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So wahr der Rabe fliege...

von Zeref36
GeschichteÜbernatürlich, Tragödie / P18 / Gen
OC (Own Character)
19.03.2018
24.11.2019
95
113.581
5
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Dieses Kapitel
1 Review
 
02.10.2019 1.856
 
3.März 1927:

Ein schwarzer Nebel formt sich mir und dem unbekannten Verbündeten gegenüber, und dieser rothaarige Adagire steigt dem Schatten sichtlich unruhig dreinschauend empor. "Patrick, dich haben wir nicht erwartet. Solltest du nicht immer noch im Gefängnis des schwarzens Findlings eingespeert sein?", fragt die untote Hülle sichtlich irritiert aufgrund der vielen Störungen und schreitet sanft auf mich zu. Ich halte meine Waffen in seine Richtung und belustigt  spottet er: "Willst du mir etwa einen guten Kampf liefern? Da musst du einige Jahrzehnte trainieren um mit mir die selbe Luft atmen zu dürfen, Koregaz." Mit Avengers Hilfe kann ich seinen Schattenspeer ausweichen, und der bleiche Zauberer mit dem Stab mahnt: "Vernachlässige bei ihm nie deine Deckung." So springt Adagire auf mich zu und nutze die Elektromagie in mir, und blocke seine Schattenkrallen mit dem Kupferdolch! "Gar nicht mal so feige von dir, junger Koregaz.", erkennt Adagire mir einen Funken Mutes zu, ehe seine Augen zu tiefe leere schwarze Löcher werden und die ihn umgebenden Schatten chaotisch auf mich losstürmen! Schnell springe ich hin und her, damit Avenger es rechtzeitig mit seinem Flammen gelingt, die Schatten zu verdrängen, doch schon durchsticht ein Schatten meinen rechten Knöchel, sodass ich schmerzverzerrt von der dunklen Wolke vollkommen verschlungen werde!

"MÖGE DICH DIE EWIGE FINSTERNIS WILLKOMMEN HEIẞEN, JUNGER KÄMPFER DES LICHTES.", dröhnt eine ohrenbetäubende Stimme aus allen Richtungen gleichzeitig mich an, weshalb ich meinen Kopf in beide Hände lege und vor Schmerz wimmere, ehe meine Brust zu brennen beginnt: Scheinbar brennt sich etwas auf meinen Rücken ein, das mein Innerstes berührt, und ein markerschüttender Schrei verscheucht die mich umgebenden, zahllosen nebelartigen Schatten: erschreckend ist nur das es meine eigene Stimme war, die so schrie! Neben mir kniet der unbekannte Magier, der wie ein Leuchtturm durch die mich ungebende Dunkelheit strahlt.  Mit finsteren Gesichtsausdruck flucht er mich an der Schulter nach oben ziehend: "Ich war nicht schnell genug, du Hülle. Bitte lass mich Buße tun, indem du mir nun Adagire überlässt." Still kann ich nichts sagen, denn ein plötzlicher Schwächeanfall lässt mich schweigend in die Arme meines fassungslosen Servants gleiten, der von dem Diener Belobogs sich eine Erklärung erhofft. Dieser jedoch schweigt nur mit der ganzen Aufmerksamkeit auf den zufrieden klatschenden Adagire gerichtet. Beide greifen sich mit übermächtigen Magien an, sodass die Stadt schwere Schäden erleidet!

Der Freund Atteuz' staunt nicht schlecht über das Erscheinen des Erzengels, der ihm geduldig eine Tasse frischen Tee anbietet, während seine Ritter sich durch die verfluchten Seelen schneiden. "Ich nehme an, du weist, wer ich bin?", und mit trockenem Hals hört Kardiff Atteuz ehrfürchtig sprechen: "Der brennende Engel, GABRIEL! Mein Herr, wir danken für Euer Erscheinen." Kichernd nickt Gabriel, und irritiert knurrt der Rhoell: "Wenn du so mächtig bist, warum tauchst du erst jetzt auf?", und der Blick des Erzengels wird ernst, was dem kampferprobten Hexen-und Untotenjäger einen der seltenen Angstzustände bei ihm auslöst: "Seine Macht ist so verdammt erschreckend, ich wäre ihm keineswegs gewachsen." In Gegenwart dieser himmlischen Existenz muss Kardiff seinen großen Stolz runterschlucken, um nicht als Feind gesehen zu werden. Was er aber nicht wissen kann: Gabriel blickt nicht seinetwegen so ernst, sondern aufgrund der Erweckung Satans in Luzifers frischem Wirt! "Luzifer, hörst du mich?", fragt er ihn telephatisch, ob er noch ansprechbar ist. Wenig später erscheinen ein Gabriel unbekannter, junger Japaner mit Dämonenhörnern und weißem Haar, ein gefesselter Ortenrosse sowie Haruka mit ihrem skurillen Servant vor ihm. "Kleiner Bruder...", stammelt Caster und schaut direkt auf seine jüngere Version, die noch gerade so seinen grenzenlosen Zorn unter Kontrolle halten kann. Überrascht und forsch will Gabriel wissen, was mit Tekada Date passierte, womit Satan nun ihn wütend anstarrt, die Spuren der verzehrenden Schattenplage am Körper! Laut hörbar schluckt die erschöpfte Haruka, und sieht wie Satan nun den wieder Chernobog verfallenen Ortenrosse befreit, der grinsend danach Atteuz und den jungen Grismund attackiert, wobei Caster sich mit Satan einen heftigen Faustkampf liefert, um seinen Wirt nicht zu schaden. "Du Narr bist zu weich, menschlich geworden.", klagt mit triefender Boshaftigkeit in der Stimme der rechtmäßige König der Dämonen, weshalb Caster nur schief lächelnd mit den Augen rollt und einen Tritt nachsetzt, sodass Satan drei Schritt zurückwankt. "Ich mag zwar nicht ein perfektes Arschloch wie du mehr sein, vermissen tue ich dein kleinkindliches Gebrüll nach all den Jahren überhaupt nicht. Ich bin dein zukünftiges Arschloch, das dir so hart den Arsch aufreißen, das du dich an Tekadas eigentlichen Feind erinnern wirst. Außerdem, ich sagte dir doch, du sollst ihn ÜBERLEBEN lassen!"  Haruka spürt die aufkochenden Wut ihres Servants anhand des enorm steigenden Manaverbrauchs, doch ungeachtet dessen vertraut sie ihrem Caster, das er Satan bezwingen wird. "Wenn der Lichtbringer den finsteren Teufel nicht Erlösung bringen kann, wer dann...", grübelt sie kurz, ehe Haruka mit Entschlossenheit ihr Katana aus der Schwertscheide zieht und Gabriel beisteht im Kampf gegen die von Satan zusätzlich gerufenen Ritter der Hölle!

Obwohl ein Lichtblick hat diese Verstärkung feindlicher Streitkräfte: Gabriel entdeckt Luzifers treuesten aller Höllenritter, der seit jahrhunderten Luzifer auf seinen Pfad der Läuterung unterstützte: Kain. Dieser bärtige Mann mit unausprechlich immenser Dämonenmacht  hüllt sich in seine schwarze Ritterrüstung, ehe er den Flötenritter Gabriels beisteht gegen seine früheren Mitstreiter. "Alle Ritter in Formation, jagen wir die Hölle zurück, denn wir werden wird heute nicht die Dämonen bekämpfen, sondern die Dunkelheit.", ruft Gabriel aus und schwingt seine Erzengelklinge, aus dessen Spitze ein immens heißer Flammensturm durch die Dämonen und Hüllen fegt!

"Du musst doch erkennen, das die Welt Belobogs nicht zu retten ist, wenn ein guter Luzifer wie du es nicht schafft, Tekada, Arteo und all die Anderen zu beschützen, die ich zu lieben lernte. ", flucht Satan und mit brennenden Fäusten lässt er Caster zu Boden rasen, der sich verdreckt aufrichtet und wütend sein jüngeres, böses Abbild ansieht und dabei dessen Wut über Tekadas Tod in dessen Sohnes Gesicht geschrieben steht: schwarze Höllenflammen flackern um ihn herum und verzehren alles in der Umgebung, als würde die Schattenplage erneut sein jüngeres Ich befallen wie vor dem Fall in die Tiefen der Hölle. Mit zusammen gebissenen Zähnen stößt er ein grimmiges Grunzen aus, ehe er widerwillig seine Hände zu Fäusten erhebt und seine heilige Engelsmacht in diese leitet. "Satoshi, Masamune, gebt mir Kraft, das Licht am Ende zu sehen...", flüstert er und sein inneres Licht hüllt sich wie ein strahlender Stern um ihn als er auf Satan los sprintet, der nur gehässig gröllt und versucht ihn zu vernichten. Dieser magische Schlagabtausch entfesselt ein Erdbeben, das zahlreiche Teile der Stadt durchrütteln, wodurch Atteuz Kardiff wegstoßen muss, sodass er nicht von einem querschlagenden Brocken erstochen wird. Schockiert realisiert der Rhoell, wie sein Freund sich für ihn opferte und nun Grismund wie auch Kardiff Seite an Seite ihre Magie wutentbrannt freisetzen, was mehr der tobenden Thule und Dämonen vernichtet, restlos.

"Haha, du bist immer noch der Schwächling, den ich von Ulsters Schlacht her kannte und verzweifeln sah.", stichelt Adagire genüsslich zu dem angestrengten Patrick, der sich abmüht, Józef und auch Avenger vor Adagires übermächtigen Schattenmagie zu beschützen. "Ich habe anders als du die Interessen einer Welt zu vertreten, die auf eine Zukunft hoffen.", schnaubend vor Anstregung  kanalisiert Patrick die Macht der alten Geister der Wache, die Belobog die Treue schwörten, und ein weiße Magie legt sich um Patrick, der brüllend die Schatten mit seinem Zauberstab vertreibt und nun immer näher auf Adagire zu schreitet! Fassungslos steht dem Isegrimm der Mund offen, so kann er sich dem Manaschub des Feindes nicht erklären, der ihn nun mit seinem Mörderblick an Luzifer in Arias Körper erinnert, als er gegen Luzifer kämpfte, was den Partner Chernobog ziemlich erbost.

Der Grund, weshalb Patrick solche Macht beschwören konnte, war der Umstand, das in Avengers Armen erwachte und nun mit trotz dem Einfluß dieses Mals nun verzweifelt Belobog um Hilfe bitte, mit all meinen Glauben an das Licht des Lebens. Plötzlich sehe ich einen jungen weißen Mann neben mich knien, den scheinbar nur ich wahrnehmen kann, der matt lächelt und spricht: "Das du nicht Chernobogs  Fluch erliegst spricht für deine Besonderheit, junger Józef, so denn, zeige Adagire, aus welchem Holz die Sturrköpfe geschnitzt sind." Mit diesem Worten umfasse ich mein Kupferdolch und konzentriere bewusst all meine Magie darauf, woraufhin er nun vor Strom rot glüht, und ich dem Feind vor mir von der Seite anremple, ungeachtet der starken Schmerzen dank seiner Schattendornen, und jage alles was ich an Schaden zufügen kann, in seinen Körper: er schreit laut auf mit schnellen Zuckungen und der Schatten um mich lichtet sich etwas, woraufhin in der Ferne ein Sternenlicht erstrahlt und alle Thule laut schreiend zu Boden sinken, gefolgt von den abgeschlachteten Dämonen! "Józef, du wirst noch früh genug uns wiedersehen, doch wie wäre es, wenn du dem letzten Servant deinen Wunsch nicht verschwendest." Sein lässiges Lächeln verschwindet nicht mal, wenn man ihm Schmerzen zufügt, wie?  Bei seinen letzten Worten beschleicht mich eine böse Vorahnung als Avenger den aktivierten Blutgral auf einer umkämpften Straße ausfindig macht und ich plötzlich neben einem älteren Kardiff auf einer menschenleeren Braniewoer Straße im Winter stehe , der nun  gleichgültig sagt: "Herzlichen Glückwunsch, Gewinner des Blutgralskrieges. Was ist dein Wunsch?", und verwirrt frage ich: "Bist du wirklich Kardiff?", und zwei leere Augenhöhlen starren mich auf einmal an, sodass ich erschrocken zurück weiche und in eine Blutlache falle. Als ich mich langsam umdrehe, sehe ich meinen toten Vater und geköpften Grismund neben mir liegen, mit vor Angst geweiteten Augen! Geschockt werden meine Knie weich und ich falle bäuchlings in die frische Lache, und die Person spricht mit Leichtigkeit weiter: "Was wünscht du dir nach diesem Krieg? Ist es das Leben einer der Beiden, die Zerstörung der Thule und etwas völliges anderes? Du wusstest, das dies geschiet, schließlich ist es nicht umsonst ein Krieg der Monster und Magier inmitten einer schaurigen Stadt der Verdammnis." Nach einigen Minuten der Trauer schreie ich die Gestalt an: "Bringe sie zurück, erfülle meinen Wunsch!", und die Gestalt lacht mit einem Klatschen herzlich, ehe sie nachhakt: "Bist du sicher, das du die Konsequenzen, egal welche, verkrapften könntest?", und ich nicke entschlossen. Noch einmal klatscht dieser seltsame Kardiff in die Hände, und nun erscheint plötzlich neben mir Avenger, der vor mir den Hut zieht und meint: "Nun musst du jemanden auf die Nerven gehen, Master.", dem Nicken meines Gegenübers folgend berührt er den erschienenen Blutgral und ein geißendes Licht blendet mich!

Ich stehe erschöpft neben Patrick und schnell nähert sich mir Lady Haruka, wie auch unsere weitere Verbündeten, wobei ich glücklich in Tränen ausbreche, das mein lebender Vater an ihn gelehnt lacht und mitgestützt von Grismund wird, der nicht roter vor Dämonenblut aussehen könnte als das Feuerrot seines Haares! Auch nun landet vor mir ein schwarzhaariger Asiate, der scheinbar von Lady Haruka als der Luzifer vorgestellt wird!

Ende des Kapitels.

Die lange Schlacht um den Blutgral scheint zu ende, doch ist es das Ende von Józefs Kampf gegen Chernobog?
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