Bettys Diagnose, Das Leben der Betty Weiss.

GeschichteAllgemein / P16
23.03.2018
25.03.2018
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Kapitel 1
„Olli?! Kannst du mir eben helfen den Einkauf zu verstauen?“ fragte Betty, die mit zwei voll bepackten Tüten ihren Kopf durch die Tür steckte. „ Klar, ich komme sofort!“ drang eine Stimme zu ihr aus dem Garten. Nach einigen Sekunden kam Oliver, Bettys Mann, zur Tür und nahm seiner Frau die Einkäufe ab. „Oh, ich sehe schon, heute gibt es Fisch.“ Sagte Oliver grinsend, als er die Lebensmittel in den Kühlschrank packte. „ Ja, ich habe mir gedacht, dass wir den Monat ohne Yannik noch ausnutzen können, wo er doch keinen Fisch mag!“ grinste die Blondine. Oliver nickte: „Absolut, kaum zu glauben, wie schnell ein Jahr vergeht. Ich freue mich tierisch meinen Jungen wieder in die Arme zu schließen.“ „ Wem sagst du das!? Ich zähle schon die Tage.“ Erwiderte Betty, die es sich gerade auf dem Sofa bequem gemacht hatte. Nach einer viertel Stunde schlief Betty tief und fest, bis ihr Handy laute Töne von sich gab, die die junge Frau aus dem Schlaf rissen. „ Ja? Was gibt’s?“ begann sie das Telefonat mit ihrer besten Freundin Hanna, die an der anderen Leitung hing. „ Hey, ich weiß du hast frei, aber Talula ist ausgefallen. Hättest du Zeit für zwei Stunden einzuspringen?“ Betty schmiss verschlafen ihren Kopf nach hinten auf die Sofalehne: „ Ja, kann ich machen. Bin in zwanzig min da!“. „ Du bist die Beste!“ sagte die andere Stimme. Betty stand vom kuscheligen Sofa auf und reckte sich. Sie packte ihre Sachen zusammen und lief in die Garage, um ihr Fahrrad zu holen. „ Du warst doch gerade eingeschlafen oder habe ich mich getäuscht?!“ fragte ihr Mann verdutzt. „ Ja, aber Talula ist ausgefallen und Hanna hat mich angerufen und gefragt, ob ich einspringen könnte. Also wird das mit dem Fisch heute wohl nichts, ich bin in zwei Stunden wieder da.“ Antwortete die junge Krankenschwester. Ihr Mann schüttelte den Kopf „ Oh man, du hattest doch erst eine Doppelschicht. Tue dir ein bisschen mehr Ruhe an.“ „ Ich weiß, ich weiß, aber Talula hat noch einen gut bei mir und es ist ja nur Essen verteilen und Medikamentenausgabe.“ Entgegnete sie ihrem besorgten Mann. „ Na gut, bis nachher.“ Sagte dieser und gab seiner Betty einen Kuss.
In der Karlsklinik angekommen zog sich Betty ihre bordeauxrote Dienstkleidung an und knotete ihre langen Haare zu einem Dutt zusammen. „ Betty, super das du da bist, Talulas Emil hat nun auch die Grippewelle erwischt.“ Hallte eine sympathische Stimme durch den langen Krankenhausflur, den Betty soeben betrat. Betty lächelte und umarmte ihre beste Freundin und Kollegin: „ Kein Problem, Talula hat noch ein paar Schichten bei mir gut, sie ist oft eingesprungen, während Yanniks Krankheit. Und alleine kann ich dich mit dem ganzen Essen ja auch nicht lassen!“ Hanna grinste: „ genau, das wäre unverantwortlich meine Liebe!“ die beiden Krankenschwestern liefen Arm in Arm lachend zum Essenswagen und nahmen sich jeweils ein Tablett. „ Du den linken Flur und ich den rechten!“ sagte Betty und balancierte das Tablett geübt Richtung des ersten Zimmers.
Eine gute Stunde später stand Betty im Medikamentenraum und sortierte Arzneimittel, die jetzt am Abend an die Patienten der Aufnahmestation verteilt werden sollten. Doch plötzlich hörte sie einen lauten Knall im Flur und sie erschrak. Als sie auf den Flur trat sah sie ein junges Mädchen auf dem Boden liegen, dass anscheinend das Bewusstsein verloren hatte. Geistesgegenwärtig klingelte Betty den Stationsarzt an und verhalf dem Mädchen in die stabile Seitenlage. Keine Minute später bog ein Braunhaariger Mann in einem weißen Kittel um die Ecke.“ Was ist passiert?“ fragte Dr. Frank Stern. Betty zog die Schultern nach oben: „ Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung. Ich habe nur einen Knall gehört, sie ist glaube ich mit dem Kopf auf den Getränkewagen gestoßen.“ Dr. Stern nickte verstehend. „ Wir bringen sie erst einmal in den Behandlungsraum eins!“. Zusammen transportierten die Beiden die Patientin auf die Liege in den Behandlungsraum.
Als sie dort ankamen, schlug das am Kopf verwundete Mädchen panisch die Augen auf und hob hastig ihren Oberkörper von der Liege. „Was ist los?“ Betty versuchte die junge Frau zu beruhigen: „ Hey, sie haben ihr Bewusstsein verloren und haben sich am Kopf verletzt!“ Das Mädchen schaute sie verwundert an und fasste sich aus Reflex an den Hinterkopf. „ Ich wollte eigentlich nur meinen Freund besuchen, der wurde heute eingeliefert.“ Betty nickte: „Ah ich verstehe. Wie heißen Sie denn überhaupt und wie alt sind Sie?“. „ Ich heiße Klara und ich bin 18 Jahre alt!“ antwortete das Mädchen. „ Ok Klara, Ich bin Schwester Betty und der Herr hinter mir heißt Dr. Stern. Wir werden sie jetzt untersuchen, um zu schauen was sie sich getan haben!“. Klara schaute skeptisch, ließ die Untersuchung und das Nähen ihrer Platzwunde aber über sich ergehen. „Wie vermutet haben sie sich eine Gehirnerschütterung zugezogen, deshalb würden wir sie gerne zur Beobachtung hierbehalten“, diagnostizierte der sympathische Stationsarzt. „Trotzdem würden wir gerne wissen, warum dir schwindelig geworden ist. Hast du vielleicht zu wenig getrunken oder gegessen?“, fügte die attraktive Krankenschwester hinzu. Daraufhin antwortete Klara:„ Nein eigentlich nicht, ich hatte so etwas auch noch nie, aber vielleicht liegt das am Schulstress, denn bald schreibe ich meine Abiturprüfungen.“ „Ich nehme dir jetzt noch schnell Blut ab und morgen Mittag sollten wir wissen, was dir fehlt.“
Dr. Stern verabschiedete sich von seiner Patientin und Betty zeigte Klara, wo sie die nächste Nacht verbringen sollte. „Soll ich noch jemanden informieren, dass du hier bist? Nicht, dass sich jemand Sorgen macht.“ Fragte Betty, während sie das Bett von Klara aufschlug. „Sie könnten mir den Gefallen tun, meinem Freund, Ben Voss, Bescheid geben? Meine Eltern versuche ich über das Handy zu erreichen.“ Betty lächelte:„ Alles klar. Werde ich machen. Ich wünsche dir eine gute Nacht, wir sehen uns dann morgen in meiner Frühschicht wieder.“
Klara bedankte sich und legte sich erschöpft in ihr Bett.
Nachdem Betty den Freund von Klara informiert hatte, zog sie sich im Umkleideraum des Pflegepersonals um und verabschiedete sich von Hanna.
Als sie nach zwanzig Minuten ihr Fahrrad in die Garage gestellt hatte, kroch ihr ein angenehmer Duft in die Nase.
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