Sein letzter Wunsch.

GeschichteHumor, Romanze / P18 Slash
Emily Farmer (männlich) Farmer (weiblich) OC (Own Charakter) Robin Sebastian
14.03.2018
18.08.2020
37
147.522
4
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04.04.2020 3.222
 
Kapitel 34
Kleine Schritte.

Die Beziehung mit Sebastian war von Anfang an ein wenig holprig, fast schon kompliziert. Seine Empfindlichkeit und mein aufdringliches, unsensibles Verhalten sind aufeinander geprallt wie zwei verschiedene Welten. Dass wir überhaupt so weit gekommen sind, ist fast schon ein Wunder. Seine gemischten Signale waren so schwer zu deuten, doch das, was er in diesem Moment von mir möchte verstehe ich mehr als deutlich.

Es ist das erste Mal, dass ich Sebastian so nah kommen darf. Heute genießt er meine Berührungen, anstatt sich bedrängt zu fühlen. Anstatt von mir wegzulaufen, flüchtet er in meine Arme. Ihm entkommt ein sanftes Stöhnen, als ich sein bestes Stück massiere.

Sebastian sitzt auf meinem Schoß, seine Arme sind um meinen Hals geschlungen. Vorsichtig und zaghaft bewegt er seine Hüfte.
„Darf ich einen kleinen Schritt weiter gehen?“, erkundige ich mich.
„Was machst du?“, fragt Sebastian leise nach.
„Ich will dich nur ein klein wenig ausziehen. Wenn du deine Unterwäsche anlassen willst, ist das aber auch okay. Ich hab dir ja versprochen, dass ich nichts tun werde, was du mir nicht auch erlaubst.“
Sebastian kuschelt sich an mich. „Okay.“

Sebastians Erlaubnis ermöglicht es mir, vorsichtig in seine Boxershorts zu fassen. Ich ziehe sie etwas hinunter, um seinen Penis freizulegen. Ich lasse mir nicht viel Zeit, sondern fasse meinen Freund gleich wieder an, um ihn zu massieren.

„Mhm…“, seufzt Sebastian leise.

Während ich über Sebastians Penis streiche, küsse ich liebevoll seine Schläfe, seine Wange und arbeite mich zu seinem Hals vor. Mein Freund kommt mir entgegen, indem er sich die Haare zur Seite streicht und mir mehr Haut zum Küssen bereitstellt.

„Das fühlt sich schön an, Max…“
„Es gibt noch ein paar andere Dinge, die ich gerne an dir ausprobieren würde. Aber hab keine Angst, ich werde dich heute nicht überfordern“, verspreche ich ruhig, wonach ich gleich wieder seine Haut küsse. „Genieß jede Sekunde.“
„Darf ich… also… Meine Unterwäsche spannt ein bisschen, darf ich sie ausziehen?“, fragt Sebastian nun schüchtern.

Ich lasse von ihm ab, er lässt sich langsam von mir gleiten. Um ihm die ‚Umstände zu ersparen‘, lege ich meine Hände an seine Boxershorts, um sie ihm über die Beine zu streifen. Ich küsse seinen bloßen Schenkel. Mit meinem Zeigefinger locke ich Sebastian wieder auf meinen Schoß. Ich merke gleich, dass er etwas nervös ist, doch ich versuche mich daran, ihm den Stress zu nehmen.

Sebastian lässt sich wieder auf meinen Beinen nieder. Er sieht mich nur kurz an. Halbnackt zu sein scheint ihm gar nicht zu gefallen und dabei müsste er sich überhaupt nicht schämen. Sebastian sieht fantastisch aus, jede Faser seines Körpers ist wundervoll. Dass er von seinen ‚Genen enttäuscht ist‘, so wie er es gesagt hat, kann ich auch nicht nachvollziehen. Sein Penis ist wohlgeformt, nicht gekrümmt und auch die Proportionen passen zu seinem restlichen Körper. Ich habe schon viele Penisse gesehen und muss sagen, dass Sebastians bestes Stück sich definitiv sehen lassen kann.

Um meinen Freund wieder zu entspannen, verwickle ich ihn in einen sanften Kuss. Meine Bedenken werden schnell zerstreut, als Sebastian meine Hand wieder an seinen vorherigen Platz führt. Als ich mit meiner Massage fortfahre, muss ich etwas grinsen, was meinen Freund dazu veranlasst, seine Lippen von mir zu lösen.

„Ist was?“, fragt er nach. „War das nicht gut?“
Ich schüttle den Kopf. „Es ist schön, dass du aus deinem Schneckenhaus kommst, das ist alles. Zeig mir ruhig, was dir gefällt. Ich bitte sogar darum.“
Er nickt zaghaft. „Es fühlt sich schön an, wenn du mich anfasst.“

Erneut küssen wir uns. Je länger ich Sebastian massiere, desto dringender möchte ich noch einen weiteren kleinen Schritt machen. Unsere Zungen berühren sich, während ich meine Hand um Sebastians Penis schließe und das Tempo ein wenig erhöhe. Bis jetzt hatte ich noch nicht im Kopf, meinen Freund zu seinem Höhepunkt zu bringen, doch jetzt will ich nichts Anderes mehr, als sein Stöhnen zu hören. Er soll spüren, dass man vor Sex keine Angst haben muss.

„Mhmm… Hör bloß nicht auf…“, bittet mein Freund erregt. Er legt den Kopf in seinen Nacken. Ich nutze die Gelegenheit, um dafür zu sorgen, dass Sebastian sich hinlegt. Er wehrt sich nicht weiter, immerhin ist er vollkommen auf die Bewegung in seinem Schritt fixiert.

Ich versuche, es mir halbwegs bequem zu machen, dabei merke ich, wie nervig es sein kann, wenn man ein großer Mensch ist. Ich habe schlicht nicht genug Platz, um mich gemütlich auszubreiten. Etwas umständlich bringe ich Sebastian dazu, sich längs auf die Couch zu legen, doch er versteht den Wink. Er bettet seinen Kopf auf einer zusammengelegten Decke. Sobald ich zwischen seinen Beinen sitze, lege ich meine Hand wieder an seinen Penis und massiere ihn weiter.

„Erschreck dich bitte nicht.“ Vorsichtshalber greife ich mit meiner freien Hand nach eine seiner Händen. „Wenn ich dir Angst mache, dann zieh an meiner Hand und ich höre sofort auf.“
„Was? Womit denn? Max, ich…“

Mein Freund kommt nicht dazu, seinen Satz zu beenden, denn ich zeige ihm, was ich mit ihm vorhabe. Ich beuge mich zu seinem Schritt und nehme sein erregtes Glied in den Mund. Saugend bewege ich meinen Kopf auf und ab, dadurch entlocke ich Sebastian schnell ein weiteres Stöhnen. Schon nach wenigen Bewegungen spüre ich, dass Sebastian immer härter wird. Plötzlich drückt er meine Hand fest und presst seine Hüfte gegen mein Gesicht. Ich bin überrascht, dass er so schnell kommt, doch ich lasse mich nicht einschüchtern und schlucke.

Als Sebastians Hüfte wieder auf die Polsterung sinkt, lasse ich seinen Penis aus meinen Mund gleiten. Bevor ich mich aufsetze, liebkose ich noch seinen Oberschenkel mit Küssen.

„Entschuldige. Es tut mir so leid, das war auf einmal so schön und…“
Ich schmunzle etwas. „Du musst dich nicht entschuldigen, es ist alles okay.“ Mit einem Taschentuch aus der Spenderbox auf meiner Kommode sorge ich dafür, dass Sebastians Schritt wieder trocken ist. Ich wische mir auch über den Mund. „Wenn ich nicht gewollt hätte, dass das passiert, hätte ich gar nicht erst angefangen. Ich hab’s gerne gemacht, Sebastian.“
„Oh-Okay…“

Ich stehe auf, mein Freund sucht sofort nach seiner Unterwäsche, um sich anzuziehen. Als ich etwas Abstand von der Couch nehme, hält er meine Hand fest. „Halt, wohin gehst du?“
„Nur kurz ins Badezimmer.“
„Aber du kommst wieder zurück und wir kuscheln, richtig?“
Ich bin etwas verwirrt, weil Sebastians Gesichtsausdruck förmlich nach Angst und Panik schreit. Beinahe als würde ich jetzt durch die Badezimmertür gehen und für immer verschwinden.
„Ja, sicher…“

Im Badezimmer wasche ich mir Hände und Gesicht, außerdem spüle ich meinen Mund aus. Als ich mein Spiegelbild betrachte, zucke ich erschrocken zusammen, denn ich habe nicht erwartet, meinen Freund neben mir zu sehen. Er ist leise wie eine Katze.

„Fuck, hast du mich erschreckt.“
„Entschuldige…“
„Ich putze mir noch die Zähne und dann können wir sofort kuscheln, okay?“
„Mhm.“

Mit einem Handtuch trockne ich mein Gesicht und nehme dann Zahnbürste und Zahnpasta zur Hand. Mein Freund schmiegt sich an meine Seite, während ich mir die Zähne putze.

„Das Gefühl war echt überwältigend, Max.“ Zu antworten fällt mir im Moment nicht gerade leicht, also nicke ich nur. „Ich hätte nie gedacht, dass ich mich jemals so gut fühlen könnte.“

Ich spucke den Schaum in das Waschbecken. Sebby nimmt etwas Abstand, sodass ich mir ohne Stress den Mund ein weiteres Mal ausspülen kann. Ich räume die benutzten Utensilien wieder weg und hebe meinen Freund hoch. Sebastian kichert, als ich ihn aus dem Badezimmer trage.

Zufrieden setze ich meinen Freund auf der Couch ab, er sieht zu mir nach oben. „Ich liebe dich, Max.“
„Ich dich auch, Schätzchen. Hast du Lust auf einen Film? Wir sind ja ein bisschen vom Thema abgekommen.“
Sebastian nickt. „Ja, könnte sein, dass ich ungefähr 99,99 Prozent des Films verpasst habe.“ Er sieht zum Fernseher.
„Das liegt alleine an dir und deinen sexy Reizen.“
„Ich kann mich nicht beklagen.“ Grinsend streicht Sebastian über meine Boxershorts. „Muss ich jetzt auch irgendwas tun?“
„Nein, außer du möchtest. Für den Anfang wäre es mir recht, wenn du dich selbst nicht überforderst.“
„Okay.“
„Lass uns den Film ansehen und falls du zuuuufällig Lust darauf hast, mich zu belästigen kann ich ja so gnädig sein und mich für dich ausziehen“, biete ich an.
„Ach was, zieh dich gleich aus, dann bleibt mir die Frage erspart“, antwortet Sebastian selbstsicher.

Wir machen es uns zusammen auf der Couch gemütlich. Ich lege mich hin und starte den Film von vorne. Sebastian bleibt jedoch sitzen. Seine kleine, freche, neugierige Hand sucht ihren Weg unter die Kuscheldecke direkt an mein unbekleidetes bestes Stück. Ich genieße die Berührungen und die Bewegungen in meinem Schritt. Den Anfang des Filmes verpasse ich ein weiteres Mal, denn ich schließe meine Augen, um den Moment auskosten zu können. Anfangs sind Sebastians Versuche etwas unregelmäßig, doch je härter ich werde, desto einfacher fällt es ihm, das Tempo regelmäßig beizubehalten. Nach einer Weile wechselt er die Hand, dass er etwas Übung brauchen wird, war mir klar, ich bin also nicht enttäuscht, dass Sebastian recht schnell müde wird.

„Das wird ganz schön anstrengend.“
„Dann hör auf“, antworte ich, dabei sehe ich Sebastian wieder an. Er ist allerdings auf seine Hand fixiert.
„Nein, ich will, dass du dich auch gut fühlst.“
„Kleiner Vorschlag, ich mache die Arbeit und wenn ich kurz davor bin zu kommen, dann löst du mich ab. Es dauert bestimmt nicht mehr lange.“
„Okay.“

Ich löse Sebastian wie besprochen ab und beginne damit, mich selbst zu massieren, außerdem ziehe ich die Decke von meiner Hüfte, um mehr Bewegungsfreiheit zu haben.

Wenige Minuten später merke ich, dass ich immer näher an meinen Höhepunkt komme. Um eine Sauerei zu vermeiden, lege ich meine Boxershorts auf mein bestes Stück. Sebastian erkennt den Wink ganz von selbst, er legt seine Hand auf meinen nun verhüllten Penis und ahmt mein eigenes Tempo nach. Wenige Sekunden unter Sebastians Hand ist es dann so weit.

Eilig ziehe ich meinen Freund an seinem Shirt zu mir. Wir küssen uns, während ich durch Sebastians Berührung komme. Ich will gar nicht mehr von seinen Lippen ablassen. Der feuchte Stoff in meinem Schritt ist jedoch so unangenehm, dass ich diesen Moment vorzeitig abbrechen muss. Sebastian bewegt seine Hand langsam, erst als ich meine Hand auf seine lege, hört er damit auf.

„Noch ein Kuss“, bitte ich ihn.
Mein Freund nickt und legt seine Lippen gleich wieder auf meine, jedoch nur für einige Sekunden. „Kannst du mich loslassen? Ich würde gerne meine Hände waschen.“

Im Badezimmer wäscht sich nicht nur Sebastian. Mit einem warmen, feuchten Waschlappen mache ich mich auch selbst wieder frisch. Ich fühle mich leicht und äußerst zufriedengestellt. Bis wir miteinander schlafen kann ich mich damit auf jeden Fall anfreunden. Meine beschmutzte Unterwäsche werfe ich in den Wäschekorb. Mir entgehen Sebastians Blicke nicht, als ich nackt im Badezimmer auf und ab gehe. Auch den Waschlappen lasse ich in den Wäschekorb fallen.

„Ist irgendwas?“, frage ich beiläufig, als ich aus dem Schrank frische Unterwäsche nehme.
„Nein“, antwortet Sebastian nach einigen Sekunden Bedenkzeit. „Du siehst verdammt gut aus. Ich frag mich gerade nur, was du überhaupt von jemandem wie mir willst.“
„Darauf kann ich dir sofort eine Antwort geben, ohne dass ich lange überlege. Ich liebe deine Persönlichkeit und deinen süßen, kleinen Knackarsch. Deine Augen, dein Lächeln, dein Lachen, die Art, wie du mich verschlafen und etwas grantig ansiehst, wenn du morgens noch keinen Kaffee hattest. Die Art wie du dich an mich kuschelst und mir das Gefühl gibst, endlich angekommen zu sein.“ Ich lächle meinen Freund an. „Es gibt vieles, was ich an dir liebe, Sebastian.“
„Hm… Wenn das ein Wettbewerb wäre, würden mir acht Dinge einfallen. Deine blauen Augen und dein Sixpack.“
Sebastians Punkte bringen mich dazu breit zu grinsen und meine Muskeln spielen zu lassen. „Siehst du, deswegen trainiere ich. Meine Persönlichkeit ist nämlich nicht besonders liebenswert“, gehe ich grinsend auf Sebastians Aussage ein, dabei ziehe ich mich an. „Schade, dass du nicht neun Dinge gesagt hast, mein Penis ist ein bisschen beleidigt, dass du ihn vergessen hast.“
Sebastian lacht. „Dein Penis soll es nicht persönlich nehmen.“

Ich gehe auf Sebastian zu und nehme ihn in den Arm. Er bekommt einen Klaps auf seinen süßen Po, außerdem streichle ich seinen Kopf.

„Willst du… den Film noch einmal starten?“
„Ich glaube, dass der Film eine schlechte Wahl war“, erklärt Sebastian. Er lässt mich nicht los, sondern verstärkt seinen Griff noch ein bisschen. „Wenn er wirklich gut wäre, dann würden wir nicht ständig spannendere Dinge finden, um uns zu beschäftigen.“
„Zu seiner Verteidigung: Sex ist immer spannender als alles andere.“
Sebby gähnt. Ich spüre seinen warmen Atem an meiner Haut. „Ich glaube, es wird Zeit, dass wir ins Bett gehen.“
Mit einem Nicken stimme ich meinem Freund zu. Er geht schon einmal vor, während ich noch unsere Gläser in die Küche bringe und den Fernseher und das Licht ausschalte.

Im Schlafzimmer finde ich trotz Dunkelheit schnell meinen Weg ins Bett. Sebastian kuschelt sich sofort an mich, ich habe noch nicht einmal die Gelegenheit, mein Kissen zurechtzurücken.

„Nur für’s Protokoll: Ich liebe nicht nur dein Sixpack, Max.“
„Puh, da bin ich aber beruhigt“, antworte ich etwas neckisch. Natürlich war es mir klar, dass mein Körper nicht alles sein kann, was Sebastian an mir mag.
„Deine Tattoos sind auch cool.“
„Du kleines, freches Monster.“

Ich lege meine Hand an Sebastians Seite und kitzle ihn ein wenig. Er schreckt hoch und lacht dabei. Selbst als ich ihn nicht mehr berühre, lacht er noch. Nun habe ich wenigstens so viel Platz, dass ich es mir gemütlich machen kann. Sebby kommt mir in der Dunkelheit wieder etwas näher, doch sobald ich ihn anfasse, zuckt und lacht er erneut. …und dabei hatte ich nicht einmal vor, ihn ein weiteres Mal zu kitzeln.

„Okay? Was hab ich gemacht? Unabsichtlich deinen Lachauslöser betätigt?“
„Ja“, antwortet er. „Jetzt hab ich Angst, dass du mich wieder kitzelst und muss automatisch lachen.“
Ich winkle meine Arme an und bette meinen Kopf darauf. „Problem gelöst, ich fasse dich nicht an. Kuschel dich wieder zu mir.“
Vorsichtig tastet Sebastian nach meinem Bauch. Seine Hand erkundet auffällig meine Muskeln, sodass ich angeben und meinen Bauch anspannen muss. „Ja, fühlt sich sicher an“, stellt Sebastian fest, seine Hand wandert zu meiner Brust. Er entdeckt auch, dass meine Arme keine Gefahr mehr für ihn darstellen. „So kann man das machen, das gefällt mir.“

Als Sebastian sich an mich kuschelt, lasse ich wieder locker. Wenn ich wieder meine ‚Bestzeiten‘ erlangen möchte, werde ich in den nächsten Wochen meine Ernährung wieder umstellen müssen. Auf mich warten ein Trainingsplan, Proteinshakes und viel Zeit im Trainingsbereich des Spas. Sebastian soll mich in voller Pracht sehen können. Es wäre für ihn außerdem ganz praktisch, denn so hat er auch ein bisschen Zeit für sich und kann sich Comics oder Videospielen widmen.

Sebastian sorgt dafür, dass wir beide gut zugedeckt sind. Durch den Deckenpuffer ist es mir möglich, meinen Arm wieder gefahrlos um meinen Freund legen zu können.

„Max?“
„Hm?“, frage ich mit geschlossenen Augen.
„Bist du eigentlich enttäuscht, dass ich ein bisschen Angst vor Sex habe?“
„Nein“, antworte ich ehrlich. „Ich kann es verstehen. Man sagt zwar, dass die Größe nicht wichtig ist, aber es ist auf jeden Fall wichtig wenn du das erste Mal den passiven Part beim Analsex übernimmst. So ziemlich jeder hat vor seinem ersten Mal Bedenken. Ich bin dir nicht böse, ich bin nicht enttäuscht und ich bin auch nicht verletzt, weil dir meine Größe Angst macht. Für mich wäre es ja auch nicht angenehm, wenn ich dir wehtue. Wenn man Sex hat, sollten alle Beteiligten daran Spaß haben, unabhängig davon, welche Sexpraktiken man ausprobiert.“
„Hm… Entschuldige, dass ich das wieder anspreche, aber es beschäftigt mich. Ich bin ja neugierig und ich will auch wissen, wie es sich anfühlt, ich bin nur noch nicht ganz bereit dafür.“ Sebastian zögert etwas, doch dann spricht er weiter: „Wenn es sich nur halbwegs so gut anfühlt wie vorhin, dann schmelze ich unter dir.“
Ich grinse breit. „Ist für mich auch okay, die Laken sind schnell gewechselt.“
„Oh Mann, ich hab so ein Glück, dass ich dich habe. Yoba sei Dank bist du nicht der Idiot, den du der Welt zeigst. Deine Aufreißer-Masche ist nämlich verdammt unsympathisch.“
„Und trotzdem hat sie funktioniert.“
„Nein, hat sie nicht. Mit dem Aufreißer-Max würde ich bestimmt nicht im Bett liegen und ich hätte mich ihm auch keinesfalls nackt gezeigt. Du hast mich mit deiner liebevollen und verständnisvollen Art gefangen, nicht mit deinen dummen Sprüchen und deiner unanständigen Bemerkung über meinen Billardqueue.“
„Tz… Der Spruch war gut. Er ist verspielt und verbreitet unnützes Wissen mit dem man angeben kann, außerdem wusstest du sofort, worauf ich hinaus will. Du kannst diese Kunst des Flirtens nur nicht schätzen, das ist alles.“
„Ach, ich bin das Problem, alles klar. Dass du ein Schwein bist, ist allerdings total normal.“
„Tja, das Schwein liegt gerade mit der Unschuld vom Lande im Bett und kuschelt. Aus meiner Sicht war das ein voller Erfolg.“
Sebastian seufzt. „Wieso mag ich dich nochmal?“
„Sixpack“, antworte ich grinsend.
„Ach ja… Dein Sixpack.“ Sebastian streicht über meinen Bauch. „Wehe du wirst fett, dann würde sich deine Persönlichkeit schwerer ertragen lassen.“
„Wenn du frech bist, lege ich dich gleich übers Knie und zeige deinem Hintern, dass ich auch weniger sanft mit ihm umgehen kann.“

Sebastian kuschelt sich noch näher an mich. Es fühlt sich bald so an, als würde er sich wie ein Geist durch mich durch kuscheln. Gänsehaut bildet sich auf meinem Arm, weswegen ich mich unter die Decke grabe. Um zu verhindern, dass ich Sebastian kitzle, lege ich meine Hand nicht an seine Seite, sondern an seinen Hintern. Sein Hintern ist wie für meine Hände geschaffen, seine Pobacke liegt perfekt in meiner Hand. Ich drücke Sebastians Po sanft. Er hat ja keine Ahnung, wie sehr ich seinen Körper liebe…

Zufrieden und mit einem Grinsen genieße ich die Nähe zu meinem Freund. Der heutige Abend ist ein voller Erfolg. Wir sind uns ohne Unterbrechungen näher gekommen und Sebastian hat seine Angst zumindest soweit überwunden, dass wir die ersten Schritte Richtung Sex machen konnten. Wenn es so weiter geht, habe ich mit ein bisschen Glück zum Feast of the Winter Star das Vergnügen, endlich wieder Sex zu haben. Das sollte ein realistisches Ziel sein, Sebastian hat mir ja deutlich gemacht, dass er sich viel Zeit lassen wird.

Die Atmung meines Freundes wird regelmäßiger, ich bin sicher, dass er eingeschlafen ist. Mir wird die Idylle der Stille und Entspannung nicht lange gegönnt, denn Muffin springt unerwartet zu uns ins Bett. Das Tier sucht sich einen für äußerst unangenehmen Platz aus. Sie legt sich auf mein Kissen und somit auf meine Haare. Ohne die werte Prinzessin zu belästigen ziehe ich meine schwarze Mähne unter ihrem plüschigen Körper hervor, doch da Muffin nach wie vor einen heimlichen Hass auf mich hat, legt sie mir zum Dank ihren flauschigen Schwanz an die Wange und über die Lippen.

Ich verziehe das Gesicht und drehe mich zur Seite um der Katze zu entfliehen. „Das ist nicht die Art von Schwanz, die ich gerne im Mund habe, danke, Muffin.“
Sebastian gibt ein Kichern von sich. Ich hab mich wohl geirrt, er schläft doch noch nicht. Gut, dass mir so gut wie nichts peinlich ist…

Muffin bewegt ihren Schwanz. Als wäre ihr Schwanz ein Staubwedel und ich eine staubige Vase, wischt sie über mein Gesicht. Verdammte Katze, naja wenigstens hat sie sich nicht gleich auf mein Gesicht gesetzt…
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