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So wahr der Rabe fliege...

von Zeref36
GeschichteÜbernatürlich, Tragödie / P18 / Gen
OC (Own Character)
19.03.2018
24.11.2019
95
113.581
5
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Dieses Kapitel
3 Reviews
 
28.04.2018 1.778
 
13.Mai 625:

Mitleidig sieht mich Avenger an, als ich die nächsten Tage von Archer in meiner eigenen Elektromagie gedrillt wurde und dabei eine hohe Schmerzresistenz bekam. Murrend aßen wir von den Vorräten der verschonten Bürgern, die uns vor den Ghulschergen meines Bruders Klaudiusz', oder nun Trhvnm Ortenrosse, aber auch den anderen Vampirmaster versteckt hielten. Bei der Gelegenheit lernte ich die Bekanntschaft zu Arya, der kleinen Schwester der geopferten Schmiedstochter Anriny, die mich scheinbar augenblicklich ins Herz geschlossen hat. Doch das passte meinen weiblichen Verbündeten nicht, weshalb sie Archer bedrängten, mich wieder zum Traning zu entführen. Avenger hingegen sondierte derweil die letzte Zeit die verbrannte Gegend der Burgsstadt und Umgebung ab, und eröffnete mir heute mittag: "Master, ich fand eine Spur auf einen weiteren Servant. Sollen wir dem nachgehen?" Archer, der missgelaunt wie immer grummelnd zu uns herantritt, hebt seine Augenbraue und sagt: "Peter, es handelt sich derweil um einen anderen Servant als der von Ortenrosse, soweit ist klar. Doch ich gehe alleine, weil ich bessere Augen als Archer gegenüber euch besitze." Avenger prustet los und meint gehässig: "Aber du hast doch nur ein Auge, Miesepeter." Daraufhin knurrt Archer kurz und entgegenet: "Das habe ich nur diesen irren Abschaum zu verdanken. Was mich nicht davon abgehalten hat, sie eigenhändig zu jagen und zu vernichten. Du weist nichts über mich, welchen Dienst ich der Menschheit mit dem Verlust meines Auges bezahlte. Hmm, das ausgerechnet ich ein Held der Menschheit wurde, obwohl ich neben Vampire auch Menschen umbrachte. Was für ein verdrehter Irrsinn." Neugierig will ich fragen, wen er meint, doch Archer schüttelt nur mit dem Kopf und geht an Avenger vorbei, wobei er spricht: "Avenger, wenn es Svelten ist, dann las den Kleinen mit raus. Vertrau mir, alter Freund." Er nickt nur und Avenger bedeutet mir, ihm nach draußen zu folgen, damit wir zwei Archer und diesen unbekannten Servant beobachten können. Archer blickt entnervt auf die vermummte Frau, deren Rundungen durch den auffallend roten Stoff der Kleidung selbst in der dunklen Nacht hervorstechen. "Avenger, ist das ein-", will ich sagen, doch der weißhaarige Magier macht ein leises Zischen und murmelt dann nur: "Ja, sie ist ein Servant. Ich tippe auf Caster. Denn ich bezweifle stark, das ein Assassin so ungünstig gekleidet durch die Nacht streift." Da kann ich ihm nur zustimmen, und Avenger übersetzt mir das aus der Ferne belauschte Gespräch der zwei Servants:

"Soso, ich spüre das Wesen eines Monsters in dir, Servant. Mein Name lautet Archer und ich möchte wissen, ob dein Master zu den Todesapostel Ortenrosses gehört." Nun grübelt der weibliche Servant und stellt eine Gegenfrage: "Warum sollte ich dich nicht auf der Stelle töten, strammer Archer~? Mir ist aber eigentlich nicht danach, dir mit meinen Klauen die Haut abzuziehen, doch stört mich die Tatsache, das du meine Familie zu kennen glaubst. Wer bist du?" Archer seufzt etwas grimmig dreinschauend und antwortet: "Eigentlich ist es nicht wichtig zu wissen, wen der Isegrimms ich begegnet bin, nur das einer von ihnen mir ein guter Freund war, bis ein Rhoell ihn zerfetzte. Zudem musst du wissen, das ich dir nur ungern unvorbereitet gegen eine Isegrimm, sogar einen Isegrimm-Servant, kämpfen möchte. Daher beantworte bitte meine Frage."
Etwas unzufrieden mit der Antwort hören Avenger, Archer und ich ihr Schnauben, dann
seufzt sie und spricht mit einem leichten Schmunzeln, wie mir Avenger sagt: "Ich werde nun zu meinem Master zurückkehren und ihn fragen, ob er einem Treffen zustimmen wird." Danach löst sich der rote Caster in einem blauen Licht auf! Archer, der uns scheinbar schon bemerkt hat, kommt mit einer Wutader deutlich an seiner Schläfe vortretend zu unserem Versteck hinter einer verbrannten Hauswand und schnippt sowohl mir als auch Avenger ohne Vorwarnung an die Stirn, mit den Worten: "Wäre Caster so böse wie Ortenrosse oder dessen Servant, dann hättet ihr auch aus dieser Entfernung tief in der Scheiße gesessen. Dies soll euch eine Lehre sein, nicht so verdammt neugierig zu sein, wenn euch ein guter Verbündeter zur Vorsicht rät, klar? Eigentlicht hätte es mir klar sein sollen, das das Jägerblut Koregaz beim Anblick von Monstern wie Todesapostel oder den mehr oder weniger gutmütigen Isegrimms hervortritt. Peter, du musst zu den Isegrimms nur wissen, das sie mächtige Feinde oder eben Verbündete sein können, und du willst keinen zum Feind, verstehst du?" Da nicke ich eingeschüchtert nur und er tätschelt kurz meinen Kopf, ehe sein sanftes Lächeln verschwindet und er sich für diesen Gefühlsausbruch entschuldigt. "Meine zwei Söhne waren immer in Gefahr während des Krieges, weshalb mein Vaterinstinkt wohl auch bei meinen jüngeren Vorfahren, also dir ausschlägt. Und das, obwohl du nicht einmal mein Master bist. Nun denn, warten wir im Versteck auf Casters Antwort." Ich weis zwar nicht, welchen Krieg Archer meinte, doch er muss schon zu Lebzeiten schlimmes durchlebt haben, sonst würde er bestimmt nicht so ein gewalttätiger, doch talentierter Lehrmeister sein. Jedenfalls ist es das, was ich glaube. Zu dritt gehen wir zum Unterschlupf zurück, als nun die Sonne nicht mehr von den Wolken verdeckt wird und ihre wärmenden Strahlen runter auf die Erde schickt. Da fühle ich mich trotz meiner schon länger getragenen Kleidung und den Schmutz des Trainings schon etwas wohler, auch wegen der Tatsache, das die Mittagssonne uns vorläufig vor den Suchtrupps meines großen Bruders bewahrt, die uns über kurz oder lang noch mit ihrer Überzahl noch töten werden. Altrouge sieht mich nachdenklich an, dann fragt sie: "Und wie war das Treffen mit den anderen Servant?" Archer ergreift statt mir mit verschränkten Armen das Wort: "Lady Brunestud, es ist ein Isegrimm-Caster, deren Master laut ihrer eigenen Aussage nicht mit Lord Ortenrosse kollaboriert. Sie will ihren Master zu einem Treffen überreden." "Eine Isegrimm...lange nicht mehr gehört der Name.", murmelt die blonde Todesapostel und versinkt erneut in Gedanken. Die zwei Asaric-Zwillinge scheinen zu schmollen, weil weder Archer noch ihnen bis jetzt etwas gesagt haben. Obwohl mir eher schleierhaft bis jetzt ist, in wie fern mich in deren Sprache ausdrücken solle, wenn ich sie nie gelernt habe und nicht verstehe. Weshalb die Zwillinge gerade Archer zu löchern scheinen. Drei Stunden später, in denen ich dieses Mal von Avenger in der Kontrolle der Magiekreisläufe gelehrt werde, hält Archer nach Caster Ausschau. "Nun Master, sollten wir über dieses Mal auf deinem Rücken reden." Verwirrt schaue ich ihn an und frage: "Was meinst du--ahh!" Als Avenger ein wenig Mana in meinen Rücken lenkt, bekomme ich plötzlich ein Kribbeln in meinem gesamten Körper und Avenger erklärt: "Scheinbar hast du diese magische Gravur erst seit kurzem." Da fällt mir dieses Ritual ein, welches Klaudiusz, nein Trhvnm Ortenrosse, hatte und nach dem ich mysteriöser Weise ohnmächtig wurde! "Ich kann nur danach denken, dass Trhvnm Ortenrosse ungefähr zu der Zeit entstand, als ich plötzlich ohnmächtig wurde. Vielleicht hat es mit dieser GRAVUR zu tun?" Avenger nickt zustimmend und erklärt: "Mir sind zahlreiche Fälle bekannt, in denen Magi durch Magie zu untoten Todesapostel werden können, und der Preis dafür immer immens ist. Wahrscheinlich war sein Preis die Gravur, welche wohl irgendwie diese Gravur zu deiner wurde. Dank eurer verbesserten Bioelektrizität kann es bestimmt zwischen verschiedenen Koregazmagiern interagieren." Gegen Mitternacht meldet sich Caster bei Archer und ich treffe mich alleine mit den Master von Caster, da er nicht mit den Asaric-Zwillingen reden wollte, weil er sich sonst in der Unterzahl und das als Provokation sehen würde. Unsere Servants sollen derweil alle in Geistform verbleiben, um nicht unnötig aggressives Verhalten zu signalisieren. Momentan stehe ich auf der mit Brandspuren übersähten, von Bodennebel verhangenen Straße, wo ich aus einigen Metern Entfernung einen dunkle Umriss einer Person dank des zunehmenden Modes erkennen kann. Es ist ein blonder, vollbärtiger, bleicher Mann in seinen Dreißigern, der mit seinen rotleuchtenden Augen mustert. "Ihr seid also der Master von dem noch unbekannten Servant nehme ich an. Mein Name lautet Fina-Blut Svelten, der räuberische Herr der Meere. Meinen Caster dürftet Ihr wohl schon gesehen haben. Sie sagte mir, das Ihr und Archers Master gegen Lord Trhvnm Ortenrosse arbeitet. Doch was können zwei niedere Menschen schon gegen uns Todesapostel ausrichten. Es ist schon immer eurer Schicksal gewesen unser Vieh zu sein. Also wärst du so freundlich, mir deine Befehlszauber zu übertragen? Wir wissen doch beide, das du Ihr mit dieser Macht nicht übergehen könnt." Irgendwie verspottet dieser Todesapostel mich und die gesamte Menschheit! Mit wütenden Gesichtsausdruck sage ich entschlossen: "Niemals, ich mag es nicht, das du untoter Todesapostel uns verspottest beziehungsweise als Vieh ansiehst." Daraufhin tritt mich Svelten in die Magengrube, weshalb ich mit schmerzverzerrten Gesicht zurücktaumele. Noch bevor der Untote mir seine Silberklinge ins Herz rammen kann, eilt Altrouge an meine Seite und blockt die Klinge durch einen Krallenangriff auf Svelten. "Lass Mikolaj in Ruhe! Er ist kein einfacher Mensch, auf die du herabsehen kannst. Verbünde dich mit uns gegen Ortenrosse." Svelten schanubt wütend, und plötzlich fässt er sich an dem Kopf. "Verdammt...nein", stöhnt er, und taumelt selber! Neben mir steht ein schwer verwundeter Mann mit einem Raben auf der Schulter, der mir mit einen flehenden Gesichtsausdruck seine Fesseln hinhält. Ich löse mittels eines elektrischen Funkens und er grinst mich an, dann schaut er auf den Mann neben sich, der nebenso gefoltert und gefesselt da liegt. Archer, der nun den anderen Mann befreit hat, sagt nun: "Hier handelt es sich um Brian O'Neil sowie deinen Retter, Adam Rhoell aus dem Süden. Sie bitten uns um ihren Schutz vor den Todesapostel." Da kann ich nur stumm nicken, während Caster um Vergebung für ihren Master bittet: "Archer, Avenger, er mag zwar ein idiotischer Todesapsotel der alten Schule sein, doch bitte ich ihn statt zu töten unter der Leitung eurer Todesapostel zu übergeben, sodass er reformiert wird." Avenger meint zwar, das es eigentlich nötig wäre sie auszulöschen, doch Archer hält ihn auf und sagt mit einen verbitterten Gesichtsausdruck: "Genauso wenig wie ich den Rhoell leben lassen würde wie du Svelten, aber trotz allem sind beide Personen bestimmt sehr wichtig für unser aller Überleben, als sie nun hier zu töten." Da stimmen sowohl Altrouge, als auch Caster und ich zu, wodurch mein Avenger missmutig die Schultern fallen lässt und seine Magie aus den Handschuhen entweicht. "Svelten, unterschreibe diesen magischen Pakt, das du all meinen Befehlen Folge leisten wirst, dann garantiere ich dir dein Überleben.",fordert nun meine Retterin und hält dem blonden Todesapostel ein Dokument vor die Nase. Resigniert seufzend willigt er nun ein und unterschreibt dieses Schriftstück.

Ende des Kapitels.
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