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New(ts) Life

GeschichteFamilie, Freundschaft / P16 / Gen
Alby Frypan Gally Minho Newt Thomas
20.03.2018
14.10.2021
52
104.586
28
Alle Kapitel
196 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
14.10.2021 1.533
 
Hallo meine Lieben <3

Ich melde mich aus der Versenkung zurück. Meine Prüfungen sind (erstmal) abgeschlossen und ich habe endlich wieder Zeit für andere Sachen, beispielsweise ein neues Kapitel zu schreiben und hochzuladen.

Aber wie immer zunächst vielen, vielen Dank für eure lieben Rückmeldungen und Mails, in denen ihr mir alle ganz viel Glück und Erfolg gewünscht habt. Bei so vielen Wünschen kann es ja nur gut gehen. Ich habe mich jedenfalls riesig gefreut <3

Deswegen auch hier, wie immer ganz vielen lieben Dank an sweetWatermelon, Yuna McHill, NewtmasNewtmas, Lexi777, Mary250, NewtieCutieeee und Moonhunter347.

Wir erinnern uns: George hat es auf Newt abgesehen. Aber warum? Während George im Versammlungsraum ist, fällt Newt in einen Schockzustand. Zusammen mit Alby und Minho übernachtet er am Feuer. Aber was wird der nächste Tag bringen? Dieses Kapitel ist etwas kürzer, dafür wird das nächste Kapitel vermutlich Überlänge haben :)

Dieses Kapitel widme ich Moonhunter347 und Yuna McHill. Ich denke fest an euch beide und drücke euch ganz fest die Daumen, dass ihr eure jeweiligen Hürden meistert und alles gut geht. Ganz ganz viel Erfolg und ihr schafft das beide!! <3<3

Soo jetzt geht’s aber los, ich wünsche euch ganz viel Spaß, bleibt gesund und eine schöne Restwoche :)

Eure Ritara2083







Kapitel 51 Der Knoten ist geplatzt!







Das Erste, was ich bemerkte, als ich am nächsten Morgen aufwachte, war die grelle Sonne. Sie stach mir direkt in die Augen und automatisch kniff ich die Lider wieder fest zusammen. Wieso passierte mir das eigentlich immer wieder? Ich würde es wohl nie verstehen. Murrend drehte ich mich auf die Seite, in der Hoffnung, im Schatten noch ein bisschen Schlaf zu finden. Aber weit gefehlt. Eine Sekunde später saß ich laut stöhnend, mit auf die Rippen gepressten Händen senkrecht. Ein stechender Schmerz zog durch meine Beine hindurch, über die Hüfte und breitete sich in meinem Oberkörper aus. Ich war mir nicht sicher, was los war, aber was ich wusste, war, dass ich nur schlecht Luft bekam. Verschlafen öffnete Minho die Augen.

„Wasn los?“ grummelte er.

„Nichts, alles gut!“ stieß ich zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor.

Natürlich war nichts in Ordnung, aber ich war doch relativ schnell davon überzeugt, dass ich nicht in den nächsten Minuten eines qualvollen Todes sterben würde. Bei jedem Atemzug spürte ich einen ziehenden Schmerz in meinen Rippen. Aber es ging und es war auch nicht lebensbedrohlich, so viel war klar. Es war nur unglaublich unbequem und unangenehm, abgesehen vom Schmerz. Dachte ich. Denn sobald ich mich bewegte, verwandelte er sich in einen stechenden, dumpfen Schmerz, der mich mit verzerrtem Gesicht wieder innehalten ließ. Angestrengt hielt ich die Luft an und wartete ab, ob ich meine Rippen wieder dehnen konnte, ohne sofort zusammenzuzucken. Natürlich nicht. Frustriert atmete ich ein und zuckte wieder zusammen. Aua.

Das entging auch Minho nicht. Mit gerunzelter Stirn setzte er sich auf und fokussierte mich mit fragendem Blick. Ich schaute etwas unsicher zurück.

„Komm, Newt. Erzähl keinen Klonk. Du siehst aus, als hätte man dir Bambusspäne unter die Fingernägel getrieben. Oder dir ein Messer zwischen die Rippen gesteckt. Oder beides. Was ist los?“

Wieder einmal verfluchte ich den Asiaten innerlich für seine pfeilschnelle Auffassungsgabe und seinen Sinn, wenn irgendwas nicht in Ordnung war. Vor ihm konnte man aber auch nichts verheimlichen. Da es eh keinen Sinn hatte, ihn anzulügen, erzählte ich kurz und bündig, was los war. Als ich fertig war, zierte ein breites, strahlendes Lachen Minhos Gesicht. Ich verstand rein gar nichts. Was gab es denn da zu lachen? Wie immer, wenn ich auf eine Antwort wartete und nebenbei noch ungeduldig wurde, verschränkte ich die Arme vor der Brust. Auch diese Bewegung ließ mich schmerzhaft die Luft einziehen.

Minho fing an zu lachen.

„Du hast Muskelkater, mein Lieber. Und zwar von der Allerfeinsten Sorte. Das war alles ein bisschen viel gestern. Erst das Training, dann bist du, im wohlgemerkt kalten Fluss, eingeschlafen, sodass deine Muskeln sich eher versteift, als gelockert haben und dann hast du einen 1-A-Sprint hingelegt und dann wurdest du auch noch umgeschmissen, sodass deine kalten und steifen Muskeln wortwörtlich kalt erwischt wurden, als du auf dem Boden aufgeschlagen bist. Dabei wurden sie schon wieder überbeansprucht. Was du brauchst, ist ein heißes Bad…“

Das klang sehr gut. Die Aussicht, sind in heißem Wasser treiben zu lassen, war unheimlich verlockend. Wenn es nach mir gegangen wäre, wäre ich sofort losgezogen, um heißes Wasser zu suchen. Aber Minho strahlte mich immer noch an. Ich hatte das Gefühl, dass ich was vergessen hatte.

„Was?“ fragte ich.

Irgendwie kam ich mir blöd vor. Anscheinend gab es etwas ganz Offensichtliches, was ich übersah. Und Minho wusste das. Sein Grinsen wurde, falls das überhaupt möglich war, noch breiter.

„Du checkst es einfach nicht, oder?“

„Nee.“

Kurz und knapp. So wie es war. Minho verdrehte kurz die Augen. Theatralisch schüttelte er den Kopf, dann schaute er mich wieder an und dachte kurz nach.

„Okay, ich versuche es mal anders. Ungefähr hier, wo wir sind, bist du ja hingefallen, richtig?“

Ich nickte.

„Gut okay. Wie bist du denn hier hingekommen?“

Ich verstand es immer noch nicht.

„Naja, George hat es ja auf mich abgesehen gehabt, also bin ich weggerannt und…“

Da dämmerte es mir. Ich hatte keine Ahnung, wer mehr strahlte. Minho oder die Sonne. Triumphierend schaute er mich an. Ich musste meine Gedanken erstmal sortieren. Sie rasten durch meinen Kopf wie Blitze und immer wieder traten einige Bilder klar in den Vordergrund. Minhos Gesicht, in dem sich trotz der Gefahr Freude spiegelte. Das bekannte, schnelle Vorbeifliegen der Farben.

Ich war gerannt. So richtig gerannt. Wie früher. Bevor das alles passiert war.

Ich merkte, wie ich ebenfalls anfing, zu grinsen. Plötzlich war mir mein Muskelkater egal. Denn eins war mir gerade klar geworden. Wenn mein Bein einem solchen Sprint von mir standhielt, dann müsste es doch auch deutlich weniger Belastung locker halten können. Minho trat neben mich und half mir hoch. Denn auch wenn ich jetzt voller Tatendrang war, genauso war auch mein Muskelkater aktiv und leistete gute Arbeit. Aber ich biss mir auf die Lippen, um ja keinen Laut von mir zu geben. Und dann endlich gelang es mir, mich aufzurichten. Ich atmete einmal tief durch, dann ging ich los. Ganz unvermittelt.

Ich stratzte los in Richtung Hütte. Ohne über mögliche Horrorszenarien mit meinem Bein nachzudenken. Denn mir war eben aufgefallen, dass ich immer noch nur Boxershorts trug und allmählich war mir das ziemlich unangenehm. Minho lief mit wedelnden Armen und freudestrahlend neben mir her. Mein Bein hielt tatsächlich. Ich konnte ganz normal laufen. Außerdem merkte ich, dass ich deutlich mutiger war, als noch gestern morgen. Immer wieder knickte mein Bein unter mir weg, aber ich merkte, dass es nicht am Knochen lag, sondern an den Muskeln, die einfach nicht die Kraft hatten, mich voll und ganz zu tragen. Das würde schon alles wieder kommen. Aber für den Moment war ich einfach nur glücklich.

In der Hütte schlüpfte ich in meine Klamotten und fühlte mich direkt viel besser und auch deutlich wohler. Gerade, als ich mein weißes Shirt übergezogen hatte, schaute Pfanne in die Hütte.

„Ah, da seid ihr zwei ja. Wir suchen euch schon. Alby möchte gerne mit euch sprechen. Und zwar am Feuer.“

Fragend schauten Minho und ich uns an. Warum nicht im Versammlungshaus? Aber wir stellten keine Fragen, sondern liefen Pfanne hinterher. Dieser traute seinen Augen nicht, als er mich sah. Mit offenem Mund blickte er mich an, musterte mich von Kopf bis Fuß.

"Sag mal, Newt... Sehe ich das grade richtig? Aber wie..."

Als ich nickte, konnte ich gar nicht so schnell gucken, da hatte Pfanne mich schon in die Arme genommen und wirbelte mir mir herum. Dabei lachte er lauthals und ich konnte nicht anders, ich musste auch mitlachen. Es war schön, wieder unbeschwert sein zu können.Als der Koch mich wieder losließ, musste mein Gleichgewichtssinn erst mal wieder aktiv werden. Mir war schwindelig. Aber ich war glücklich. Flankiert von den beiden machte ich mich auf den Weg zum Lagerfeuer. Ich konnte dort schon von weitem eine große Menschenansammlung erkennen.

Unter anderem fielen mir Gally und Alby ins Auge, aber auch Winston und zwei andere der Frischlinge.Je näher wir kamen, desto mehr wandten sich uns zu. Allen stand das Erstaunen und die Freude ins Gesicht geschrieben.

Und alle jubelten. Jeder klopfte mir auf die Schulter, wuschelte mir durch die Haare oder nahm mich in den Arm. Und ich ließ es zu. Etwas, was ich bisher immer nur unter Widerwillen getan hatte. Mich fallen lassen. Aber jetzt fühlte es sich richtig und ungezwungen an.

Ich wusste vor Freude und Scham gar nicht, wo ich hinschauen sollte. Ich hasste es, im Mittelpunkt zu stehen. Klar, ich war der Zweite Anführer, aber niemand, der gerne die ungeteilte Aufmerksamkeit hatte, außer es war nötig, wenn ich meine Position ausübte. Auf der anderen Seite freute ich mich unglaublich doll über die ganze Anteilnahme. Jeder, ausnahmslos jeder hier freute sich mit und für mich. Jeder hatte immer wieder nachgefragt wie es mir ging und versucht, mir zu helfen.

Seit langer Zeit fühlte ich etwas in mir. Etwas, dass ich lange nicht mehr gespürt hatte: Zusammenhalt, Zugehörigkeit und das Gefühl, eine Familie zu haben. Meine Familie. Die Stunks der Lichtung.
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