Neu im Hause Slytherin 2

von Wilna
GeschichteAllgemein / P18
Blaise Zabini Daphne Greengrass Draco Malfoy OC (Own Character) Severus Snape
13.03.2018
11.01.2019
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Nachdenklich starrte ich in die Dunkelheit.
Nachdem Severus einfach verschwunden war, war ich zurück in meinen Schlafsaal gegangen und hatte eigentlich vor, schlafen zu gehen.
Einzuschlafen war mich nach absolut nicht möglich. Meine Gedanken hängen noch den Worten nach, die Snape über mich und seine Gefühle zu mir verloren hatte. Wie konnte er nur? Er hatte mir seine Liebe gestanden, obwohl ich mit Draco zusammen war. Obwohl er genau wusste, was ich bereits alles mit meinem Freund durchgestanden hatte.

Sicherlich, ich konnte nicht nur ihm den Vorwurf machen. Ich hatte ja mit dem Schwachsinn angefangen. Mit dieser vollkommen bescheuerten Affäre.
Jetzt, in diesem Moment, bereute ich nicht so sehr, wie die Nacht, in der ich mich mit Daphne betrunken und den Zaubertrankprofessor verführt hatte.
Ich hatte mit ihm geschlafen, mehrmals, obwohl ich einen Freund hatte. Und es hat mir gefallen, sehr sogar. Wie abartig war ich bitte?

Aber er, wieso hat er sich in mich verliebt?
Was sollte ich jetzt tun? Was hatte er vor? Würde er es einfach dabei belassen?


"Carla?", fragte Daphne in die Stille, was mich kurz zusammen zucken ließ. Ich war davon ausgegangen, dass sie tief und fest schlief. Vor allem, weil sie auch nicht aufgewacht war, als ich vorhin den Raum betreten hatte. Ich war nämlich erst recht spät zum schlafen gegangen.
Nach der Offenbarung von Severus hatte ich eben zuerst einen Spaziergang machen müssen. Mit diesem kleinen Spaziergang um den See hatte ich gehofft, meine Gedanken ein wenig beruhigen zu können.
Zu meinem Bedauern hatte das nicht geklappt.


"Daphne?", fragte ich zurück und richtete mich auf. Sehen konnte ich sie natürlich nicht. Es war stockfinster im Raum, wieso auch immer hatte jemand in dieser Nacht die Vorhänge zugezogen. So konnte nicht einmal das Mondlicht den Raum erhellen.

Ich hörte das Rascheln ihre Decke und dann, wie sie mit kurzen Schritten zu mir ins Bett lief.
Sie legte sich neben mich und flüsterte mir zu: "Wieso bist du noch wach?"
Ich stieß seufzend einen Schwall Luft aus.
"Ich habe wohl ein ziemliches Problem... ich meine, ein Problem war die Sache irgendwie schon von Anfang an. Nur wurde ich da nicht direkt damit konfrontiert...", murmelte ich und fuhr mir durchs Haar.
"Was ist denn passiert, Kleine?", fragte sie in sehr fürsorglichem Ton.

Ich spürte, wie mir langsam Tränen in die Augen stiegen. Das wollte ich aber unbedingt verhindern. Immerhin war es irgendwie meine Schuld. Ich hatte Snape in dieser Nacht dazu gedrängt mit mir zu schlafen. Ja klar, ich war höllisch betrunken gewesen.
Die folgenden Male war es hauptsächlich Snape gewesen, der mir näher gekommen war.

Aber wieso musste diese verdammte Idiot sich auch noch in mich verlieben?
So hatte ich mir die Sache überhaupt nicht gedacht. Es war nur eine blöde Affäre. Eine blöde Idee, die auf viel Alkohol beruht.

"Ich hatte vorhin ein Gespräch mit Severus...", begann ich möglichst leise zu erzählen. Ich hatte Angst, Pansy könnte ebenfalls wach werden und uns belauschen. Sie würde es Draco garantiert erzählen!
Deshalb war es wichtig, dass wir wirklich leise sprachen, das wusste aber auch Daphne, weshalb sie kaum hörbar antwortete: " Snape? Was hat er gesagt?"
Sie rückte ein Stück näher zu mir, als könnte sie meine Antwort kaum erwarten.

"Etwas ziemlich bescheuertes!", zischte ich leise, "Keine Ahnung, wie ich damit umgehen soll..."
"Jetzt erzähl schon! Was hat er gesagt...", fragte sie streng.  Beinahe konnte ich durch die Dunkelheit des Raumes erkennen, wie sich Falten auf ihrer Stirn bildeten.
"Er liebt mich!", unterbrach ich sie, recht laut.
Erschrocken hielt  ich mir die Hand vor den Mund.
Wir lauschten einen Moment in die Stille, um herauszufinden, ob Pansy wach geworden war.
Gott sei Dank, konnten wir überhaupt nichts hören. Es bewegte sich nichts, sie war folglich also auch nicht wach geworden.

"Er liieebt dich?!", fragte sie ungläubig und zog die Wörter dabei lang.
Ich nickte und vergaß dabei, dass sie das vermutlich gar nicht sehen konnte.
"Das tut er...", hauchte ich, "Angeblich sogar sehr."

Daphne sagte nichts mehr.
Ihr fehlten wohl offensichtlich die Worte.
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