Neu im Hause Slytherin 2

von Wilna
GeschichteAllgemein / P18
13.03.2018
11.01.2019
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Es waren bereits drei Tage vergangen, seit Snape mir seine Liebe gestanden hatte. Er war seit dem nicht mehr in Hogwarts aufgetaucht. Der Unterricht bei ihm war bis auf weiteres entfallen und niemand schien etwas über seine Abwesenheit oder seinen Aufenthaltsort zu wissen.

Ich hatte mich heute zum Frühstück an den Gryffindortisch gesetzt. Fred und George fehlten mir, der Mut den sie gegen den dunklen Lord für mich aufgebracht hatten, war unbeschreiblich. Genauso wie der von Harry, Ron und Hermine, die mir schräg gegenüber saßen.
Im Grunde saß ich heute auch deshalb hier, weil mich Severus Gefühlsausbruch und sein darauffolgendes Verschwinden so durcheinander gebracht hatten, dass ich mich im Augenblick nicht in der Nähe der Slytherins befinden wollte. Daphne, die von Snapes Liebeserklärung wusste, drängte mich dazu, mich bei diesem zu melden und Draco verursachte in meiner Magengegend ein schmerzhaftes Gefühl des schlechten Gewissens.

Ich wusste genau, ich war zu einer Entscheidung gezwungen. Einer Entscheidung zwischen diesen beiden wunderbaren Männern, die ich beide auf so unterschiedliche Art und Weise gern hatte.

„Olive? Alles gut?“, unterbrach Harry meinen letzten Gedankengang.
Erschrocken stammelte ich: „Ähm...ja...sicher.“
Hermine sah mich mit schiefgelegtem Kopf an, ihre Locken umspielten dabei ihr fragendes Grinsen.
„Hast du keinen Hunger?“, wollte sie von mir wissen und deutete auf meinen leeren Teller.
Verwirrt schüttelte ich den Kopf und raunte: „Nein, mir ist ein wenig übel.“

Das stimmte auch. Snapes Verschwinden machte es mir seit Tagen schwer möglich, mein Essen normal zu mir zu nehmen.

„Willst du vielleicht lieber zu Madam Pomfrey gehen? Du bist ganz blass...“, fragte George freundlich und legte mir eine Hand auf die Schulter.
„Danke, geht schon.“, erklärte ich und lächelte ihm möglichst gelassen zu. Er nickte nur und widmete sich dann wieder seinem Frühstück.
„Ist es wegen Snape?“, fragte Hermine plötzlich und sah mich durchdringend an.

In meinem Innersten zog sich beim Erwähnen dieses Namens alles zusammen.
Woher wusste sie...?!

„Bitte was?“, zischte ich, „Wie kommst du darauf...?“
„Naja...“, begann Hermine verunsichert, „Er hat dich während schwerer Zeiten beschützt und vor Voldemort persönlich verteidigt. Das er nun völlig verschwunden zu sein scheint, setzt dir offensichtlich zu...oder liege ich falsch?“

Erleichtert darüber, dass Hermine zwar meiner Sorge um Snape auf den Grund gekommen war, sich jedoch nicht ihres Ursprungs bewusst war, antwortete ich: „Du liegst richtig. Entschuldige, dass ich so wütend reagiert habe. Ich bin nur ein wenig gestresst.“
Das lockige Mädchen mir gegenüber nickte verständnisvoll und fuhr mir mit einer zarten Fingerspitze durchs Haar.

„Er wird schon bald wieder kommen, glaub mir.“, versprach sie mit geheimnisvollem Unterton.
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