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Der Weglose Wald - Ein Traum wird wahr

von xMitch
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Doria Elinor Farid Meggie
22.03.2018
22.03.2018
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619
 
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22.03.2018 619
 
Elinor und Darius sind endlich im Lager des Schwarzen Prinzes angekommen, doch wo war Maggie? Sie musste hier doch irgendwo sein. Elinor sah sich um, doch entdeckte nur viele Räuber. Einer von ihnen war wohl in Meggies Alter, jedenfalls sah er noch sehr jung aus. Wie schön es hier war. Zuletzt hatte sie sich so gefühlt, als sie mit den Glasmännern und den Feen aus Capricorns Dorf in ihrem Garten war. Wie viel höher die Bäume hier wuchsen und wie breit sie waren. Bei einigen Bäumen hätte es mehrere der Räuber gebraucht, um sie umfassen zu können. Elinor atmete tief ein. Das war es, was sie sich die ganze Zeit gewünscht hatte. Das erdrückende Gefühl der letzten Monate in ihrem Haus hat endlich nachgelassen. Sie war Darius so unendlich dankbar, dass er es versucht hatte. Doch das konnte sie ihm nicht sagen. Dumme Elinor. Alle hielten sie für kalt, doch wie soll man lernen Gefühle zu zeigen, wenn der eigene Vater es einem nie vorgelebt hatte?
Elinor sah, wie Darius neben ihr wie versteinert stand. Gedankenverloren blickte er sich um und beobachtete das Geschehen. Sie folgte seinem Blick, weil er plötzlich geräuschvoll die Luft einsog.
Elinor kam es vor wie eine Ewigkeit, dass sie reagierte, doch plötzlich rannte sie los. Dafür, dass sie eine dicke alte Frau war, rannte sie ziemlich schnell. Doch sie konnte nicht anders. Tränen rannen ihr über das Gesicht, als sie endlich bei Meggie ankam und sie stürmisch in die Arme schloss. "Meggie", flüsterte Elinor, "du wunderbare, mutige Meggie". Elinor schluchzte geräuschvoll auf, denn sie konnte endlich ihre Meggie wieder in die Arme schließen.
Meggie war zunächst wie versteinert, denn sie hatte mit dem Rücken zu Elinor gestanden und sie nicht wahrgenommen.
Auch sie begann zu schluchzen und gemeinsam hielten sie sich einen Augenblick in den Armen.
Elinor sah aus dem Augenwinkel, wie sich Darius und auch Resa näherten. Sie gab Meggie einen Kuss auf die Stirn und dann drückte sie Resa so fest an sich, als müsste sie all ihre Liebe in diese Umarmung packen. Es war einfach zu lange her. Elinor hatte nie bemerkt, dass ihr etwas fehlte, als sie noch mit ihren Büchern allein lebte. Doch seit dem Mortimer und Meggie bei ihr vor der Tür standen, hatte sie die Gesellschaft anderer Menschen schätzen gelernt. Und dann erst die Zeit, als sie alle bei ihr wohnten. Sie hatte endlich die Familie, von der sie vorher nicht wusste, dass sie sich die immer gewünscht hatte.
Resa erwiderte ihre Umarmung. Auch ihr liefen Tränen der Freude die Wangen runter. Das hatte sie jetzt gut gebrauchen können, jetzt wo Mo fort und sie nicht sicher war, ob sie ihn je wiedersehen würde.
Elinor blickte Darius an. "Darius", sagte sie leise, "ich danke dir! Ich danke dir von ganzem Herzen". Und obwohl es nicht in Elinors Natur liegt umarmte sie auch Darius herzlich.
Elinor fühlte sich leer. Sie war vollkommen leergeweint, doch ihr Herz wurde so leicht. Ihr Herz, dass die letzten Monate ohne Mortimer, Resa und Meggie so schwer war, dass sie dachte sie würde verrückt werden.
Sie schmatzte Darius einen Kuss auf die Wange und entschuldigte sich bei ihm für ihr Verhalten. Sie wusste ja, dass sie ihn ungerecht behandelt hatte, doch dort in ihrem schrecklich leeren Haus, in dem sich ihr Herz so schrecklich leer angefühlt hatte, konnte sie ihren Kummer nicht herunterschlucken, was Darius leider zu spüren bekam.
Elinor merkte, dass ihr Darius verzieh, auch er freute sich in der Tintenwelt zu sein. In dieser angsteinflößenden Welt, die so viel Schönheit und Schrecken zu bieten hatte.
Nachdem sich Elinor wieder etwas beruhigt hatte ließ sie sich von Meggie das Lager der Räuber zeigen.
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