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So wahr der Rabe fliege...

von Zeref36
GeschichteÜbernatürlich, Tragödie / P18 / Gen
OC (Own Character)
19.03.2018
24.11.2019
95
113.581
5
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Dieses Kapitel
1 Review
 
02.01.2019 1.058
 
6.     August 1580, Provinz Echigo, kurz vor Mittag:  

Ich wasche mir zusammen mit Shigezanes Beschützern das Gesicht am Brunnen, welches in einen Dorf sich befindet, in welchen wir gerade rasten. Die letzten Tage vernahm ich kein Ton von Artorias, doch beschleicht mich das Gefühl, er würde nur auf eine passende Gelegenheit warten, mir den Körper wieder zu entreißen. Seufzend ertrage ich die Mittagssonne, und schirme mit meiner linken Hand mich vor dem grellen Sonnenlicht. War ich immer schon so anfällig auf das Licht? Vielleicht liegt das Artorias Erwachen...oder besser, meinen Schlaf. Ich bin immer noch nicht ganz entschieden, wie ich mit ihm umgehen soll. Doch eines steht fest: er bekommt seinen Körper nicht wieder, wenn Aria und Touka ihn ablehnen! Scheinbar stimmt es, ich liebe beide Frauen...und Vater sagte mir, nein Artorias, sowas immer in Streit oder Tod... "Hah...", seufze ich aufgrund dieser ständigen Grübelei, woraufhin Shigezane mich nun fragt: "Was ist los mit Euch, Arteo Koregaz?" Da lächele ich schief und erwidere als Antwort: "Die warme Sonne schlälgt mir auf das Gemüt. Außerdem will so schnell wie möglich nach Kyoto zurück. Dort warten einige Personen auf mich." Grinsend ratet der Date-Vasall: "Wer denn, eure liebe Frau?" Ich schüttel nur mit dem Kopf ehe ich ihn berichtige: "Fast, es sind eigentlich zwei." Diese Aussage lässt ihn sein Trinkwasser ausspucken, woraufhin ich schadenfroh grinse. "Man müssen euch die Götter lieben, haha. Zwei Frauen zu bändigen, ohne ein Fürst zu sein, haha.", meint er nur und lädt uns alle in das nächstgelegene Wirtshaus ein. Ein wenig später haben wir etwas Freizeit zum Ausruhen von der Reise, weshalb ich meiner Passion folge und die gesammelten Waffen von der Konfrontation mit Crowley zum Schmied bringe, der mich zuerst schief anschaut, dann sich aber über das wiederverwertbare Tamahagane freut. Der Mann mittleren Alters ist ziemlich stämmig gebaut, etwas mehr als Tadakatsu Honda, die Wache von Fürst leyasu. "Vielen Dank, werter Fremder. Was kann ich tun, um mich zu bedanken?", fragt der Schmied herzlich, da ich wohl seine Rohstoffnot abgewendet habe. Ich schaue an meiner Rüstung herab, sie ist immer noch die der Takeda, weshalb ich erst die Waffen ihm schenkte. So überwand ich seine anfängliche Skepsis. "Ich bitte sie nur darum, mir eine neue Rüstung ohne Wappen zu geben." Nickend stimmt er meiner Aussage zu und beginnt mit seiner Arbeit. Währenddessen meint er zu mir: "Seid Ihr ein Soldat der Date oder ein Ronin?" Nun schüttel ich gedankenversunken mit dem Kopf und antworte schlicht: "Nur ein fremder Reisender, der mit seinem Wissen Menschen beschützen will. Sagt, was gibt es neues zu wissen über die Beziehung der Uesugi und Date?" Skeptisch beäugt mich der Schmied, dann lacht er nur laut und meint: "Ihr seid seltsam. Begleitet Mitgliederdes Date-Clans, ohne zu wissen, das Uesugi ihre Rivalen sind?! Haha, wahrlich seid ihr besonders." Da kann ich nur schief grinsen, ehe Shigezane mich bei der Schmiede entdeckt, sodass der Schmied etwas eingeschüchtert zurückweicht! "Hier habt Ihr euch aufgehalten, Koregaz-san. Oh, Herr Schmied. Wären Sie so freundlich, unsere Waffen zu reparieren?", spricht Shigezane in gespannten Tonfall, woraufhin der Schmied eingeschnappt kontert: "Ihr seid keine Uesugi. Da Euer Freund nicht zu Euch gehört, mache ich ihm eine Rüstung, aber keine Waffe um meine Landsleute abzuschlachten. Vergesst es!" Zornig überlegt Shigezane, wie er dem Schmied dazubringen kann, das er seine Meinung ändert, doch Arteo schreitet dazwischen: "Date-dono. Macht das später in Euer Heimat. Ich garantiere, das die Waffen bis dahin halten." Verwirrt schaut der Schmied Arteo kurz an, dann nickt er zustimmend. Nun verabschiede ich mich erstmal vom Schmied, dann folge ich Shigezane ins Freie. "Üben wir die Ettikette, die Ihr Terumune gegenüber zu zeigen habt.", merkt er merklich mit Nachdruck an, während ich eine Person mit Augenklappe aus dem Augenwinkel wahrnehme: er grinst, stürmt dann auf Shigezane zu, und begrüßt ihn: "Schön, dich wieder in der Heimat empfangen zu können, Shige. Oh. Dieser Fremde, wer seid Ihr?" Shigezane stellt den jungen Einäugigen mir als Tojiro Date vor, der Botenmaru, welcher mir den Brief in Kyoto schrieb! "Sag, warum bist du nicht bei unserem Fürsten in Yamagata? Er wird sich doch genauso sorgen wie Kojiro und deine Gemahlin.", mault Shigezane, um seinem Cousin zu rügen. Bei dem Wort Gemahlin muss ich aufhorchen, da plötzlich nun eine aufwendig gekleidete junge Frau neben ihm erscheint und Tojiro sie umarmt. "Sie ist doch an meiner Seite, Shige. Und was dem Nervenbündel Kojirou angeht, ich habe mich mit meiner Frau weggeschlichen. Ich will meiner Mutter nicht in der Zeit so kurz nach der Ehelichung begegnen. Sie würde mich nur wieder verächtlich anschauen. Nun antworte mir, wer dieser Fremde ist, der in Takedarüstung rumläuft wie ein kleiner verlorener Bauernjunge." Der hat Nerven, mich Klein zu nennen und Bauern zu beschimpfen. Da ich mich daran erinnere, das Artorias selber unter Bauern arbeitete, um die fürs Jagen nötige Ausdauer zu erlangen. Blitze wirbeln um mich herum, und ich sage zornig: "Woher nehmt ihr euch das Recht, auf andere, hart arbeitende Menschen herabzublicken? Ich mag zwar kein Vasall sein, doch werde Euch bekämpfen, solltet Ihr mich, Arteo Koregaz, oder Eure werten Bauern beleidigen, die euch alle durchfüttern!" Nun muss Tojiro Date hörbar schlucken, und er entschuldigt sich bei mir. "Shige, diesel Falle war böse von dir. Mir zu verschweigen, das du Kyotos Akuma mit bei dir hast. Vergebt mir, geehrter Koregaz-san. Ich bin Tojiro Date, der zukünftige Fürst von Oshu. Gerne hoffe ich darauf, das Ihr meinen Fehler übersieht. Denn ich benötige starke Verbündete, um mein Land zu beschützen. Zudem interessiere ich mich für Euch.", spricht er mit einem schwachen Lachen und reicht mir die Hand.  Ich nicke und schüttele seine Hand, dann fragt er neckisch: "Und mit welcher Eurer Frauen nächtigt Ihr häufiger?"
Mit einem lauten Ausruf meiner Verwunderung muss erneut zu lachen beginnen, ehe Shigezane ihn gernervt anschaut und seine junge Frau an seinem Ellenbogen pieskt!

Ende des Kapitels.

Dies ist eine geschichtsträchtige Begegnung, die Zeitlinien schafft(mehr Infos später)

Hoffe es hat euch gefallen, und allen erneut einen guten Start ins neue Jahr, wünscht euer guter Schwarzmagier Zeref.
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