Tsuki no Neko

GeschichteAbenteuer, Fantasy / P16
Fabeltiere & mythologische Geschöpfe
25.03.2018
16.06.2019
12
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Déjà vu


Es vergingen einige Tage in dieser kalten, kahlen Zelle. Neko war kurz davor zu einem Zombie zu werden, wie all die anderen hier. Der einzige, der sie bei Laune halten konnte, war Yahari. Der stumme Junge erzählte der Katze immer wieder von seinen Abenteuern mit Shihsi. Die beiden Geschwister hatten in der Vergangenheit sehr oft auf Tempel aufpassen müssen, wenn diese von Dämonen heimgesucht wurden. Heute war wieder einer dieser Tage. Die beiden Wesen saßen an dem kahlen Stahltisch und unterhielten sich mit Hilfe von Zeichensprache. Neko hatte bereits einige Gestiken gelernt. „Yahari!“, wurde mit einem Mal der Junge aufgerufen. Dieser verabschiedete sich mit traurigem Blick von Neko, ehe er hinter der Stahltür verschwand. Seufzend sackte die Frau in sich zusammen und wippte mit den Füßen. Ihr war langweilig.

„Neko!“, rief da mit einem Mal ein Wärter. Die Frau blickte müde auf und verzog das Gesicht. Ihr war vielleicht Langweilig, aber sie hatte keine Lust irgendwohin zu gehen. Da kam der Wärter mit wütendem Blick auf sie zu und packte grob ihren Arm. „Los, komm!“, spuckte er ihr förmlich entgegen und riss die Frau nach oben. Neko konnte sich nicht wehren, zu stark waren die Hände des anderen. „Stell dich nicht so an. Du kennst das doch“, grummelte der Mann mit harter Miene und schleifte die Frau hinter die Tür. Verwirrt folgte Neko ihm. Kennen? Das war das erste Mal, dass man sie holte. Wobei. Irgendwie kam ihr dieser schmale Gang bekannt vor. Mit seinen blassen Lichtern im Boden. Neko kam ein Gedanke. Sie glaubte, dass in wenigen Metern das Linke und dann das rechts versetzte Licht kaputt waren. Angestrenngt starrte sie auf den Boden und ihre nackten Füße. Und tatsächlich. Die beiden zerstörten Lampen traten in ihr Blickfeld. Aber das konnte doch nicht sein. Sie ernnierte sich nicht mehr richtig. Es fühlte sich eher wie ein Déjà vu an.

Angespannt versuchte Neko die ganze Zeit sich zu erinnern. Doch außer diesen Lichtern, kam ihr nichts mehr in den Sinn. „Wir sind da. Zieh dich um“, knurrte der Mann ihr zu und schubste die Frau in den kleinen Raum. Die Katze stolperte und fing sich auf dem Boden auf. Benommen blickte sie sich um. Das Zimmer war dunkelrot gestrichen. Kleine Laternenlampen glühten an den Wänden. Die Kerzen in ihnen warfen tanzende Schatten durch den fensterlosen Raum. Die Frau schluckte und roch sofort einen modrigen Geruch. Das Anzeichen für wenig Luft. Neko lies ihren Blick wandern, bis sie eine große hölzerne Truhe entdeckte. Neugierig klappte sie den Deckel auf und fand darin einige Stofffetzen. Und wirklich mehr waren diese Dessous nicht. Abschätzend hielt die Frau diese hoch. Jedes Teil hatte so wenig an sich, dass es gerade so die Haut bedecken würde, allerdings nicht an den intimsten Stellen.

„Bist du endlich fertig?!“, knurrte plötzlich der Mann hinter der Tür und trat ungeniert ein. Neko zuckte erschrocken zusammen und hielt sich das Kleidungsstück vor die Brust. Noch immer hatte sie keine Ahnung wieso sie diese Dinger anziehen sollte. „Komm her“, seufzte der Mann genervt, doch Neko wich ihm kopfschüttelnd aus. „Dann die harte Tour“, brummte er und zog seine Pistole. Noch ehe die Frau ihm ausweichen konnte, erklang ein elektrischer Schuss. Neko kniff ihre Augen zusammen, erwartete einen zerreißenden Schmerz in ihrem Bauch, doch stattdessen durchzuckten sie mehrere Volt an Strom. Krampfend sackte sie zu Boden. Der Mann kam mit einem gehässigen Grinsen auf sie zu und legte ihr unbekümmert ein schwarzes Halsband an. „So, sei jetzt brav“, er tätschelte ihre Kopf, als sei sie eine Katze und berührte ihre Ohren. Die Frau zuckte zusammen und wollte ihn beißen, doch er drückte auf etwas in seiner Hand und sie erlitt erneut die Schmerzen eines Stromschlags.

„Sie ist fertig“, verkündete der Fremde. „Das hat lange gedauert“, knurrte jemand anderes wütend. Der Mann vor ihr verbeugte sich entschuldigend und erklärte: „Leider hat sie Strapazen gemacht. Aber nun sollte alles laufen“, er warf demjenigen im Raum die Fernbedienung zu. Ängstlich stemmte sich Neko gegen den Griff des Wärter. Doch sie hatte keine Chance. Sie wurde in den Raum gezerrt und sofort schloss sich die Tür hinter ihr. „Da haben sie mir aber eine Hübsche gebracht“, trällerte jemand im Raum. Erschrocken drehte sich Neko um und verdeckte instinktiv ihren Körper. Noch nie war es ihr so unangenehm gewesen, dass sie jemand nackt sah. Doch der wenige, schwarze Stoff schien ihre Stellen noch mehr zu betonen, als es völlige Nacktheit getan hätte. Nervös schluckte die Frau und drückte sich gegen die Wand. „Komm her“, befahl der Mann und als sich die Frau kopfschüttelnd widerstrebte, drückte er auf seinen Knopf und ließ höllische Schmerzen durch ihren Körper wandern.

Weinend saß Neko in ihrer Ecke. Sie wollte nur noch weg von hier. Raus aus diesem Zimmer. Vor dem Ungeheurer im Bett fliehen. Er schlief, zum Glück. Neko konnte sich diese Schwäche eigentlich nicht erlauben. Doch ihr Körper konnte nicht mehr. Sie zitterte am ganzen Leib. Alles schmerzte und der widerliche Geschmack in ihrem Mund blieb ihr auf der Zunge liegen, egal wie oft sie ihre salzigen Tränen hinunter schluckte. Nachdem dieser Widerling mit ihr fertig war, hatte er sich zum Schlafen hingelegt, sie wusste nicht, wie lange das schon her war. Aber jede Sekunde hier drinnen war eine Qual für sie. Doch endlich hörte sie Schritte und sah sehnsüchtig zur Tür. Diese wurde wenige Augenblicke später geöffnet und ein neuer Wärter nickte ihr schweigend zu. Erleichtert krabbelte sie hinaus, stand auf und wollte los rennen, doch er hielt sie fest und schickte in den Raum zurück, in dem sie sich umgezogen hatte. „Zieh dir was sauberes aus der Truhe an, der nächste wartet bereits“, befahl der Beamte ihr. Schockiert sah Neko ihn an. Noch einer? Doch viel Zeit für Protest blieb ihr nicht, denn der Mann drückte auf seinen Knopf und schon durchzuckten Schockwellen ihren Körper. „Beeil dich“, waren die letzten Worte, ehe er die Tür verschloss.

Beim zweiten Mal trat Neko in einem festgeschnürtem Korsett aus der Tür. Ihre eher geringe Oberweite wurde dadurch hoch gepuscht. Dennoch fühlte sie sich etwas besser, als in luftigen Stofffetzen. Die Kniestrümpfe, die mit Strapsen festgehalten wurden, wirkten fast schon wieder elegant. Dennoch fühlte sie sich unwohl, als der Wärter ihr Outfit genau unter die Lupe nahm und zu ihrem nächsten Monster führte. Diese Gänge waren so verworren, dass die Frau keinerlei Ahnung hatte wo sie war oder wie sie je wieder zurück finden sollte. Schließlich öffnete der Mann die Tür zum nächsten Raum. Dort begrüßte ein junger, eleganter Mann die Beiden. Er trug eine schwarze Maske, die Neko an einen Panter denken ließ. „Die Fernbedienung“, der Wärter reichte dem Mann das kleine Gerät und verschwand dann. „Hallo“, stellte sich der Mann vor. Neko nahm perplex seine Hand an und zuckte überrascht zusammen, als er ihre Hand küsste. Er war das Gegenteil von dem Typen von vorhin. Ein Schauer durchzuckte Neko, als sie sich wieder daran erinnerte.

Der Gentleman bat Neko auf das große, weiche Bett. Doch Neko war zu Naiv. Sie war der Hoffnung der Tortur des anderen entkommen zu sein. Aber der Panter packte ihre Handgelenke, fesselte diese mit Handschellen und kettete Neko an die Bettpfosten. „So eine hübsche Katze“, freute sich der Mann. Strich sanft mit der Hand über ihre zitternde Haut und streichelte sowohl Ohren als auch Schweif der Katze. Neko versuchte sich zu winden und zu wehren, doch ihre Kräfte waren kaum noch vorhanden. Gierig starrte der Mann auf ihre prallen Brüste und fing an, sich an ihrem Körper genüsslich zu tun. Ignorierend der Schreie, die Neko ausstieß. Bis er genug davon hatte und ihr ein Stück Stoff um den Mund wickelte. Weinen versuchte sich die Katze noch immer zur Wehr zu setzten, jedoch Chancenlos sie hatte genug. Sie konnte nicht mehr.

Schlurfend kehrte Neko zurück in die Gefängnishalle. „Dein Essen“, der Mann gab ihr eine dampfende Nudelsuppe. Doch die Frau verspürte absolut keinen Hunger und setzte sich schweigend hin. Gedankenlos starrte sie auf das Essen. Sie war ausgelaugt, erschöpft. Sie konnte nichts mehr empfinden, außer einem dumpfen Schmerz. „Alles in Ordnung?“, Baku setzte sich der Frau gegenüber und sah sie besorgt an. „Vielleicht solltest du schlafen?“, schlug er vor und lächelte Neko aufmunternd an. Diese nickte nur langsam und ließ sich schweigend in ihre Zelle führen.
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