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So wahr der Rabe fliege...

von Zeref36
GeschichteÜbernatürlich, Tragödie / P18 / Gen
OC (Own Character)
19.03.2018
24.11.2019
95
113.581
5
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Dieses Kapitel
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06.01.2019 1.144
 
6.     August 1580, Provinz Oshu an der Grenze zu Echigo, Mittag:

Ein wenig später sitzen Shigezane und ich zusammlen mit Tojiro Date, sowie dessen Frau in ihrer Unterkunft, und lernen uns besser kennen. Er erzählt mir, wie sehr meine Macht bewundert, mich meisterhaft der niederträchtigen Yokai zu erwehren. Da muss ich mich nur daran erinnern, das in mir der unbedingte Wunsch besteht, keine Menschen mehr zu töten: ob Artorias im Gegensatz dazu steht? Ich mag mir lieber nur ungerne vorstellen, was er für Massaker vollstrecken würde, wäre er frei. Nun schmerzen meine Augen und eine scharfe Stimme zischt in meinem Kopf: "Ich bin kein Barbar!" Schief grinsend realisiere ich, das Artorias' Gefühle man wohl auch verletzen kann! "Weil du mich geweckt hast, da ich durch dich wieder an Kraft verloren habe, lass mich an deinem Treffen mit diesem Fürsten teilhaben. Vergesse nicht, ICH habe Erfahrungen mit Adligen schon gemacht. Außerdem bist doch zu naiv." In diesem Punkt kann ich Artorias nicht widersprechen, weshalb ich ihn nicht wieder mittels meiner Gedanken zurück dränge. "Ich verstehe es nicht ganz, wir teilen irgendwie die Erinnerungen des anderen und doch sind deine mir so fremd. Sag, was hälst du von Tojiro Date?" Hmm, gute Frage, ich glaube er besitzt eine Art besondere Aura, wie auch Yukimura, ehe er Magie beherrscht hatte. Während Artorias nachdenklich brummt, fragt Tojiro mich gerade: "Koregaz-san, von Shige hörte ich, das Ihr schnell wieder nach Kyoto müsst, weshalb wenn ich fragen darf?" Artorias, der erklärte, das er nicht weis, wie das Ganze mit unserer Seele funktioniert, schnaubt kurz in meinen Kopf und meint dann: "Du weist schon, das viele unsere Magie für ihre Zwecke missbrauchen wollen. So wie es wohl dieser Takeda wollte. Aber mich interessiert, weshalb Nobunaga keine Anstalten zeigt, unsere Magie nutzen zu wollen... Jedenfalls gehe ich davon aus, das man diesen Hitzkopf Tojiro trauen kann, aber auch seinen Vater?" Ich ignoriere Artorias' Frage und antworte Tojiro: "Ich habe in Kyoto Personen, die bestimmt schon auf meine Rückkehr warten. Ich vermisse Touka und Aria." Daraufhin klatscht der junge Anwärter auf den Fürstenposten in die Hände, und meint: "Gut, dann reisen wir gemeinsam nach Yamagata, wo mein Vater Euch kennenlernen wird. Ich hoffe, unsere Beziehungen zueinander wird langfristig uns beiden helfen." Obwohl ich aufgrund seiner Position etwas skeptisch bin, genauer gesagt nach Artorias' Ermahnung, bin ich seiner Meinung, das Tojiro uns beide nicht mit seinen Worten manipulieren will. Er ist bestimmt nur neugierig, wie Nobunaga, einerseits wie ein Fremder in ihrem Land klarkommt, und zudem auch noch zu Ruhm als Yokaitöter gelangt. Gemeinsam steigen wir auf unsere Pferde und reiten in Richtung Yamagata.

9.     August 1580, in den Grenzen von Yamagata, Provinz Oshu:  

Ein kühler Morgenwind bläst in mein Gesicht, sodass ich grimmig meine linke Hand davor halten muss, was Tojiro Grund zu lachen gibt, da ich seiner Meinung nach lächerlich so beim Reiten aussehe. Seine Frau rollt wie Shigezane nur mit den Augen. Wenig später stehen wir vor einem wütend aussehenden Mann mit einem Zopf, der mit verschränkten Armen Tojiro anstarrt, aber nichts sagt. Mit einem eher kläglichen Versuch eines schiefen Lächelns begrüsst Tojiro den jungen Mann: "Äh, hallo Kojirou, ich bin wieder zurück." Seufzend sieht der schwarzhaarige Kojirou Katakura mich an, und fragt mich: "Laut Shigezane-donos Brief gehe ich recht in der Annahme, das Ihr der berühmte Arteo Koregaz seid? Mein junger Herr äußerte sich mit großer Freude über Euch. Vergebt seine scharfe Zunge, das ist sein Temperament." Ich nicke ihm zustimmend zu, weshalb Tojiro sich beklagen will, es aber nach einem Blick zu seinem Untergebenen sein lässt. "Eure werte Mutter hat Eure Rückkehr ebenso eilig erwartet wie mein Herr. Und Koregaz-dono, Ihr wärt bitte so nett und wartet bis unser Herr Euch in Empfang nimmt." Er verabschiedet sich von mir mit einer demütigen Verbeugung, dann werde ich von Tojiros Frau in einen kleinen Raum geführt, der an einem Garten aneckt, und wenig später erscheint in dem Raum durch eine Schiebetür eine zierliche Frau mit einem so kalten Blick, sodass augenblicklich meine Haare zu Berge stehen: sie verströmt eine angsteinflößende Aura wie meine gehasste Mutter! Sie schaut mich mit stechenden  Blick an, danach bittet sie, mich doch hinzusetzen und beginnt zu sprechen: "Ihr, Arteo Koregaz, seid also der berühmte Yokaischlächter, ja? Ich hoffe, das Ihr noch Geduld habt, ehe mein werter Gemahl sich mit Ihnen beschäftigen wird. Sagt, was habt Ihr eigentlich mit Tojiro zu schaffen?" Ich bekomme plötzlich Kopfschmerzen und mir wird schwarz vor Augen!

"Hah, ihre Aura scheint mir es erleichtert zu haben, wieder aufzuwachen.", denke ich, nachdem ich statt Arteo nun die Kontrolle über meinen Körper habe. Diese Frau strahlt die gleiche Art von Feindseligkeit ihrem Sohn gegenüber aus, wie ich sie von Mutter kenne. Kein Wunder das der Naivling da zusammenbricht. "Was ich mit ihm zu schaffen habe, hmm warum fragen Sie ihn nicht einfach?", entgegne ich kühl lächelnd. Daraufhin wird ihre Miene noch finsterer, und die sich mir noch als Yoshihime Date vorgestellte Frau, erwidert nur feindselig: "Ihr scheint verändert, Koregaz-san. Nicht mehr so ganz einfältig wie Tojiro. Doch glaubt seinen Worten nicht, er könnte der nächste Fürst nach meinem Gemahl werden. Wenn es nach mir ginge, wärt Ihr schon längst vom Schloss verwiesen. Eure Anwesenheit stört den Frieden in Oshu, weil Ihr scheinbar Tojiros rebellische Ader weckt. Bis später dann." Nachdem sie sich nun erhoben hat, merke ich, wie mich eine Gänsehaut überfällt, ganz wie bei den zahllosen Treffen mit Mutter. Es ist mittlerweile eine Art Reflex, wo auch immer mir Feindseligkeit einer abscheulichen Person entgegenkommt, so bekomme ich diese Gänsehaut. Schweigend warte ich im Raum, und betrachte derweil Arteos geschmiedete Naginata. "Oh, er scheint anders als ich keine Schwerter zu bevorzugen, wie. Aber warum Lanzen...stimmt, Jonaiz kämpfte normalerweise mit einer Lanze, und Arteo nutzt dies wohl als eine Art Andenken an ihn. Pah, er ist wohl doch der Trauerkloß von uns beiden. Was bin ich dann?", frage ich mich, ehe die Schiebetür geöffnet wird und ein schwarzhaariger Mann mit Zopf, der sich irritiert aufgrund meiner Nachfrage als Kojirou Katakura vorstellt, mich in den Empfangsraum des Fürsten von Oshu, Terumune Date, geleitet.

Ende des Kapitels.

In der Geschichte war Yoshihime, die Tochter des benachbarten Mogamiclans, aufgrund ihrer speziellen Art als "Ogerin von Oshu" bekannt. In vielen Stücken oder Lebensläufen von Tojiro(Masamune) Date taucht Kojiro Katakura als dessen rechte Hand und ergebenster Diener und Freund. Dem sogar nachgesagt wird, seines jungen Herrens rechten Auge entfernt zu haben, da dieser unter den Pocken gelitten hat. Daher seine ikonische Augenklappe.

Artorias ist anders als Arteo eher ein Schwertkämpfer, als Anlehnung zum Abgrundschreiter aus Dark Souls^^
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