Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

So wahr der Rabe fliege...

von Zeref36
GeschichteÜbernatürlich, Tragödie / P18 / Gen
OC (Own Character)
19.03.2018
24.11.2019
95
113.581
5
Alle Kapitel
54 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
06.06.2018 1.768
 
"So bitte, helft meinem Volk. Es tut mir leid, vorhin so unhöflich zu euch gewesen war.", spricht der Kaiser vor uns auf Knien, gänzlich ohne seinen Ärger oder der Arroganz von zuvor. "Natürlich spricht es von Ihrer Größe, trotz der brenzligen Lage uns nun doch anzuhören. Wir wollen ihnen in dieser Belargerung beistehen, da die Feinde nicht gewöhnliche Soldaten zu sein scheinen.", gibt Adam zu bedenken, woraufhin Kaiser Herakleios verwirrt sagt: "Die Gesandten des Heiligen Vaters sprachen auch von ungewöhnlichen Feinden, als wären sie Ausgeburten der Hölle. Denn sie greifen nur Nachts an und zudem wirken unsere Geschosse und Schwerter keinen Schaden bei denen, weshalb wir auch in dieser Belagerung langssam die Oberhand verlieren. Ihr scheint schon mit dieser Art von Feinden konfrontiert worden zu sein?" Da nicken wir zustimmend und erleichtert lächelnd meint der Kaiser: "Dann lege ich wohl oder übel die Leben meiner Bevölkerung in Ihre Hände, werte Kämpfer." Peter schaut kurz grimmig die wärmende Sonne an und meint: "Uns bleiben unglücklicherweise nur noch wenige Sonnenstunden, welche wir dazu nutzen können, unsere Vorbereitungen abzuschließen." Adam grummelt ein leises: "Verdammte Situation...", doch begleitet mich und Brian mit zur Ostmauer, wo Al gerade mit dem verhüllten Gesicht Brians Verstärkungsrunen begutachtet. Obwohl kaum jemand ihre Augen unter der Haube sehen kann, merke ich ihre Konzentration, wie sie leise vor sich hin murmelt und dabei die Metallfäden mit dem Feld der Runen verbindet. "Konntest du die Fäden mit den gravierten Runen verbinden, um das von Archer erwähnte elektrische Potenzial zu verbessern?", frage ich, dann höre ich Als kurze Erleichterung. Sie meint zu mir: "Tja, eigentlich meinte er damals die Leitfähigkeit der elektrischen Leiter, aber nahe dran." Adam sagt unsicher: "Wozu dienen nun die Metallfäden um sämtliche Mauern? Reichen diese Runenfallen um den Belagerungsring nicht aus?" Entwas entnervt erwidert die Todesapostel: "Eigentlich müsstest du Archers Methoden aufgeschlossener sein, doch egal. Lass dich überraschen, denn das werden unsere Feinde sehr bald zu spüren bekommen." Mit diesen Worten laufen wir auch die restlichen Mauern ab, um auch diese nach der Vollständigkeit der Fallen zu überprüfen. Nachdem das geschaffen ist, wenden wir uns den Wachtürmen zu und positionieren dort einige unser Bogenschützen, welche uns aus Braniewo begleitet haben und die Schlacht um Burg Braniewo überlebten. Wie es Archers Wunsch war, sind die Uniformen unserer Soldaten, oder Jäger, wie Al und auch der Rest sie bezeichnen, schwarz wie die anbrechende, unheilverkündende Nacht. Natürlich ist mir nicht ganz klar, ob ich einen guten Anführer dieser Truppe darstelle, doch laut Al scheinen alle ein ungeheures Vertrauen in mich zu setzen, was mir den nötigen Rückhalt gibt, trotz unserer ungünstigen Lage nicht die Hoffnung zu verlieren. Seid dem Blutgralskrieg schien es fast so, als wäre ich von meinem Glauben abgefallen: schließlich bete ich nicht mehr zu Perun, Javrillo oder den anderen Göttern. Doch ehe die Schlacht beginnt werde ich mich zurückziehen und den mächtigen Perun um seinen Beistand in dieser wichtigen Schlacht erbitten. Mit diesem Gedanken schlender ich zu den in der Nähe befindlichen Adam, und sage ihm: "Wir sehen uns später bei der Nachtwache. Ich habe noch etwas alleine zu erledigen." Empört meint er mich argwöhnisch anschauend: "Scheißt dir doch nicht vor der großen Schlacht ein, Pete?" Da kann ich nur gequält lachen und drehe ihm den Rücken zu, dann gehe ich in meiner Rüstung zurück zur Taverne in mein Zimmer und bete zu Perun.
"Mikol...bist du hier?", höre ich Als besorgte Stimme ungefähr vier Stunden später an der Tür zu unserem abgedunkelten Zimmer ertönen. Ich erwache aus meiner Meditation, welche Jozef mir beibrachte, um meine Gravur zu tranieren, ebenso meinee Kontrolle über den Fluß der Elektromagie in meinen Magiekreisläufen. So ist mir die Durchführung meines und Adams Planes gesichert. Ich öffne seicht die Tür und zwei leuchtende rote Augen blicken mir leicht besorgt in mein Gesicht. "Wie du sehen kannst, bin ich einsatzbereit. Keine Sorge, wir überstehen auch diese Schlacht.", weis ich sie zu beruhigen, ehe sie sich an mich wirft und küsst! Leicht überrascht von ihrem stürmischen Auftreten streichel ich ihren Nacken und sie summt etwas entspannt eine mir unbekannte Melodie. "Das du mir nicht wegstirbst, klar.", ermahnt sie mich mit ihren rechten Zeigefinger anpiekend. Hätte ich jetzt meinen Helm nach dem Kuss aufgesetzt, hätte sie mich im Gesicht verletzt. Doch so schmollt sie, weil sie mein Gesicht nicht mehr sehen kann und entfernt sich von ihr, nur um zu sagen: " Du willst unbedingt dein Versprechen halten, und das obwohl die Bittsteller nun tot sind? Deshalb liebe ich dich. Nun, ich weiche dir nicht von der Seite, Mikol." Hinter meinem Helm lächele ich sie an, was sie anhand meiner Stimme erkennt und mich siegessicher angrinst, ehe sie ihre Fangzähne zeigt und ich meine rechten Hand frei mache. Mittlerweile ist es für mich kein Problem mehr, von Al angezapft zu werden, schließlich liebe sie ja. Übrigens scheinen die Zwillinge nicht mehr von meinen laut Al versprühten Charme angezogen zu werden, da ich in erfolgreichen Liebesbeziehung befinde, die mich ausfüllt. Nun festige ich meine silbrige Rüstung wieder an und gehe in das Fackelmeer der Straße vor der Taverne mit Al, da schon Adam und seine Schwester unruhig nach uns fragen. Zielsicher steuern wir westliche Mauer an, wo Vampirtruppen des persischen Generals mt Leitern versuchen die Mauer zu erklimmen, welche unsere Bogenschützen zusammen mit Brians Runenkämpfern verteidigt wird. "Achtung, Eis!?", brüllt eine Wache über die gesamte Stadt und nur wenig später hagelt es neben eisern Bolzen der Ballisten auch lange Eisspeeere, weshalb zahlreiche Bogenschützen nun ihre Feuerpfeile auf die der Plaza plazierten Unmenge an Ölfässer, woraufhin die Eisspeere sich in Wasser auflösen, welches das Großfeuer schnell löschen. " Wie kamst du darauf, Peter?", will Adams Schwester von mir wissen, woraufhin ich nur antworte: "Es war Sveltens Einfall, das Vampire in ihrer Anzahl gerne Eismagie können, da sie sich wortwörtlich mit Feuer die Hände verbrennen. Doch wir müssen trotzdem auf der Hut  sein: denn andere können mächtigere Magien gegen uns  einsetzen." Mit diesen Worten rufe ich mittels meiner von Brian verstärkten Stimme: "Hergehört, Leute. Der Kaiser hat mir versprochen, euch allee zu geben, was ihr wollt, Geld, Frauen und Alkohol. Also gewinnt endlich und holt euch nach diesem Kampf eure euch zustehende Belohnung ab!!!"

Nachdem Peters Kampfrede verstummt, erbebt die gesamte Stadt durch die euphorischen Motivationsrufe der Nachtwächter und aller anderen Gehilfen, weshalb immer weniger Bolzen ihren Weg über die Mauern schaffen. Peter muss bei dem Gesichtsausdruck des Kaisers schmunzeln, als er sich dessen Reaktion vorstellt, dann stürmt er zu einer der aufgestellten Leitern des Feindes, blickt kurz Adam an, und schlittert in die Tiefe!

"Was für ein Idiot!", murrt Adam und ruft die Asaric Zwillinge zur Hilfe herbei, die Altrouge an seiner Stelle schicken sollen. Die beiden verstehen, das nur ein Todesapostel ihren rücksichtslosen Anführer und Freund vor dieser Übermacht beschützen kann. Als Altrouge dies von Adam hört, platzt bei ihr eine Wutader und sie rast ihren Geliebten hinterher! Brian ist unterdessen mit einigen von den Asaric unterstellten Einheiten schon weit hinter den Belagerungsring gelangt, um ihnen nun der persische, untote General Sherbaraz gegenübersteht, welcher überrascht meint: "Du scheinst ein exellenter Runenmagier zu sein, wenn du dich vor meinen Truppen verbergen konntest. Doch hier hat dich dein Glück verlassen, Frischling. Meister Xeris verlangt nach der Stadt Konstantinopel für unseren Herrscher, also gebt lieber auf und dient uns, Vieh." Nun entgegnet der braunhaarige O'Neil entschlossen dem Vampirgeneral und zeichnet wie die Truppen unter ihm einen verbundene, große Rune, ehe er brüllt: "Ignis Ethare!" Sofort brennt der feindliche General kurz, ehe er lachend die Flammen im Keim erstickt und spottet: "Ohne deinen Runen bist du machtlos, Runenmagier. Ich war dank Meister auf deine Art vorbereitet und fand Wege, deine Trumpfkarte unwirksam zu machen. Nun heißt es für dich zu sterben, Vieh."

Metall kracht laut Metall, und um mich herum verfinstert sich der Himmel, als zahlreiche Vampire gleichzeitig sich auf mich stürzen und meine gesamte Rüstung verzweifelt bearbeiten, während ich unentwegt weitere ihre Körper mit meinen BLUTSCHLÄCHTER vernichte! Ich höre angsterfüllten und verzweifelten Schreie, und sehe ihnen mit kalter Entschlossenheit durch meinen Helm entgegen, als plötzlich unter einer kombinierten Krallenattacke von fünf Ghulen mein Helm zersplittert! Mit erschrockenen, großen Augen stare ich auf die fliegenden Metallsplitter, wobei eins davon mein rechtes Auge schwer verletzt wird und ich unter Schmerzen meine Konzentration nur mühsam beihalten kann. "Er ist schwach geworden. Schnappt ihn euch!!"
Etwas ironisch muss ich nun schmerzverzerrt lächeln, dann will ich in den Gravurmodus mit den roten Blitzen wechseln, als Al wütend neben mir steht und mein verletztes Auge sieht. Nun bekomme ich zum ersten Mal nach dem Kampf mit Ortenrosse Angst um mein Leben, denn Als rote Augen strahlen pure Boshaftigkeit aus, ehe sich mir das Blut von der Wange leckt und besorgt meint: "Es ist wohl dauerhaft...doch wenigstens kann ich dein BLUT nutzen, um alle zu töten." Wie sie sprach eben, so hörte ich nur Ortenrosse reden, so ganz ohne Sorge um irgendwelche Leben. Ihre Augen bekommen nun ein blaues Blitzen, und sie bewegt sich noch schneller, als ich es bei Archer und Avenger je gesehen hatte! Derweil aktiviere ich die Verstärkungsrunen meines Schwertes und ramme es in eins der vorbereiteten Metalldrähte, welche weitläufig um em gesamten Belagerungsring und der äußeren Stadtmauern gespannt wurden. "Al, komm her." Sie versteht meine Warnung, da sie als einzige in meinen Plan eingeweiht wurde. Sie trank mein Blut nicht aus dem Grund, weil es sie mit nun durch meine Elektromagie verstärkt ist, sondern weil sie nun geschützt ist vor dem nun Folgenden: ich gehe jetzt in meinen Gravurmodus und aktiviere mit den lauten Ruf: "Mögen die Raben und ihre Verbündeten die Nacht durchstreifen und ihre Jagd erfolgreich abzuschließen, um heim zu fliegen." die Blitzfalle, welche mit roten, grellen Leuchten sich den Weg über alle Metalldrähte sich zu ihren untoten Opfern bahnen!! Ohrenbetäubendes Geschrei der Todesapostel durchschallt diese Vollmondnacht, und nur für mich ist das Krächzen Wegas zu hören ist... Diese enorme Manaeruption war mir durch die ständige Meditation und Nährung meiner Gravur möglich, bei welcher Al und Svelten wegweisende Anleitungen gegeben haben. Erschöpf sehe ich noch, wie die restlichen feindlichen Truppen nun von unserer Übermacht zermahlmt werden, ehe ich bewusstlos in Als Arme gleite.


Die O'Neill Familie unter
Brian vermochte es zu der Geburt von Hexerfamilien zu verhelfen, doch dies ist eine andere Geschichte.


Ende des Kapitels.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast