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Chasing Hope

von Dreamer5
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Harriet Newt OC (Own Character) Sonya Teresa Agnes Thomas
16.03.2018
02.01.2021
55
104.540
16
Alle Kapitel
76 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
06.08.2019 1.587
 
Hallo, ich bin wieder da. :)
Nein, ich wurde nicht verschluckt. Ich habe nur einfach mal wieder nicht die Zeit gefunden.
Ich hoffe ihr seid immer noch gespannt, wie es jetzt mit Felina und Newt weiter geht.
Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Lesen des neuen Kapitels.
Liebe Grüße





Die Luke im Boden führte uns direkt in die Halle, in denen die Schöpfer damals auf uns gewartet hatten. Die Halle war immer noch zerstört, keiner hatte es für nötig befunden, die zerstörten Computer und Glasscheiben zu entfernen. Nur die Körper der erschossenen, die ja doch nicht umgebracht wurden, waren verschwunden. „Gruselig hier unten. Hier hat sich wirklich nichts verändert.“ Newt zeigte auf eine Blutlache am Boden. „Dort wurde Chuck umgebracht. Dort haben wir den Kleinen verloren.“ Ich nickte, Newt hatte während unserer langen Gespräche auch von den neuen erzählt. Chuck war einer von ihnen gewesen. Der jüngste, der je im Labyrinth war. ANGST schreckte wirklich vor nichts zurück.
Im hinteren Teil des Raumes war die zerstörte Glasfassade. Hier hatten die Mitarbeiter gesessen und uns mit den Käferklingen beobachtet. Eine dünne Staubschicht lag auf den Arbeitsplätzen. Ich verstand noch nicht so ganz, warum man die Leute auf die Lichtung gebracht hatte, sich aber nicht dafür interessierte was sie dort machten. Sollten sie für etwas anderes genommen werden. Gab es vielleicht einen weiteren Plan? Ich strich über einen der Plätze. Es fühlte sich so surreal an hier zu stehen. Ich wollte nur, dass es endlich enden würde.
„Da hinten ist eine Tür. Die sollten wir ausprobieren.“ Newts Hand zeigte auf eine kleine Nische, in der man, wenn man ganz genau hinsah, tatsächlich eine Tür entdeckte. Newt griff nach dem kleinen Knauf, der mehr wie ein Lichtschalter aussah. „Verstecken können die.“ Dann drückte er den Schalter und die Tür glitt auf.

Eine Lampe flackerte an der Decke und erhellte den langen Flur vor uns für ein paar Sekunden. „Ich glaube die Leitung wurde letztes Mal beschädigt.“ Ich nickte und machte den ersten Schritt. Der ganze Flur war grau und für einen kurzen Moment erinnerte mich das an den Tunnel unter der Erde, durch den die Mädchen und ich damals laufen mussten.
Newt war direkt hinter mir, als etwas hinter uns schabte und dann klackte. „Die Tür! Sie ist zu.“ Ich lief zurück zu der Wand, die auf dieser Seite keinen Schalter besaß. „Verdammt, wir sind gefangen.“ Newt nahm meine Hand. „Dann sollte wir in die andere Richtung einen Ausgang suchen. Ich nickte und ließ mich von dem Blonden ziehen.

Der Gang zog sich eine ganze Weile und wir endeten wieder vor einer Wand, diesmal gab es jedoch einen Schalter und Newt betätigte ihn. Es wurde so hell, dass ich meine Augen schließen musste. Bevor ich sie wieder aufmachen konnte, hörte ich Stühle quietschen und das Klacken von Pistolen. Erschrocken riss ich die Augen auf und das Licht brannte wieder in meinen Augen, aber ich konnte jetzt sehen was vor uns war. „Hände hoch!“ Zwei Ärzte in schwarzen Kitteln standen vor uns. Einer der beiden hielt einen Granatwerfer auf uns. Der andere stand hinter ihm. Ich sah die Verwirrung in ihren Augen, aber auch ihre Kampfbereitschaft.
Newt und ich fügten uns, wir hatten gar keine andere Wahl. Wir wurden an Stühle gefesselt während der andere ein Telefon hervorholte. „Wir sollten Janson Bescheid geben.“ Der andere Arzt schüttelte den Kopf. „Hast du die Mail nicht bekommen. Alles was die Versuchsgruppe betrifft und Thomas soll sofort der Kanzlerin mitgeteilt werden. Ich glaube Janson hat Mist gebaut.“ „Ja, ich weiß…“ Der andere unterbrach seinen Partner und zeigte auf uns. Beide nickten sich verstehend zu.
„Sie können uns ruhig die Wahrheit sagen. Wir werden es ja doch erfahren.“ „Das sollte euch jemand anderes sagen.“ Der Mann mit der Waffe setzte sich auf einen Stuhl vor uns hin, während der andere in einen Nebenraum ging. „Ihr habt also den Geheimgang entdeckt. Wie lange wart ihr denn schon im Gebäude?“ Ich schüttelte den Kopf. „Wenn Sie uns nichts sagen, sagen wir auch nichts.“ Der Mann seufzte und sah uns dann an. „Ihr beiden seid schon harte Nüsse, aber ich habe von dir nichts anderes erwartet, Felina.“ Ich sah ihn den Mann an. Es war nichts neues, dass die Leute hier beim Namen kannten, aber normalerweise sollte ich auch sie kennen. „Wer sind Sie?“
„Morn. Josef Morn. Ich habe dich damals betreut im Labyrinth. Ich war für die Entwertung deiner Ergebnisse zuständig. Ich bin überrascht, wie lange du dem Virus bis jetzt stand gehalten hast.“ Dann stand er auf und zog eine Spritze aus einer der Schubladen und ging zu Newt, der noch kein Wort gesagt hatte. „Junger Mann, ich denke das wirst du brauchen.“ Dann spritze er die durchsichtige Flüssigkeit in Newts Arm. „Du bist im vorletzten Stadium. Du solltest aufpassen, was du machst.“
„Was ist mit einem Heilmittel?“ Meine Stimme zitterte, die Frage machte mir Angst, aber sie musste ausgesprochen werden. „Wir arbeiten daran.“ Ich schüttelte heftig den Kopf. „Das sagen Sie die ganze Zeit. Aber wir werden sterben. Und das hätte alles nicht sein müssen!“ Der Arzt nickte stumm. „Es wurden Fehler gemacht, aber wir versuchen sie auszubessern.“ Ich sah ihn so böse an wie ich konnte. Er war natürlich nicht als einzelner für alles schuldig, aber er war Teil dieses Organisation. Er hatte sich wie alle andere schuldig gemacht.

Der andere Arztbetrat wieder den Raum. „Wir bekommen gleich Besuch. Vielleicht mildert das eure Laune.“ Ich antwortete ihm nicht und sah stattdessen zu Newt, der bleich neben mir saß. Ihm ging es nicht gut und es wurde immer schlimmer.
„Was passiert, wenn er im letzten Stadium ist?“ Ich wendete meinen Kopf nicht von Newt, der mich jetzt ebenfalls ansah. Er sah furchtbar müde aus. „Ich möchte es lieber nicht wissen.“ Newts Stimme war kräftig, dafür dass er so fertig aussah. Ich nickte nur, sicher dass ich die Frage zu einem späteren Zeitpunkt nochmal stellen würde.  


*


Die Tür ging auf und eine Frau mit hellem Haar kam herein. Ich erkannte sie sofort. Es war Ava Paige. „Hallo ihr beiden, die Herren.“ Sie zögerte nicht und schloss direkt nach ihr die Tür ab. „Es ist besser, wenn wir unter uns bleiben.“ Keiner im Raum widersprach ihr.
„Felina, Newt, so makaber es klingt, ich bin froh euch zu sehen. Wir sollten ganz offen zueinander sprechen. Sind die anderen bei euch?“ „Warum sollten wir kooperieren? Wir fallen nicht nochmal auf sie herein.“ Newts Worte waren kalt und forsch. Die Kanzlerin sprach unbeeindruckt weiter. „Wir sind alle auf derselben Seite. Ich weiß, das sagen wir euch die ganze Zeit, aber es ist die Wahrheit. Die Tests sind vorbei. Wir suchen nur noch nach einer Heilung. Und ihr alle seid der Schlüssel.“ „Und was sollen wir bewegen können? Sie suchen nach Jahren und erzielen keine Erfolge.“ Ava Paige kniete sich neben mir und löste meine Fesseln. „Ich denke die werden wir nicht mehr brauchen.“ Dann tat sie das gleiche bei Newt. „Es geht darum neue Ansätze zu finden, um die nicht immunen zu retten. Ihr habt ein kurzes Leben vor euch, wenn nichts passiert.“ „Damit haben wir uns bereits abgefunden.“
Die Ärzte seufzten im Hintergrund und die Kanzlerin warf ihnen einen bösen Blick zu. „Ihr seid die Zukunft. Es sollte euch wichtig sein weiter zu leben. Ihr solltet etwas verändern…“ „So wie sie?“ Newt unterbrach die ältere Frau und schüttelte seine Hände aus. „In all den Jahren habe ich ihre Veränderung am Leib spüren dürfen. Ich wäre mehrmals fast gestorben, warum sollte ich jetzt also überleben wollen?“ „Weil du noch nicht tot bist.“ Die Kanzlerin setzte sich auf den Stuhl, auf dem eben noch Dr. Morn gesessen hatte.

„Es geht nicht nur um euch beide oder um uns. Es geht auch um eure Freunde. Wir wissen, dass sie geflüchtet sind. Wir wollen euch allen eine zweite Chance ermöglichen. Wir haben bereits seit einiger Zeit neue Pläne, die im geheimen Laufen. Deswegen sind wir auch nur zu dritt hier.“ Dabei zeigte Ava Paige auf die zwei Gestalten hinter sich. „Wir wollen euch in Sicherheit bringen und um eure Sicherheit zu gewährleisten, müssen wir den Virus besiegen.“
Dr. Morn kam nach vorne. „Wir haben bereits ein paar Tests gemacht, die vielversprechend waren. Wir müssten nur noch jemanden haben, um herauszufinden, ob es funktioniert.“ „Ich wusste es hat alles einen Haken!“ Newt stand abrupt auf, so dass sein Stuhl nach hinten kippte. „Sie lügen schon wieder. Sie können nichts anderes als Lügen. Warum tun Sie nicht einmal etwas vernünftiges?“ Newt schlug mit der Faust gegen die Wand, aus der wir gekommen waren. Ich wollte aufstehen und ihn beruhigen, aber ich wusste, dass es keinen Sinn hatte. „Was wenn es wieder nicht funktioniert?“ Ava Paige schwieg kurz. „Dann müssen wir weiter forschen.“ Newt stöhnte auf. „Sehen Sie das nicht? Das ist ein nicht endender Kreislauf. Sie werden keine Lösung finden.“

„Wenn ich mich bereits erkläre mitzumachen, lassen Sie dann die Menschen im Labyrinth frei und hören auf uns zu verfolgen?“ „Wir wollen euch nur beschützen.“
Bevor ich etwas antworten konnte, wurde ich von Newt hochgezogen und in eine Ecke gedrückt. „Du machst da ganz sicher nicht mit. Sie werden dich nur umbringen.“ „Und vielleicht funktioniert es diesmal und wir retten dich und die anderen.“ Newt nahm mich an den Schultern und schüttelte mich. „Sei nicht so blöd. Die wollen uns nichts gutes.“ Ich nahm Newts Hände. „Wir müssen eine Lösung finden.“
Ava Paige hatte uns nicht aus den Augen gelassen und sah mich jetzt an. Newt sah aus, als hätte ich ihn geschlagen, aber ich hatte mich bereits entschieden.
„Ich bin dabei.“
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