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Chasing Hope

von Dreamer5
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Harriet Newt OC (Own Character) Sonya Teresa Agnes Thomas
16.03.2018
02.01.2021
55
104.540
16
Alle Kapitel
76 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
07.06.2019 1.340
 
Guten Abend. Ich bin wieder zurück... nach über einem Monat. Es tut mir schrecklich leid.
Die Hausarbeiten häufen sich und auch die Prüfungen rücken immer näher. Darunter leidet leider nicht nur meine Zeit, sondern auch meine Kreativität. Aber ich habe ein neues Kapitel geschrieben, ich habe mich tatsächlich motiviert bekommen.
Bevor ich mich aber wieder verabschiede und euch mit dem Kapitel alleine lasse, wollte ich mich noch einmal für die ganzen Empfehlungen und Favoriten bedanken. Das ist bis jetzt meine größte Geschichte und die Rückmeldung von euch ist wirklich toll. Dankeschön. Lasst doch gerne wieder ein Review da.
Ganz liebe Grüße und schönes Pfingstwochenende.
Jess





Ich strich mir die Haare aus dem Gesicht, da sie mich an der Nase kitzelten. Newt starrte immer noch auf die Kette in seiner Hand, als versuchte er sich an irgendwas zu erinnern. „Es ist so viel damals passiert. Ich will gar nicht alles wiederaufleben lassen. Viele der Dinge haben uns beide ziemlich belastet.“ Newt schüttelte den Kopf. „Du musst es mir erzählen, ich muss wissen, warum du verschwunden bist und warum ich nichts mehr weiß.“ Ich sah ihm lange in die braunen Augen. „Ich war eine Variable für euch. Ich sollte neue Ergebnisse liefern. Ich bin angekommen und ihr habt mich alle gehasst. Vielleicht nicht alle, aber die meisten. Gally war der schlimmste.“ Newts Kopf zuckte hoch. „Ist das wahr? Klonk, das ergibt Sinn. Ich habe von einem Tag auf den anderen nichts mehr mit Gally machen wollen. Er war auf einmal ein so widerlicher Kerl und unsere Beziehung hat sich nicht mehr gebessert.“ Ich sah ihn an. „Anscheinend waren unsere Gefühle stärker als die Gehirnmanipulation. Wir haben die Einstellung und Gefühle zu den Personen unterbewusst  beibehalten. Damit haben sie bestimmt nicht gerechnet.“ Newt nickte und sah mich dann wieder an. „Was ist noch passiert?“ Ich atmete tief durch und sah mir die Plattform an, auf der wir immer saßen. „Ich habe mich in dich verliebt. Je mehr du mir zur Seite standst, je mehr du mich zum Lachen gebracht hast. Ich habe es nicht bemerkt und auf einmal warst da nur noch du und ich habe gehofft, dass wir gemeinsam von diesem Ort verschwinden können. Aber es ist nie dazu gekommen.“ Newt nahm meine Hand. „Wir können es jetzt tun. Lass uns gehen. Die Tore öffnen sich morgen wieder und wir kennen den Weg, wir hauen ab.“ Ich presste meine Lippen aufeinander. „Ich weiß nicht, Newt. Wir…“ „Wir sterben doch sowieso, sie werden keine Heilung finden, es sind nur Lügen. Es waren immer nur Lügen. Wir müssen nicht unsere letzten Tage hier verbringen.“ „Aber die Menschen. Sie brauchen jemanden, der ihnen hilft. Wir können sie nicht das gleiche durchmachen lassen, das haben sie nicht verdient.“ „Aber wir haben es auch nicht verdient, oder Felina? Ist es fair, dass wir zwei Jahre hier eingesperrt waren? Ist es fair, dass wir beide den Virus haben? Nein, ist es nicht. Wir können uns nicht um jeden kümmern.“
Ich ließ fassungslos Newts Hand los, er war auf einmal wie ausgewechselt. Ich wusste, dass es der Virus war, der aus ihm sprach, aber es durfte nicht so schnell gehen. Newt verwandelte sich zu schnell.

„Newt? Was spürst du gerade?“ Ich traute mich nicht ihn zu berühren, Angst dass er vielleicht etwas wütender wurde. „Wut, dass fühle ich! Ich habe genug von ANGST!“ Ich sah ihn stumm an, Tränen sammelten sich in meinen Augen, aber ich versuchte sie zu unterdrücken. Aus meiner Tasche zog ich eine der Spritzen. „Das wird dir helfen, Newt.“ Bevor er etwas sagen konnte, drückte ich die Nadel auch schon in seinen Arm und die Flüssigkeit breitete sich in seinem Körper aus.“ Warum tust du das? Ich war mein ganzes Leben wütend auf diese Menschen, ich bin nicht anders als vorher.“ Ich schüttelte den Kopf. „Du hast dich noch nie über die anderen gestellt, Newt. Das bist nicht du.“ „Wer soll ich denn sonst sein? Das ist doch Unfug. Wir sollten gehen. Du hast die Wahl, du kannst hier bleiben, oder aber du kommst mit mir und wir machen sie fertig.“ Ich krallte mich an Newts Arm fest. „Newt, du bringst dich in Gefahr. Dass kann nicht gut gehen.“ Verzweiflung überkam mich. Wie lange würde das Mittel brauchen, ehe sich Newt etwas beruhigte? Ich wusste nicht, wie ich ihn ruhig halten konnte.
Ich hielt ihn nur stumm am Arm und starrte ihn an. Er atmete scher und starrte in die Dämmerung auf die Lichter, die vom Gehöft kamen. Ich weiß nicht, wie lange ich ihn hielt, aber irgendwann nahm er meine Hand, die sich in seinen Arm vergraben hatte und verschränkte sie mit seiner.
„Es tut mir leid. Ich wollte das nicht. Ich konnte nichts dagegen tun. Es ist einfach über mich gekommen.“ Ich legte meinen Kopf an seine Schulter. „Ich weiß.“ Ich sprach nicht weiter. Ich wollte ihm meine Befürchtung nicht preisgeben. Er sollte nicht wissen, dass es bei ihm schneller war als bei den anderen. Er sollte nicht wissen, dass mein Herz so laut vor Angst geklopft hat, als er lauter wurde. Ich wollte es mir nicht eingestehen, aber ich hatte kurz Angst vor ihm gehabt.


*


Mein Kopf lag immer noch auf Newts Schulter. Mittlerweile war es fast stockdunkel und ich sah die kleinen roten Lichter der Käferklingen. Es war keine bei uns. Hatten sie uns schon entdeckt? Aber warum war dann keine bei uns?
„Erzähl mir eine Geschichte.“ Newt strich sanft über meine Haare und nahm eine meiner Strähnen, die er hin und her drehte. „Was für eine Geschichte?“ „Eine Geschichte von uns. Erzähl mir etwas, was wir zusammen gemacht haben.“ Ich musste lächeln, das waren schöne Erinnerungen.  
„Wir sind einmal nachts zusammen unterwegs gewesen. Die anderen haben tief und fest geschlafen und wir beide haben uns an der Tür des Gehöfts getroffen und sind an den Schlafenden vorbei geschlichen. Dabei bin ich fast auf Clint getreten,  aber nur fast. Am Wald sind wir dann stehen geblieben. Du wusstest, dass ich keinen Fuß mehr darein setzen wollte. Gally hatte mich so sehr verschreckt, dass ich mich nicht mehr als einen halben Meter rein traute. Deswegen wanderten wir am Rand entlang, bis du einen Baum entdeckt hast, der breiter war als die anderen. Du bist einfach hochgeklettert und hast mich von oben angesehen und mich herausgefordert auch zu kommen. Erst wollte ich nicht, aber nachdem du mir deine Hand entgegen gehalten hast, bin ich hinterher. Wir saßen lange in der Baumkrone. Wir haben die Füße baumeln lassen und du hast mir von dem Labyrinth erzählt und wie sehr du es hasst. Ich habe dann deine Hand genommen und dir versprochen, dass wir zusammen hierauskommen würden. Du hast mich dann lange angesehen und mir dann einen Kuss gegeben. Etwa so.“ Ich hob meinen Kopf und platzierte einen kleinen Kuss auf seine Wange. „Und dann?“ Newt legte seinen Arm etwas fester um mich, seine Augen fixierten mein Gesicht und ich sah ein kleines Lächeln, dass sich auf seinem Gesicht breit gemacht hatte. „Ich weiß es nicht mehr.“ Newt sah mich an. „Und ob du es weißt, was ist passiert.“ Ich musste grinsen.
„Ich bin noch ein Stück näher zu dir und kurz bevor sich unsere Lippen trafen sind wir vom Baum gefallen. Es hat fürchterlich gedonnert, als wir auf der Erde landeten. Du hast auf einmal so laut geschimpft, dass ich von irgendwoher eine Stimme hörte, die deinen Namen rief. Wir sind danach dann ganz schnell zurück und du hast dich dann bei den Geweckten entschuldigt, während ich zurück in mein Zimmer geschlichen bin.“ „Hmm, das klingt ja jetzt nicht so, als ob wir sonderlich viel Spaß hatten.“ „Am nächsten Tag haben wir nur noch darüber gelacht und uns wieder auf unsere Plattform gesetzt.“ „Unsere Plattform?“ Ich nickte und legte meinen Kopf wieder auf seine Schulter. „Es war unsere Plattform, sie war und wird es immer sein.“ Ich schloss meine Augen und hörte Newt neben mir atmen. „Unsere Plattform.“ Er murmelte die Worte und drückte dann einen leichten Kuss auf meinen Scheitel, kurz danach schlief ich in seinem Arm ein.
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