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So wahr der Rabe fliege...

von Zeref36
GeschichteÜbernatürlich, Tragödie / P18
OC (Own Character)
19.03.2018
24.11.2019
95
113.581
5
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Dieses Kapitel
1 Review
 
02.07.2019 819
 
3.März 1927, 9:20 im Koregaz-Anwesen:


"Mira, nein. Ich brauche kein Suppe.", meine ich abwehrend zu ihr, da sie mit Kartoffelsuppe füttern will, weil sie wirklich glaubt, es ginge mir nicht gut. Ich nicke nur still und esse brav, denn in ihrer Gegenwart ist es wenigstens ertragbar, Avengers Gelächter zu hören...  "So, bald müsste es dir besser gehen. Überarbeite dich nicht schon wieder. Du weist wie wichtig du uns im Heim bist?", meint Mira tadelnd und sieht mich weiter nervös an. Ich konne in Streiten noch nie gegen sie gewinnen, und deshalb kann ich auch dieses Mal nur nickend zustimmen, ehe sie mich sanft ins Bett drückt und nachdenklich meint: "Vielleicht solltest du etwas schlafen. Ich störe nicht weiter. Wenn etwas ist, ruf nach mir---Józef?!", doch ich greife nach ihrem Handgelenk und flüstere beschämt: "Bleibe noch etwas bei mir." Plötzlich werde ich wohl durch den Stress der letzten Tage doch müde und schlafe ein, und erleichtert lächelnd wacht die neben meinem Bett sitzende schwarzhaarige Mira über meinen einbrechenden Schlaf.

Haruka fragt derweil ihren Servant: "Sag Caster, du meintest zu mir, du seist Sataniel, besser gekannt als Lucifer. Was ist mit deinem Wirt passiert, wenn nur du da bist? Außerdem weshalb bist du ohne Kampfmantel in dieser Militäruniform unterwegs?" Schief lächelnd schaut Sataniel zum Fenster raus und erklärt nur wenig: "Das eine tut nichts zur Sache für deine jetzige Person. Ich bin Mitglied einer Organisation gewesen, die sich dem Frieden widmete. Und ja, Michael war in meiner Zeit ein Verbündeter. Nun reden wir über deine Neugier meinem Körper gegenüber: 'Warum hast du mich beobachtet beim Waschen?' Ich kann nicht verstehen, wie dieser Körper ohne ihn reizvoll auf dich wirken kann..." Jetzt wird Haruka von ihrem Caster in die Ecke gedrängt und seine rote Augen glühen, sodass die sonst so gefühlskalte Halbvampirin rot anläuft und beschämt seinem eindringlichen Blick ausweicht. Sataniel denkt sich nur: "Ich kann es ihr nicht verübeln, so ist doch Satoshi ihre erste Liebe, wenn auch das Ziel ihrer Besessenheit...", ehe er sich räuspert und ihr an die Nase schnippt. "Hey.", ruft sie verwirrt aus und fragt ihn, warum er das gemacht hat, bekommt nur sein bitteres Lächeln als Antwort. Danach verengen sich seine Pupillen und er spürt wie sie Adagires Anwesenheit in der Näse, weshalb sie beide sich zum Garten begeben, an dessen Mauer Adagire gemütlich ein Pfannkuchen isst.  "Eigentlich hatte ich gedacht, das ihr noch länger braucht und ich diesen vorzüglichen Strudel noch verspeisen kann. Hmm, wollt ihr etwas auch was Süßes?", murrt er gespielt enttäuscht und bei Haruka bildet sich eine Wutader aus, und stampfend baut sich vor den krümelnden Adagire auf und knurrt: "Wie bist du unbemerkt an der Barriere vorbeigekommen?" Der Hutträger in der schwarzen Uniform von  Harkenkreuzträgern, doch zusätzlich mit einem weißen Schal umhüllt fällt das Stück der Süßigkeit aus seiner Hand auf dem Boden und mit plötzlich ernstem Gesichtsausdruck erhebt er sich. Caster und Haruka ziehen ihre Waffen, doch Adagire hebt seine Hände in die Höhe und sagt schockiert tuend: "Oh mein Teufel, hehe. Ihr wollt mich etwa dafür für das Krümmeln bestrafen, wie? Wie gemein ihr doch seid.", und wehrt Casters Faust mit seinem kleinen, linken Finger ab! "Wollt ihr wirklich euch selber schaden und die Barriere aufheben, indem ihr mich angreift? Wo wir doch mal ehrlich miteinander reden, zeige dich, Kri. Ich denke du hast ein Wiedersehen mit Luzifer lange herausgezögert." Sataniels Gesichtsausdruck gleicht seines Teufelsgesicht und mit zitternden Worten drückt er seine Fassungslosigkeit aus: "Du hast...doch nicht IHN hier her geholt?", und Adagires Begleiter steigt von einer rotgestrichenen Kutsche mit roten Pferden ab und betritt mit einem breiten Grinsen den Garten, und Sataniels Blick wird sofort eisig wie der letzte Höllenkreis. "Mein werter Teufel, das ich dich mal im Körper eines Japaners sehen würde. War wohl eine gute Entscheidung gewesen, den Shogune anzustacheln während der Meiji-Restoration, wie?", grüsst der Mann mit ungepflegten blonden Haaren in einem grauen Anzug mit Fliege Sataniel mit einer Verbeugung und materialisiert eine blutrote Fleischerklinge, die Widerhaken besitzt und tippt sich mit den Griff an dem gewöhnlich scheinenden Ring, den er am linken Ringfinger trägt. Er leuchtet rot strahlend auf und Sataniel erkennt ihn. Schnell schreit er sich verfluchend laut auf und hastet dem lachenden Dämon hinterher und strecht verzweifelt seinen linken Arm nach den Ring aus, aber Adagires Schatten blockieren seinen Weg, sodass er nur zornig ruft: "KRIEG!!!!!!!"

Eine kaum sichtbare Welle mysteriöser Energie verbreitete sich vom Ring aus über der gesamten Stadt und wenig später wird sie von ihren mordenen Bewohern ins völlige Chaos gestürzt!


Ende des Kapitels.

Was wohl aus Braniewo wird, nach das Chaos dort losgebrochen ist und wie Józef sich des Kriegs-treiben erwehren wird, bleibt gespannt drauf.
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