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So wahr der Rabe fliege...

von Zeref36
GeschichteÜbernatürlich, Tragödie / P18 / Gen
OC (Own Character)
19.03.2018
24.11.2019
95
113.581
5
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54 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
03.04.2019 1.284
 
21.Juni 1600, 10 Uhr, Sekigaraha in der Provinz Mino:

Nach Nobunagas Tod nutzte Hideyoshi die Gelegenheit und marschierte mit seinem Toyotomi Clan durch Japan und einigte es zu einem großem Teil. Doch aus einem mir nicht ersichtlichen Grund startete er in den 1590er Jahren eine Invasion ins Nachbarland namens Korea. Masamune unterstützte ihn mit seinem Kräften. Stimmt, er musste sich ihm unterwerfen, als Hideyoshi gegen die Hojo in Kanto Krieg führte. Zum Glück war ich neben Kojirou anwesend, womit ein Massaker durch Luzifer verhindert werden konnte. Masamune wurde durch mein Fehlen mit der Ermordung seines Vaters traumatisiert, kurz nachdem er 1584 selber endlich zum Clanoberhaupt wurde. Dies ist auch der Grund, weshalb ich das erste Mal seit Jahrzehnten gegen Menschen wieder den Speer erhebe. Ist es nicht tragisch, das neben Hideyoshi auch Ieyasu Tokugawa nach der Macht über das Land lechzt, was Anhänger der Toyotomi nicht gefällt. Aus diesem Grund formierten sich zwei Fronten: die Ost-Armee von Tokugawa gegen die West-Armee der Toyotomi und Mori. Ironischerweise für mich ist der Umstand, das in dieser Schlacht mein ehemaliger Schüler Mitsunari Ishida der feindliche General ist, was mir noch mehr Kopfzerbrechen bereitet als allein der Umstand, wieder töten zu müssen. Doch Luzifer und Masamune meinten zu mir, sie benötigten in dieser Schlacht meine Unterstützung. Das bin ich ihnen nach Terumunes Tod schuldig. "Hey, hör auf vor dich her zu grübeln und konzentriere dich lieber aufs Essen. Ist unsere letzte Speise vor dem Kampf.", murrt ein einäugiger, bärtiger Mann mich an: es ist Masamune, der gerade eine Portion Trockenfleisch runterwürgt. Ich schmunzele nur kurz, dann nicke und esse mich selber satt. Nachdem wir aufgestanden sind, bellt er Befehle und ich bleibe dicht an Masamunes Seite, so wollte es Kojuro, denn ich kann Luzifer bremsen falls er vor Wut auch Verbündete angreifen sollte. Zudem habe ich bei dieser Schlacht nicht nur aufgrund des dicken Nebels eine schlimme Vorahnung. Ich sehe eine unverkennbar rote Samurairüstung und bemühe mich, nicht sofort Crowley nachzustürmen, der gerade sich mit seinem Dämonenpack gegen Tokugawas Ashigaru behauptet, wenn nicht sogar sie niedermäht!  "Masamune, schau es ist Crowley.", rufe ich wütend, und sehe sein gesundes Auge blau aufleuchten, bevor Luzifer antwortet: "Du gehts ihm nicht alleine nach." Wir beide hetzten Crowley hinterher, welcher sich nun umdreht und wild schreit, denn plötzlich durchtrennt ihn jemand seine Schwerthand: es ist ein grimmig dreinschauender Nanashi, der seltsam blass von einem roten Glühen erfüllt! "Du Feigling lass Zeno frei, sie darf nicht hier sein, wenn die Schlacht ihr Ende findet.", knurrt er, bevor er den weißhaarigen Masamune mit dem schwarzen Flammen und der golden schimmernden Augenklappe erblickt und schweigt. Die Augenklappe modifizierte ich etwas dank Luzifers Wissen, sodass sie als sogenannte "Kaiserwaffe/Seelenwaffe" genutzt werden kann, sollte Masamune je den Mut zu Kämpfen verlieren. Ich sehe Zeno, die mit schwarzen Augen neben einer jungen, bleichen schwarzhaarigen Frau steht, die hoch zum Himmel blickt und meint: "Möge die Dunkelheit uns erwärmen...." Mit ungutem Gefühl im Magen folge ich ihren Blick zur Sonne, doch statt ihren Strahlen erblicke ich nur eine totale Verdunklung der Sonne! "Plötzlich platzt mir fast der Kopf vor Schmerz, denn Artorias vom Abgrund zerfressenes Bewusstsein erwacht mit unbändiger Kraft. Ich kann nur noch meinen Speer aufglühen lassen, um ein Seelenfragment darin zu verschließen, ehe er mir entgleitet und die Finsternis meinen Blick völlig verhüllt!

Gleichzeit explodiert der Boden unter Arteo und Luzifer es bildet sich ein dunkler Riss, aus dem der König des Abgrundes mit dem Katana hervortritt, ehe sich Ortenrosse ihm gegenüberstellt und sagt: "Welch eine tragische Wendung, nicht wahr, kleiner Fillisz? Bitte verschwinde, denn Arteo scheint es nicht gut zu gehen. Außerdem muss ich meine Tochter bestrafen." Fassungslos starrt Luzifer auf den König des Abgrund, der sein Erretter geworden ist, und presst angespannt seine Zähne aufeinander. Jetzt stürmt Crowley zusammen mit Ortenrosses jüngster Tochter Lisa an die Seite des dunklen Königs und sprechen: "Die Dunkelheit wird alles verschlingen, so ist es in allen Welten immer gewesen." Diese Worte lassen einen schwarzen Magieschwall los, der die toten Soldaten ihrer Seelen beraubt, die der dunkle Fillisz mit der weißen Augenbinde sich einverleibt. Eine blonde Frau mit einem bläulichen Katana und blauen Augen stellt sich an Luzifers Seite und sagt ruhig: "Wir haben uns lange nicht mehr gesehen, Onkel Luzi. Ich bin Haruka und hier, um die Welt wie mein Papa vor der Finsternis zu schützen. Bitte sieh mir meine Unbeholfenheit nach, wenn ich dich vielleicht auch in Scheiben schneide." "Hat sie mir eben gedroht?", grübelt der dank Masamune aufgestiegene Erzengel Luzifer und sieht, wie die dunklen Blitze um Arteo sich lichten, und Artorias in seiner Rüstung erscheint. "....KOMMT ...NICHT....NÄHER....BIN...GEFÄHR...ARRRRG!!!", ruft der korrumpierte Artorias und schreit mit einer verzerrten Stimme, bevor er seinen einstigen Freund mit dem dunklen Großschwert attackiert!

Luzifer nimmt das dunkle Date Katana und blockt seinen Angriff, doch Crowley tötet nun mithilfe des einen Dämons Zenos Körpers, was Ortenrosse ablenkt, sodass der dunkle Fillisz ihn zurückdrängen kann. Lisa liefert sich derweil einen Kampf mit ihrer älteren Schwester. Geschockt murmelt Ortenrosse: "So fühlt sich Trauer an...", und wütend setzt er Fillisz so sehr zu, sodass dieser in den Abgrund zurück verschwindet. Jetzt strahlt der Himmel zahlreiche Engel fliegen in Luzifers Richtung. "Alles Übel und Spuren des Abgrunds gehören getilgt!", hallt die glorreiche Stimme eines Erzengel durch das Schlachtfeld: es handelt sich um Michael, dem Anführer der himmlischen Schaar! "Das hat noch gefehlt.", murrt Luzifer und sieht, wie  Haruka einige schnelle Engelsrunen formt, und lächelt Michael in ihr versiegelt. Nun grinst sie zu ihrem Vater und sagt: "Dein jahrelanges Experiment ist gelungen, Papa." Nickend entspannt er sich etwas, doch unterstützt er Luzifer gegen den dunklen Ritter des Abgrundes, Artorias.


Zitternd vor Angst rät sie Crowley zur Flucht, welcher diese auch wieder ergreifen kann, da er Mitsunari und seine Armee auf Luzifer hetzt. Mit der Zunge klickend kämpfen Ortenrosse und Luzifer gegen Engelssoldaten, die West-Armee und Artorias, bis Tadakatsu Honda mit den versprengten Ost-Soldaten auftritt. Haruka stellt sich Artorias mit Luzifer entgegen, der durch seine dunkle Aura sämtliche Angriffe abwehrt, bis Luzifer das Onitöterkatana benutzt, das scheinbar gegen die Macht der Finsternis wirksam ist. "Bereut Euren Fehler.", raunt der dunkle Artorias, ehe auch er sich zurückzieht und weinend Masamune und Luzifer völlig in weißenschwarzen Flammen aufgeht: denn er ist nun vollends zornig über die Einmischung des Himmels! So ist es kein Wunder, das heute viele Engel sterben, bis Ortenrosse auf eine Sternschnuppe zeigt. "Huh...es reicht wohl.", grummelt er und weist nun nach dem Sieg über die West-Armee, die Ereignisse anders niederzuschreiben. Es soll ja niemand etwas über des Teufels Einmischung erfahren. Skeptisch fragt Masamune mit blutbeschmierten Gesicht die erschöpfte Haruka: "Was ist mit Michael, diesem Erzengel?", woraufhin sie nur erklärt: "Mein Vater hat seine Rolle in dem Kampf gegen den Abgrund, und ich die meine." Somit verabschieden sich die drei Kämpfer voneinander, und gehen getrennte Wege.

Das Ende der Schlacht brachte viele Opfer, doch festigte die Macht des Tokugawa-Shogunates, welche nach der Belagerung von Osaka 1615 als einzig herrschende Macht in ganz Japan unbestritten wurde. So läutete Tokugawa die Edo-Zeit der Isolation ein, eine Periode des Fremdeshasses und der Shinsengumi, Shogunatsgeheimpolizei.


Ende des Kampfes?
Ende des Kapitels.

Hiermit endet Arteos langer Akt...hehe welche die Kitakura Familie hervor brachte.

Nun lebte der nächste wieder in Europa, in der Zeit der französischen Revolution, was für mich Bücher wältzen heißt. Hoffe es gefiel euch. Sagt mir ruhig eure Meinung.

Euer werter Chronist und Schwarzmagier Zeref.
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