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So wahr der Rabe fliege...

von Zeref36
GeschichteÜbernatürlich, Tragödie / P18 / Gen
OC (Own Character)
19.03.2018
24.11.2019
95
113.581
5
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1 Review
 
11.07.2019 954
 
3.März 1927, 10 Uhr in Anwesen der Koregaz, der Schutzschild steht noch:

Ich träume von den rothaarigen Mann, der in Schatten gehüllt über mir steht und hämisch grinst. Aus Frust bemerke ich, wie schwerfällig sich mein Körper anfühlt, also ob ich gerade im Sterben liegen würde! Mithilfe meines durch Schmerz eingeschränkten Blickes kann ich in den dunklen Ruinen einer Stadt wenig ausmachen, außer weitere schwarzuniformierte Soldaten mit diesen bedrohlichen Totenköpfen als Orden und den Ärmelbinden, auf welchen dieses merkwürdige Kreuz in matten Schwarz, Weiß und Rot zu erkennen ist. Dieses Symbol scheint das letzte Ding zu sein, was ich sehe, bevor des Mannes Hut auf mich gelegt wird mit den Worten: "Ich glaube, ich muss doch dich dafür loben, das du so viele Hüllen vernichten konntest. Aber unglücklicherweise ist es schon nach Mitternacht, und dieses Heiligtum ist völlig verwüstet. Und die endlose Nacht wird auch dich holen..."

"Haaa....", kann ich nur laut rufend von mir geben, um den Gefühl des Erstickens zu entkommen, das mich fest umschlossen hatte: es war nur ein Traum! Mit wackligen Beinen stütze ich an der Bettkante ab und sehe Mira gemütlich am Bettende schlafen, wobei sie  leicht lächelt. Plötzlich bin ich dankbar dafür, das niemand herein platzt und die Situation missversteht. Also seufze ich erleichtert auf und schaue aus dem Fenster heraus, denn viele Lichter sind in der Stadt noch vor Mittag zu erkennen, was mich verwirrt. Am Fenster angelangt lege ich fassungslos eine Hand auf das kühle Glas und schrecke einerseits wegen den schrecklichen Ereignissen zurück, und weil Avenger sich von hinten angeschlichen hat, einen Finger in meinen Nacken piest und ermahned sagt: "Und so schnell wärst du tot, törichter Master. An deiner Stelle würde ich nie meine Deckung vernachlässigen, gerade wenn die Stadt im Chaos versinkt.", belehrt er mich hämisch grinsend und meinem Stolz runterschluckend kann ich nur auf meinen merkwürdig ernst schauenden Avenger blicken. Der wiederum mich mit verschränkten Armen beobachtet, bis ich die zum Geburtstag geschenkt bekommene Schusswaffe mitnehme , die in meinem Schrank dem Jägermantel und einem Spitzhut liegt. Nachdem ich die Jägeruniform angezogen habe, gratuliert mir mein vorlauter Servant, ich hätte wohl doch ewas von dem verdrehten Kleidungsstil meiner Vorfahren, woraufhin ich grimmig ihn anblicke und dann Mira anlächele, die plötzlich ihre Augen öffnet und mich anmeckert: "Józef, solltest du nicht im Bett liegen?" Noch bevor sie weiter meckern kann, öffne ich die Tür und verschwinde hindurch, dann verschließe ich sie hinter mir mit dem Worten: "Es ist Chaos in Braniewo, und ich werde versuchen was ich kann, um Menschen zu retten. Bleib hier, denn ich will dich nicht verlieren." Schweigend klopft sie an die Tür und ich höre sie leise beten: "Lieber Gott, höre mich an und gib Józef die Kraft, inmitten des Albtraums unbeschadet zurück hier her zu finden..." Nun nicke ich stumm den neben mir laufenden Avenger zu, der seine Arme streckt und sagt: "Nun ist der Spaß beendet: ab jetzt hat diese Thule uns den Krieg erklärt! Morde, um nicht selber zu sterben wie die durchgedrehten Bewohner dieser Stadt."

Barcelona, Spanien:

In einem Cafè sitzt ein alter Japaner und trinkt gemütlich seinen Kaffee, doch plötzlich husten die Menschen um ihn und er greift nach seinem Gehstock, denn nun betreten schwarzäugige Männer mit einem sehr gebrechlichen, hageren Mann das Gebäude, wodurch alle außer dem Ausländer immer kränker werdend verenden. "Was suchst du hier? Luc-kun meinte schon, das du und deine Freunde draußen zum Spielen seid, denn wir spürten euch." Der Mann mit der laufenden Nase hustet einmal und antwortet mit heiserer Stimme: "Mein König, wir sind alle zu lange der Apokalypse entzogen worden, obwohl du uns doch deshalb diese Macht gegeben hast, als du unsere Seelen gewandelt hast *hust* *hust*. Bitte, ihr spürt doch auch die Macht von Krieg, der in einer Kleinstadt das feurige Inferno des Massakers entfesselt hat." Seufzend stellt der nun seinen Kaffee auf den Tisch stellt, und seine beinahe geschlossenen Augen öffnet: es blicken feuerrot strahlende Augen den  Reiter der PEST an!  "Ihr mieses Pack! Hier habt euch meinen Befehlen widersetzt und seid in Leichen gestiegen, um die Apokalypse zu vollziehen? Pah, ich sollte dich auf der Stelle vernichten. Und wage es ja nicht, deine Macht in dieser ohnehin schon von der Diktatur Francos  zu benutzen, sonst droht dir die Macht des wahren Königs..." Mit diesen Worten flüchtet die Pest aus dem Cafè und Tekada Date fragt Luzifer: "Du scheinst ja ziemlich aufgebracht, sollen wir irgendwo noch einen Tee trinken?", aber der aufbrausende Erzengel hat sein nächstes Reiseziel schon gewählt: "Nein, aber lass uns nach Braniewo, denn ein Weltkrieg, wohl provoziert durch Krieg, ist genug für diese Welt. Unglücklicherweise schuf ich die Reiterringe mit eingravierten Anti-Engelsrunen, wodurch wir die Position der Reiter nicht genau ermitteln können. Und ich tötete Pest nicht, denn einerseits ist er noch bestimmt ein ander Mal nützlich, als Gefangener in der Hölle, und auch wollte ich noch geschwächt nicht leiden lassen unter seiner Macht. Zumindest konnte ich Pest dazu zu bewegen, die Schattenplage Chernobogs nicht grassieren zu lassen. Leider verfügt Adagire weiterhin über diese direkt von Chernobog verliehene Kraft, und schafft so weitere Albträume für uns. Sei bei Haruka Nakashima auf der Hut: sie scheint auch durch Chernobogs Korruption gelitten zu haben wie deine Frau." Nun trinkt Tekada seine Tasse leer und da um ihn herum nur Leichen sind, steckt er seinen Geldbeutel wieder in seinen Umhang, und Luzifer teleportiert beide nach Braniewo!

Ende des Kapitels.

Nun es ist dank Pest amtlich, die Vier Reiter der Apokalypse wandern auf der Welt! Ob sie zusammen arbeiten oder nicht, das werdet ihr sehen.
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