Für immer (one-shots)

GeschichteAllgemein / P12
Demir Azlan Frank Wernitz Freddy Sedlack Gebhard Schurlau Konny von Brendorp
25.03.2018
25.04.2018
16
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25.03.2018 1.310
 
*Ankündigung*

In dieser Geschichte werde ich kurze Handlungen aus dem Alltag der Familie Schurlau und deren Umfeld posten. Ich beziehe mich hierbei stark auf die TV Sendung, in der die Schurlaus aus Geb's Ehefrau Maja, seinen Töchtern Lissy, Sophia und später seinem Sohn Oskar bestehen.

Die Handlungen sind fiktiv und rein erfunden.
Nichts davon entspricht der Realität. Ich bin nicht Besitzer der Sendung GSG9.

Die one shots stehen unabhängig voneinander. Ein Kapitel steht für einen one shot.

Ich hoffe ihr habt Spaß beim Lesen und vielleicht hinterlässt der ein oder andere ein Review oder fügt die Geschichte zu seinen Favoriten hinzu.

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*Teil 1*

Das erste Kapitel handelt von den Folgen eines misslungenen Zugriffs. Geb wurde von einem Straftäter angeschossen und wird in letzter Minute ins Krankenhaus gebracht, weshalb Maja, Sophia  und der Rest seines Teams vor der Intensivstation auf Neuigkeiten warten und um sein Leben bangen.

Viel Spaß!

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„Wie geht’s ihm?“

Völlig aufgelöst verharrte Maja mit ihrer Tochter vor der Intensivstation des Krankenhauses.
Die Nachricht hatte sie eiskalt erwischt. Ihr Mann war angeschossen wurden. Wie schlimm es war, hatte ihr niemand sagen können. Bisher wusste sie lediglich, dass sie schnellstmöglich ins Krankenhaus kommen musste und Geb im O.P lag.

Demir begrüßte die Frau seines besten Freundes mit einer Umarmung, sah sie dann mit ernster Miene an, ehe sein Blick zu Gebs ältester Tochter, Sophia, fiel.
Neben Demir waren auch Frank und Fred mitgekommen und warteten bangend auf Neuigkeiten.

„Er hat sehr viel Blut verloren. Sie versuchen die Kugeln zu entfernen, aber viel konnten sie noch nicht sagen“, flüsterte Demir mit dünner Stimme, dem der Ernst der Lage deutlich bewusst war.

Das Gespräch wurde von einem eintretenden Arzt unterbrochen.
Maja zuckte erschrocken zusammen und wandte sich nervös dem behandelnden Mediziner zu.

„Sind Sie Frau Schurlau?“

Sophia, die vorsorglich auf einem der nebenstehenden Stühle Platz genommen hatte, weil sie mit dem schlimmsten rechnete,  sah den Mediziner mit aschfahler Miene an. Aus ihrem Gesicht war jegliche Farbe gewichen. Ihren Vater zu verlieren, war für die 14 Jährige undenkbar.
Maja nickte, weshalb der Arzt mit monotoner Stimme zu sprechen begann.

„Wir haben die Blutungen stoppen können und die Kugeln erfolgreich entfernt. Ihr Mann hatte großes Glück. Ein paar Millimeter weiter und es hätte die Aorta erwischt. Sie können jetzt zu ihm, aber er ist noch sehr schwach. Er hat sehr viel Blut verloren, deshalb haben wir ihn mit Blutkonserven versorgt. Wir hoffen, dass er die Nacht gut übersteht, aber Komplikationen können jeder Zeit eintreten. Das sollte man nicht außer Acht lassen.“

Der Arzt machte eine einladende Geste, weshalb sich Sophia von ihrem Platz erhob, jedoch von Demir zurück gehalten wurde.

„Lass deine Mama erst einmal vorgehen und dann holt sie dich  später nach“, zwinkerte er der Schülerin zu und tauschte sich viel sagende Blicke mit Maja aus. Sie wollten verhindern, dass das Mädchen unnötig traumatisiert wurde. Immerhin machte sie keinen sonderlich stabilen Eindruck.
Mit schweren Schritten lief Maja über den Flur, ehe eine Schwester in eines der sterilen Zimmer deutete.

„Hier ist es. Kommen Sie, er ist schon wach“, sprach sie hoffnungsvoll und ging dann wieder ihrer Arbeit nach.

Bei dem Anblick traten Maja die Tränen in die Augen. Geb lag in einem weißen Krankenhausbett und war an etliche Monitore und Infusionen angeschlossen.
Leise  schloss sie die Tür und setzte sich auf den Stuhl an sein Bett, griff nach seiner Hand.
Müde öffnete Geb die Lider und wandte sich schwach lächelnd an seine Frau, deren Tränen auf seine Hand tropften.

„Hast du Schmerzen?“

„Unkraut vergeht nicht. Ich bekomme guten Stoff“, flüsterte er leise, aber mit schwacher Stimme. Der Arzt hatte Recht behalten, denn er schien noch sichtlich angeschlagen.
Aufgrund der Bemerkung konnte sich  Maja ein Schmunzeln nicht verkneifen. Trotz dem Ernst der Lage hatte er seinen Humor nicht verloren. Sie sah auf die gleichmäßig piependen Überwachungsgeräte, bevor ihr Augenmerk zu den Blutkonserven glitt.

„Geht’s den Mädels gut? Wo sind denn meine große und meine kleine Mäuseprinzessin?“, spielte  der Bundespolizist auf seine Töchter an, während Maja seine Finger mit beiden Händen umgriff, ihm einen Kuss auf die Handoberfläche gab und anschließend mit einer raschen Handbewegung nach draußen deutete.

„Lissy ist  zu Hause bei deiner Mutter. Hier ist der Zutritt für unter 12 Jährige verboten. Aber Sophia sitzt im Wartebereich.“

„Holst du sie später her?“

„Na, klar“, zwinkerte ihm Maja zu und strich ihm mit der anderen Hand über die Stirn.

„Ruhe dich aus, mh?“

„Ich beiße noch nicht ins Gras, keine Angst. Nicht heute“, wisperte er schwach und stöhnte vor Schmerzen, weil er bei jeder Bewegung Höllenqualen litt.  

„Schh.. Du solltest nicht so viel sprechen, Zorro“, gab ihm Maja zu verstehen und schenkte ihm ein trauriges Lächeln, das er widerspiegelte.

„Ich hab Durst“, sprach er heiser und deutete auf die Schnabeltasse, auch wenn er am liebsten darauf verzichtet hätte. Es fühlte sich nicht gut an. Dass ihn seine Frau in dieser verletzlichen Situation sah, war alles andere als optimal. Immerhin war er  der Starke, der die schlimmsten Verbrecher zur Strecke brachte.

Dennoch, bevor er seine Tochter später fragte oder aufgrund der Trockenheit im Mundraum dehydrierte, blieb ihm keine andere Wahl.
Maja versuchte das Bett etwas nach oben zu stellen und gab ihm vorsichtig zu trinken, was er dankbar annahm.  Behutsam tupfte sie ihm mit einem Taschentuch über den Mund. Anschließend stellte sie die Tasse zurück an den alten Platz und griff erneut nach seiner Hand.

„Es tut mir leid“, gestand er ihr leise, weshalb sie erleichtert mit dem Kopf schüttelte.

„Das besprechen wir später. Ich hole Sophia her und besorge mir kurz einen Kaffee, okay? Ich bin gleich wieder da.“

Geb nickte, noch immer die Zähne zusammen beißend.

Auf halber Strecke drehte sie sich noch einmal um und schenkte ich ein trauriges Lächeln.

„Deine Jungs warten übrigens draußen. Die  bevölkern den gesamten Wartebereich.“
Geb grinste so gut es aufgrund der Schmerzen ging, ehe Maja auf den Flur trat.
Lange war er nicht allein, denn nur wenige Minuten später betrat Sophia zögerlich den Intensivraum.

Er musste sich ziemlich zusammen reißen, weil ihm die Verletzungen immer noch ziemliche Qualen bereiteten, aber der Anblick seiner Ältesten wirkte entschädigend und lenkte ihn ab.

Zu seiner Sorge schien sichtlich aufgelöst. Ihre Mascara war zerlaufen, die Augen gerötet. Zögerlich ging sie auf ihren Vater zu.

„Komm her, Prinzessin“, machte Geb eine einladende Geste, weshalb sie sich auf den Platz vor seinem Bett setzte und  unerwartet plötzlich bittere Tränen vergoss. All die Anspannung der letzten Stunden schien von ihr ab zu fallen.

Der SET- Führer sah die 14 Jährige unglücklich an. Dass Sophia wegen ihm derart litt, fühlte sich nicht gerade gut an.

„Hey, nicht weinen, sonst muss ich noch meine Badesachen überziehen“, versuchte Geb die Situation ins lächerliche zu reißen und fasste nach ihrer Hand, die er drückte. Ihre schlechte Verfassung traf ihn hart, weil er zum ersten Mal das Ausmaß der seelischen Verletzungen sah, die er seiner Familie durch seine Situation zugefügt hatte.

Ein Fakt, den er eigentlich vermeiden wollte, der sich aber nicht ändern ließ, nachdem seine Älteste vor einigen Monaten erfahren hatte, was sein Beruf wirklich bedeutete und welchen Aufgabenbereichen er tatsächlich nachging.

„Komm her, komm“, deutete er auf die freie Stelle neben seinem Kissen, auf der sie ihren Kopf platzierte und langsam etwas ruhiger wurde.
Er gab ihr einen Kuss auf die Stirn. Als sie wieder die Fassung zurück gewonnen hatte, setzte sie sich schniefend nach oben auf.

„Tut mir leid, aber ich hatte einfach Angst um dich.“

„Das weiß ich doch, Motte.  Das weiß ich doch. Ich werde wieder, mh?“
Er streckte seine Hand aus, strich Sophia über den Ansatz ihrer Haare.

„Wenn ich hier raus bin, dann machen wir erstmal Urlaub und fahren ans Meer. Alle zusammen.“

„Mit Mama?“

„Mit Mama.“

Zögerlich  musste sie durch ihre Tränen lächeln und drehte sich nach hinten in Richtung Tür, in der bereits Demir wartete, der erleichtert auf seinen besten Freund blickte....
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