneller. Plötzlich knallte irgendwo hinter ihr eine Tür. Ruckartig drehte sie sich um. Ein Schatten bewegte sich über eine Wand. War es ihr eigener? Maya bewegte sich einige Schritte rückwärts. Dann: wieder eine Tür die zuknallte. Wieder drehte sie sich herum. Ihre Angst verstärkte sich, Panik machte sich in ihr breit. Was war das für ein makabreres Spiel? Oder war das was geschah Realität? Spukte es in diesen Gebäuden wirklich? Maya versuchte verzweifelt sich zu beruhigen und atmete tief ein und aus. Dann ging sie in schnellen Schritt zu der Türe die den Gang vom Treppenhaus trennte. Doch anders als erwartet ließ sich diese nicht öffnen. „Was soll das hier?“, flüsterte Maya voller Angst. Sie rüttelte an der Türe aber sie ging einfach nicht auf, so sehr sie es auch versuchte. Nun verfiel Maya endgültig in Panik. Schon die wenigen Geschehnisse brachten sie völlig aus der Fassung. Panisch suchte sie nach einem weiteren Ausgang, fand aber keinen. Das Flüstern kam wieder auf, lauter und permanenter als vorher. Sie verstand die geflüsterten Worte zwar nicht, dennoch machten sie sie verrückt. Sie hielt sich die Ohren zu, was nichts brachte. Das Flüstern drang bis in ihren Kopf vor. Immer wieder knallte irgendwo eine Türe oder ein Fenster zu und schien wie von Geisterhand wieder aufzugehen. Panisch rannte Maya den Gang entlang. Es gab nur noch einen Ausweg für sie: in einem Raum am anderen Ende des Gebäudes hatte sie ein offenes Fenster gesehen. Dort musste sie irgendwie hinauskommen.
Immer wieder drehte sie sich herum. Immer wieder sah sie aus dem Augenwinkel einen Schatten. Sie rannte schneller, ihre Panik steigerte sich mit dem jedem Schritt. Sie sah das rettende Fenster. Immer wieder ging es auf und wieder zu. Und in ihrer Panik sah sie nur einen Ausweg. Wie von Geisterhand gesteuert rannte sie auf das Fenster zu, sprang ab und fiel...
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