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So wahr der Rabe fliege...

von Zeref36
GeschichteÜbernatürlich, Tragödie / P18 / Gen
OC (Own Character)
19.03.2018
24.11.2019
95
113.581
5
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26.05.2018 732
 
9.Oktober 625, im Thronsaal des oströmischen Kaisers Herakleios innerhalb Konstantinopels belagerten Mauern:

"Wie kann es sein, das diese Hurensöhne uns so verdammt lange mit dieser zahlenmäßigen Überzahl um kesseln konnten?", dröhnt die scharfe Stimme des Kaisers durch den gesamten Thronsaal, und alle angeschrienen Minister senken schuldbewusst und aufgrund des hohen Geräuschpegels ihre Köpfe und knien vor ihrem Herrscher nieder. Dieser erhält gerade von einem Boten einen Raben, dem an sein Bein ein Schriftstück gebunden wurde. "Hah, da sind die Krieger des achso heiligen Bonifatius wieder an der Mauer. Doch wie sollen wir sie reinlassen, ohne unsere Verteidigung gegenüber den Persern zu öffen?" Nun richtet sich ein Mann mit struppigen, schwarzen Haaren und blutverschmutzen Silberrüstung kniet mit erhobenen Kopf vor Herakleios und spricht lächend: "Meine Heiligkeit, um dieses Problem haben wir uns selber schon gekümmert, indem wir uns eine Öffnung erschufen aus den Leichen unser Gegner. Unglücklicherweise sind meine Kameraden angeschlagen von unseren Gewaltmarsch hierher, weshalb hiermit die Abwesenheit meiner Kameraden entschuldigen möchte." "Wachen, wie kam dieser Mann hier unbefugt in diesen Thronsaal?" Nun schmunzelt der ihm unbekannte Mann junge Erwachsene mit dem Silberhelm unter dessen Ellbogen und erklärt demütig: "Wir sind die Unterstützung, die die Exekutoren des euch heiligen Vaters. Mein Name lautet Peter, Peter Koregaz aus Braniewo. Wir hörten von Euren Sorgen, und eilten auf schnellsten Wege hier her. Bitte erlaubt uns, diese Belagerung mit Euch zusammen zu durchbrechen." Doch bevor Peter reagieren kann, stehen fünf Wachen um ihn, der gerade aufsteht und etwas perplex fragt: "Ihr glaubt doch wohl nicht, Ihr würdet Euch damit gut tun, wenn Ihr die gutherzige Bitte eines reisenden Kämpfers abschlagt und ihn stattdessen einkerkern lässt?" Daraufhin reißt Herakleios der Geduldsfaden und er brüllt: "Ich habe einen Krieg zu gewinnen, da kann ich nicht noch mich um einen Wilden kümmern, der meint, er könnte diese Belagerung einfach bezwingen. In den Kerker mit ihm!" Seufzend entwaffnet Peter alle angreifenden Wachen mit den Kampfkünsten Karate und Akido, welche Archer ihm ebenso beigebrachte wie auch den Umgang mit einem Schwert. Rasend vor Wut, das Peter noch unbesiegt vor den ohnmächtigen Wachen steht, flucht er: "Verschwinde, oder ich werde ein Kopfgeld auf dich aussetzen!" Erneut seufzend meint Peter mit grimmigen Blick: "Ihr habt es nicht verstanden: Ich will Euch helfen, doch Ihr wollt mich nur weiter unterdrücken. Was für eine unsinnige Strategie in einem Krieg, um diplomatisch neue Verbündete anzuheuern. Wie Ihr wünscht entferne ich mich, doch sicher bereut Ihr diese Entscheidung noch früh genug. Falls ihr uns suchen solltet, um uns doch noch um Hilfe zu erbeten, dann lasst es Tidus und seine Kameraden wissen." Mit diesen Worten wendet sich Peter mit dem Rücken von Herakleios weg und versucht das Tor des Thronsaals zu durchschreiten, erscheinen weitere Wachen, die ihn aufhalten wollen. Schon zum dritten Mal muss Peter aufgrund des zu großen Egos dieses Herrschers seufzen, der seinen Stolz nicht vergessen kann, um Hilfe von Außenstehenden anzunehmen. Eigentlich würde Peter nun sich aus diesem Krieg heraushalten da der Kaiser ja nicht einlenkt, doch unglücklicherweise hatte er seine Hilfe den drei Exekutoren versprochen, und will auch nicht als Eidbrecher seine Nachkommen beschämen. Nun nimmt er eine lockere Kampfhaltung ein, setzt seinen Helm auf, und sagt mit entschlossener Stimme: "Lasst mich durch, ich bin Monsterjäger. Nur ungerne will ich noch mehr Blut von Menschen an mir haben." Da fällt ihm wieder ein, das obwohl er das sagte, die Belagerungsarmee allesamt Todesapostel und deren Diener waren, weshalb er rein technisch gesehen noch keinen Menschen tötete. Dieser Gedanke lässt ihn unruhig werden, was er sich aber nicht anmerken lassen darf, wenn er an den Wachen vorkommen möchte, natürlich ohne unnötiges Blutvergießen am besten. Der Hauptmann der Wache, ein Mann mit etwas dunkler Haut sagt abwertend: "Unsere Heiligkeit will deinen Kopf, also müssen wir dich festnehmen. Bitte gib auf. Wir machen die Folter auch sehr schmerzlos." Da kann Peter nur trocken lachen und mobilisiert seine Magiekreisläufe, um blitzschnell an den Wachen vorbei zu kommen und einige noch ohnmächtig zu schlagen! "Was war das? Sucht ihn!", hallt die Stimme des Wachmannes noch nach, doch Peter ist in enormer Geschwindigkeit schon über Seitenstraßen am anderen Ende der Stadt angelangt, genauer gesagt im Armenviertel, wo die anderen schon in einem Wirtshaus auf ihn warten und ihre Verletzungen auskurieren.

Ende des Kapitels.
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