Caskett - Ein unschlagbares Team

von Ahadi
OneshotRomanze, Freundschaft / P16
Kate Beckett Richard Castle
21.03.2018
11.05.2018
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Moin, moin alle miteinander.

Ich hoffe sehr, dass ihr alle – seit wir das letzte Mal voneinander gehört haben – eine gute Zeit hattet und nun umso mehr darauf gespannt seid, was ich wohl  jetzt, und hier für euch bereit halte.

Aber anstatt euch unnötig lange herum raten zu lassen, sage ich es euch einfach: Ich habe eine brandneue Oneshot-Reihe für euch im Petto und dies ist, wie ihr euch sicher schon denken könnt, der erste Teil davon.

Und nun, an dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön an all die Leser unter euch, die mir zum zweiten Teil meines letzten Two-Shots ein Review geschickt haben.

So und jetzt Schluss mit der Laberei und drauf los gelesen, wobei ich euch wie immer ganz viel Vergnügen wünsche!

PS: Castle und Beckett sind in jedem einzelnen Oneshot Singles. Demming, Gina, Josh und Co werden zwar vielleicht ab und zu mal erwähnt, treten aber nie direkt auf.

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Es war ein Tag, wie jeder andere auf dem 12. Revier des NYPD.

Na ja zumindest war es größtenteils ein normaler Arbeitstag.

Denn im Morddezernat war ein Team von Reportern und Fotografen vom New York Ledger, welche Beckett und ihr Team interviewten und sogar ein paar Fotos von dem erfolgreichen Mordermittlern schossen.

Grund dafür war, dass das Team die höchste Aufklärungsquote von allen Revieren in ganz New York hatte.

Der geplante Artikel war eine Idee vom Polizei-Commissioner gewesen und war, seiner Aussage nach, perfekt dazu geeignet die PR-Werbetrommel ordentlich zu rühren und würde mit etwas Glück jede Menge neue Anwärter für die Polizeiakademie anlocken.

Kate war zwar zu Anfang, als Captain Montgomery sie über den Besuch der Presse und deren Hintergrund informierte, nicht wirklich begeistert gewesen, da sie von Natur aus ungerne im Rampenlicht stand.

Aber zum einem war es dem Commissioner ein persönliches Anliegen, zum anderen ein Befehl von demselbigen und außerdem hatte Montgomery selbst gesagt, dass es keine bessere Presse für das NYPD geben konnte.

Zudem war sie ja nicht alleine, sondern hatte ihr Team an ihrer Seite, insbesondere Rick, der bekanntlich viel Erfahrung im Umgang mit Reportern hatte, was sie zusätzlich beruhigte.

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Beckett und Castle hatten gerade ihr kleines Fotoshooting im Großraumbüro beendet, tauschten mit Ryan und Esposito ihre Plätze und wurden nun an ihrem Schreibtisch von einer jungen Reporterin interviewt.

„Mr. Castle, Sie arbeiten ja seit nunmehr fast drei Jahren mit Det. Beckett und Ihrem Team zusammen und seitdem ist die Aufklärungsquote des Morddezernats beinahe senkrecht angestiegen. Was ist das Geheimnis Ihres Erfolgs?“, fragte die Frau vom Ledger und hielt dem angesprochenen Mann ihr Mikrofon unter die Nase.

„Das kann ich Ihnen sagen, Lisa: Das Geheimnis lautet Teamwork. Wie Sie ja bereits erwähnten, arbeite ich jetzt bereits seit ungefähr drei Jahren mit Detektiv Beckett und ihrem Team zusammen und in all der Zeit sind wir nicht nur zu einer erfolgreichen Einheit zusammen gewachsen, sondern sind obendrein auch noch sehr gute Freunde geworden. Und ich bin mehr als stolz darauf, mich als Mietglied eines so kompetenten Teams bezeichnen zu dürfen“, antwortete der Krimiautor, mit hörbarem Stolz in der Stimme.

Er blickte zu seiner Partnerin, welche direkt neben ihm saß und warf ihr ein Lächeln zu, welches nicht nur jeden noch so eisigen Eisberg zum Schmelzen bringen würde, sondern die Polizistin obendrein sogleich ansteckte.

„Det. Beckett, teilen Sie Mr. Castles Ansichten oder haben dem noch etwas hinzu zu fügen?“, wandte die Reporterin sich daraufhin an die brünette Mordermittlerin.

„Ja Lisa, ich teile die Ansichten meines Partners voll und ganz. Wenn man in einem Mordfall ermittelt, muss das Team, welches diesen bearbeitet, reibungslos miteinander agieren und sich in jeder Hinsicht ergänzen, ähnlich wie eine gut geölte Maschine. Und wenn ich das mal so sagen darf, ist Mr. Castle nicht nur eine wertvolle Ergänzung für unser Team, sondern für uns alle auch persönlich ein sehr guter Freund“, erwiderte Kate und schenkte nun ihrerseits, ihrem Partner ein Lächeln zu, welches sein Herz sogleich zum Schmelzen brachte.

Sie blickten einander tief in die Augen, verloren sich binnen Sekunden in denen des anderen und hatten schier das Gefühl nicht länger auf Gottes Erden, sondern stattdessen auf Wolke sieben zu wandern.

Doch die Frage, welche die Reporterin als nächstes stellte, sollte die beiden jäh wieder von ihrer rosa Wolke herunter und zurück auf die Erde holen:

„Mr. Castle, wie ich von einigen meiner Kollegen erfuhr, haben Sie dieses Jahr nicht am Interview für die 10 begehrtesten Junggesellen von New York teilgenommen. Gibt es dafür einen bestimmten Grund?“

„Entschuldigung, aber ich wüsste beim besten Willen nicht, was meine Entscheidung nicht am besagten Interview teil zu nehmen, mit dem Grund dieses Interviews zu tun hat“, entgegnete Castle sichtlich verwirrt.

„Könnte es sein, dass der Grund für Ihre Absage der ist, dass Sie nicht länger Single sind?“

„Lisa, ich möchte wirklich nicht unhöflich sein, aber ich bin nicht hier, um über mein Privatleben zu reden. Und ich würde es wirklich sehr begrüßen, wenn wir jetzt zum eigentlichen Thema zurück kehren würden“, sagte der Schriftsteller, in der Hoffnung, dass die Reporterin das Eindringen in sein Privatleben nun endlich unterlassen würde.

Doch leider war sein hoffen diesbezüglich vergebens, denn die Reporterin hatte bereits Blut geleckt und würde, so wie es bei Presse-Leuten nun mal so üblich war, solange dran bleiben, bis sie das hatte, was sie wollte.

Und in diesem Fall wollte die Reporterin, dass er zugab nicht länger Single zu sein.

„Wie ich aus zuverlässigen Quellen erfahren habe, kursiert seit einiger Zeit das Gerücht, dass Sie und Det. Beckett ein romantisches Verhältnis miteinander pflegen. Gehe ich recht in der Annahme, Mr. Castle, dass Sie nicht länger Single sind, weil Sie und Det. Beckett ein Paar sind?“, blieb die Reporterin hartnäckig.

„Kein Kommentar“, war alles, was der Autor daraufhin erwiderte.

„Also gut. Det. Beckett, ist es möglich, dass Sie die Glückliche sind, die das Herz eines der begehrtesten Junggesellen von New York erobert hat?“, wandte Lisa sich kurzerhand an den weiblichen Detektiv.

Allerdings biss sie, genau so wie bei Rick, auch bei Kate mächtig auf Granit.

Denn alles, was die Polizistin antwortete war:

„Wie mein Partner bereits sagte: Kein Kommentar.“

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Bald darauf waren die Interviews bzw. die Fotoshootings beendet, das Team vom Ledger verließ das Revier und die Arbeit auf demselbigen nahm wieder seinen gewohnten Lauf.

Beckett und die Jungs saßen an ihren Schreibtischen und widmeten sich dem anstehenden Papierkram, während Castle im Pausenraum, an der von ihm erworbenen, teuren Espressomaschine stand und für sich und seine Partnerin jeweils eine Tasse frischen Kaffee zubereitete.

Doch irgendwie konnte die Ermittlerin sich nicht so recht auf die Akten vor ihr auf dem Schreibtisch konzentrieren, denn ihr spukten ständig, immer und immer wieder gewisse Worte der Reporterin im Kopf herum:

„Mr. Castle, wie ich von einigen meiner Kollegen erfuhr, haben Sie dieses Jahr nicht am Interview für die 10 begehrtesten Junggesellen von New York teilgenommen. Gibt es dafür einen bestimmten Grund?“

Der Grund für ihre schier pausenlose Grübelei war, dass ihr beim besten Willen kein triftiger Grund einfiel, warum ihr Berater dieses Jahr zum aller ersten Mal nicht an diesem Interview teilgenommen hatte.

Dabei ließ er doch sonst keine Gelegenheit aus, um sich als attraktiven und begehrenswerten Single-Mann zu präsentieren.

Aber anstatt weiter herum zu sitzen und sich den Kopf über den Grund seiner Absage zu zerbrechen, beschloss sie ihn kurzerhand einfach darauf an zu sprechen.

Von daher stand sie von ihrem Stuhl auf und begab sich zu ihrem Partner in den Pausenraum, sich der Tatsache, dass die neugierigen Augen ihrer beiden Kollegen Ryan und Esposito auf ihr hafteten, hundertprozentig bewusst.

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Der Schriftsteller war gerade dabei dem frisch aufgebrühtem Kaffee den letzten Schliff, seine ganz persönliche Note, die seine Muse so sehr liebte, zu verpassen, als er hinter sich die Präsenz derselbigen spürte.

Er drehte sich sogleich um und sah tatsächlich seine Partnerin vor sich stehen, mit einem Ausdruck in ihren wunderschönen, braun-grünen Augen, den er bislang niemals zuvor gesehen hatte.

„Hey“, sagte er, leicht beunruhigt, weil er, das erste Mal seit drei Jahren, ihren Augenausdruck nicht lesen konnte.

„Hey“, erwiderte sie und trat noch ein wenig näher an ihn heran.

Und je näher sie ihm kam, umso unruhiger wurde er.

Denn er wurde das Gefühl nicht los, dass sie irgendetwas auf dem Herzen hatte.

Etwas, das eindeutig, zweifellos mit ihm in Verbindung stand.

Doch noch bevor er sie fragen konnte, ob alles in Ordnung sei, kam sie ihm zuvor, indem sie ihn fragte:

„Kann ich Sie etwas fragen?“

„Ja klar, warum nicht. Sie können mich alles fragen, was Sie wollen“, antwortete er nickend.

„Warum haben Sie nicht am Interview für die 10 begehrtesten Junggesellen teilgenommen?“, rückte sie sogleich mit der Sprache heraus, anstatt unnötig lange um den heißen Brei herum zu reden.

Rick war zwar zunächst arg überrascht über diese Frage, beschloss aber dennoch ihr eine offene und ehrliche Antwort zu geben, welche sie seiner Ansicht nach zweifelsfrei verdiente:

„Ich habe nicht am Interview teilgenommen, weil mir klar geworden ist, dass man sich nur dann wirklich als Junggesellen bzw. Single bezeichnen kann, wenn das eigene Herz frei ist. Und mein Herz ist nun mal nicht frei.“

„Ach so, verstehe“, erwiderte sie, obwohl ihr der Gedanke, dass der Mann, dem ihr Herz gehörte, allem Anschein nach in eine andere Frau verliebt ist, zutiefst schmerzte.

„Und wer ist die Glückliche, wenn ich fragen darf?“, hakte die Brünette sogleich nach.

Ihrem Gegenüber war der schmerzliche Ton in ihrer Stimme bzw. Ausdruck in ihren Augen natürlich nicht entgangen und er beschloss unverzüglich etwas dagegen zu unternehmen.

Denn das letzte, was er mit seiner Antwort auf ihre Frage bezwecken wollte war, der Frau, die er über alles liebte, weh zu tun.

Von daher trat er in der nächsten Sekunde noch näher an sie heran, sodass nur noch wenige Zentimeter ihre Körper voneinander trennten, blickte ihr dann tief in die Augen und legte anschließend seine Hände an ihre beiden Wangen.

„Du Kate. Du bist die Glückliche. Du bist diejenige, welche mein Herz gefangen hat und seit je her in den Händen hält“, sagte er und strich ihr mit seinen beiden Daumen unglaublich zart über die Haut ihrer Wangen, bevor er schließlich die magischen, drei Worte aussprach:

„Ich liebe Dich.“

Dann beugte er sich vor und legte seine Lippen ganz sanft auf ihre, immer darauf wartend, dass sie sich zurück zog oder ihm möglicherweise sogar eine scheuerte.

Doch nichts dergleichen geschah, im Gegenteil, sie erwiderte den Kuss und nicht nur das, nein, sie intensivierte ihn nach einigen Sekunden sogar noch.

Aber genau so wie es bei jedem Kuss auf der ganzen Welt der Fall war, so musste nun mal auch dieser irgendwann aufgrund von Sauerstoffmangel beendet werden, wenn auch sehr zum Bedauern der zwei Verliebten.

Und obwohl sie den Kuss beenden mussten, um ihre Lungen mit dem lebensnotwendigen Sauerstoff zu versorgen, so bekam Castle im nächsten Moment etwas von ihr zu hören, was mit dem Gefühl ihrer Lippen auf seinen durchaus auf zu wiegen war:

„Ich liebe Dich auch, Rick.“

Mit diesen Worten legte sie nun ihre Arme um ihn und vereinte ihre Lippen mit seinen in einem weiteren, zweiten Kuss, welcher mit dem vorherigen, ersten Kuss in jeder Hinsicht konkurrieren konnte.

Allerdings sollte die romantische Stimmung, genau so wie auch der Kuss, nicht lange währen, denn beides wurde jäh durch tosenden Applaus unterbrochen, welcher aus dem Großraumbüro zu ihnen durchdrang.

Sie lösten sich daraufhin abrupt voneinander und blickten aus dem Pausenraum, in den angrenzenden Büroraum, wo die gesamte versammelte Belegschaft stand und applaudierte, darunter auch Kevin und Javier und sogar Captain Montgomery.

Kate und Rick blickten einander an, woraufhin sich auf ihre Gesichter jeweils ein seliges Lächeln stahl und ehe man sich versah, da lagen die Lippen des Duos auch schon wieder aufeinander.

Und eines, das stand für das frisch gebackene Paar zweifelsfrei fest.

Nämlich, dass keiner von ihnen je damit gerechnet hätte, dass ein Interview sie dazu bringen würde, sich endlich einander ihre Liebe zu gestehen.

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Et Voila.

Ich hoffe sehr, dass es euch gefallen hat und bin schon gespannt wie so ein Flitzebogen, wie eure Feedbacks wohl ausfallen werden.

Wann es den nächsten Teil gibt, das weiß ich leider noch nicht, aber ich denke mal so Anfang oder Mitte nächste Woche wird es soweit sein.

Bis dahin wünsche ich euch alles Gute und natürlich auch ein schönes Wochenende.

Ciao, euer Ahadi.
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