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So wahr der Rabe fliege...

von Zeref36
GeschichteÜbernatürlich, Tragödie / P18
OC (Own Character)
19.03.2018
24.11.2019
95
113.581
5
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54 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
12.03.2019 947
 
Zwei Tage später, der 4.Juni 1582, vor der Glut des angebrannten Tempels:

Mein Entsetzen war nicht in Worte zu fassen, als ich und Hideyoshi   von Mitsuhide Akechis Anschlag auf Honnou-ji und meine Sorge um meine Familie trieb mich atemlos zurück, obwohl ich Hideyoshi bei seinem Kampf gegen die Mori  beistehen sollte. Doch aufgrund dieser Ausnahmesituation einigte sich Hideyoshi mit den Mori auf einem kurzfristigen Waffenstillstand, sodass wir nun vor den Flammen Honnoujis stehen. Voller Angst versuche ich, die Magiesignatur von Aria, Touka oder Kiua zu spüren, doch vergebens. Mir fallen schon die Tränen herunter, als ich Arias Körper etwas entfernt liegen sehe. Hideyoshi packt mich am Arm und brüllt: Nein, Arteo,  sie ist schon tot." Ich schüttel energisch mit meinem Kopf, während Artorias nur seufzt, als ich mich von Hideyoshi losreiße und auf Aria zurenne, als es passiert: ein Magiekreis erscheint unter mir und breitet sich über das gesamte Tempelgelände aus! Durch den Magiekreis strömt durch mich eine kalte, seltsam vertraute Macht, die mir den Halt verlieren lässt, ehe sich vor mir eine Person aus schwarzweißem Licht manifestiert. "Das ein Dämon Wort hält und einen der Vier dunklen Könige weckt, er muss schon sehr verrückt sein...Ein Koregaz der Magie nach, heh. Aber doch nur ein mickriger Mensch.", spricht diese Person, die Artorias laut knurren lässt in meinem Kopf. Meine Glieder fühlen sich wie schweres Blei an, und der Mann mit der weißen Augenmaske und der verwitterten Eisenrüstung und einem schwarzen Mantel, der denen der Nachtwölfe stark ähnelt, mich sanft anlächelt. "Pass auf!", kann er nur rufen ehe ein lila leuchtenes Katana auf mich zuschnellt!  Mit einiger Mühe kann ich mich noch wegrollen, doch bekomme die Energie ab, welche mir Schreie in den Kopf pflanzt, und auch schwarze Schatten nach mir lechzen erkennen lässt aus Richtung dieser Gestalt! Mir ist plötzlich kalt vor Ungewissheit, wie mächtig diese Person wohl ist, und Artorias spricht mit ruhiger Stimme: "Du kannst nicht auf all meine Erinnerungen zugreifen, weshalb ich es dir erkläre: Dies nennt man einen der Könige der Finsternis, oder anders gesagt ein Wächter des Abgrundes. Der Abgrund ist ein Ort, wo nach ältester Überlieferung einer Tafel , die mein Vater damals auf einer Expedition ins Schattenreich mit einem O'Neill gefunden hat.  Sie berichtete von einem Grauen, welches selbst Gott Angst machte, doch ihm als Jenseits für seelenlose und verfluchte Wesen geeignet schien. Leider weis ich nicht mehr darüber, nur das diese Wesen wesentlich mächtiger als Dämonen und Engel sind. Nur blöd, das keiner der O'Neill hier ist, um die Geheimnisse dieses Abgrundes zu erläutern. Lass mich gegen ihn kämpfen." Ich will schon ablehnen, doch die Schreie der Verdammten werden immer lauter, je mehr er sich mir nähert, sodass ich glaube langsam den Verstand zu verlieren!


"Das der Mensch noch nicht dem unheiligen Abgrund verfallen ist wundert mich doch etwas. Warte ist seine Seele keine gewöhn-!!"", murmelt der schwarzhaarige Jugendliche mit der weißen Augenmaske und den finsteren Energien um sich, bevor ich, Artorias  Koregaz, mich aus dem Griffen der Schatten losreiße und meine Zähne zusammenbeiße, wodurch meine Verbündeten die langsam verrückt werden, die Besinnung zurückerlangen. Ich habe einfach dem Rat meines besten Freundes aus Europa gefolgt: "Wenn du dich nicht eines Angriffs erwehren kannst, ist es niemals feige, deinen Schild zu benutzen. Denn der Schild ist dein bester Beschützer, selbst für Jäger, haha." Mich umgibt eine wärmende Aura, und an meinem linken Arm finde ich einen Großschild wieder: er ist genau der Schild, den ich bei meinem ersten erfolgreichen Schmiedeversuch geschmiedet hatte!  "Lass ab, du Wesen des Abgrundes. Realisation On!", sage ich mit fester Entschlossenheit, und in meiner freien Hand formt sich ein schimmerndes Großschwert, mit welchem ich diesen achso gefürchteten König einen mittels meiner schwarzen Blitzen eine Schramme zufüge, was mich am meisten selbst überrascht. Überrascht spricht mein Gegenüber: "Ein Koregaz mit der Macht eines Gottesfunken? Nein ist es nicht GOTT, dann kann es nur ER sein.... warte." Mir ist inzwischen klar, das sich das Tor zum Abgrund nur dank dieses Magiekreises geöffnet hat, weshalb ich es kurzerhand mit einem Hieb unterbreche: ein zerberstendes Geräusch ertönt und der König zischt mich bedrohlich an, doch schwarzweißes Feuer verschlingt ihn vollends. Mit einem Lachen wechselt meine heitere Laune der Gewissheit, das hier ein Anschlag auf unser Glück stattgefunden hat und jemand gefährliches mit dem Abgrund spielt, was sich bestimmt in der Zukunft noch eine Katastrophe ungeahnten Ausmaßes auslösen wird! Zudem liegt hier Aria tot, was aber nicht heißen muss, das dies auch auf die Anderen zutrifft, denn Luzifer lebt schließlich: wie er uns erklärte brennen die Wirte aus, wenn deren Engel versterben. Ich weis nicht, ob ich über diese Tatsache an sich beunruhigt sein soll, doch für Luzifers Lebenszeichen ist es ausreichend. Nun müssen wir diesen Akechi ausfindig machen, damit ich ihn töten kann!

Hideyoshi erblickt nun in Nobunagas Raum ihren Kimono ohne ihren Leichnahm, was wir sehr seltsam finden. Doch  mir fällt da ein Brief auch, den die Flammen unversehrt ließen. Neugierig nehme ich mir ihn und erkenne Masamunes Handschrift aus Arteos Erinnerung.

"Falls dieser Brief euch erreicht, werter Freund,  da seid gewiss, das ich mit der Magie Luzifers deine Familie sicher nach Yonezawa bringen konnte. Bitte räche dich und sei dann bitte ein treuer Gefährte an meiner Seite, wo deine Familie schon wartet.

Gezeichnet, dein Tojiro."

Ende des Kapitels.

Tja, ihr konntet nicht wissen, wer der erste König ist, weil Ortenrosse fehlt.  Doch im nächstem Kapitel geht es nach Yamazaki, dem Berg, wo die Konfrontation zwischen dem Verräter und Akuma enden wird. Bleibt gespannt.
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