Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

So wahr der Rabe fliege...

von Zeref36
GeschichteÜbernatürlich, Tragödie / P18
OC (Own Character)
19.03.2018
24.11.2019
95
113.581
5
Alle Kapitel
54 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
30.04.2019 741
 
6.Mai 1789, innerhalb der Bastille:

Es ist kalt, und fast undurchdringliche Finsternis umgibt mich, als ich lauter werdende Stimme  zu vernehmen sind und wenig später vor mir Adagire Isegrimm erscheint, dessen arrogantes Grinsen mir einer mich verhöhnenden Dämonenfratze gleicht, und direkt vor mir stehen bleibt. "Na, wie ist die Gastfreundschaft hier für einen Hund der Rhoell?" Knurrend scheuer ich mich an den Ketten ab, um meine Magie wirken zu können, doch wie bei jedem vorherigen Versuch fährt die ausgeströmte Elektrizität direkt in meinen Rücken, was mich wiederum aufschreien lässt vor Schmerz! Enttäuscht tippt er sich an seine Stirn, dann schmunzelt er nur schwach und meint gespielt entrüstet: "Ah das du immer noch vergisst, das deine netten Bewacher nicht vergessen haben, das du ein Koregaz bist. Hmm...das du selbst mit Schmerz nicht lernst ist wirklich ein Jammer. Übrigens, kannst du deinem Kumpel Rène sagen, das er sich einfach zerfleischen lassen soll: er wird langsam für mein Pack zum großen Ärgernis. Ganz anders als unser neuestes Spielzeug." Rasende Wut erfässt meine gesamte Magiekreisläufe, doch erneut durchfährt mich weiterer Schmerz. Keuchend entspanne ich meine müde Muskeln, doch blicke ihn weiterhin hasserfüllt an. Dieser nickt nur mit seinen mir gezeigten Fangzähnen, dann steht er von seiner gebückten Haltung auf und setzt seinen Hut wieder auf, wodurch ich nur sein Grinsen erkennen kann.  "Das du wirklich so erbärmlich sein würdest, hat mir der gefallene König verschwiegen. Eigentlich könnte ich hier und jetzt deine Seele verschlingen, und unser verehrter Chernobog hätte endlich seine Ruhe vor Perun dem Blitzbringer. Was zum?!" Ich reiße erneut an meinen Ketten und spüre eine mächtigere Eletrizität als bei meiner Magie, und eine dumpfe Stimme spricht mit meinem Mund, während draußen ein heftiges Gewitter tobt: "DU VERLORENES KIND DER FINSTERNIS, SCHRECKE VOR DEINEM ALPTRAUM ZURÜCK, DEM KINDERN DER STÜRME!" Irritiert gelingt es mir, mit einem sehr stark vibrierenden Körper, die Ketten abzusprengen, dann greift mich Adagire mit schattenumhüllten Fäusten an, doch die Kerkertür wird aufgetreten und schleudert ihn gegen die Steinwand!  Schnell flieht er mit einer mir unbekannten Hexerei, ehe sein Angreifer sein Werk fortführen kann. Ich blicke die blonde Vampirin mit meiner goldenen Blitzaura vorsichtig an, doch sie lächelt nur schwach, als eine mir sehr bekannte sich an meinen Hals wirft und dabei merkwürdigerweise nicht geschockt wird: es ist die von allen außer mir totgeglaubte Fiani O'Neill! "Dimi, ich hörte von Miss Nakashima, Ari sei in großer Gefahr, und die Gruppe die wir jagen, will einen den Erzvater auf die Erde holen." Ich umarme sie mit Tränen in den Augen, doch die nun irre grinsende Vampirin namens Haruka  meint zu mir überrascht: "Mein Vater erzählte mir zwar etwas über Götterfunken, das sie die geliebten Kinder der Götter sind, mit Segen und besonderen Bindung zu ihnen. Doch in meinem Leben traf ich nur auf Funken der Rhoell, sowie der Isegrimm. Also Perun ist dein Gott, den der Vater wohl einiges an Leid verdanken hat. Wir haben nicht viel Zeit, wenn die Information stimmt, das deine Geliebte ihren Raben verloren hat. Wir haben 16 Tage, wenn des Rhoells Worte stimmen." Ungläubig zuckt Fiani, als Haruka Ari meine Geliebte nennt, doch sie rückt von mir ab, meine Blitze verschwinden und ich bestätige den Tod ihres Raben. Die rotäugige Frau knurrt nun mit betrübtem Blick:  "Zum Glück brachte mein Vater mir bei, wie man diese Hüllen und ihres Gottes Krieger aufspürt. Aber lasst uns erstmal diesen vorlauten Rhoell treffen, der ganz alleine mit einem Regiment der Flötenritter die Isegrimm abhielt, Lyon zu verwüsten. Eins muss man den Frischling lassen, er lässt mir viele Leckerbissen zum Naschen übrig." Angeekelt wende ich mein Gesicht von ihr ab und Fiani nutzt eine Transportrune, die uns raus aus diesem Gefängnis bringen soll, doch sie aktiviert sich nicht. Haruka schmunzelt nur und sagt dann: "Das ihr vergesst, das dieses Gefängnis von Rhoell mit erbaut wurde und somit einige Probleme den weggesperrten Magi verursacht. Wartet kurz." Nun bittet sie uns, ihre Hand zu nehmen, dann leuchten ihre roten Augen blauweiß auf und wir befinden uns in Lyoner Rhoell-Anwesen, wo mich Rène mich auf die Schulter haut, bevor er mir frische Kleidung gibt. "Danke, das du dein Bestes gegeben hast, um Ari zu schützen vor diesem Monster." Ich erwidere nur unzufrieden: "Danke mir nicht, noch ist sie nicht frei."

Ende des Kapitels.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast