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So wahr der Rabe fliege...

von Zeref36
GeschichteÜbernatürlich, Tragödie / P18 / Gen
OC (Own Character)
19.03.2018
24.11.2019
95
113.581
5
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Dieses Kapitel
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02.04.2019 914
 
31.Juni 1582, Burg Yonezawa in Oshu:

"Vielen Dank für diese Gelegenheit, Masamune.", sage ich grinsend und starre zufrieden auf meine hergerichtete kleine Schmiede innerhalb der Burgstadt, die ich dank Masamunes Unterstützung herrichten lassen konnte. Mit einem herzlichen Lachen winkt er ab, denn aufgrund seiner Anwesenheit bekommen Touka und ich gesamte Aufmerksamkeit der Nachbarn, wie wunderbar...
"Wieso wolltest du unbedingt eine neue Schmiede einrichten, wenn du doch mehr verdienst als Tutor meiner Armee?", fragt er mit einem süffisanten Grinsen, sodass Touka mit Kiua im Arm nur schnauben muss. Ich hingegen zucke mit den Schultern und erkläre vor meinem Publikum: "Ich will keine einfache Schmiede, es soll in Yonezawas Ausrüstungsknoten der zukünftigen Onijäger werden, weshalb ich hiermit alle Schmiede hierzulande zu einer Konferenz einlade, um nicht gegeneinander, sondern miteinander unsere Bewohner beschützen können. Dazu aber einige Grundregeln: meine Familie wird das Vorrecht auf Antioniwaffen besitzen, denn sicher kennt ihr die Macht meiner Waffe. Damit sie nicht in falsche Hände gerät, werden nur verschwiegene Schüler von mir ausgebildet. Als Ausgleich werde ich kaum andere Aufträge annehmen, womit Euere Geschäfte nicht beeinträchtigt werden. Zudem möchte ich die Schmiedezunft in Date- Gebiet zusammenführen. Unser junge Herr Terumune-sama überzeugen seine Unterstützung für dieses Projekt zu geben." Nun beginnen die Schmiede in der Nachbarschaft mit lauten Stimmen loszubrüllen, bevor Masamune genervt mit dem Fuss aufstampft und schwarze Flammen ihn umhüllen!! "Wollt ihr Euch den Befehlen meines Vaters widersetzen. Arteo Kitakura hier suchte schon nach einem Weg, Eure Profite zu erhalten." Verängstigt knien alle außer mir vor ihm nieder, und da Kiua angefangen hat zu weinen, zische ich unbehalten: "LUZIFER." Sofort sieht Angesprochener der blauäugige Engel mich an, und nickt kurz, ehe die Flammen verschwinden. Masamune hingegen spricht mit seinen Klicken der Zunge: "Wieso muss du so verdammt ein guter Vater sein, hehe.", dann verabschiedet er sich von mir und verweist alle Beschwerden an einem ernst dreinschauenden Shigezane Date, der wegen der unerwarteten Verantwortung seufzt. Kiua versteckt sich hinter meinem Rücken vor Masamune, der sich bei ihr entschuldigt. "Ich hoffe nur, er würde es irgendwann unterlassen, seine Wut dauernd an die Bevölkerung auszulassen. Mir ist langsam klar, was Terumune-sama meinte.", murmele ich leise, was Shigezane lachen lässt, da er mich versteht. Meine Tochter schaut mit vertränten Augen hoch zu mir, als ich meine linke Hand auf ihren Kopf lege und sage: "Meine Kleine, alles gut. Wie wäre es, wenn du mit deiner Mutter den Hitzkopf begleitest. Ja ich weis, er macht dir vielleicht Angst, doch er ist eigentlich kein schlechter Mensch, nur ein Rüpel." Nun nimmt Touka sie auf den Arm und beide folgen Luzifer, der sich nickend bei mir bedankt. Jetzt da beide anderweitig beschäftigt sind, kann ich ganz und gar der Produktionsabfolge unserer Revolution der Schmiedezunft zuwenden.

2. August 1582, Burg Yonezawa, früh am Morgen:

"Weshalb weckst du mich so früh, Arteo. Und weshalb stehen so viele Schmiede vor der Tür?", murrt Masamune sehr ungehalten, da wir ihn aus seinem Schlaf wecken. Grinsend werfe ich ihm meine Arbeit zu, und erkläre ihm: "Luzifer bat mich darum, für euch beide geeignete Waffen zu schmieden,  und dies sind die Date-no-san Katana, eins gegen Dämonen mit dem Segen Luzifers erfüllt, eins gegen Menschen dank meiner Magie schneller als die meisten Katana, und zum Schluß ein Extra, das ich dir ein ander Mal erklären werde. Und komm mal raus, die Anderen haben auch etwas für dich." Seine Neugierde ins Gesicht geschrieben beeilt sich Masamune und schreitet heraus ins Freie, wo neben den vielen Schmieden eine Figur mit einer prunkvollen blauen Samurairüstung steht. Besonders den von uns gemeinsam hergestellten Kabuto betrachtet er genau, denn noch nie hat er einen mit einer Sichel gesehen.  "Das habt ihr für mich gemacht, weshalb?", meint er irritiert, und ich erinnere ihn daran, das seit meiner Konferenz, die nur dank ihn ins Leben gerufen wurde, die Provinz wesentlich sicherer geworden ist, da Oni leicher zu töten sind mithilfe unserer kombinierten Schmiedekunst und Transportmittel. Schmunzelnd nimmt er unsere Geschenke an, wobei eine schwarze Augenklappe zu Boden fällt, die ich kurzerhand meinem Freund reiche. "Sehe es als vorzeitiges Geburtsgeschenk an, heh." Nun höre ich stampfende Schritte und Yoshihime, Masamunes Mutter, erscheint vor uns und sieht mit einem gifigen Blick, wie er Geschenke von uns bekommen hat, was ihre Meinung über mich wohl noch weiter sinken lässt, nicht das es mich kümmert.  
"Masamune, planst du etwa eine Intrige gegen uns", hakt sie argwöhnig nach, doch er schnaubt nur und erwidert: "Sie zeigen mir Anerkennung für meine Unterstützung, ganz anders eine Furie wie du." Sie knirscht mit den Zähnen und schlägt ihn ins Gesicht. Sprachlos rufe ich nur "Nein!", dann werfe ich mich in die Flugbahn, sodass der erboste Luzifer mit seinem schwarzen Katana gegen Menschen mich statt sie durch die Seite durchbohrt! "Du Schwachkopf.", knurre ich und sehe, wie mein Blut die Kleidung rot färbt. Panisch flüchtet Yoshihime, während ich flach atme, und Luzifer mit einem schiefen Lächeln mich heilt. "Das war nicht meine Absicht." Ich fühle mich aufgrund seiner Macht sehr warm, doch trotzdem tippe ich an die Stirn und verpasse ihm einen leichten Stromschlag, dann meckere ich: "Mann, Luzifer du wirst ja menschlich." Dieser Witz lässt ihn murren.

Ende des Kapitels.

Kabuto sind die Helme der Samurai. Sie ähneln einer Art von Flußkrebsen, die Kabuto heißen.
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