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So wahr der Rabe fliege...

von Zeref36
GeschichteÜbernatürlich, Tragödie / P18
OC (Own Character)
19.03.2018
24.11.2019
95
113.581
5
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54 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
22.03.2019 855
 
2. Juni 1582:

Aufgrund von Oni und Crowleys Dämonen gelang es uns erst heute, die Blockade zu durchdringen, welche unsere Armee von der Akechis trennt. "Heute werden wir Nobunagas Seele von der Schmach dieses Feiglings erlösen. Seid unbesorgt, werter Freund. Date-san scheint  die Hölle Honnoujis gut verkraftet zu haben, so wie er mit Nanashi-dono unseren heiligen Tenno davon überzeugte,  Jagd auf den Akechi Clan eröffnen zu lassen." , versucht Hideyoshi mir Mut zuzusprechen, während der etwas gewachsenene Mitsunari lächelt und dann sagt: "Arteo-sensai, ich hoffe, wir können einen guten Kampf von Ihnen erwarten." Seufzend starre ich auf die berstende Barriere, und rufe mit lauter Stimme: "Alle Mann zu den Waffen. Heute gebe ich den Befehl, die Feinde zu vernichten, welche Japans Frieden zunichte machen wollten. Um den Willen unseres verstorbenen Fürsten muss Nobunagas Vision eines geeinten Japans  weiter in unseren Herzen tragen. Auf das Mitsuhide büßen wird im Angesicht der Götter." Mit unbändiger Motivation stürmen wir los, wobei Artorias mich ermahnt: "Vergiss in deiner Wut aber nicht deinem Schwur, nie mehr Menschen zu töten. Überlass Akechi getrost deinem Monster, dafür bin ich immer an deiner Seite." Kato Kiyomasa schwingt seine Sense und enthauptet einige Dämonen, sodass ich voller Elan mich durch die Massen kämpfe, ehe ich Crowley in seiner roten Samurairüstung mich angrinsen sehe, und mich mit einem beschleunigten Sprungangriff auf ihn zustürme!  Dieser lacht etwas verwundert und wehrt meine Naginata mit seinem dunkelglühenden Katana ab, dann setzt er einen Halbkreisschritt zur Seite und kontert mit einem schwarzen Pulver, das ich einamte. Keuchend höre ich wieder die Stimmen des Abgrunds und meine Augen weiten sich vor Schrecken, denn vor mir erstreckt sich ein blutbesudeltes Schlachtfeld, an dem sich schattenhafte Kreaturen laben, deren augenlose Gesichter mich paralysieren. "LASS LOS UND WERDE EIN KIND DER DUNKELHEIT, DIE ALLES REINIGEN WIRD...", höre ich unter den Schmerzensschreien eine tiefe, zischende Stimme, ehe Artorias brüllt: "Reiß dich zusammen, Arteo!" Plötzlich verschwindet dieses Grauen vor mir und ich kann gerade noch meine Naginata zum Block heben, bevor ich durch den Rückstoß umfalle. Ein unglückliches Schnauben entfährt Crowley, der mich perplex mustert und dann spricht: "Es bleibt ein Rätsel, wieso du nicht verschlungen wirst..." Nun schreite ich mit dem Großschwert fest umklammert voran und schwinge es in seine Richtung. Schnell weicht er zurück, sodass Mitsuhide Akechi zwei Feuerzauber mir entgegenwirft. Springend weiche ich aus und vollführe eine halbe Seitwertsrolle, womit den Schwung der Drehung für meinen Hieb nutze, und drei Oni vor ihm zerreiße! Zischend zieht sich Crowley zurück und Akechi verstrickt mich in ein Duell mit den Worten: "Möge die Dunkel uns erhellen." Sofort formt dunkle Energien eine undurchdringliche Kuppel und mein Feind starrt zum merkwürdig verzerrten Himmel, an dem ein Vollmond  mit einem riesigen Loch thront.  "Was zum Teufel?", fluche ich und versuche, die schlechte Sicht zu überwinden mithilfe meiner verstärkten Sinne. Tief einatmend beruhige ich mich und bleibe mit erhobenem Schild stehen, stehts versucht, dem Manafluß zu folgen, den Akechi ausströmt. Er lässt mit einen Flammenball seine Wut auf mich los, doch  ich nicke nur ducke mich unter seinem Angriff, sodass ich ihm mit dem Schild ramme und zurückdränge! Fassungslos murrt er: "Was bist du? Wie kann ein Mensch in der Dunkelheit gegen mich bestehen?", woraufhin ich nur meine Magie in dem Großschwert leite und so besser sehen kann. Ich schwinge es beherzt nach Akechi, dessen Katana nun bricht!  Überrascht scheint er, denn nun berstet das Dunkelfeld, wobei einige Fragmente mich verseuchen und ich Akechis Schulter mit dem wütenden Ausruf durchsteche: "Das ist für Aria!" Sein warmes Blut spritzt mir entgegen, als Zeugnis für meine Sünde an mir haftend. Tiefe, flache Atemzüge verlassen meinen Mund, während Hideyoshis Truppen allmählich der Dämonen und Oni Herr werden. Erschöpft falle ich auf meine Knie, weil diese Dunkelheit von eben mich doch zu korrumpieren beginnt. "Arteo, nutze mich nicht mehr, andernfalls steige ich in den Abgrund und werde wie dieser König die Erde der Finsternis opfern." , spreche ich mit einer nun verzerrten Stimme und beende schlagartig Akechis Leben mit einem Saltohieb, dann schwinden meine Kräfte wie mein Verstand zugunsten von Arteo.

Ich bin sprachlos, als mich Artorias Worte treffen und mein Speer das Blut von Mitsuhide Akechi zeigt, den wir geschlachtet haben. Artorias....er hat mich verlassen, ohne mir mehr über den Abgrund zu erzählen... Mitsunari schließt müde mit einem Fächer sich Luft zuwedelnd zu mir und fragt zögernd: "Ist der Kampf gegen Akechi vorbei?" Die Rüstung Artorias' krümmelt von mir ab und ich seufze laut. "Ein Feind bleibt weiter ein Hindernis für uns: der Dämon Crowley. Deshalb  wäre es ratsam, Akechis Todesursache zu vertuschen. Nicht wahr, Fürst Hideyoshi?" Einige Stunden später nach dieser Schlacht weist mein Freund an,  Akechis Niederlage anders niederzuschreiben, als mein Tagebuch es weis, sodass die Ehre der Akechi gewahrt bleibt und ich keine weitere Aufmerksamkeit für Artorias' Tat erhalte.


Schwere Zeiten brechen für uns alle nach Nobunagas Tod an, soviel ist sicher.

Ende des Kapitels.
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