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Chasing Hope

von Dreamer5
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Harriet Newt OC (Own Character) Sonya Teresa Agnes Thomas
16.03.2018
02.01.2021
55
104.540
16
Alle Kapitel
76 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
06.01.2020 1.505
 
Hier bin ich wieder.
Frohes neues Jahr noch!

Da bin ich mal für eine längere Zeit nicht an der Geschichte und dann wird sie auf "pausiert" gestellt. Aber nein, ich bin noch da und ich  schreibe immer noch weiter. Ich hatte nur einfach keine Zeit. Ich will jetzt auch gar nicht aufzählen was ich alles gemacht habe, ist ja doch nur langweilig.

Aber stop, ich bin nicht mit leeren Händen hier. Ich habe wieder ein neues Kapitel für euch.
Ich bin ja wieder da und das muss gefeiert werden.

Also viel Spaß!!




Da wir in einem abgeschatteten Bereich von ANGST waren, konnten Newt und ich uns in den dem Flur frei bewegen. Bis jetzt waren uns keine anderen Menschen begegnet und ich hoffte, dass Janson uns nicht auf die Spur kommen würde. Das Labor befand sich am Ende des Ganges und unsere Zimmer am anderen Ende. Wir hatten sogar Fenster, die zwar sehr klein waren, aber man konnte nach draußen sehen. Hier war es momentan sehr kalt und draußen schneite es ununterbrochen. Man konnte fast nur weiß draußen sehen. Ab und zu erkannte man auch mal einen Baum, der unter den Schneemassen zu zusammen zu brechen schien. Newt zog mich aus meinem Zimmer mit in Richtung Labor. Mir ging es immer noch nicht besser und ich hoffte, es würde noch lange genug okay sein bis wir auch ein Heilmittel für mich gefunden hatte. Oder eher jemanden. Was die anderen draußen wohl machten?

Wieder saßen Newt und ich mit Dr. Morn in dem Labor. Dr. Morn drehte sich zu Newt. „Junger Mann, ich weiß, dass wir für dich ein Gegenmittel gefunden haben, aber Felina könnte immer noch ansteckend für dich sein. Du solltest dein Glück nicht zu sehr provozieren und etwas Abstand halten." Ich zuckte innerlich zusammen. Daran hatte ich bis jetzt nicht gedacht. Newt wich mir nicht von der Seite und auch ich blieb immer in seiner Nähe. Selbst wenn wir beide langsam auf die Rettung durch Plan B hofften, waren wir beide es, die ohne einander aufgeben würden. Die Stimmen in meinem Kopf begannen lauter zu werden. Sie flüsterten mir Gemeinheiten ins Ohr und schienen von innen heraus an meinem Kopf zu kratzen. Ich wusste, dass das nur der Anfang war, aber ich hatte Angst. Mein Leben war mir zeitweise sehr egal gewesen, aber jetzt, wo es Hoffnung gab, schien alles wieder in Schwung zu kommen. Es schien auf einmal ein Licht zum Greifen nahe. Ich konnte nur meinen Körper nicht nah genug heranführen.
Newt sah mich an, ich sah ihn nachdenken. Wir brauchten uns mittlerweile. Wir agierten immer mehr wie eine Person. Aber dann nickte er und schob den Stuhl mir gegenüber. „Was ist denn mit Ihnen? Sind Sie immun?" Dr. Morn nickte mit dem Kopf. „Deswegen bin ich auch Teil der Gruppe um Ava Paige. Plan B wird nur von denen durchgeführt, die immun sind." „Ist sie auch immun?" Mit sie war die Kanzlerin gemeint und der Arzt schüttelte den Kopf. „Sie ist es leider nicht und deswegen versucht sie so gut wie möglich Abstand zu halten, aber es wird nicht ewig gut gehen. Da der Virus auch über die Luft übertragen wird, kann es gut sein, dass sie schon infiziert ist." Meine Augen hüpften zu Newt, der mir jetzt gegenüber saß. „Das bedeutet, dass du in meiner Gegenwart gefährdet bist." Newts Blick verfinsterte sich. „Du brauchst gar nicht weiter zu sprechen. Ich werde das nicht tun. Ich werde dich nicht allein lassen." Ich blickte ihn einfach stumm an. „Wir können ja deine Werte nochmal kontrollieren. Das sollten wir sowieso täglich machen, damit wir sicher gehen können, dass es keine Nebenwirkungen gibt." Dr. Morn sah zu mir herüber. „Bei euch beiden sollten wir die Werte testen."

Gegen unsere Befürchtungen schien Newt noch keine Erreger in sich zu haben. Er wirkte zwar körperlich immer noch angeschlagen, aber so langsam schien dieses grau aus seiner Haut zu verschwinden und auch seine Wangen nahmen eine gesunde röte an. Von so viel Zuversicht konnte man bei mir leider nur träumen. Die Erreger machten mittlerweile den Großteil meines Körpers aus. Sie begannen mich von innen auf zu fressen und wenn es so weiter ginge, würden ich Newts letztes Stadium übertrumpfen und tatsächlich anfangen meinen Verstand zu verlieren. Aber würde ich davon überhaupt etwas merken?


*


„Sollten wir nicht Anfangen das Heilmittel zu produzieren und an die Menschen zu geben?" Wir saßen immer noch an neuen Blutgruppen und suchten passende Spender. Dr. Morn sah mich traurig an. „Ich bezweifle, dass das so gut und schnell funktioniert. Wir haben hier zwar viele Immune, wir haben sie hier und versuchen sie zu schützen, aber wir können sie nicht anzapfen und an die Menschen draußen schicken. Die Stadien sind alle unterschiedlich verbreitet und sobald davon außerhalb Informationen sind, werden wir gestürmt." Ich krauste meine Stirn. „Was wollen Sie denn machen? Nichts? Wie sollen wir denn die Menschen retten, wenn sie kein Heilmittel bekommen?" Der Arzt sah mich traurig an. „So einfach ist das nicht. Wir haben in unseren eigenen Reihen Gegner. Wir können nicht einfach mit ein bisschen Heilmittel raus laufen und sagen wir haben den Durchbruch. Ihr ward nicht draußen. Ihr wisst nicht, was da passiert." Newt sah ihn an. „Dann sollten Sie aber mal ganz schnell Licht ins dunkle bringen."
Dr. Morn öffnete ein neues Fenster auf dem Computer vor dem wir saßen und öffnete eine Videodatei. „Das ist von einer Überwachungskamera aus New York. Das wurde vor ein paar Wochen aufgenommen. Ich habe euch gewarnt."
Gebannt starrten wir auf den Bildschirm. Dort waren Hochhäuser, die wie umgefallene Dominosteine ineinander hingen. Fenster waren nicht mehr vorhanden, der Boden war übersäht mit Müll und schleichende Gestalten huschten über die Straßen. Die Menschen waren keine Menschen mehr. Sie wirkten Tod und rissen ständig ihre Mündet auf. Wir hatten keinen Ton und ich war für einen Moment dankbar die Geräusche der „Zombies“ nicht zu hören. „Wir haben die Stadt vor langer Zeit verloren. Eine Flut hat alles platt gemacht und dann kam eine weitere Hitzewelle, die alles verbrannte. Der Central Park, das grüne Stück der Stadt ist eine kleine Wüste. Jeder der sich dort noch befindet, dem ist nicht mehr zu helfen." Dr. Morn schwieg während ich weiter den schlurfenden Gestalten nachsah, die hinter und in den Ruinen der ehemaligen Großstadt verschwanden.
„Sieht es denn überall so aus?" Newt zog sich von dem Bildschirm zurück und ich versuchte meinen Blick ebenfalls von dem Monitor zu nehmen. „Es gibt noch ein paar abgeschottete Städte, aber auch die sind nicht mehr so sicher wie früher. Die Luft kommt trotzdem herein."
„Aber irgendwas muss man doch machen.“ Meine Worte waren anklagend, wir hatten doch endlich etwas in der Hand und so viele Menschen brauchten unsere Hilfe. Dr. Morn schüttelte den Kopf. „Felina, sieh dir New York an. Die Stadt wirst man in diesem Jahrzehnt nicht mehr aufbauen können. Selbst wenn wir den Menschen ein Heilmittel geben, sind die Erreger im Boden, in der Luft und sogar im Essen. Die Menschen werden sich wieder infizieren. Wir müssen dafür sorgen, dass wir Plan B umsetzen. Wir müssen einen Ort schaffen, wo wir alles reinigen und wo die Leute sich nicht gegenseitig anstecken.“ Ich nickte nur. „Aber können wir auch dorthin?“ Newt sah wieder auf das Überwachungsvideo. An so einem Ort wollte ich nicht zurück bleiben. Weder tot noch lebendig. „Das müssen wir noch herausfinden. Aber wenn wir euch beide vollständig heilen können und keine Erreger in eurem Körper finden, wird es sicher darauf hinauslaufen.“ „Aber Sie können uns keine Garantie darauf geben.“ Newt biss auf seine Unterlippe, aber so hart, dass es beim Zusehen wehtat. „Wir wissen ja nicht einmal, ob der Plan aufgeht. Ihr dürft euch nicht nur auf euer Gefühl verlassen. Wir haben mehrere Risikoanalysen gemacht, wir versuchen innerhalb der Organisation still zu sein. Ihr habt es mitbekommen. Janson ist nicht mehr auf unserer Seite.“ „Warum sind Sie so ehrlich zu uns?“ Ich war mittlerweile von dem Stuhl aufgestanden. In meinem Körper kribbelte alles und ich konnte nicht länger still sitzen. „Weil ihr jetzt ein wichtiger Teil seid und ich euch vertraue. Ich weiß, dass ihr beiden niemanden in den Tod reißen wollt. Selbst wenn ihr euch Vergeltung für alles wünscht, seid ihr keine schlechten Menschen. Ihr seid ein Teil der ganzen Versuchsreihe, weil ihr innerlich stark und sicher seid. Felina, wir hätten dich niemals in zwei verschiedene Labyrinthe geschickt, wenn du nicht stark dafür gewesen wärst. Und Newt, selbst wenn du deine Zweifel hattest und die Momente in denen du aufgegeben hast, du bist hier und dafür gibt es einen Grund. Überlegt einfach selber einmal. Ihr seid nicht nur Versuche.“ Überwältigt von der Antwort hielt ich mich an dem Schreibtisch fest und sah zu Newt, der genauso überrascht schien. Wir schienen auf neue Menschen zu stoßen, vor dem Labyrinth war alles etwas anders gewesen.
Anscheinend sah diese Gruppe keine andere Möglichkeit mehr als Plan B. Und es musste jetzt alles schnell laufen.
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