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So wahr der Rabe fliege...

von Zeref36
GeschichteÜbernatürlich, Tragödie / P18
OC (Own Character)
19.03.2018
24.11.2019
95
113.581
5
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54 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
04.03.2019 926
 
2.Juni 1582, früh am Morgen in Honnouji, nahe Kyoto:  

[Ich passe hier die geschichtlichen Ereignisse an der Ff an, also nicht meckern, hehe^^']

Mitsuhide Akechi kann angesichts seiner schwindenen Position und dem wachsenden Hass auf Arteo Koregaz nicht mehr davor zurückschrecken, auch mit Gewalt dessen von Crowley berichtete Schattenregime zu zerschlagen. Auch wenn das den Tod seines Fürsten zur Folge hat, dem er die Treue geschworen hat. Finstere Wolken verdecken den Himmel, wie auch seine Truppen, als sie sich Honnoujis Tempel nähern, nachdem sie die Stadt erfolgreich und heimlich umzingelt haben. Zahlreiche Dämonen funkeln mit ihren schwarzen Augen in Richtung des Tempels, in welchem sich ihr Ziel, Nobunaga Oda, befindet und zurzeit ihren Schlaf genießt. "Heute wird der Dämonenkönig des sechsten Himmels für meine Schmah bezahlen, und was Arteo Koregaz angeht, Crowley-sama, gehört er ganz Ihnen.", spricht Mitsuhide grinsend vor Anspannung, als er zu seinem Truppen spricht. Der kleinliche Lakai Liliths schmunzelt kurz, ehe er denkt: "Mal sehen, wie du dich in dieser Verzweiflung wehren willst, lästiger Koregaz-Abschaum. Luzifer könnte Ärger bereiten, doch muss ich ihm aufzeigen, das eben keine Menschlichkeit in sich haben darf, um als Teufel zu überleben. Zumal er als Einziger Lilith für mich vom Thron stoßen könnte. Lass nur Klaudiusz nicht auf seiner Seite stehen..." Fahle Wolken ziehen über dem Tempel, als Nobunaga nun gleichzeitig wie Aria erwacht!
"Irgendetwas ist faul, Luzifer.", murmelt Aria noch etwas schlaftrunken, doch im Gegensatz dazu strahlt ihr Fürst schon eine bedrohliche Stille aus, ehe sie seufzend meint: "Ihr habt also auch gespürt, das sich Feinde nähern..." Gemeinsam wecken sie auch Touka und Kiua, die sie mithilfe einiger Dienerinnen außerhalb des Tempels bringen. Nur unglücklicherweise warten schon einige Dämonensoldaten unter Mitsuhides Kommando, um eventuelle Überlebende zu vernichten! "LUZIFER!", schreit Aria und zückt ihre Waffe, ehe sie attackiert wird. Kreischend klammert sich Kiua an ihre nervöse Mutter, welche trotz ihres Bogens den untot scheinenden Soldaten keinen Schaden zufügen kann, und von ihnen umzingelt ist! "Warum ist mein Magiebogen so nutzlos?!", flucht Touka und erinnert sich an Arteos Worte vor seiner Abreise mit Hideyoshi: "Denkt daran, das meine Waffen zur Onijagd dienen. Es wäre zwar zu heftig für menschliche Gegner, doch Magier und mächtige Wesen mit hoher Magieresistenz kann keine meiner Waffen magischen Schaden verursachen. Jedenfalls war das bei Crowley so... Nanashi meinte aber, das er sie modifizieren müsste, falls sein ehemaliger bester Freund wirklich Krieg gegen mich führen möchte..." Mit einem kurzen Blick auf ihre verängstigte Tochter fokusiert sie sich auf den Kampf der Verzweiflung.

Nobunaga klickt unzufrieden mit ihrer Zunge, noch ungewiss, wer sie so überraschend attackiert in ihrem Refugium. Mit Erschrecken stellt sie fest, das die gegründeten Ashuras Wachhunde von der feindlichen Truppen überrollt werden und schließlich der gesamte Tempelkomplex in Brand gesteckt wird! Unter dem dichten Rauchschwaden erkennt sie endlich das Banner des Angreifers: es dämmert ihr einem Omen gleich das Wappen der Akechi entgegen, ehe ihre Dienerin Ranmaru Mori sie zur Flucht rät. Nobunaga seufzt tief und denkt laut: "Vielleicht ist es mein Schicksal, meinen Traum hier enden zu lassen...doch ich werde nie entehrt!" Mit diesem Entschluss hastet sie in ihr Zimmer, wo die Flammen langsam sich ihren Weg um sie bahnen, die schweigend mit einem Lächeln auf den Lippen Seppuku begeht!

Mitsuhide grinst als er durch die brennden Hallen schreitet und Überlebende abschlachtet, ehe er einen einäugigen Mann mit einem nassen Lappen um Nase und Mund, sieht, der mit einem betrübten Blick der selbstgetöteten Ranmaru ihre leeren Augen schließt und der Mann neben ihm raunt: "Junger Herr, scheinbar könnt ihr Rache für ihren Tod üben, doch es ist ein Unglück, das euer Freund nicht anwesend ist." Masamune funkelt Mitsuhide an, der indessen sein Katana in die Flammen hält, sodass es magisch entzündet wird, was Masamune kurz erstaunt, doch nicht seine Fassung verlieren lässt. Beide kreuzen ihre Klingen, während Kojuro sich die Begleitung Mitsuhides vornimmt!

Aria spuckt erschöpft Blut, als sie Luzifers Engelskraft nutzt, um die Dämonen um sich und der kleinen Kiua zu verbrennen, sodass sie noch bleicher wird und Luzifer meckert: "Ich weis, das ist indirekt mein Fehler, das du nun unweigerlich sterben wirst, wo du mir doch irgendwie ans Herz gewachsen bist, Ari." Verbittert lächelt stützt sie sich auf ihren Speer, während eine bekannte Person sich mit versprengten Truppen der Wachhunde nähert: es ist Shigezane Date, Masamunes Cousin! Er winkt Touka zu sich heran und deutet auf die siechende Gefährtin. Vor Schreck schießt sie aus Versehen einen Pfeil los, woraufhin ein lautes Geschrei ertönt. Neugierig hastet Shigezane dem Aufschrei hinterher und trifft auf Masamune, der im rechten Schulterblatt getroffen wurde und beinahe einem tödlichen Schwerthieb entgangen ist. "Masamune!", ruft Shigezane und eilt an dessen Seite, nur um zu sehen, wie die leeren Augen Arias blau aufblitzen und die Zeit wie stehen zu scheint!!

Ende des Kapitels.

[Was hier genaueres geschehen ist wird Arteo nie erfahren, weshalb diese das Aufeinandertreffen des Teufels und dessen würdigen Hülle nicht weiter ausgeleuchtet werden kann. Jedenfalls nicht von einem Kitakura.]

Wem dieser Vorfall nichts sagt: im Grunde genommen weis man nicht genau, weshalb Mitsuhide Akechi Oda hat angegriffen, sei es aus edelmutigen Gründen oder gekränkter Ehre. Jedenfalls endet es im Seppuku Odas und dem Ende ihrer(seiner) Herrschaft über Japan, sodass andere Fürsten die entstandende Machtleere ausfüllen möchten, um selber groß wie der gefürchtete Dämonenkönig des sechsten Himmels zu werden.

Euer Zeref lässt euch nun mit dieser Geschichtsstunde am Ende in Ruhe den Rest des Tages genießen.
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