Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

So wahr der Rabe fliege...

von Zeref36
GeschichteÜbernatürlich, Tragödie / P18 / Gen
OC (Own Character)
19.03.2018
24.11.2019
95
113.581
5
Alle Kapitel
54 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
16.05.2018 1.205
 
Altrouge meint verlegen zu mir als Erklärung: "Ich habe mir Sorgen gemacht und wollte, dass du schnell wieder aufwachst." "Trotzdem darfst du ihn aber nicht vor uns küssen!", maulen Diana und ihre Zwillingsschwester, und nach Avengers neckischen Grinsen erröten beide schweigend. Nur Aryn lacht ämusiert über unser Geplänkel trotz dieser Vampirplage. Etwas verwirrt frage ich die an der Seite stehenden Adam, Caster, Svelten und Brian: Oh, wo ist denn Archer wieder? Dieser Mistkerl wollte mir nun doch mehr über die Beziehung der leitenden Metalle und unserer Magie beibringen."Kleiner, so nannte er dich doch. Wir wissen nicht, wo Archer sich befindet."

Derweil bei Archer, der gerade sich in einem verlassenen Haus befindet, stöhnt vor Schmerzen in seiner Brust auf. "Verdammte Mistkerl der Nachtrache. Du magst zwar selbst die Überreste der Thule mit mir ausgelöscht haben, aber nun wirst du mit jedem Kraft das Finstermal der Thule tragen, was dich immer mehr in einen bösartigen Untoten verwandelt, der sämtliche Lebewesen töten wirst. Und das, obwohl du um der MENSCHEN Willen doch unser Blut vergossen hast *gurgelt Blut aus*...", durchlebt Jòzef Koregaz erneut die Grauen des Blutgralskrieges von 1.März 1940 bis 5.März 1939 in Braniewo. Die Geheimgesellschaft der Nationalsozialisten, die Thule-Gesellschaft, diente während des Gralskrieges zwar als Forscher des Arkanen, aber auch eine Spezialeinheit gegen alliierte Magier und Saboteure, zu denen der mächtige Rhoellclan zählte. Keuchend hält sich Jòzef die Brust, da sie sich plötzlich aufgrund des Fluchmales schmerzhaft verengt. "Diese Katastrophe wollte ich doch nie...", zwingt sich der gebrochene Mann schuldbewusst und sieht inmitten des verkohlten Hausboden eine getrocknete Blutlache, auf welche von Archers Tränen befeuchtet wird. Nun erscheint plötzlich hinter ihm eine Frau in einen verschlissenen, zu großen schwarzen Mantel und mit einer Gesichtskragen, sodass der bis eben noch weinende Mann der Nachtraben überrascht sie anblickt, ehe sie grantig sagt: "Schlechte Erinnerungen? Kann nicht behaupten, das meine besser sind. Bin Assassin, aber hasse diese Todesapostel so sehr, das mein Master wohl sterben musste und ich einen neuen Servant sucht. Er dachte wohl, er müsste keinen Befehlszauber an mir verschwenden, wodurch ich es leichter hatte, ihn umzubringen. Archer, bist du auch Mitglied der Nachtwache?" Jòzef Koregaz fasst sich nach Assassins harscher Vorstellung wieder und meint: "Warum zeigst du erst jetzt?" Sie zuckt nur mit den Schultern und erwidert: "Du erinnerst mich an einen alten Bekan ten von mir." Nachdenklich ratet Archer: "Könnte dieser Bekannte dieser SEBASTIAN sein, den Berserker meinte?" Völlig überrumpelt stutzt sie kurz, dann formt sich ein Lächeln auf ihren durch die Konturen sichtbaren Lippen und sie sagt: "Tja, Sebastian Koregaz ist der Vormund meines Lehrers und Geliebt...sry, das ist privat. Mein Master konnte mich wahrscheinlich dank des einen Kreuzes beschwören, welches beim Brand bei eurer Flucht verloren ging... Jedenfalls möchte ich dich, Archer, zu deinem Master begleiten." Nun nickt der schwarzhaarige Jäger und ihm folgt Assassin zum Versteck, wobei sie noch einige Vampire vernichten.

Am Versteck angekommen kommt Caster den Beiden entgegen und schaut überrascht, als sie Assassin neben Archer über eine friedlichere Ära in der Geschichte sprechen. Mit verschränkten Armen fragt die rothaarige Caster den einäugigen Mann der Nachtraben: "Wen hast du denn angeschleppt? Ich dachte, wir zwei hätten schon genügend Spaß miteinander?" Während wir anderen nun den  weiblichen Servant neben Archer sehen, frage ich ihn: "Ist das Assassin oder Rider?" Ehe er antworten kann, entblößt Assassin ihr Gesicht und schenkt mir ein warmes Lächeln: "Du ähnelst Filisz Koregaz schon sehr, Junge. Ich bin Assassin, oder für dich einfach nur Aya. Ich tötete meinen Vampirmaster und möchte dich als neuen Master, bitte." Ich frage mich zwar, wer dieser FILISZ ist, doch bin einverstanden mit ihren Vorschlag. Trotzdem seufzt Avenger und stellt mir ein Bein, sodass ich durch das Stolpern der Eifersucht der drei Mädchen entfliehe! Kichernd reicht mir Aya ihre Hand und ich erkenne sie als meinen Servant an. "Weißt du etwas über einen Erich Rhoell, Lord Ortenrosse oder Sebastian Koregaz? Diese Namen scheinen in diesem Blutgralskrieg eine entscheidene Rolle zu spielen.", sage ich zu ihr, ehe sich Ayas Blick verfinstert wie so oft Archers, dann antwortet sie mit gleichbleibender Stimme: "Ortenrosse ist unser Feind, nicht wahr? In meiner Zeit ist er nach dem großen Engeln der schlimmste Gegner, den man sich als Jäger der Nachtwache vorstellen kann. Sebastian Koregaz ist mein Vorgesetzter geworden, nachdem mein Lehrer verschied, und zu Erich Rhoell kann ich persönlich nur sagen, das er eigentlich ein ziemlich grantiger, aber gutherziger Mensch bis zur zweiten *Sin of Humanity * war, ehe alle mit mir Ortenrosse erlagen. Selbst die großen Heerschaaren des Himmels und der Hölle waren so erschöpft nach Michels Einkerkerung, das der neu erwachte Ortenrosse die totale Herrschaft an sich reißen konnte." Einzig Caster runzelt die Stirn und mischt sich ein: "Wovon redest du denn? Einen Krieg zwischen Himmel und Hölle, das ich nicht lache--!" Doch Assassins fliegende Hand wird von Avenger aufgehalten, ehe sie Casters Wange berühren kann, und er meint mit einem angsteinflößenden Lächeln: "Ich bezweifle, über die Zukunft oder eure Vergangenheit zu plaudern wird uns den Sieg bringen. Also Archer, erzähl uns, wie du das abgebaute Kupfer als Werkzeug gegen Ortenrosse nutzen willst." Dankbar nickt Jòzef Koregaz meinem Servant mit dem schwarzen Hut zu und beginnt zu sprechen: "Aryn, ich weis von Peter, das du schmieden kannst. Daher möchte ich dich bitten, zusammen mit Brian und Adam eine Rüstung aus reinem Kupfer für für Peter zu schmieden. Und ich war so frei, mich bei den schwarzen Lederüstungen der Vampirtruppen zu bedienen. Zieht sie an und sagt mir, ob noch irgendwelche Änderungen  vorgenomnen müssen." Ohne Vorwarnung stupst ihn Altrouge an seiner Schulter und meint aus Scherz: "Was hast du vor, aus den Mastern eine Armee von Vampirjägern zu machen? Und als nächsten nutzen wir die Bewohner als Verstärkung." Durch Archers schmelmiges Grinsen wird der Vampirprinsessin klar, *wie* ernst Archer es damit meint, woraufhin ihr Lächeln erlischt und sie bedrückt fragt: "Glaubst du, die Menschen hier können gegen diese Übermacht gewinnen?"

Drei Stunden später im zerstörten Perun-Tempel von Braniewo:

Drei dunkle Gestalten mit bronzenen Kreuzen um ihre Hälsen betreten die Ruine des ältesten Tempels Braniewos und seufzen angesichts der Zerstörungswut der untoten Todesapostel. "Welche Tiere müssen heilige Stätten vernichten, auch wenn die von niederen Heiden sind. Dann nehmen wir uns mal  dem Problem dieser Plage an, von der unser Kaiser hörte und uns sofort entsandte.", spricht der blonde, junge Mann mit den grauen Augen und zückt lange Klingen mit roten Griff aus seinem Ärmeln, wie seine zwei Begleiter, als sie gemeinsam von herumstreifenden Vampirsoldaten Ortenrosse am Ausgang entdecken und sogleich angreifen!

Fast im selben Moment spüren Assassin und auch Caster die neuen Kämpfer in diesem Gralskrieg und informieren Archer und uns anderen Master, die wir uns nun die schwarzen Lederrüstungen angezogen und zusätzlich mit den erbeuteten Silberklingen ausgerüstet haben. "Gehen wir auf die Jagd.", rufe ich den anderen entschlossen zu und folge unseren Servants nach draußen in den bevorstehenden Kampf, nachdem ich wieder voll kampftauglich und die Anderen sich an die Rüstungen gewöhnt haben!
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast