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So wahr der Rabe fliege...

von Zeref36
GeschichteÜbernatürlich, Tragödie / P18 / Gen
OC (Own Character)
19.03.2018
24.11.2019
95
113.581
5
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1 Review
 
04.07.2018 727
 
"*Ob er wach ist?*", höre ich eine seltsam klingende Stimme, die sich nach der altertümlichen Sprache anhört, die ich vor meiner Reise von Lady Brunestud gelehrt bekommen habe. Japanisch natte sie diese Sprache aus Zipangu. Oh, ich bin nicht tot und kann denken? Vielleicht sollte ich meine Augen öffnen. Ah, das grelle Licht der Morgensonne blendet mich, weshalb die drei alten Männer mit den Angeln und den Sandalen etwas verschreckt vor mir zurück weichen. Verwirrt halte ich mir den schmerzenden Kopf und begrüße die einheimischen Fischer in ihrer Sprache. Sofort sind ihre Gesichtszüge weniger angsterfüllt, und ich erkläre, das ein mysteriöses Wesen das Schiff und mich angegriffen hatte, mit dem ich fuhr. Daichi Tsunemori, der älteste der drei Fischermänner, nickt nur und sagt: "Werter Herr *Gaijin*, wahrscheinlichbwaren es diese Teufel. Garstige Biester. Ein Glück, das Sie überlebten. Vielleicht wäre es besser, Sie zu den anderen *Gaijin* zu bringen, so wie es Daimyo Shimazu von uns wollte." Die anderen Fischer stimmen zu und ein Glück, das die Todesapostelahnin so früh merkte, das man einer unserer Generation Zipangu mal bereisen könnte, weshalb sie auf die Idee kam, den meisten von uns die Sprache, oder zumindestens die Grundkenntnisse zu lehren. So folge ich den drei schäbig gekleideten Fischern und merke gerade, wie sehr mein Magen knurrt, was die drei alten Männer zum Lachen bringt. Wir kommen über einen getretenen Fuüpfad einem kleinen Fischerdorf in der Nähe näher, wo ich die schwarzen Roben einiger Missionare erkenne, die überlebt haben. Zufrieden stelle ich ebenso fest, das Aria gesund und munter ist, da sie fröhlich sich mir nähert und mit ihren brauen Augen mich anfunkelnd meint: "Ein Glück, das Sie noch leben, werter?" Wie, hat sie meinen Namen vergessen? Leicht verletzt dreinschauend stelle ich mich nun erneut vor und sie sagt daraufhin: "Freut mich Sie kennen zu lernen, Arteo Koregaz. Mein Name ist Aria Distel. Wir benötigen zur Kontaktaufnahme Ihre Ünterstützung, da diese Menschen unglücklicherweise weder Gottes Wort, noch unsere Sprache zu kennen scheinen." Seufzend, weil das der nicht so angenehme Teil meiner Mission ist, stelle ich mich vor dem vermeintlichen Offizier in der wertvoll geschmückten Rüstung und der langen Lanze, ehe ich mich unterwürfig hinknie und dann unsere Situation schildere. Bei dieser Gelegenheit bitte ich um eine Audienz des hiesigen Herrschers, dem noch zu unterbreiten sein wird, das wir dessen Landsleute missionieren wollen. Ich als Mitglied der Nachtwölfe selber habe nichts gegen die Religion anderer Völker, doch sollten sie hoffentlich nicht zu Kriegen führen wie bei uns in Europa.  "Du Fremder scheinst mir anders als diese Schwarzkutten. Warum trägst du keine schwarze Kleidung? Zudem hörten wir, das du unsere sprache sprechen kannst. Wer bist du?", meint die ein Mann mit einem Zopf und schlichten, doch prachtvoller roter Kleidung zu mir, wobei ich die gelernte Verbeugung ausführe unf mich dann mit einem Lächeln antworte: "Ihr müsst wohl der Herrscher dieser Gegend sein. Mein Name lautet Arteo Koregaz und ich bin auf Geheiß des Papstes hier, um den Christen bei der Missionierung zu unterstützen. Bitte gewährt uns eine Nacht des Friedens, und dann können wir weiter ziehen." Der Adlige streicht sich über seinen Bart und sagt mit einem interessierten Lachen: "Du hast eine kriegerische Aura. Sag, Koregaz-san, hast du je auf einem Schlachtfeld gekämpft?" Seine Frage lässt mich seufzen, schließlich bekämpfte ich viele Dämonen an der Seite der Wölfe, doch unglücklicherweise fiehl ich bei meiner letzten Mission in Ungnade, weshalb ich nun hier bin. Ich räuspere mich kurz, ehe ich dem Mann mit dem Kreuzwagen-Wappen mit entschlossenem Blick antworte: "Ich begegnete vielen Teufeln der Hölle. Unglücklicherweise war ich kaum in der Lage, immer siegreich zu sein, warum man mich auch hierher verbannte. Dürfte ich den Namen Eures Hauses erfahren?" Ein Lächeln umspielt die Lippen des Daimyos, der sich nun uns als Yoshihiro Shimazu vorstellt. Ich übersetze Aria und den anderen Predigern das Gespräch und er sagt nun weiter: "Weist du dich zu verteidigen in diesen chaotischen Zeiten, Koregaz-san? Ich kann dir anbieten, dich drei Monate lang im Schwertkampf in unserer Armee ausbilden zu lassen. Dafür dulde ich Euren Aufenthalt in hier in Satsuma." Dankbar verbeuge ich mich erneut vor meinem vorläufigen Daimyo und folge der Wache namens Sanesuke.

*Gaijin* beschreibt das japanische Wort für "Fremder/Ausländer"

Ende des Kapitels
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