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So wahr der Rabe fliege...

von Zeref36
GeschichteÜbernatürlich, Tragödie / P18
OC (Own Character)
19.03.2018
24.11.2019
95
113.581
5
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18.05.2019 2.818
 
7. Mai 1789, in der Kirche von Nancy, gegen Sonnenaufgang:

"Wie friedlich die Sonne uns doch begrüßt, auf das die Rhoell nun bald unseren Gott gebiert...", murmelt ein Mitglied der Regnum sanguinis nocturni, deren schwarze Haare gewellt bis zu den Schultern reichen . Adagire sieht mit einem schwarzen Hut mit einer weißen Feder seine Komplizin skeptisch an, denn ist die Sonne nicht eigentlich ein Feind von Vampiren? "Sagt, mich beschleicht das Gefühl, das der Koregaz nicht zum letzten Mal meine Wege gekreuzt hat. Zudem müssen will ich nicht mitansehen, was unser Herr mit ihrem Körper nach dem Ritual machen wird." Die Vampirin lacht spöttisch: "Entwickelt eine Hülle wie du auf die alten Tage noch ein Gewissen?", woraufhin Adagire mit den Schultern unbekümmert zuckt. "Du solltest einem Weisen  nicht verärgern, das sagte dir dein Vater nie, oder?", meint er stichelnd, ehe er die Kirche verlässt und dabei einem dunkeläugigen Mann begegnet, einem Dämon! "Ach, lange nicht gesehen, Crowley. Dein Schößling hat keine Manieren. Was kann ich für dich tun?", grüßt der Jünger Chernobogs einem alten Kameraden, dem er damals 1581 beim Angriff auf die Aster begegnete. Crowleys Gesicht verzieht sich angewidert, denn die beiden Männer der Finsternis können sich nicht gut leiden. "Wie immer kannst du deinen Mund nicht halten, Adagire.", entgegnet Crowley sichtlich genervt, und starrt in die Ferne, wo nun ein grelles Leuchten die Ankunft ihrer Feinde ankündigt!

Zufrieden grinsend zieht Adagire seinen Hut weiter ins Gesicht und verschwindet in wirbelden Schatten, doch davor meint er noch: "Alter Weggefährte, die Aster magst du nicht unterschätzen, denn sie bieten ihrem Engel eine Verbindung zu Jüngerin des WEIẞEN. Was ihre Schwester nun sagen wird, ehe..." Der Untergebene Liliths knurrt kurz, ehe er die himmlische Macht Michaels und Gabriels spürt, und jetzt Regnum sanguinis nocturni alarmiert!

"Dimi...keine Sorge, ich decke deinen Rücken.", erklärt sich Fiana als meine Begleitung zur Rettungsmission, die Lady Haruka mit Gabriel und Rène startet. Ich trage eine eigentümliche Kluft der Geier, die wohl dem Idealen der ersten Nachtwache nachempfunden sein soll. Ein roter Umhang und ein metallener Brustpanzer ziert Rène, ebenso ein Metallhandschuh am linken Arm, der rechte ist frei. Um für ihn Bewegungsfreiheit zu gewährleisten hat er sich gegen Stahlgamaschen entschieden, sondern einfache Kettenhose mit Stoff drüber, sowie festen Lederstiefeln. Ich dagegen trage nur einen Filzhut und einem schwarzen Mantel, der im Morgenwind weht. In meiner Hand führe ich nur ein Stahlschwert, das mit einer Kupferlegierung beschichtet ist. "Seid ihr alle bereit?", fragt Rène und schaut in Richtung der Stadt. Nun nicken alle Mitstreiter und Lady Haruka erhebt ihr Schwert aus Engelsflammen, womit wir in die Stadt marschieren und der Kampf beginnt!!!

"Warum müsst ihr Koregaz immer meine Pläne durchkreuzen?", mault der Dämon namens Crowley miesgelaunt, als er seine Höllenhunde auf uns hetzt. Diese werden von Harukas Feuer verbrannt, bis eine schwarzhaarige Frau auf mich losstürmt und ich meine Konzentration auf den Feind fokussieren muss. "Crowley hatte recht, ein Koregaz...bist du der, den die Rhoell um Hilfe anflehte?", fragt sie laut spöttisch denkend, was mich nur noch mehr erzürnt! "Geh mir verdammt nochmal aus dem Weg!", brülle ich und dränge die rotgekleidete Angreiferin von mir, nur um nach ihr mit meinem Schwert zu schlagen. Geschickt weicht sie aus und will zum Konter ansetzen, aber Haruka schnellt zwischen uns und zerrt die schwarzhaarige Frau mit sich in die Menge. "Kein Trödeln.", ermahne ich mich und versuche, Aris Magie zu spüren. Fiana deutet wortlos mit ihren rechten Zeigefinger in Richtung der Kirche, von der eine eisige Aura auszugehen scheint, und läuft mit gezückten Runensteinen in der Hand voran. "Hoffen wir, das sie uns noch erkennt.", murmelt sie leise, ihrer Sorge freien Lauf lassend. Ich starre in Richtung der Kirche, und versuche, den Angriffen dieser Dämonen und Sektenanhängern auszuweichen. Keine Kämpfe provozieren, um nicht stehen bleiben zu müssen. Rène kämpft derweil wohl gegen andere Dämonen, denn er schimpft lautstark: "Dieses verdammte Dämonenpack will nicht sterben. Wo bleibt eigentlich Gabriels Kraft?" Lässig ertönt Gabriels Stimme: "Ganz einfach.", und mit einem Schnippen regnet es Lichtspeere, die den Dämonen fürchterliche Schreie entlocken. Ich tauche unter einem Pfeilschuss herunter, und schiebe Fiani zur Seite. So verfehlt ein Schwert sie und trifft auf meins, was ein klirrendes Geräuch hallen lässt. "Danke.", sagt sie knapp angebunden, aber etwas überrascht.  Ich dränge sie zum Holztor, welches ich mit einem unruhigen Bein auftrete, was Fiani ein schiefes Lächeln auf das Gesicht zaubert. Das nehme ich nur unterbewusst wahr, da ich mich den Katakomben nähere, wo mich ein Magieschwall von den Füßen reißt! "Was zum!??", frage ich mich, als weitere Sektenanhänger vor mir stehen und ihre Magie nutzen, um mich zu attackieren: plötzlich rennt Fiani vor mir und wirft einen ihrer Runensteine, der aufleuchtet, zerbricht und einen Schild aus Mana formt. Die gewonnene Zeit kann ich zum Aufstehen nutzen, womit ich nach Ende des Runenzaubers  sofort auf dem nächsten Feind losspringe und ihm mit meinem Blitz durch sein Herz steche. JÜNGER PERUNS, WELCH EIN VERFRÜHTES KENNENLERNEN DU UNS DOCH ZWINGT. WARTE UND DU WIRST MICH SELBER BEKÄMPFEN KÖNNEN, SO WIE DU ES DIR NACH RACHE DÜRSTET.", schallt überall im dunklen Gang diese bösartige Stimme und ich muss meine Augen zusammen kneifen, um Arielle zu erkennen, die mit Ketten am Boden gekettet ist und ihren Kopf auf die entblößte Brüte gesenkt hat. Panisch will ich zu ihr stürmen, doch Fiani packt mich an der Hand und mahnt laut: "Pass auf, da ist jemand im Dunkeln." Jetzt wo sie es sagt erkenne ich rotgelb blitzende Augen, und eine schwarzweiße Magie gibt eine Person frei: es handelt sich um Adagire, der mich wie bei unserem letzten Treffen amüsiert grinsend anschaut! Meine Zähne schlottern vor Hass auf ihn, und meine Blitze formen sich dichter um mich, sodass ich eine Art goldene Aura der Blitze um mich erschaffe. Fiani scheint keinen Schaden durch meine Magie zu nehmen, weshalb sie fragt: "Er ist diese Hülle, die Lady Haruka erwähnt hat...Gib uns Ari zurück!" Angesprochener zeigt uns seine Zähne, dann zwinkert er vielsagend im dämmrigen Licht meiner Magie Fiani zu und spricht fast schon fröhlich: "Ich hätte nicht geahnt, das du noch eine Blüte an deiner Seite hast, verwöhnter Hund der Rhoell. Um die Frage zu beantworten: welchen Teil von ihr wollt ihr denn haben?" Seine Spielchen bringen mich zur Weißglut. Zornig brülle ich mit geballter Wut: "Führe uns nicht in Versuchung, dich zu zerhacken. Denn obwohl du eine Hülle bist, kann und werde ich dich restlos vernichten, und wenn es das Letzte ist, das ich tun werde." Ungläubig zuckt er mit einer Augenbraue und schaut auf Ari, die nun schmerzhaft zu schreien beginnt! "Hah, mein geliebter Herr will wohl schneller in diese Welt geboren werden, wie? Euer demütiger Diener wird sich dem Götterfunken annehmen." Erstmals seit meiner Gefangennahme sehe ich Arielle direkt vor mir, mit geschwollenem Bauch und schwarzen Runen auf ihren Körper, die sich wie Pestbeulen überall aufgetaucht ist und aufleuchten in einem bedrohlichen Schimmer. Ihr Blick ist keinesfalls als geistesgegenwärtig zu beschreiben, trotz der Versicherung Rènes, das sie ihren Verstand erst in einigen Tagen verlieren würde. Sie so zu sehen würde mich in Schockstarre versetzen, hätte ich nicht Fiani an meiner Seite, die nun lautstark zu Boden geht: hinter mir sind einige Dämonen erschienen! ERHELLE DIE DUNKELHEIT UND LEHRE DER HÜLLE, WAS HIMMELSBLITZE VOLLBRINGEN KÖNNEN.", dröhnt die Stimme des Gottes Perun in meinem Kopf und nach einem lautem Krach stürzt ein Teil der Decke ein und ein Gewitterblitz trifft mich. "MISCH DICH NICHT EIN, PERUUUUN!", höre ich dumpf die bosärtige, tobende Stimme, ehe ich mich erneut erhebe, dabei verbrennen alle mich angreifenden Dämonen, was die schwer atmende Fiani schockiert: ich habe blutunterlaufende Augen und bin total blass im Gesicht, strotze aber vor Energie, die aus meinen golden glühenden Magiekreisläufen strömen! Ich sage mit schier unbegrenztem Selbstvertrauen: "Hier endet deine Tyrannei Chernobog. Ich der die Natur des Lichtes ehre und verstehe, zahle den Tribut der Aufrichtigkeit und fordere dich angesichts unseres Paktes auf, die Macht Perun des Strafenden zu erwecken!", und ein weiter Gewitterblitz fällt auf mich herab, nur dieses mal kann ich ihn auf Adagire lenken, der verzweifelt mit seinen Schattennebel versucht, meinen Angriff aufzuhalten! "Wie bist du in der Lage, reines Prana der Blitze zu nutzen?!", stöhnt er fassungslos, bis er von dem Blitz getroffen weggeschleudert wird. Dumm nur, das dies keinesfalls ausreicht bei einer Hülle, um sie endgültig zu vernichten. Schnell rappelt der untote Isegrimm sich wieder auf und spürt, wie ich einen Speer aus strahlenden Lichtblitzen in meiner Hand forme, und nach ihm werfe! Mit weit aufgerissenen Augen kann er nur sich winden um dem Angriff zu entkommen, doch seiner rechten Schulter fehlt nun ein Teil seines Fleisches, das sich scheinbar nicht mehr regenerieren kann. Jetzt nicht mehr lässig spielend starrt er mich ernst an, dann sagt er verbittert: "Ich darf nicht versagen. Mein Herr zählt auf mich. Tut mir leid, aber du musst einspringen." Kurz darauf verschwindet er wieder in Schatten und ich kann nur meine Aura verschwinden lassen, denn sonst würde ich bestimmt zur Salzstatue erstarren aufgrund der Überbeanspruchung meiner Magie. Ich falle vor Ari kauernd auf den harten, kalten Steinboden, und ihr Schreien weicht dieser Stimme des Gottes Chernobog: DU KONNTEST MEINEN DIENER IN DIE FLUCHT SCHLAGEN, DOCH MEINE GEBURT NICHT VERHIN-!!!? NEIN..." Verwirrt blicke ich hinter mir, denn da steht ein Mann im weißen Mantel, mit Kapuze, sodass ich nur dessen fahlen Teil seiner Nase, des Mundes wie Kinns erkennen kann. Diese Person reicht mir seine Hand und hilft mir auf, dann tippt er Arielle an den Bauch und die Runen verschwinden mit ihren Schmerzen! Perplex beginne ich erleichtert zu lachen, und höre Perun  sagen: "DAS IST EIN VERBÜNDETER, JEDENFALLS HAT ER MIT SEINER MACHT CHERNOBOG FÜRS ERSTE VERTRIEBEN, UND SOGAR DEINE RHOELL DESSEN MACHT ERLÖST. NUN LIEGT ES AN DIR, SIE ZU RETTEN. ABER SEI DIR DES PREISES MEINER MACHT GEWISS: IN EINIGEN JAHREN WERDEN ALL DEINE MAGIEKREISLÄUFE VERKÜMMERN, UND MEIN SEGEN WIRD DICH NICHT MEHR ERREICHEN KÖNNEN. LEBE WOHL BIS ZUM LETZTEN TAG."
Fiani und ich knien nun über Arielle, die langsam aus der Trance erwacht und an ihrem Körper kein heranwachsenden bösen Gott erblickt, was sie erleichtert, doch zugleich verwirrt. Sie küsst mich stürmisch, nachdem Fiani es irritiert abgenickt hat, und ich werfe ihr meinen Mantel über.


Zuvor kämpfte Haruka gegen die Komplizin von Adarige:

"Du Verräterin unseres Erbes bist also auch hier, wie?", flucht die schwarzhaarige Vampirin und spuckt vor der ältesten Tochter Ortenrosses auf den Boden. Sie hat Tränen in den Augen, weil sie sich nun gezwungen sieht, erneut das Schwert gegen ihre jüngere Schwester Lisa Crowley zu erheben, die von Crowley und Chernobog korrumpiert wurde! Lisas Krallen treffen auf Harukas Schwert, wobei die Funken fliegen. Mit schnellen Angriffen tasten sie nach Schwachpunkten ab, doch keiner der beiden verbissenen Schwester lässt der anderen die Oberhand. "Komm zu dir, Schwester.", fleht Haruka mit ihren  Schwert nach Lisa schwingend, doch Letzere lacht nur abfällig und schimpft: "Das du das Vieh mehr verteidigst als deine Familie, und das obwohl ein menschenhassender Erzengel in dir befindet...ich habe keine Hoffnung mehr für dich. Also spüre das Dunkel!" Eine Schattenwolke umhüllt Haruka, und Michaels Kraft kann nichts gegen die Korruption durch Chernobogs Nebel ausrichten, weshalb sie langsam so wahnhaft wird wie ihre Schwester. Krampfhaft wehrt sie sich dagegen, bis eine weiße Person vor erscheint und durch Telephatie sagt: "Haruka Nakashima, du bist noch nicht verloren, da du die Hoffnung in die Menschheit und Ordnung der Welt bewahren willst. Ich helfe dir, doch kann nicht deine Seele reparieren, nur weiteren Schaden abwenden. Versprich mir eins: finde jemanden, an den du dich wenden, anlehnen oder einfach nur umarmen kannst. Ich hoffe für dich. Nun zeige deiner Schwester, was für du ein Sturkopf du bist, Haru." Mit feuchten Augen starrt Haruka auf den schneeweißen Mann, der sie zärtlich an der Hand hält und sie wieder zu Besinnung gebracht hat. Michael grummelt misstrauisch: "Ich spüre Luzifers Macht von dir ausströmen, wer bist du?", woraufhin der Mann in den Himmel starrt, der eine schwarze Sonne freigibt, und entgegnet: "Kennst du das Sprichwort: Wo ein Teufel, da stehst auch ein Engel, haha."  Nach dieser Antwort sammelt sich weißer Nebelprana um die Person und er lichtet den Himmel mit einen Lichtpfeil in Richtung der schwarzen Sonne, sodass die Vampire zu Staub zerfallen, deren sich die Dämonen bemächtigt haben! Erstaunt kann Haruka das nur beobachten, während ihre Schwester den weißen Mann angreift und dieser schnell hinter ihr erscheint und sie auf den Boden drückt, nicht ohne betrübt anzumerken: "Du magst vergessen haben, das ich kein Mensch bin wie ihr es wart. Oh, du bist eine der traurigen Hüllen. Ich erlöse dich davon." Als er ihr Finstermal berühren will, formt sich schwarzer Nebel um sie und damit verschwindet sie aus seinem Griff. Plötzlich lösen sich die ernsten Gesichtszüge des weißen Mannes auf, und er seufzt. "Wer bist du?", fragt Haruka panisch?", da sie glaubt, ihn  nie wieder zu sehen, ihren Gott der die Finsternis Chernobogs bekämpft. Lachend zwinkert er Haruka zu und meint zum Abschied: "Die Welt wird dich noch weiter prüfen wie ich deine Geschichte kenne. Aber bleibe so stur und schön wie du bist. Jemand wird sich finden, der sich dein Partner nennen wird, sicherlich."

Betreten kauert Haruka am Boden, ehe Rène und die Flötenritter siegreich sich zu ihr gesellen. Dabei fällt ihr feuchter Blick auf Dimiz Koregaz, welcher keuchend Arielle wie eine Prinzessin zur ihr trägt, mit einem erschöpften Lächeln auf dem verdreckten Gesicht.
Michael und Gabriel nutzen ihre Kraft, um Arielles Zustand zu stabilisieren, wonach sowohl Dimiz, als auch Rène und die O'Neill Schwestern endlich aufatmen können. Nun bricht das warme Sonnenlicht durch die Wolkendecke wieder durch und alle sind allmählich gelassen angesichts ihres Sieges.

14.Juli, im Schlafzimmer des Koregaz-Anwesens, gegen Nachmittag:

"Könnt ihr mir mal Luft zum Atmen geben?", beschwere ich mich, denn sowohl Arielle als auch Fiani wollen wohl nach meinem Rücktritt aus der Wache ebenfalls sich zur Ruhe setzen, was mich vor folgenden Problem stellt: beide wollen, das ich mit ihnen zusammen lebe! Eigentlich dachte ich, das Fiani mich aufgeben wollte, doch der Kampf schien ihre Meinung geändert zu haben. Lady Haruka und diesen Gabriel habe ich nie wieder gesehen, und das ist auch wahrscheinlich besser für mein nun ruhiges Leben. Wir sind aus Frankreich gemeinsam nach Dublin gereist, damit Fiani sich von Sadina und ihrer Familie ihre Strafe für den vorgetäuschten Tod abholen konnte. Da war es mehr als recht, das sie aus der Nachtwache verbannt wurde, auch wegen der Zusammenarbeit mit Haruka Nakashima. Da sie keine andere Bleibe nun hatte, flehte Arielle, die zum Glück sich gut erholt hat, mich an, sie mit nach Hause zu holen, wo mein kleiner Bruder einen großen Wutanfall angesichts der letzten Vorfälle und meiner geplanten Heirat mit Arielle und später auch Fiani. Mein Vater, den ich seit einiger Zeit nicht mehr gesehen hatte, schmunzelte nur verständlich, und beglückwünschte uns. Momentan sind die Beiden damit beschäftigt, mich im Bett zu lassen, obwohl ich dringend heute den Geburtstag meiner Adoptivtochter Diana nachfeiern wollte. Wie dem auch sei, ich schrieb meine Lebensgeschichte in einem Tagebuch nieder, um die Ereignisse von der Seele zu haben. Nun genieße ich die Körper meiner bald werdenen Ehefrauen, heh.


So lebte Dimiz Koregaz ohne weitere größere Vorkommnisse als Adliger mit seinen zwei Ehefrauen in Braniewo, bis zum Tode voller Glück.

1837, Paris:

Ein hagerer Mann bekommt von einem namens Feriz Koregaz ein altes Tagebuch, ausgeliehen, da es als spannende Lektüre schon hinter sich hat. "Und Alexander, wie gefällt dir diese tragische Geschichte? Das Geheimniss der Magi bleibt weiterhin vertraulich.", worauf der hagere Franzose lächelt und nickend meint: "Ich bin ein Mann meines Wortes, der dieses Buch nutzen kann, um daraus eine interessante Geschichte zu schreiben." Wenig überzeugt hebt Feriz eine Augenbraue und hakt nach: "Du meintest ja, du würdest etwas schreiben wollen, doch ist eine Rachegeschichte geeignet?"


Dieser Frage zum Trotz begann der Mann namens Alexander Dumas mithilfe von Dimizs Tagebuch eine einzigartige Geschichte über Verrat, Rache und Liebe zu schreiben, die einige Menschen später als "den Grafen von Monte Cristo" zu lesen lieben werden.

Ende des Epilogs.

Ich hoffe dieser Erklärung von Dantès' Verbindung zu den Koregaz hat euch gefallen. Nach Dimiz schließe ich das Kapitel der französischen Revolution, um die Zeiger der Zeit auf eine weitaus tödlichere Epoche zu drehen: die der beiden Weltkriege! Erlebt, wie Jòzef Koregaz sich den  Nationalsozialisten und deren Geheimorganisation  der Thule-Gesellschaft stellen muss.
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