Dreams come true

von carodeern
GeschichteDrama, Romanze / P16
14.03.2018
30.12.2019
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Aufgeregt sitze ich mit meinen Klassenkameraden in der ersten Reihe im großen Saal im Krankenhaus, an dem wir unsere Ausbildung gemacht haben. Hinter uns sitzen unsere Eltern, Geschwister und unsere Lehrer. Nach den Reden werden nun unsere Ernennungsurkunden verteilt. In den letzten fünf Wochen haben wir unsere Prüfungen geschrieben, unsere praktischen Kenntnisse gezeigt und uns mündlich durch die Anatomie des menschlichen Körpers gequält. Es hat sich gelohnt, denn nun sitzen wir hier.

"Und als Jahrgangsbeste hat Ihr Examen zur staatlich anerkannten Physiotherapeutin bestanden: Carolin Hummler. Herzlichen Glückwunsch.", sagt unser Schulrektor. Ich stehe auf und erhalte meine Ernennungsurkunde und einen kleinen Blumenstrauß. Nach dem ein Foto gemacht wurde, setze ich mich wieder hin. Mit einer Klassenkameradin betrete ich die Bühne, nachdem alle ihr Zeugnis in der Hand halten. Wir halten eine Rede auf die letzten drei Jahre und haben das ganze auch noch in einem kleinen Film dargestellt.
Danach ist der offizielle Teil des Tages beendet. Am Ende des Saals stehen Sekt und Brezeln und wir stoßen alle auf unser Examen an.
Abends feiern wir mit unseren Eltern, Lehrern, Mitschülern und Freunden einen rauschenden Ball, der bis in die frühen Morgenstunden andauert.

Dementsprechend müde bin ich, als nach gerade einmal drei Stunden Schlaf der Wecker klingelt, aber heute beginnt mein großes Abenteuer. Ich verbringe vier Monate als Physiotherapeutin bei der norwegischen Biathlonmannschaft.
Nach dem Aufstehen frühstücke ich und packe dann meinen Koffer zu Ende. Zum Mittagessen bekomme ich kaum einen Bissen herunter vor lauter Aufregung.
Gegen drei Uhr bringen mich meine Eltern zum Flughafen nach Hamburg, denn von da aus geht mein Flieger nach Oslo. Nach dem Einchecken gehe ich mit meinen Eltern in Richting Sicherheitskontrolle. Vor der Absperrung verabschiede ich mich von meinen Eltern. "Guten Flug und viel Spaß in Norwegen. Melde dich wenn du angekommen bist.", sagt meine Mutter. "Den werde ich auf jeden Fall haben und ich melde mich sobald ich gelandet bin." Mein Vater zieht mich in eine Umarmung und wünscht mir ebenfalls viel Spaß. Dann gehe ich durch die Sicherheitskontrolle und mache mich auf den Weg zu meinem Gate.

Ich habe noch über eine Stunde Zeit bis mein Flug geht, also suche ich mir einen Platz mit einer Steckdose. Ich stecke mein Handy ein und öffne Instagram. Ich entschließe mich ein Foto vom gestrigen Abend hochzuladen. Anschließend scrolle ich noch durch meinen Feed und gucke mir die Storys meiner Freunde auf Snapchat an. 45 Minuten später wird mein Flug aufgerufen und das Boarding beginnt und ich schalte den Flugmodus in meinem Handy ein bevor ich es in meine Tasche packe. Dann gehe ich ins Flugzeug und lasse mich auf meinen Platz fallen, nachdem ich mein Handgepäck verstaut habe. Ich habe das Glück, das der Platz neben wir frei ist und ich etwas mehr Platz habe. Dann behebt das Flugzeug auch schon ab.

Eineinhalb Stunden später  macht die Stewardess die Ansage, dass die Sitze wieder in eine aufrechte Position gebracht werden sollen und man sich wieder anschnallen soll. Ich packe meine Kopfhörer wieder in meine Handtasche und schaue aus dem Fenster. Irgendwann kommt Oslo in mein Blickfeld und ich rutsche unruhig auf meinem Sitz hin und her.
Nachdem das Flugzeug endgültig steht, springe ich auf und schnappe mir mein Handgepäck. Viel zu langsam schleiche ich aus dem Flugzeug und mache mich auf den Weg zum Gepäckband. Nach der Passkontrolle warte ich am Gepäckband auf meinen Koffer. Runde um Runde dreht sich das Band bis endlich mein Koffer erscheint. Mit meinem Handgepäckskoffer und meinem großen Koffer in der Hand gehe ich in die Ankunftshalle.

Dort soll ein Physiotherapeut der norwegischen Mannschaft mich abholen, aber ich sehe ihn nirgendwo und auch kein Schild mit meinem Namen. Auf einmal höre ich eine Stimme hinter mir. „Hallo, sind Sie Frau Hummler?“, fragt mich ein Mann. Ich drehe mich um und blicke in tiefblaue Augen. „Ja das bin ich.“, antworte ich leicht irritiert. „Hey. Ich soll Sie abholen, Björn ist krank. Er hat versucht Sie noch anzurufen, aber wahrscheinlich ist Ihr Handy schon aus gewesen. „ Ich gucke auf mein Handy und schalte den Flugmodus aus. Keine zwei Sekunden später bekomme ich schon die Nachricht, dass ich eine Nachricht auf meiner Mailbox habe und einen Anruf in Abwesenheit. Mit einem Blick auf die Uhrzeit stelle ich fest: „Ja da saß ich schon im Flieger und hatte mein Handy im Flugmodus. Danke, dass Sie mich abholen, aber wer sind Sie überhaupt?“

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Dies ist meine erste FanFiktion, die ich veröffentliche. Anmerkungen könnt ihr mir gerne jederzeit schreiben ;)
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