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Dragonquest IX: Abenteuer der Flügellosen

von LPMona
GeschichteAbenteuer, Schmerz/Trost / P16 / Gen
14.03.2018
15.08.2021
19
37.174
2
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14.03.2018 1.416
 
Kapitel 1


Er war wieder Geschichtsstunde. Ich setzte mich zu den beiden Kindern, die gerade ihrer Oma gespannt zuhörten, welche eine sehr alte Geschichte erzählte. Die Geschichte handelte von einem Angriff auf das Dorf vor hunderten Jahren. Die ältere Dame erzählt von einer jungen und tapferen Kriegerin, die für ihr Dorf in den Kampf zog doch niemals mehr zurückkehrte. Ihr Leiche wurde nie gefunden.
Jedes mal wenn ich dieses Geschichte hörte, stimmte sie mich traurig, aber gleichzeitig fragte ich mich wie man auf so eine bescheuerte Idee kommen kann, alleine gegen solche Monstermassen kämpfen zu wollen. Ebenso stimmte mich die Geschichte traurig, da ich mich jedes mal frage, wo bitteschön der Hüter dieses Dorfes war. Seine Aufgabe, wäre es gewesen das Mädchen zu beschützen, so wie sein Dorf und es nicht seinem Schicksal zu überlassen. Gut das dieses Dorf nun einen verlässlichen Hüter besitzt.

Ich stand vom Boden auf. Meine Pause war vorbei. Es wartet immer noch Arbeit auf mich. Gemütlich verließ ich das Haus und zog mit die Kapuze meines Kapuzenumhanges über den Kopf um mich vor der Sonne zu schützen. Ich mochte es lieber in der Nacht meine Arbeit verrichten. Da war es auch angenehm ruhig im Dorf.

Ich lief durch das Dorf. Ein paar Kinder liefen lachend und voller Freude an mir vorbei. Verfolgt wurden sie von einem Hund, der vor mir stehen blieb und wie immer anfing wild zu bellen. Leicht erschrocken, wie immer trat ich einige Schritte zurück. „Belle hilft dir auch nicht Hund.“ zischte ich ihn an, doch er bellte wild weiter. Eins der Kinder lief schnell zu dem Hund versuchte ihn zu beruhigen. „Was ist schon wieder los Bello? Warum bellst du wieder die Luft an.“ Ich winkte dem Hund provokant zu und ging weiter. Sein Blick folgte mir und er kleffte laut weiter. Die Kinder folgten dem Blick des Hundes verwirrt. Die kleinen müssten doch mittlerweile wissen das ihr Hund mich nicht mag.

Bald hatte ich mein Ziel erreicht. Es lag am anderem Ende des Dorfes. Mein Ziel war der Friedhof. Dort ist immer am meisten los. Auf diesem waren alle begraben, die damals starben als das Dorf von den Monstern überrannt wurden. So viele ruhelose Geister lebten hier. Alle hoffen sie irgendwann erlöst zu werden, doch kann ich keinem helfen. Ich wüsste nicht wie ich es zu stand bringen sollte. Ich kann nicht beseitigen was sie an dieses Welt bindet. Eins dieser Gräber löst bei mir die gleichen Gefühle aus, wie die Geschichte. Ein alter verwitterte Grabstein mit genau so verwitterter Inschrift.

„Du versuchtest uns alle zu retten und zahltest mit deinem eigenem Leben dafür.
„Ruhe in Frieden Mona, tapfere Kriegerin Wurmwalds.“

Das muss das Grab des Mädchen aus der Geschichte. Obwohl ihre Leiche nie gefunden wurde, errichtete man ihr auch ein Grab zur ehre. Auch wenn ihre Leiche nie gefunden wurde, löst sich eine Seele nicht einfach auf und ihr Geist müsste bei all den anderen hier auch sein, aber das ist er nicht. Hier spukt alles herum. Von kleinen Kindern zu alten Leuten,  doch dieser Geist fehlte. „Vielleicht findest du deinen Weg auch irgendwann hier hin...“ sprach ich leise vor mich her. „Da bist du ja!“ ertönte eine schrille Stimme. Ein Geistermädchen kam auf mich zu gerannt und lief direkt durch mich hindurch. „Wo bist du denn jetzt?“ fragte es verwirrt und schaute sich um. „Wen suchst du denn?“ fragte ich so verwirrt wie es sich umschaute. „Dich natürlich!“ rief das Mädchen weiter mit schriller Stimme. „Sicher das du mich am suchen bist?“ fragte ich es uns sie drehte sich in meine Richtung. Mit leeren Augenhöhlen schaut sie mich an. Leicht erschrocken kippte ich nach hinten um.  „Ich sehe zwar nicht mehr, aber ich kenne immer noch deine Stimme! Bitte besiege die Kreatur, die mir meine Augen nahmen! Das bekommst du doch locker hin.“ Sie hält mich bestimmt für das dumme Weib, dass sich damals in den Tot stürzte. Einige Geister sprachen über Ähnlichkeiten und wir trugen den gleichen Namen, aber solche Zufälle kann es doch geben. Eine der vielen Geister ging zu dem Geistermädchen und versuchte sie zu beruhigen, doch wollte sie sich nicht beruhigen und war überzeugt das sie recht hatte. Ich seufzte leise. Wieder so ein Tag an welchem ich nichts für die Geister hier machen konnte, weil ich auch nicht wusste was. Meine Gebete zu zum Allmächtigen schienen auch nicht durch zu kommen, dieses armen Seelen zu befreien. Jeden Tag betete ich doch nie kam ich einen Antwort, oder ein Zeichen. Die Geister verschwanden nun auch wieder alle langsam, um dann in der Nacht weiter hier herum zu spuken.

Ich seufzte noch einmal kurz, während ich mich umdrehte und mit meinem Schwert einen Schlag abwehrte. Dabei schlug ich meinem Angreifer sein Schwert aus der Hand. „Hast du nichts zu tun?“ wurde ich von meiner Angreiferin gefragt, während sie ihr Schwert wieder aufnahm. Ich steckte mein Schwert wieder weg. „Hast du nichts besseres zu tun als mit aufzulauern?“ stellte ich als Gegenfrage. „Weißt du...“ begann sie und schlich um mich herum. „Ich wollte nur mal sehen was meine Lieblingsschülerin treibt.“ Schnell zog mir meine Meisterin die Kapuze vom Kopf und mir vielen einige braune und blaue Strähnen ins Gesicht. Ich strich die Strähnen zurück und zog mir meinen Kapuze wieder über. „Lass das...“ knurrte ich sie an doch sie grinste. „Sonne würde dir aber auch mal gut tun. Du bist blass wie eine Leiche.“ ihr grinsen wurde fieser. „Dafür bist du jetzt vorbei gekommen? Um mir das zu sagen?“ fragte ich sie genervt. Sie schüttelte bloß den Kopf. „Weißt du...“ begann sie wieder. „Ich kam hier zufällig vorbei und habe etwas gesehen, was dich vielleicht interessieren könnte.“ Interessiert sah ich sie an und meine Meisterin deutete Richtung Himmel. Ich folgte ihrem Zeichen doch verwirrte es mich. Da war nichts. Kurz überlegte ich und breitete schnell meine Flügel aus. Ich glaube ich weiß doch was sie von mir will. Schnell flog ich gen Himmel und sah in der Ferne was sich anbahnte. Eine kleine Horde Monster kam aus dem Westen in Richtung des Dorfes. Mit Vollgas flog ich ihnen entgegen.

Keine Minute war vergangen und ich erreichte mein Ziel. Im Sturzflug und mit gezogenen Schwert stürzte ich mich in die Masse. Dem ersten Monster stieß ich so mit voller Wucht das Schwert in die Brust, was es zu Boden rang. Ich zog das Schwert aus der Brust des Monsters und es röchelte kurz hilflos bis es einfach zu taub zerfiel und vom Wind davon getragen wurde. Mit einem schnellen ausholen, entfernte ich die komische lila Flüssigkeit von meiner Klinge. Der Rest der Horde hatte mich nun auch entdeckt und nahm mich ins Visier. Es waren nur ein paar untote Fußsoldaten in golden Rüstung. Sie waren kein großes Hindernis. Sie stachen vorhersehbar mit ihren Speeren zu. Ich habe zudem schon so viele von denen besiegt, das selbst wenn sie eine Taktik hätten ich sie schon längst durchschaut hätte. Sie kamen derzeit zu Hauf auf das Dorf zu, was ich mir nicht erklären konnte.

Einen nach dem andern mähte ich nieder, bis ich hinter mir Stahl auf Stahl treffen hörte. Meine Meisterin stand mit dem Rücken zu mir und wehrte mit ihrem Schwert einen Angriff ab. „Du hast eine ziemlich schlechte Lehrmeisterin gehabt, wenn sie dir nicht beigebracht hat, auf deine Rückendeckung zu achten.“ sagte sie während sie den Gegner zu Boden bracht und er zu Staub zerfiel. „Die hellste ist sie auch nicht.“ antwortete ich auf ihre Anmerkung und brachte den letzten Gegner zu Boden. Meine Gefährtin kam blitzschnell auf mich zu und schlug mir eine runter. „Das will ich jetzt nicht gehört haben!“ fuhr sie mich an und ich grinste sie nur fies an. Ich rieb mir leicht den Kopf. Wenn sie mir so eine Vorlage gibt, muss ich das doch ausnutzen.

Ich zog mir meine Kapuze wieder über den Kopf welche mir beim Kampf vom Kopf geflogen war. Ich schaute zu meiner Meisterin, welche sich ihre Kleidung verzog. „Habe ich was im Gesicht, oder warum starrst du mich so an.“ fragte sie mich skeptisch. „Nein es ist nichts.“ Sie riss mich aus meinen Rachegedanken für den Schlag gerade. Ich grinste sie einfach weiter fies an, worauf ich nur noch einen skeptischen Blick erntete. „Sollen wir nach Hause, oder hast du noch was wichtiges hier zu tun?“ wurde ich gefragt. „Nein habe ich nicht.“ antwortete ich und breitete meine Flügel aus, was mir meine Meisterin gleich tat. Zusammen machten wir uns auf den Weg gen Himmel und Richtung des Observatoriums.
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