Von Anfang bis zum Ende Ganons  (neu)

GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P16
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22.03.2018
12.06.2019
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Dies ist die Geschichte, vom jenem er nie wirklich eine eigene Story hatte.  Jahrhunderte, über die Generationen hinaus musste immer ein Held das heilige Bannschwert gegen das Personifizierte Böse schwingen und doch hat man nie was über den stets jungen Hylianer erfahren, das heißt bis heute…

Schon von früh an, wurde ich in reiten, Bogenschießen und der Schwertkunst unterrichtet. Meine Lehrer waren immer mein verehrter Herr Vater und mein alter, aber dennoch fitter Großvater, statt einer Rassel hatte ich ein selbst geschnitztes Schwert zum spielen. Meine Familie nahm schon immer „du musst bereit sein um Hyrule vor dem Untergang zu bewahren“ sehr Ernst, viel zu oft hangen sie mir damit in den Ohren. Meiner Mutter gefiel dies herzlich wenig, regelmäßig klagte sie darüber dass mein Großvater  zu viel von mir abverlangte. Mich hat dies nie wirklich gestört, weder das rumkriechen im Dreck, noch die langen und an den Kräften zerrenden Schwertübungen. Das war schon immer so gewesen, so war dies halt in meiner Familie, der erstgeborene Sohn hatte viel Last auf seinen Schultern zu laden, es war für uns eine Ehre genau aus diesem Grund trugen wir unsere Namen mit viel stolz und Achtung dem Ahnen gegenüber.  Wie mein Vater und dessen Vater werde ich bis zur Geburt meines eigenen Sohnes Link heißen. Warum genau dieser eigenartige Name? Naja, ein Vorfahre hat vor sehr langer Zeit unser Reich gerettet, seitdem muss immer einer von uns Nachfahren die Aufgabe übernehmen Ganon erneut zu verbannen. Und jener Vorfahre trug  den Namen Link. Seither werden alle erstgeborenen Söhne in meiner Familie Link genannt, nach der Geburt ihres eigenen Sohnes nehmen sie dann einfach den Zweitnamen fortan. So war das auch bei meinen Vater und meinen Großvater, nur bei mir ist das eine kleine Sache anders.

Friedlich lebe ich im Dorf Hateno im Bezirk Necluda, mein Vater hatte dort bei der Reise meine Mutter kennengelernt uns sie lieben gelernt, so entschied er sich zusammen mit Großvater hier einfach zu bleiben, seitdem half mein Vater den Bürgern bei der Feldarbeit und mein Großvater hatte sich bis zu meiner Geburt um die anderen Kinder gekümmert, doch seit ich lebe kümmerte er sich um meine Kampfausbildung damit ich bereit für den großen Kampf war, sollte er zu meiner Zeit erscheinen.

Früh schrie sich den Hahn, auf dem Nachbardach etwas weiter entfernt, die Seele aus seinen gefiederten Leib. Mehr oder weniger begeistert kämpfte ich mich aus dem warmen Bett. Ein paar Schritte weiter und ich stand bei meiner Mutter in der Küche. Erst als sie mich bemerkte bücke sie sich zu mir herunter und gab mir einen  „Guten Morgen Kuss“ auf die Stirn.

„Guten Morgen, mein kleiner. Hast du gut geschlafen?“ friedlich lächelte sie mich an, ihr Blick jedoch änderte sich schnell als sie die Kratzer auf meinem Arm sah. Wie vom Blitz getroffen ging die Tür auf, herein kamen Vater und Großvater von er erfolgreichen Jagd. Stolz präsentierte Vater Mam das erlege Reh, sofort fing sie an die passenden Gerichte und ihre Zutaten aufzuzählen.  Opa sah mich mit viel Jagdgeist zu mir hinunter: „ Das nächste Mal begleitet du uns.“

Von null auf hundert geriet meine Mutter in Rage: „Er ist 4 Jahre alt. Viel zu Jung um jetzt schon auf die Jagd zu gehen!!!!“

Wie eigentlich immer wenn sie ihn auf mein Alter anwies, betonte sie die Zahl mit viel Besorgnis. Doch dies Interessierte meinen Opa jedes Mal auf’s neue so überhaupt gar nicht. Mein Dad jedoch wusste dass ich für manche Aktivitäten noch zu jung war, verteidigen vor meinen Großvater tat er jedoch nie. Das erste was er tat war erstmal meine Mutter zu beruhigen, als dies geschafft war, kniete er vor mir nieder, mit fröhlichen Augen sah er mich an: „ Ich werde demnächst zum Dorf der Zoras reisen  und wollte dich fragen ob du mich begleiten möchtest?“Schon oft hatte ich ihn gefragt, oft hatte ich absagen gesagt bekommen und heute frage er mich von sich aus ob ich ihn begleiten wollte. Ohne lange nach zu denken nickte ich so viel das mir schlecht davon wurde. Etwas besorgt wandte sich meine Mutter an Opa: „Werdet ihr die zwei begleiten?“

Dieser nickte kurz, nun freute ich mich noch mehr, ich liebte es wenn Opa uns begleitete, er brachte immer viel Spaß mit aber auch viel Arbeit mit sich. Etwas besorgt wich meine Mutter dem Blick meines Vaters aus. In ihren Augen hasste sie es, dass ich irgendwann den Weg meines Vaters antreten muss. Irgendwann erlassen in einer Ritterschule, umgeben von kämpfen, Waffen, Hunger und der eigenen Blöße.

Alleine dieser Gedanke daran, dass Ganon eventuell in meiner Zeit zurück kommen würde und ich alleine gegen ihn antreten müsste, machte sie Zornig auf die königliche Familie von Hyrule. Sie fand es schon immer unverantwortlich dass die Aufgabe sofort bei der Geburt übertragen wurde, es wäre ja um einiges besser, diese Last erst ab ein bestimmtes Alter dem Kind zu übergeben. Oder nicht gleich alles auf eine einzelne Person zu laden,  ja die Prinzessin half auch mal, doch mal ehrlich, viel hatte sie auch noch nie vollbracht. Sie hatte mehr den Held unter Druck gesetzt als wirklich eine wirkliche Hilfe zu sein. So hatte sie es meinem Vater gesagt und so stand sie bis heute zu ihrer Meinung und dass wusste er ganz genau. Aus diesem Grund setzte er sich dafür ein mir eine normale Kindheit zu ermöglichen, was bis jetzt sehr gut funktionierte. Dennoch blieb die Verantwortung der Zukunft stets im Hintergedanken.

Voller Freude sprang ich durch unseren großen Garten, machte Purzelbäume auf dem weichen Nassen Gras oder sprang einfach auf den Bäumen hinauf. Unser Haus stand etwas abseits vom Dorf, naja etwas war ein bisschen Untertrieben immerhin trennte uns eine kleine Schlucht mit einem Fluss dazwischen. Um unser Haus tat sich eine Bergwand hinauf, neben unserem Haus standen ein Stall für unsere Pferde und daneben der Garten in dem Mutters Apfelbäume, Birnenbäume wuchsen. In der Nähe vom Eingang hatte Mutter kurz nach meiner Geburt einen Baum Samen in die Erde gesteckt und aus diesem wurde nun ein kleines Bäumchen. Dieser stand bis heute an seinen Platz und trotze seit 5 Jahren Wind und Wetter.

Der Energie in mir geliefert sprang ich erneut die Bäume hoch, nahm heruntergefallene Äste und übte weiter den Schwertkampf mit voller Begeisterung. Was sich aber nicht wusste was dass mir meine Mutter mit gesenktem Blick zusah. Sie hasste die königliche Familie dafür, da immer einer diese Aufgabe überwältigen musste, egal wie Alt die Person war. Sie war der Meinung dass man diese Aufgabe erst ab einen bestimmten Alter abgeben sollte und nicht gleich von der Geburt an, sie spürte selten wie oft ich darunter kämpfte, es war immerhin eine große Verantwortung und dieser musste man erstmal gerecht werden. Zu meinem Glück, wurde mein Großvater so erzogen worden, all jenes geheim zu halten, keiner außer Mom, Vater und Opa  wussten welche Aufgabe ich einmal tragen werde. Im geheimen waren wir die zukünftigen Helden von Hyrule, nicht einmal die Königliche Familie wusste von mir oder Vater. Wir würden uns erst zeigen, wenn die Zeit bereit wäre, so verhinderten wir Attentate auf uns. Ein weiterer Fakt war, dass man immer dachte, dass die Helden aus anderen Familie stammten, dabei waren es immer unsere Vorfahren die es genauso gemacht hatten wie wir, die Dinge im geheimen gehalten.

Für die meisten waren wir eh schon Tod, ein Clan der nie wirklich existiert hatte, eine alte staubige Legende.   Selbst die hier im Dorf wussten nicht das mein Großvater, Vater und ich dasselbe Blut wie das der Helden in uns trugen und so sollte es auch bleiben. Niemand durfte davon erfahren, es gab genug die uns hassten und unserer Leben forderten. So langsam dämmerte es, auch mein Bauch meldete sich nun zur Wort, dem Geruch aus der Küche folgend setzte ich mich wie immer in Trance auf meinen Platz. Lachend sah mich Mutter an als sie den Topf auf den alten Holztisch absetzte: „ Du musst nicht gleich das Sabbern anfangen.“ Nun lachten auch Vater und Opa bei meinem Anblick, voller Scham zog ich mein Hals ein, das war aber eher Konterproduktiv, nun konnten sie es gar nicht mehr aushalten. Doch Vater kam schnell au den Boden zurück, mit ernster Miene sah er zu mir rüber, angst was falsch gemacht zu haben lies ich meinen Löffel in die Suppe zurück fallen „Hör gut zu Link. Wir werden Übermorgen bereits abreisen, bitte denk daran deinen Namen geheim zu halten, niemand darf davon erfahren. Sie wissen auch nicht wer ich wirklich bin, sie gehen davon aus das ich ein einfacher Ritter aus Hyrule bin.“

Mit dem Löffel im Mund nickte ich munter, Mom sah mich mahnend an, sie machte es so gar nicht wenn man mit offenen Mund sprach oder das gesamte Essen verteilte so wie ich dies gerade tat. Am Ende  des Essens schlug meine Mutter vor, nach dem  Abspül ein Verdauungsspaziergang durch Hateno zu machen, wenn ich so genauer darüber nachdachte taten wir solche Dinge wirklich selten zusammen. Auch wenn Großvater vertrauen in mir hatte, versuchte  er dennoch zu vermeiden mich den anderen Bewohnern oder gar Reisende zu zeigen. Groß war die Angst dass es wie bei Großvater sein würde, denn nicht alle in Hyrule zeigen dem damaligen Helden ihren Dank, einige versuchen das Böse heraufzubeschwören und das Helden Blut versiegen zu lassen, es von Antlitz der Welt zu entfernen. Früh hatte man aus genau diesem Vorfall mir verboten meinen „wahren“ Namen preiszugeben, erst wenn ich oder die Zeit es verlangten. So machte es mir umso mehr Spaß mit meiner Familie im Dorf herumzulaufen, mir war dabei völlig egal ob es tiefschwarz und Eiskalt war, Hauptsache zusammen mit ihnen zusammen. Doch egal wie schön es auch war, wir waren dennoch alle dankbar als wir die Haustür aufschlugen, wie die Wärme einen ins Gesicht schlug, die Kälte aus den Knochen vertrieb, um den Abend noch besser ausklingen zu lassen servierte Mom uns eine Tasse heiße Hateno-Milch. Gierig trank ich sie vor dem angeheizten Kamin aus, ruhig schlief ich auf dem Teppich ein. Mir fielen einfach die Augen zu. In der Dunkelheit alleingelassen, stand ich in mitten von Ruinen, brennenden Häusern und Gigantische Wesen, die ich nicht erkennen konnte, diese Dinger stapften ungehindert durch die brennende Landschaft, das Dorf dessen Ruinen ich erkannte, war Menschenleer keine Seele vermochte mehr zu leben. Hateno war zerstört, versank in den Flammen die bis zum Himmel reichten.  Ein Monster kam mir Nahe, gierig reibte es sich die Hände, wie zu Stein erstarrt sah ich ihn an, entkommen war unmöglich, es packte mich am Arm. Im nächsten Moment lag ich völlig verschwitzt auf dem Teppich, mein Vater  sowie Mutter und Großvater saßen neben mir, ängstlich und besorgt sahen sie zu mir herab, Vater hielt mich genau wie das Wesen aus dem Traum,  nach dieser Erkenntnis spürte ich die Tränen meinen Wangen hinab fließen. Eine, zwei ich konnte nicht aufhören. Großvater sah mich eindringlich an: „Was ist passiert, kleiner?“ Ich spürte die Angst meiner Mutter, sie hatte so Angst dass Ganon zu meiner Zeit kommen würde, ich überlegte kurz und entschied mich für eine Lösung, die in meinen Augen logisch klang. Rasch setzte ich mir ein Lächeln auf, wischte die Tränen von mir ab, noch immer lächelnd sah ich sie an „Keine Sorge Mama. Ich habe nur schlecht geträumt, mehr nicht“ Unerwartet schluckte sie es, doch alles in mir sagte das sie dennoch daran zweifelte. Erleichtert verschwand sie in der Küche, kaum war sie weg hielt mich Vater fest, erst sah er mich an: „Was hast du gesehen. Immer wenn er zurück kommt, haben entweder wir oder die Prinzessin eine Vision von unserer Zukunft, also sag was Sache ist!“

Erneut fing ich das weinen an: „Hateno glich einen Flammenmeer, niemand lebte mehr, auch Hyrule war zerstört, überall von Dunkelheit umhüllte Wessen aus längst vergessenen Zeiten wanderten durch die Landschaft.“ Kopfhängend rang ich nach Luft, als ich mich beruhigt hatte sah ich zu ihm hinauf: „Vater, dies war unsere Zukunft, die von Hyrule sollte Ganon nicht wieder aufgehalten werden, oder?“

Auch wenn ich die Antwort schon kannte, verstörte sein einfaches nicken mich, wie konnte dies unsere Zukunft sein? Wie, immerhin gab es doch uns, wir waren doch dafür da um die Menschen von Hyrule vor Ganon zu beschützen, so konnte ich es nicht nachvollziehen wie sowas passieren konnte. Großvater stand perplex auf sah aus dem Fenster, ruhig und ernst in der Stimme sprach er zu meinem Vater: „Es wird Zeit ihn dort hinzuschicken. Er muss mehr lernen wie ein Ritter zu denken und zu Handeln, wenn dies tatsächlich unsere Zukunft ist, kann niemand sagen wann genau sie eintrifft, doch genau aus diesem Grund müssen wir nun handeln.“

Genau in diesem Moment betrat Mutter mit Saft das Zimmer, ein Zeichen von Dad sagte mir, ich solle ins Bett gehen. Schnell sagte ich gute Nacht und verschwand. Ich brauchte nicht zu lauschen da ich eh schon wusste über was er mit ihr reden möchte, denn Opa sagte einst, erst wenn dich ein Zeichen von seines Erwachen zeigte, würden sie mich in die Ritterschule von Hyrule stecken.  

In dieser Nacht hatte ich kein Auge zugetan, zu groß war meine Angst wieder diesen Traum zu bekommen und wieder diese Hölle zu durchleben, nach langen und endlosen drehen im Bett gab ich es auf mich ruhig hinzulegen, so setzte ich mich eher auf mein Fenster sims, mit müden Blick sah ich dem Mond beim Wandern zu, wie die Sterne funkelten, die Kälte in mein Gesicht flog und das heulen der Wölfe hinter den Bergen. Alles schien so friedlich, ohne eine Spur von seinem Auftauchen, wie konnte also bitte die Vision unsere oder besser gesagt Hyrules Zukunft sein?? Ich konnte es einfach nicht begreifen, mit der Erklärung ich sei noch zu Jung um dies zu verstehen tat ich diese Zweifel ab.

Vater schien ebenfalls nicht schlafen zu können, leise schlich er sich hinaus in den Garten und sah genau wie ich zu den Sternen hinauf. Im Licht des Mondes konnte ich das schimmern der Tränen erkennen, mein Vater weinte, er der niemals grundlos Tränen zeigte. Ich musste handeln, so schnell meine kleinen Beine mich tragen konnten schnappte ich mir zwei Holzschwerter und rannte hinaus zu meinem Vater. Dieser erschrak als er die Tür ins Schloss fallen hörte, doch als er mich sah und mein Grinsen beruhigte er sich schnell wieder, mit einem Lächeln im Gesicht lief ich zu ihm:  "Papa, was hälst du davon, wenn wir trainieren? Diese herrliche Nacht sinnvoll nutzen."

Anfangs schien er nicht gerade begeistert zu sein, bis er jedoch erkannte das ich lediglich versuchte ihn aufzumuntern, nickend stimmte er meinen Vorschlag zu. Jeder von uns nahm sich ein Schwert und schon ging es los, mein Vater war ein Erfahrener Kämpfer, schnell und geübt, er konnte jeder meiner Attacken perfekt abwehren. Doch so leicht gab ich mich nicht geschlagen, ich wusste ganz genau wie ich drankriegte, mit einen Rückwertssalto wich ich seiner Attacke aus, im gleichen Moment nutze ich den Schwung nach vorne und sprintete auf ihn zu, kurz vor ihm sprang ich hoch das Schwert auf seinen Kopf gerichtet, so schnell konnte er nicht reagieren, er hatte überhaupt nicht damit gerechnet, dass ich nun von oben kommen würde. Der schreck ließ ihn das Schwert fallen lassen.  Sein Blick sah so aus als hätte er Ganon persönlich gesehen, seine Pupillen waren erweitert, seine Haut Kreidebleich, auch ich erschrak allerdings bei seinem Anblick. Panisch fragte ich was los sei, er schüttelte sich kurz bevor er mir seine Aufmerksamkeit schenkte, mit leicht müdem Blick schlug er vor es noch einmal mit schlafen zu versuchen. Er spielte ein Gähnen vor, jedoch so schlecht, dass ich ihn nicht glauben schenken konnte, zweifelnd folgte ich ihm ins Haus, Großvater öffnete uns die Tür, heute schien niemand schlafen zu können. Ich verschwand schnell im Zimmer, mein Vater unterhielt sich noch mit Opa, auch wenn ich eigentlich nicht so neugierig war so konnte ich nicht anders als zu lauschen was sich die zwei zu sagen hatten.

Großvater: " Was ist draußen passiert, seit wann lässt du dein Schwert fallen?"Vater: "Ich weiß auch nicht...aber du hättest seinen Blick sehen sollen!"

Großvater: "Seinen Blick?? Was meinst du denn damit?"

Vater: " diese Augen, das waren nicht mehr die Augen eines vier Jährigen Kindes. Das..ich kann es nicht beschreiben, es hat mir Angst gemacht.."

Ich hatte genug gehört, schnell verschwand ich unter meiner Decke. Fragen schwirrten quer durch meinen Kopf, sie zerrten so sehr an mir, dass ich schon Kopfschmerzen bekam, diese jedoch ließen mich endlich ein bisschen schlafen auch wenn es nicht viel war, es reichte, dass ich alles ordnen konnte, die Vision war ein Anzeichen darauf das Ganon wiederauftauchen wird, wann war zwar noch ungewiss doch es war so ziemlich egal, Fakt war ich musste mich vorbereiten und das gut. Gut gelaunt ging ich zu Vater ziemlich unbesorgt sah ich ihn an: "Vater wann gehen wir los?"

Meine Laune wunderte nicht nur meinen Vater, sondern auch meine Mutter mit Großvater, besorgt setzte sich Mutter neben mich: "Hast du denn gar keine Angst? Ich meine was in der Zukunft passiert?"

Schnell schüttelte ich den Kopf: "Es kann unsere Zukunft sein, doch wer sagt uns was dazu geführt hat das dies passiert, was ist, wenn ich mich anstrenge dann wird dies nie passieren. Ich darf mich von der Angst nicht lähmen lassen, ich muss was tun, so schnell wie möglich muss ich besser werden und immer einen kühlen Kopf bewahren ich darf mich nicht davon beeinflussen lassen."

Das mussten die drei erst einmal verdauen, sie drei zweifelten, hatten Angst und nun sagte ihnen ein vier Jähriges Kind dass man sich davon nicht beeinflussen darf, irgendwie paradox, eigentlich sollte es ja anders herum laufen.

Mein Vater kam als erster wieder zu sich, er überlegte kurz bevor er meine Frage beantworte wir haben zwei Wege, wir können einmal über die Ranelle Gebirge oder wir gehen über Kakariko. Ranelle wäre viel schneller aber dort sind Berge die wir hinauf und wieder hinuntermüssen. Du entscheidest.

Ich wusste genug über die Lage, so wusste ich, wenn wir auf der Straße gingen müssten wir die Ranelle umgehen doch würden viel länger brauchen und wirklich lernen würde ich auch nichts, anders sah es bei dem Gebirge aus, dort würde ich in kurzer Zeit genug lernen wie man in der Eiseskälte überlebt und klettert so entschied ich mich für die erste Variante, wie überqueren die Ranelle Spitze, mein Großvater schien weniger begeistert zu sein da er nicht mehr der Jüngste war, ging jedoch trotzdem mit. So packten wir alles Nötige zusammen, verabschiedeten uns von Mutter und liefen endlich los.

Wir wanderten vom Expa-Wald hinter Hateno in Richtung Ranelle, dort kletterten wir die steile Felswand hinauf, dort war alles weiß, Eiskalt kein Leben nichts nur weiß. Vater lehrte mich das dies der Magon-Berg sei und wir nun Richtung Madorna-Berg müssen um in die Richtige Richtung zu kommen, ab dort ging es weiter über den Naydra-Schneefeld, dort standen ein Paar Bäume allerdings waren die kahl, kein Grün war zu erkennen. Unter einen kleinen Vorsprung schlugen wir unser Lager auf, dies war unser zweiter Tag den wir unterwegs waren, allerdings nur da ich keine Pausen wollte und wir so viel schneller unterwegs waren als zuvor eingeplant. Am Anfang war es hart doch nach der Zeit gewöhnte man sich an die Kälte und Einsamkeit, keinen anderen zu treffen oder gar Pflanzen, Tiere es war einfach alles nur weiß, kalt und mit Schneebedeckt. Nachts wurde es auch nicht gerade besser, der klare Sternenhimmel ließ es noch ein bisschen kälter werden, doch mich störte es nicht weiter ich kuschelte mich einfach an meinen Vater und dieser wärmte mich dann. Schnell verging die Nacht und Wolken bedeckten den Himmel, wieder packten wir alles zusammen und marschierten weiter Richtung Ranelle-Straße, auch das hatten wir recht schnell erreicht und wieder ging es nach oben, bei dem Osttor der Straße kletterten wir wieder die Felswand hinauf. Großvater schnaupte: "Dies ist das Ranelle-Plateau, von hier aus müssen wir hinunter zum Trotta-Plateau, von dort wieder hinunter zu der Samasa-Ebene und von dort ist es nicht mehr weit versprochen."

Bis wir bei dieser Ebene waren wurde es nachts, aber da wir nirgends einen Ort fanden an den wir unser Lager aufschlagen konnten liefen wir einfach weiter Richtung Luzida-Damm. Vom Damm aus konnte man bereits den Ruto-Berg erkennen, dieser Berg gehörte schon zu den Zora Reich, somit hatten wir es fast geschafft, auf mein Dringen liefen wir weiterauf dem Weg. Es wurde bereits Tag als wir die Große Zora-Brücke überquerten, der Ausblick war einfach himmlisch, noch nie hatte ich etwas so Schönes gesehen, das Wasser um das Dorf herum, die Treppen alles war so wunderschön. Kaum standen wir im Dorf wurden wir umzingelt, ein großer Zora trat anmutig die Treppen hinunter, mit ernster Miene begutachtete er uns. Doch als er meinen Vater erkannte verschwand jeglicher Zweifel freudig umarmte er meinen Vater. Hinter ihm kam ein kleines Zora Mädchen hervor, der König der Zoras gab ihr einen kleinen schups in unsere Richtung, voller Stolz stellte er uns sie als Mipha vor, seine Tochter und sein einziges Kind. Diese verbeugte sich kurz, sah mich skeptisch an und wandte schnell den Blick wieder von mir ab. Auch mein Vater wollte mich dem König vorstellen doch ich wollte dies selber tun, so machte ich einen Schritt auf ihn zu, verbeugte mich kurz, mit gesenktem Kopf fing ich an: "Mein Name ist Rinku, ich bin der Sohn von Kratos. Es freut mich euch kennen zu lernen"

Ich konnte spüren wie mein Vater zusammen mit Großvater erleichtert war als ich nicht meinen echten Namen preisgab, bei meinem Vater war es egal da Kratos nun mal sein Name war, so wie ich irgendwann Rinku heißen werde sollte ich mal Vater eines Jungen werden. Der Zorakönig schien von mir beeindruckt, schnell fragte er meinen Vater ob ich auch die Schwertkunst beherrschte dieser bejahte die Königsfrage. Diese nahm ein paar Wachen und gab mir ein Schwert, er wollte unbedingt sehen wie gut ich darin war. Da ich nichts dagegen hatte willigte ich ein, auch wenn mein Großvater nicht wirklich begeistert von dieser Idee zu sein schien, so war mir das völlig egal, ich wollte selber wissen wo genau ich stand. Aufmerksam sah ich der Zora Wache zu, wie er den Speer hielt, seine Bein Bewegung, einfach alles was von Bedeutung sein könnte brennte sich in meinem Kopf ein. Alles drum herum, das Wasser, der Wind, die Zuschauer all dies geriet in Vergessenheit. All meine Konzentration galt den zwei wachen die sich positionierten, einer vor mir und der andere hinter mir, es war zwar ein kleines bisschen unfair doch es sollte ja eine Herausforderung werden, so nahm ich dies als Übung. Der eine lief etwas schwerfälliger auf der einen Seite, es stach zwar nicht sofort heraus doch es zeigte sich bei genaueren Hinsehen, der andere hielt den Speer irgendwie eigenartig, so wusste ich genau wie oder was ich machen sollte. Alle standen auf ihrem Platz, der Kampf konnte beginnen. Der vor mir rannte auf mich zu, im letzten Moment wich ich seinem Speer aus, auch der hintere rannte auch mich zu, ein Salto reichte um seiner Attacke gekonnt auszuweichen, beide mussten schnell abbremsen, dies war meine Chance, so schnell wie ich konnte verlagerte ich mein gesamtes Gewicht in meine Ferse um mehr Schwung beim Absprung zu haben, ich flog über deren Köpfe hinweg. Landete hinter ihnen und schlug zu, bei dem einen auf das Bein und bei dem anderen schlug ich so stark ich konnte auf den Speer ein, die Vibrationen schienen seiner Hand nicht gerade gut zu tun, mit einem Klageschrei ließ er diesen los, verzweifelt und ich Rage rannte er auf mich zu, wieder wich ich aus, sprang und schlug mit meinem Bein aus, er fiel zu Boden. Ich jedoch legte eine perfekte Landung hin. Der König und seine Tochter schienen von mir beeindruckt zu sein, auch Großvater konnte nicht glauben was er da Gesehen hatte. Ein vier Jähriges Kind hatte zwei erfahrene Krieger zu Boden gebracht, einfach so ohne genau zu wissen was genau ihre Schwachstellen waren. Ob es Begeisterung oder auch ein bisschen Angst war konnte ich nicht genau einschätzen, aber das war mir eigentlich auch egal. Ich hatte mein Bestes gegeben und hatte gewonnen, es gab nichts worüber ich mich zu schämen brauchte. So sah das auch der Zora König, er schlug uns vor ein bisschen Pause zu machen und danach weiter zu sehen, doch ich brauchte keine Pause und lief so ein bisschen durch das Dorf. Irgendwo setzte ich mich auf einem Stein und sah mir die Landschaft an, Mipha, die mir die ganze Zeit gefolgt war setzte sich einfach neben mich. Ihr Blick blieb an meinen Schrammen hängen, schnell erklärte ich ihr das ich diese von meinem Training hatte, sie jedoch schloss ihre Augen und legte ihr Hand über die schrammen, ein helles Licht tat sich auf und auf einmal waren die Wunden verschwunden, einfach so. Mit großen Augen sah ich sie ungläubig an, war das gerade wirklich passiert?

Aus welchem Grund auch immer fing sie das Lachen an, auf einmal ohne mir ersichtlichen Grund, als sie sich beruhigt hatte fragte sie mich ob es das erste Mal gewesen sei so etwas zu sehen, ich antwortete ihr darauf dass ich die ganze Zeit nur im Garten unseres Hausen gelebt hatte, ich war zuvor noch nie verreist gewesen, so fingen wir beide das reden an, über sämtliche Themen. Es wurde einfach nicht langweilig mit ihr zu reden, ich genoss es mit ihr zu reden, und sie sichtlich auch mit mir. Sie zeigte mir alle Orte die eine herrliche Landschaft boten, sie erzählte mir viel über die Geschichte der Zoras und deren Herkunft, begeistert und fasziniert lauschte ich ihrer zärtlichen Stimme. Es war alles so neu, so aufregend, ich wollte viel mehr in Erfahrung bringen doch auch unsere Zeit hier war leider begrenzt, bald mussten wir wieder aufbrechen nach Hateno.

Doch wollen wollte ich eigentlich nicht.



So dies ist bereits die zweite Geschichte über BotW. Ich habe eine Neue angefangen da durch das zweite DLC mehr Story dazu kam und ich dies unbedingt mit hineinstecken wollte. Ich hoffe es hat euch bis jetzt gefallen, wenn ja lasst mir ein Review da  ;D
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