28 x 52

von Docagne
GeschichteRomanze, Freundschaft / P18 Slash
21.03.2018
17.05.2018
7
12112
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Guten Tag c:
Ich habe mich nun auch mal an einer neuen und frischen Geschichte versucht, die über
meinen Lieblingssport und meine Lieblingsmannschaft geht.

Auch wenn ein paar sowas nicht lesen wollen, habe ich sie geschrieben um wieder in's Schreiben reinzukommen
und auch vielleicht um daran weiterzuarbeiten.
Ich hoffe der erste Teil gefällt euch!
LG Docagne / Chrissy ^^





"Ich wusste gar nicht, dass du so einen harten Schlag drauf hast." lachte Patrick, als er sich neben Mauer auf die Strafbank setzen musste, "Ich mein, du hättest ihn ja nicht gleich töten müssen." "Er hat es verdient. Hast du sein selbstgefälliges Lächeln gesehen? Diese hässliche Fresse die dieser Wixxer gezogen hat?" Franky klang ziemlich energisch und alles andere als gut gelaunt. Auch die Schimpfwörter die er benutzte kannte keiner von ihm. Man konnte ihm wirklich ansehen, dass er kurz davor war die Scheiße aus Mike Moor, einem Spieler der Fischtown Pinguins Bremerhaven, heraus zu prügeln. Doch das war nicht Mauer's Art und er versuchte seine Wut zu unterdrücken und seine Energie für das restliche Spiel zu sparen. Es war sowieso ein Wunder, dass ihm der Schiedsrichter nur 4 Minuten auf der Bank gegeben hatte und keine Spieldauer-Disziplinarstrafe.
"Was hast du dir dabei eigentlich gedacht?" wollte Hager nun wissen und rutschte etwas näher an die Nummer 28 heran. Es war sehr untypisch für ihn, dass er komplett die Kontrolle über sein handeln verlor und einen Gegner zu Boden prügelte.
Mauer's Antwort war nur ein müdes Schulterzucken. Er schien in seinen Gedanken versunken zu sein und starrte nur leer auf den Boden vor seinen Schlittschuhen. Patrick, der sichtlich verwirrt von Franky's jetziger geistiger Verfassung war, klopfte ihm unsanft auf die Schulter und stand wieder auf. "Immer wieder eine Freude mit dir Gespräche zu führen." seufzte er und verließ mit hohem Tempo die Strafkabine wieder.
Frank hatte gar nicht bemerkt, dass Pat überhaupt mit ihm geredet hatte, zu sehr hatte er sich mit seinem Inneren beschäftigt. Er hatte im Moment zu viel in seinem Kopf, zu viel was ihm Angst oder Panik bereitete. Dinge, die er sich nie trauen würde auszusprechen, weil sie unakzeptabel oder gar absurd wären.
Er atmete einmal tief durch und versuchte seine Gedanken, Gefühle und Aggressionen bei diesem wichtigen Spiel zu unterdrücken. Diese würden ihm und vor allem seiner Mannschaft nur noch unnötig den Sieg kosten ..

"Hast du gesehen wie schön der reingegangen ist?" konnte man aufgeregt Kahun mit Seidenberg reden hören. Kahun war ein wahrer Goldjunge, wenn es um Tore in letzter Sekunde ging. Schon oft hatte er mit seinen flinken Kufen und dem Schläger bewiesen, dass er das Zeug zu einem großen Ice Hockey Spieler hatte und somit schon oftmals das Spiel gerettet. Auch Seidenberg, ein sehr guter Verteidiger, rettete schon oftmals den Hintern der Bulls, weil er den Puck einem Gegner abnehmen konnte, bevor dieser ihn überhaupt realisieren konnte. Und nicht zu vergessen der werte Aus den Birken, der weiß Gott wie oft schon Pucks in der Hand hatte, die kein Anderer kommen sah.
Die Bulls waren und sind kein schlechtes Team. Sie haben sich diesen Sieg also mal wieder redlich verdient.
"Mike hat eine gebrochene Nase und  sein Unterkiefer ist wahrscheinlich auch angebrochen." informierte Patrick Mike's Peiniger und setzte sich neben ihn. "Schade eigentlich .. beinah hätte er einen seiner wunderschönen Zähne verloren." lächelte er wieder und drehte sich etwas zu Frank. "Was ist denn in letzter Zeit los mit dir? So ruhig, so gereizt, so .. anders. Ich erkenne dich gar nicht wieder. Ist irgendwas passiert?"
Jeder an Hager's Stelle hätte Mauer jetzt zur Rede gestellt, da seine Veränderung vielen Mannschaftsmitgliedern, wenn nicht sogar allen, sehr aufgefallen war. Man konnte sich nicht mehr auf ihn verlassen, er war unglaublich tollpatschig, immer in Gedanken, er hörte kaum zu. Sogar zum Training ist er nicht erschienen. Er hatte sich mit Übelkeit, Unwohlsein oder Schmerzen entschuldigt, was ihm natürlich nach unzähligen Malen niemand mehr so wirklich glaubte. Auch die ständigen Telefonate mit seiner Frau hatten abgenommen und er war nur noch ein- oder zweimal in der Woche am telefonieren.
Vielleicht lief es in der Ehe nicht so gut? Vielleicht war etwas mit seinem Kind? Nun machte sich die Nummer 52 wirkliche Sorgen und auch Gedanken darüber. Wie würde er selbst wohl reagieren, wenn etwas mit seiner Frau oder seinen Kindern passieren würde? Den Sieg und die Karriere hinwerfen? Weitermachen wie bisher? Er selbst konnte und wollte sich darüber jetzt keine Gedanken machen und kehrte wieder in die Realität zurück.
"Was ist denn mit euch beiden? Wollt ihr kein Bier?" lachte Michael und blieb vor den beiden stehen. "Was? Bier? Wir sind gleich da, geht schon mal vor." lachte Patrick heiser und schraubte den Deckel von seiner Trinkflasche. "Tja, wenn ihr so lange braucht, wird bald nichts mehr da sein. Den letzten beißen die Hunde!" rief der Ältere noch, bevor die schwere Tür der Mannschaftskabine in's Schloss fiel.
Nun waren nur noch die beiden Stürmer in der Kabine und es breitete sich eine unangenehme Stille im Raum aus. Nach gefühlten Stunden erhob Mauer das Wort, "Es ist nichts. Alles super.", er zwängte sich ein Lächeln auf und wuschelte sich durch die verschwitzen Haare. Sein Nebenmann zog eine Augenbraue hoch und sah in durchdringlich an. Dieser war inzwischen aufgestanden und hatte ihm den Rücken zugedreht. Anschließend zog er sich das Trikot über Kopf und legte den Brustpanzer ab. Die Augen des Jüngeren weiteten sich, als sie den unglaublich gut durchtrainierten Rücken erblickten. Seine Blicke bohrten sich durch ihn hindurch. Mauer, der sich sichtlich unwohl in dieser Situation fühlte, drehte sich zu seinem Kameraden hinter ihm. Sofort wendete Patrick seinen Blick von Frank ab und machte sich daran sein eigenes Trikot auszuziehen und den Brustpanzer darunter abzunehmen. Aber der kleinere musste zugeben, dass Franky es ihm wirklich angetan hatte, da er von Vorne genau so gut aus sah wie von Hinten. Ein kleines Lächeln schlich sich auf seine Lippen. Schon öfter hatte er mit den Gedanken gespielt Frank von näherem zu betrachten und ihn bis in's kleinste Detail zu mustern. Jeden Zentimeter seiner Haut zu berühren und ihn nah bei sich haben. Die Panik und die Erkenntnis, dass er sogar mit hoher Wahrscheinlichkeit in seinen Mannschaftskollegen und besten Freund verliebt war, stieg ihm langsam über den Kopf und manchmal fiel es ihm schwer die Finger von ihm zu lassen. Gerade in Situationen wie diesen, alleine in der Kabine, Oberkörper frei, alle waren abgelenkt .. Aber immer wenn er an so etwas dachte, musste er auch an seine Familie, an seine Frau und seine Kinder denken. Natürlich ist es undenkbar, das Mauer auch so fühlte. Patrick hatte beschlossen, nichts von seinem Empfinden über seine Lippen kommen zu lassen und es einfach für sich zu behalten. Er wollte den Stürmer nicht noch unnötig mit etwas belasten, da er sowieso schon in letzter Zeit so nachdenklich und unentschlossen durch die Welt lief. Ihm werden wohl wichtigere Dinge im Kopf umhergehen, als ein Liebesgeständnis vom kleinen Stürmer Patrick, auf den man ständig aufpassen muss .. oder?
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