Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

So wahr der Rabe fliege...

von Zeref36
GeschichteÜbernatürlich, Tragödie / P18 / Gen
OC (Own Character)
19.03.2018
24.11.2019
95
113.581
5
Alle Kapitel
54 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
31.03.2019 1.186
 
15. Juni 1582, Kyoto:

"Seid Ihr sicher, das Ihr nach Oshu reisen wollt, um dem Date-Clan zu dienen. Euch muss doch bewusst sein, das dies Euch weitaus weniger Ruhm bescheren wird als an der Seite von mir, dem zukünftigen Einiger des Landes?", spricht Hideyoshi unzufrieden aufgrund meines Wunsches, nun den Date dienen zu wollen. Sein Blick signalisiert mir, das er nicht gerne sehen will, das ich ihn verlasse. "Aber nach dem Ende von Fürst Nobunaga habe ich keine Absichten mehr, mich noch mehr unnötig in die Kriege von euch Fürsten einzumischen und somit weitere Leben opfere...Ich will kein Soldat mehr sein, deshalb lasst mich zum Date-Clan. Außerdem sagtet Ihr selber, das ich als ROTER AKUMA den Onis Nemesis sei.", entgegne ich seinem Einwurf mit Entschlossenheit, dann verbeuge ich mich als Dank für seine unzähligen Dienste an Aria, Touka, Fürst Nobunaga und mich. Seinem Bart streichelnd seufzt Hideyoshi schließlich und reicht mir eine frisch aufgebrühte Tasse Grüntee, woraufhin wir beide zu grinsen beginnen: er weis wie sehr ich diesen Tee liebe. Nene, die Frau an Hideyoshis Seite, lächelt mich demütig an und bedankt sich noch mal für meine Dienste dem Hause Oda gegenüber. So verbeuge ich mich erneut und stehe auf, dann reiche ich Hideyoshi einen Brief. "Wärt Ihr so freundlich und würdet diesen Brief an Nanashi-san weiterleiten?" Sichtlich gekränkt erwidert er nur: "Wie oft denn noch, sprich mich unter uns nicht mit Titel an, Arteo." Mein schwaches Grinsen lässt ihn nur mit dem Kopf schütteln. "Alter Freund, schreib mir bald, und pass ja gut auf dich auf. Ich will keinen Pfeil ins Knie bekommen nur weil Touka-chan zum Ashura geworden ist, haha." Seine Abschiedsworte zaubern mir erneut ein Schmunzeln ins Gesicht, danach schreite ins aus dem Empfangsraum innerhalb von Kiyosu, der sagen wir Hauptburg der Oda, die Hideyoshi übergangsweise besitzt. Ich halte mich aus den Streitigkeiten etwas heraus, welche Nobunagas Tod mit sich führen, und genieße die Strahlen der Sonne auf mein Gesicht, ehe jemand zu mir spricht: "Ihr habt also wirklich keine Bindung mehr zum Oda-Clan, Akuma?" Es handelt sich um Katsuie Shiba, einem der vertrautesten Vasallen Nobunagas, welchen ich aber dank meiner Nähe zu Hideyoshi eher selten zu Gesicht bekam. Da ich nicht weis, wie er zu mir steht, nicke ich nur stumm, woraufhin er nachdenklich antwortet: "Seit unser Fürst von uns ging spüre ich die gierigen Klauen anderer Fürsten und sogar Vasallen nach der Macht der Oda sich auszustrecken. Wen Eurer Meinung nach wäre die Ehre am besten zuteil, dem Land Einigkeit zu bringen?" Überrascht, das er sogar Vasallen verdächtigt, frage ich nach mit hochgezogener Augenbraue: "Einen weiteren Verräter neben Akechi?", woraufhin er seine Arme verschränkt und mich als naiv beschimpft. "Es gibt in dieser Zeit viele Männer, deren es nicht an Selbstbewusstsein mangelt, welche die Japan einigen wollen wie es auch Nobunagas Ziel war. Nehmen wir zum Beispiel deinem Freund Masamune Date. Er, als jüngster General in seinem Clan, wird mit ein bisschen Glück das nächste Clanoberhaupt.
Ob er dann anderen Clans den Krieg erklärt ist wohl nur eine Frage der Zeit dann. Jeder Clan strebt danach, seine Macht zu erhalten. Auch wenn das nur durch eine Expansion gesichert ist. Ich will dich nur darauf vorbereiten, das du auch fernab von Kiyosu dem Krieg nicht entkommen wirst, Akuma."

[Seine Worte sollen sich noch bewahrheiten in der Zunkunft.]

Ich bedanke mich bei Katsuie und mache ich mich zum Pferdestall auf, wo ich von einem erschöpft keuchenden Mitsunari eingeholt werde, der seine Arme an den Knien ausruht und erstmal tief Luft holt. "Sensai, ich hörte, Sie wollen uns verlassen. Bitte, nehm-auah!", will er sagen, doch ich tippe auf seine Stirn und jage einem Blitz durch ihn, sodass er vor Schmerz zurücktaumelt, bevor ich erkläre: "Du bist ein guter Schüler und Freund, doch unsere Wege sind nicht die selben, denn ich will keine Menschen mehr verletzen. Bitte sei du wenigstens an Hideyoshis Seite, ja." Nach dieser Ansprache steige ich auf ein gesatteltes Pferd, befestige meinen Speer am Rücken und reite in Richtung Oshu.

28.Juni 1582, Burg Yonezawa in Oshu:

"Öffnet verdammt noch mal die Tore, ihr Trottel.", hallt eine unverschämte, doch aber kraftvolle Stimme  durch den dämmernden Abend, als ich mich den  Torwachen als Arteo Koregaz zu erkennen gegeben habe, und diese überlegen, mich aufgrund meiner Waffe nach weiteren zu durchsuchen, statt einfach das Tor zu öffnen.

Masamunes bleiche Haare strahlen aufgrund der Abendsonne, was mich ziemlich erstaunen würde, hätte ich nicht die Vermutung, das Arias Engel sich ihn als neuen Wirt ausgesucht hat. Ein fröhliches Grinsen ziert sein Gesicht, als er auf mich zu läuft, begleitet von Touka, deren Haare durch die Zeit in Yonezawa ihr nun bis zum Rücken reichen. Mit einer stürmischen Umarmung begrüsst sie mich, ehe sie laut zu schluchzen beginnt! "Aria, sie wollte uns bis zum letzten Atemzug beschützen, weshalb Masamune nun TENSHI Luzifers-samas Wirt wurde und so der Oni und Dämonen entledigte. Ich bin so froh, das Kiuas Vater heil hier gelangte..." Ihre sanfte Umarmung wirkt wie ein Hoffnungsschimmer angesichts der letzten Unglücke, sodass ich sie erwidere, bis Masamune sich räuspert und mit ernstem Tonfall fragt: "Stehst du als Hashiba Vasall heute vor uns?" Sofort knie ich vor dem weißhaarigen Jugendlichen nieder und mit offenem Mund blitzen seine Augen blau auf. "Da hast du deine Antwort. Denn anders als die Hashiba sind sie nicht seine Familie.
Freut mich wenn du uns im Kampf beistehst, Arty." Nun erhebe ich mich und schüttele entschieden mit dem Kopf, ehe ich erkläre: "Ich werde nicht mehr in euren Kriegen kämpfen, denn erstens ist Artorias korrumpiert vom mysteriösen Abgrund, und zweitens will ihn keine Menschen töten, wenn ich Euch auch auf andere Weise behilflich sein kann. Und zudem müsst Ihr erstmal den Clan für den Drachen erobern." Luzifer noch Masamune hätten mit dieser Aussage gerechnet, nach der Arteo die Hand seiner Frau nimmt und mit einer Entschuldigung sich auf dem Weg zu seiner Tochter macht. "Luzifer-sama, das hattet Ihr nicht erwartet, oder?", fragt Masamune seinem Engel, der nun in Gedanken seines Wirtes antwortet:  "Tja wir sollten ihn nach dieser Tragödie für einige Zeit trauern lassen, bevor wir ihn um Kriegsdienste fragen können. Aber als Lichtblick kann man sehen, das er nicht das Kämpfen generell ablehnt, was heißt er bleibt unser Akuma. Ob deine Mutter wie Akechi versucht Arteos Potenzial und deinem Zielen im Weg zu stehen, nur um die Mogami weiter zu schützen? Zudem brauche ich mehr Informationen über den Abgrund von Arty. Es war eine wirkliche Ewigkeit, als er zuletzt eine Rolle für mich spielte..." Verwirrt rollt Masamune mit dem gesunden Auge, da er sich keinen Reim aus Luzifers letzten Satz machen kann, und folgt schließt den in der Ferne verschwinden Arteo und seiner Frau Touka Kitakura.

Ende des Kapitels.


tenshi bedeutet Engel in Japanisch.
Den Nachnamen Kitakura nahmen Aria, Arteo und Touka bei der Hochzeit an.

Schönen Tag noch, wünscht euer Zeref.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast