So wahr der Rabe fliege...

von Zeref36
GeschichteÜbernatürlich, Tragödie / P18
OC (Own Character)
19.03.2018
24.11.2019
95
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18.04.2018 784
 
Eine halbe Stunde stürmt mein werter Vater in mein Zimmer und meint in Begleitung von unseren Sprachrohr zu Kriegsgott Perun, Samis Doshekh, mit verwunderter Stimme: "Wie kann...er nur Kreisläufe haben? Hatte er nicht laut Klaudiusz einen Unfall im Altarraum unseres Tempels, woraufhin er als Strafe Peruns sämtliche Magiekreisläufe verloren hat?" Der alte Priester murmelt ein "Höchst ungewöhnlich, doch nicht unmöglich. Mein Herr, unser Meister wünscht es mit der Erschaffung weiterer Tropfen." Mein Vater blickt zu Klaudiusz und sagt unterwürfig: "Wie Ihr wünscht, wie wäre es mit der Tochter des Hofschmieds,  Anriny?" Ungläubig schaue ich meinen großen Bruder an, als plötzlich vor ihm durch die Eingangstür des Anwesens Altrouge Brunstud eintritt und mit lauter Stimme geschockt Klaudiusz anschreit: "Wo ist Uhrdgerd Valentinus?" Dieser zuckt nur seine bleichen Zähne zeigend mit den Schultern und antwortet: "Also bist du seine Vize unter den erhabenen Strigoi, welche sich hier für den nächsten Schritt in Richtung Unsterblichkeit und wahrer Macht sind. Auf das wir WAHRE AHNEN werden." Nun spuckt Altrouge verächtlich vor meinen Bruder auf die Füße, weshalb die Wachen nun ihr die Waffen an den Hals halten. Doch mein werter, älterer Bruder hebt die linke, blasse Hand, und die Wachen lassen von Altrouge ab. "Er diente als Katalysator für mein Erwachen, geehrte Brunstud. Innerhalb dieses Bindungsfeldes meines Anwesens sind sämtliche Magien von nicht Koregaz-Magiern stark eingeschränkt. Nun sehe und warte auf die anderen Herrschaften, die diesen ominösen "Heiligen Gral aus Orleans" nachbilden wollen." Mein Vater meint sich verbeugend zu Klaudiusz: "Sollten wir nicht unsere Geheimnisse vor Mikołaj verbergen?", woraufhin Klaudiusz mich nur abschätzig anschaut und meint: "Er wird keine Probleme machen. Obwohl er wohl nun das Potenzial hat, welches ich nach meinen Erwachen einbüßen musste, erhalten hat, so ist ihm bestimmt noch nicht klar worum es genau geht oder wie er seine Magie anwenden und kontrollieren kann. Schönen Tag noch auf dem Feld." Mit diesem Worten schickt man mich erneut aufs Feld, wo ich wieder auf Noktiz treffe. Er ist gerade dabei, weiter an dem gestern gepflügten Weizenfeld zu arbeiten, als ich ihm zuwinke und vor ihm stehe. "Hi, Mikołaj wo hast du Toshanka gelassen?", fragt mein Freund ausgelassen, woraufhin ich nur schulterzuckend antworte: "Tut mir leid, doch du musst nun mit mir vor erst alleine auskommen." Schmunzelnd lächelt Noktiz und gemeinsam machen wir uns an die Arbeit auf dem Feld.

Gegen Abend ruhen wir zwei uns aus, ehe wir gemeinsam durch die Straßen Braniewos schlendern. Ein kühler Wind bläst die Gassen entlang, und das im Hochsommer? Verwirrt schaue ich mich um und spüre die Anwesenheit mehrerer dunkler Gestalten, die sich in den dunklen Seitengassen gerade über ein kleines Kind herfallen! Ich weis nicht, wieso ich das plötzlich weis, doch ohne Vorwarnung jage ich dorthin, nur um eine frische Blutlache vorzufinden!!! Plötzlich versagen meine Beine für einen Augenblick, sodass ich geschockt mitbekomme, das eine schwarzgekleidete Frau mit feurigen Haaren mich stützt! "BIST DU GEBISSEN WORDEN?", höre ich und starre die junge Frau nur verständnislos an, weil sie mich soeben in einer mir völlig fremden Sprache angesprochen hat! Seufzend zeigt sie auf ihren nackten Hals und formt zwei Bissstellen an. Doch bevor sie mittels Mimik sich weiter verständigen kann, gesellt sich außer Puste Noktiz zu uns und erblickt schreiend das viele Blut, weshalb er sich übergibt und mid klar wird, wie schlimm das Blut riecht.
Deshalb geben meine Knie nun nach und ich falle in Ohnmacht vor Erschöpfung.

Als ich wieder erwache, starrt Alisa mich halb besorgt, halb entnervt an und zetert: "Herr Mikołaj, nachdem sie in der Stadt zusammen gebrochen sind, war es die junge Herrin Toshanka, die sie zurückbrachte. Doch mir wurde vom Meister die Aufgabe zuteil, Ihnen von ähnlichen Nachforschungen nach den Tätigkeiten DER KALTEN zu unterlassen. Schließlich ist es der Befehl des Meisters, den auch Sie zu befolgen haben." Verwirrt frage ich sie: "Die Kalten, die Morde, Vergewaltigungen und Opferungen zur Ehren des schwarzen Gottes Chernobog verüben, sollen dafür verantwortlich sein, obwohl ich eine ähnliche Präsenz von den Tätern fühlte wie bei Bruder Klaudiusz. Ah!!" Ohne jegliche Vorwarnung verpasste Alisa mir eine Schelle mit der flachen Hand, was sie noch nie getan hatte! Fast schon hysterisch schreit sie: "Unser Meister hat nichts mit diesen minterwertigen Blutsaugern zu tun. Meister ist Ihnen gegenüber erhaben. Wehe der junge Herr beschmutzt noch einmal Meisters Namen, sonst folgt die Peitsche, die die Gefangenen sonst bekommen." Sprachlos zerbricht das Bild meiner gutmütigten Amme, die nun auf einmal Klaudiusz als ihren wahren Meister ansieht und so blind vertraut, das sie mich deshalb schlägt. Wieso?

Ende des Kapitels.
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