Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Hurts like Hell

Kurzbeschreibung
OneshotDrama, Schmerz/Trost / P12 / Gen
20.03.2018
20.03.2018
1
1.183
3
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
 
20.03.2018 1.183
 
„Les, wir müssen verschwinden!“ schrie ich schon fast als ich in ihr Zimmer stürzte.
Irritiert sah sie mich an.
„Was ist passiert?“
Ich begann schnell ihre Sachen einzupacken, darauf bezogen, dass ich nichts vergessen würde.
„HOPE!“
Sie drehte mich zu sich und bemerkte die kleine Träne in meinen Augen.
„Hope, was ist passiert?“
„Mum...sie hat eine Feuernachricht geschickt...der Rat...“ ich schniefte „Er...er weiß von uns.“
Ihre Augen weiteten sich und ich sah genauso viel Angst in ihren Augen wie sie wahrscheinlich in meinen.
„Les, wir müssen verschwinden.“
„Was ist mit Mum? Geht es ihr gut? Und was ist mit Dad? HOPE REDE MIT MIR!“
„ICH WEIß ES NICHT, LES!“ ich atmete tief durch.
Ich war zwei Minuten älter als Les, ich sollte ruhig bleiben und mit ihr verschwinden.
„Pack deine Sachen, Les. Wir haben nicht viel Zeit.“
„Und wo willst du hin?“
„Ich muss Holden Bescheid sagen. Wenn Mum schon in Gefahr ist, soll ihm das nicht auch noch passieren.“
Sie nickte.
Les wusste, wo wir uns treffen, was sie brauchte und wie schnell wir verschwinden mussten.
Also galten alle meine Gedanken jetzt Holden.
Meinem Parabatai.
Ich bahnte mir einen Weg durchs Institut.
Erinnerungen flackerten in mir auf.
Zwing mich nicht dich zu verlassen  

Genau das würde ich tun. Ich würde Holden bitten müssen, mich gehen zu lassen.
Oder mich davon abzuhalten dir zu folgen  

Ich verspürte Angst. Der Rat würde uns niemals gestatten.
Wo du hingehst, da gehe ich hin  

Les und ich, würden als Missgestalten gelten. Testobjekte. Beschämend für die Shadowhunter.
Wo du bleibst dableibe ich  

Und würden sie herausfinden, dass Holden Bescheid weiß, wäre auch er dran
Mein Volk, soll dein Volk sein  

Das durfte ich nicht zulassen
Und dein Gott soll meiner sein.  

Ich müsste ihn in kürzester Zeit davon überzeugen mich gehen zu lassen und mich vor allem nicht zu suchen.
Wo du stirbst, sterbe ich und  

Ich muss meinen Parabatai zurück lassen
Da will ich begraben sein.  

Ihn zu beschützen ist meine wichtigste Aufgabe.
Der Erzengel tue mir an, was er will-  

Ich hoffte inständig, dass Holden das akzeptieren würde
Nur der Tod soll mich und dich scheiden.  

Ich war fast an Holdens Zimmer angekommen, als ich beinahe Mitgliedern des Rates in die Arme fiel.
Schnell versteckte ich mich um die Ecke, hielt die Luft an und hoffte, dass sie mich nicht gesehen hatten.
„Leslie und Hope Shade werden hiermit vom Rat als Gefährlich eingestuft!“
Ich musste dir Tränen unterdrücken.
Les und ich hatten niemandem etwas getan und vor allem, konnten wir nichts dafür.
Ich schlich mich weiter zu Holden.
Als ich seine Zimmertür öffnete war ich erleichtert ihn direkt gefunden zu haben und als er mich in den Arm nahm, verspürte ich Sicherheit.
„Hope, was ist los? Ich spüre deine Angst.“
„Der Rat weiß von Les und mir. Wir müssen verschwinden, Holden. Es tut mir so leid dich da mit rein gezogen zu haben.“
Er drehte sich um, schnappte seine Tasche, begann zu packen.
Es brach mir das Herz.
Ich nahm seine Hände in meine.
„Holden, mit wir, meinte ich Les und mich. Das hier, ist das Leben das du immer führen wolltest. Du bist der geborene Shadowhunter.“
„Hope, ich lasse dich nicht allein. DU bist mein Parabatai. Erinnerst du dich. Zwing mich nicht dich zu verlassen.“
„Holden! Ich weiß, aber das hier, ist ein Krieg zwischen uns und dem Rat und nicht zwischen dir und dem Rat.“
„Aber...“
Ich unterbrach ihn.
„Nichts aber, Holden. Wir werden uns irgendwann wieder sehen. Du hast die Chance das Institut zu übernehmen, mach dir das nicht zunichte, weil du mir folgen willst. Ich werde im Herzen immer bei dir sein, aber jetzt musst du mir vertrauen und bleiben!“
Er sah mich traurig an. Sein Blick zerriss mich innerlich. Ich spürte den Schmerz.
Da flog die Tür auf.
„Hope Shade, sie sind hiermit im Name des Rates verhaftet und werden in die Stadt der Gebeine gebracht, bis sie verurteilt werden.“
Bevor ich mich versah, stand Holden mit gezogener Engelsklinge vor mir.
„Holden. Stop. Lass das!“
Er hörte nicht auf mich, stürzte los, kämpfte. Kämpfte für mich.
„VERSCHWINDE HOPE! JETZT!“
Ich war wie erstarrt. Was tat er da? So war das nicht geplant.
„HOPE! LES BRAUCHT DICH. VERSCHWINDE JETZT!“
Und ohne das ich es wollte begann ich zu laufen.
Nein, ich rannte durchs Institut. Hinaus auf die Straßen. Zu dem Ort, an dem Les auf mich warten würde.
Und ich ließ meinen Parabatei zurück.
Den Menschen, der für mich gerade kämpfte, an dessen Seite ich kämpfen sollte.
Aber ich war ein Feigling. Meine Gefühle standen mir im Weg.
Wie sie es schon immer taten.


Es waren Stunden seither vergangen.
Ich saß auf dem Dach und versuchte meine Gedanken zu sortieren.
„Hope? Wir müssen los. Der Rat wird uns suchen.“
„Les, ich kann...“ ich versuchte die Tränen zu unterdrücken, aber es gelang mir nicht „Ich kann noch nicht gehen, Les. Ich hab noch nichts von Holden gehört.“
Ich klammerte mich an meinem Handy. Wartete auf seine Nachricht, dass es ihm gut geht.
Aber die kam nicht. Seit Stunden kam nichts.
Doch da klingelte es. Mein Herz begann zu schlagen wie verrückt, als ich zittert ans Handy ging, während mir Holdens Namen angezeigt wurde.
„Holden? Holden ist alles in Ordnung?“
Ich spürte seine Angst plötzlich stärker als zuvor.
„Hope...sie haben mich entrunt...Ich brauch deine Hilfe...Hope..“
Ich spürte einen Schmerz, dass mir das Handy aus der Hand fiel und ließ einen Schrei los.
Voller Schmerz sank ich zu Boden und Les kniete sich neben mich.
„Hope, was ist los?“
Ich konnte ihr nicht antworten.
Ich sah einfach nur Holden.
Wie ich ihn kennenlerte. Wie wir uns schworen, nebeneinander zu kämpfen.
Wie ich ihn begonnen habe zu lieben, als einen Teil von mir.
„HOLDEN!“
Ich atmete schwer, spürte schmerzen die ich noch nie im Leben verspürt hatte.
„Hope, was zum Teufel ist los? Was ist mit Holden?“
Mir liefen still Tränen über die Wange.
„Les, ich...Les..Ich...Ich kann ihn nicht mehr spüren.“
„Das ist nicht möglich, Hope.“
Sie zog mir das Shirt über die Schulter.
„Les, sag mir das sie noch da ist.“
Sie schwieg.
„VERDAMMTE SCHEIßE, LES. SAG MIR DAS SIE NOCH DA IST!“
Sie ließ mein Shirt los.
„Hope, es...es tut mir so unendlich leid.“
„Nein...das...er kann nicht...“
Ich ließ erneut einen Schrei los, bevor ich in tiefe Tränen der Trauer versank.
Holden war von mir Gegangen.
Er hat Jahrelang an meiner Seite gekämpft.
Mir das Leben von Zeit zu Zeit gerettet und ich war nicht da, als er mich brauchte.
Und jetzt war er gegangen.
Er hatte diese Welt verlassen, um mich zu retten.
Und ich konnte ihm nicht helfen, weil Angst und Gefühle mir im Weg standen.
Ich hasste den Rat. Und ich hasste mich.
Das würde mir nie wieder passieren.
Nie wieder würden mir Gefühle im Weg stehen.
Nie wieder würde ich zögern.
Nie wieder, würde ich jemanden so nah an mich heran lassen.
Nie wieder, würde ich Holden vergessen, der sein Leben für meins geopfert hatte.
Review schreiben
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast