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So wahr der Rabe fliege...

von Zeref36
GeschichteÜbernatürlich, Tragödie / P18 / Gen
OC (Own Character)
19.03.2018
24.11.2019
95
113.581
5
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Dieses Kapitel
1 Review
 
10.06.2018 670
 
7.August 626:

Die untergehende Sonne begrüßt uns drei, als wir die Grenzen der immer noch zum Großteil verfallenen Stadt erreichen, und lauter Bauern sich hoffnungsvoll um mich, Al und Arya scharren. "Werter Herr Koregaz, wir hofften auf Ihre Rückkehr, sodass sie mit uns die Stadt wieder aufbauen können. Wegen der Steuern für dem Stamm...", beginnt Dimez, der grauhaarige Bauer unter dem ich selber mit Noktiz die Felder bestellte, sich demütig bei dir zu rechtfertigen. Gespannt schaut Al, wie meine Reaktion darauf ist, doch statt die Angst der Bauern durch Gewalt zu bestärken, halte ich ihm die Hand hin zum Aufstehen. Mit einem Grinsen sage ich: "Es waren bestimmt ganz besonders für Euch schlimme Zeiten, da kann ich nur von Euch verlangen, mir beim Wiederaufbau Braniewos zu helfen. Auf meiner Anweisung hin sind die Getreideabgaben fürs erste Gestrichen. Doch für die Armen müssen wir sorgen, und dafür benötige ich Eurer aller Unterstützung."
Aus dem Augenwinkel des linken Auges kann ich Al schmunzeln sehen, weil die Bauern mit offenen Mündern fast anfangen zu heulen! Die nächsten Tage mache ich mein Versprechen wahr und helfe tag ein, tag aus den Bauern Braniewos bei dem Wiederaufbau des Stammes und der Felder, wohingegen sich Al dazu bereit erklärt, um die Wirtschaft und Diplomatie zu kümmern.
So erfahre ich aus ihren Berichten, das das Reich des Samo zerfallen ist und wir in den kleinpolnischen Stamm integriert wurden. Tja, unglücklicherweise ist es mir zu recht peinlich, dümmer als meine untote Geliebte zu sein, aber sie meint nur dazu: "Du kannst nichts für deine beschränkte Bildung. Hoffentlich bessert sich die Bildung der Massen eines Tages...."

21.August 626:

Ein Bote kommt mit einem kunstvoll versiegeltem in mein und Als Arbeitszimmer, das früher einem alten Herrn Vater gehörte. "Mein Herr, ein Brief des hohen göttlichen Vaters Roms ist eingetroffen.", sagt er schnell, ehe ich stumm nicke und die Tür schließe, nur um sämtliches Sonnenlicht für Al zu dimmen. Jetzt zündet sie drei Kerzen an und liest mir den geöffneten Brief vor, da ich während meines Trainings nur Latein sprechen und verstehen lernte: " Werter Herr Koregaz, Ihre Dienste in Namen der Menschheit haben weite Wellen geschlagen, so das dieser Ruf bis nach Rom vorgedrungen ist. Ich denke, Ihre Nachtwache könnte auch meiner Person bei unserer gemeinsamen Mission helfen, die Schöpfungen Gottes zu bewahren. Hiermit werden Sie hoffentlich dieser Einladung an den heiligen Hof folgen, auf das wir alles weitere besprechen können. Hochachtungsvoll, Papst Bonifatius." Meinen fragenden Blick beantwortend schnaubt Al kurz zornig, ehe sie ein Seufzen loslässt und sagt: "Dieser Mistkerl...er will dich nur ausnutzen, da ich ihm sicherlich ein Dorn im Auge bin. Er hasst unsere Art, nicht so stark wie seine Hündchen, doch auch stark. Geh nicht darauf ein, wenn du weiterhin am Leben bleiben willst." Ihre Warnung bleibt mir im Gedächtnis, als ich sie nun frage: "Wie sollen wir reagieren?" Sie verschränkt ihre Arme und meint: "Wir werden ihn höflich zurückweisen, sonst kleben uns nur noch mehr Exekutoren am Hals. Übrigens, ich bräuchte wieder einen Happen..." Ihre angesäuerte Miene zeigt mir, wie ungehalten sie damit ist, mich aussaugen zu müssen. Bereitwillig mache ich meinen Arm frei, doch Al streicht mir über den Hals, ehe sich ihre Fangzähne hinein bohrt! Durch den Schmerz mich versteifend dauert es nicht lange, bis Al sich schuldbewusst von mir löst und sich entschuldigt. Ich bleibe stumm, doch küsse sie sanft, um sie zu beruhigen. Nun spüre ich ihre Tränen an meiner Hand, und sie wimmert verunsichert: "Wie kannst du keine Angst davor haben, das ich dich nicht eines Tages völlig aussauge oder sogar zum Todesapostel mache?", doch ich ziehe sie dicht an mich und erwidere lachend: "Und das fragst du denjenigen, der dich trotz deiner Fehler und Art liebt?" Altrouge wischt sich ihre Tränen aus dem Gesicht und murrt: "Du Idiot, das ist unfair von dir.", dann führt sie mich in unser gemeinsames Schlafzimmer.

Ende des Kapitels.
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