Kirschblüten~

OneshotPoesie, Romanze / P12
Chuya Nakahara Dazai Osamu
12.03.2018
12.03.2018
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Vorwort:
Hallo erst mal an alle Menschen, die sich hier her verirrt haben. Ich bitte euch die Fanfiktion wirklich komplett durchzulesen, auch wenn sie anfangs vielleicht noch sehr verwirrend erscheint. Ich hab mir wirklich viel Mühe gegeben und hoffe dass sie euch gefällt! Und jetzt viel Spaß beim Lesen!


***



Für einen Moment schaltet sich die gesamte Welt aus, alles wird still und eine Vielzahl von Augen blickt zu einem Empor, gierig darauf was als nächstes geschehen wird.
In die Rolle eines anderen schlüpfen, aber doch seine eigene Note mit einbauen. Ein Theaterstück hat viele Seiten. Es gibt unendlich viele Geschichten und unendlich viele Möglichkeiten diese auf der Bühne zur Geltung zu bringen. Mit aufwendigen Kostümen und einer ausgeprägt gestalteten Kulisse lassen sich viele der Erzählungen perfekt darstellen, jedoch ist es auch mit wenigen Utensilien möglich ein gelungenes Stück aufzuführen. Wichtig dabei sind die Schauspieler und welches Talent sie haben…

Mit sanften Bewegungen, welche das Geschehen perfekt untermalen und einer ausdruckstarken Stimme verführt man die gebannten Zuschauer in eine andere Welt.
Vor dem Auftritt ein kleiner Blick durch den Vorhang, nur mal gucken wie viele es sind.

Herzklopfen…

Eine Vielzahl von Augen starrte auf die dunkle Bühne und wartete bis das Stück beginnt.

Lampenfieber…

Langsam setzte die Musik ein… ein sanftes Glockenspiel, welches jeder einzelnen Seele im Saal eine Gänsehaut schenkte…

Emotionen…

Sachtes, hell rotes Licht erhellte die sonst gänzlich weiße Bühne.
„Frühling.“ Die einzelne Stimme eines Jungen ertönte. „Nach einer grauen Zeit endlich wieder Farbe sehen…“ Die eines zweiten mischte sich in das Geschehen ein. Beide Teenager, der größere mit dunklem braunem Haar und der kleinere mit Haaren, so orange wie es sie selten gab, kamen auf die kleine Bühne. Jeweils Rechts und Links traten sie in Erscheinung, sie standen sich gegenüber, den Blick fest beim anderen. Jener der den anderen weit überragte war in einem grellen Weiß gekleidet, der andere trug ein sanftes Schwarz.

Gerade so, dass man sie sehen konnte verharrten sie wieder in einer starren Position. Der kleinere trat einen Schritt nach vorne, ehe sein Körper wieder wie versteinert schien und sprach anschließend mit fester Stimme weiter. „Einmal im Jahr, zwischen dem letzten Tag des Winters und dem ersten Tag des Frühlings, da bist du wieder.“ Der andere Junge trat ebenfalls einen Schritt vor und vereiste dann wieder. „Sehen darfst du mich nur einmal, berühren ist ein Tabu, ich bin verschlossen zu dir und doch…“ Beide gingen sich ein Stück entgegen, bewegten eine Hand so, dass diese die des anderen fast berührte. Die Arme stets auf Schulterhöhe gehalten, ohne jegliches Zeichen der Schwäche sprachen sie gleichzeitig weiter…
„Und doch wartest du auf mich und doch liebst du mich…“
Der kleinere nahm seine Hand herunter… „Ich kann das nicht! Wieso. Wieso?! Wieso bist du so eiskalt.“ Er drehte sich herum und wollte gehen, wurde jedoch mit den Worten des anderen aufgehalten. „Denkst du ich fühle anders? Du kommst und ehe meine Augen dich erhascht haben bist du auch schon wieder hinfort.“ Auch er nahm seine Hand herunter und drehte sich um.

Rücken an Rücken standen sie nun da, der Abstand zwischen ihnen gering. Synchron legten sie flach ihre Rechte Hand genau an die Stelle, an der ihre Herzen schlugen. Die Lippen des dunkel gekleideten bewegten sich sanft, während er den Blick stets auf den Boden gerichtet hatte…
„Verbotene Liebe würden die anderen sagen, aber wen schert es denn? Wieso darf ich dich nicht berühren…“
Der weiß gekleidete drehte sich um… „Ich würde so gerne deine warme Haut spüren, doch meine ist so kalt wie der Schnee, alles würde auseinander geraten, das Gleichgewicht wäre hinfort! Aber wen interessiert das schon…“
Gerade als dieser seine Hand zu der des anderen führen wollte ging er einen Schritt vorwärts. „Wenn deine Kälte meine Wärme berührt würde Chaos auf der Welt herrschen, Oh du eiskalte Schönheit. Wir sind wie zwei ferne Sterne am tiefschwarzen Nachthimmel, auf ewig verbannt.“ Er verschwand von der Bühne. Der Brünette drehte sich zu den gefesselten und zugleich verwirrten Zuschauern und sank traurig auf den Boden, den Blick nach unten gerichtet.  „Oh, wieso ist es nur so schwer. Wieso nur haben wir Jahreszeiten so ein fest verstricktes Spiel mit der Natur, Oh, wieso sind wir in diesem stets gleichen Ablauf gefangen.“ So sprach er, der Winter.

Er hob seinen Kopf, kleine Tränen schlummerten in seinen Augenwinkeln, doch mit einer festen Stimme fuhr er fort. „So zart wie Kirschblüten, und doch so frostig wie die Flocken, welche ich Tag für Tag auf die Erde rieseln lasse.“ Er flüstere schon fast… „Liebe ist so schrecklich…“
Er stand auf und verschwand von der Bühne, während im gleichen Moment der gänzlich schwarz gekleidete wieder in Erscheinung trat. Er wand sich zu der Menge und fuhr, angepasst an die Worte des anderen das verwirrende Stück fort. „Ich halte diese Last nicht aus, Bitte verzeiht, Bitte versteht…“ Einen Augenblick später standen wieder beide Jungen nebeneinander vor den wirr blickenden Augen der Leute. Der Jugendliche, welche die Rolle des Winters eingenommen hatte, setzte zum Wort an.
„Ihr, ihr unwissenden Menschen, wisst es vielleicht nicht,…“ …der zweite führte den Satz fort. „…aber wenn zwei so Unterschiedliche Jahreszeiten einander berühren, wird die Natur anfangen verrückt zu spielen…“ Er blickte traurig drein, während der andere weiter redete. „Aber diese Lust nach der Berührung ist so schrecklich! Ihr könnt es vielleicht nicht verstehen, doch manchmal ist dieser einfache körperliche Kontakt mehr wert als alles Geld der Welt…“ Ein Raunen ging durch die Menge. Der Frühling drehte sich zu dem anderen und sah diesen an. „Lass es uns tun, nur die Fingerspitzen, ganz kurz, ganz schnell, so schlimm kann es doch nicht sein!“
„Oh wie sehr ich deine Kirschbäume liebe…“ erwiderte der andere und drehte sich ebenfalls zur Seite.
„Und ich deinen perlweisen Schnee.“ Sie blickten sich direkt in die Augen, der Abstand ganz gering… doch dann, so dass nur sie es hören konnten, flüsterte der Brünette sanft ein einziges, winziges Wort. Einen Namen.

„Chuuya…“

Sichtlich verwirrt sah der angesprochene ihn an und sprach ebenfalls so leise das nur der andere es verstehe konnte.
„Dazai?“ Die Lippen der beiden hatten sich kaum bewegt, niemand hatte diesen so kurzen, so unerwarteten Worttausch mitbekommen. Es war, als hätten sie nur in Gedanken geäußert was sie gesprochen hatten, aber trotzdem waren die Worte aus den fast geschlossenen Mündern gedrungen.
Alle warteten gebannt darauf das es weiter ging, die Musik, welche noch immer im Hintergrund klimperte, jedoch von den meisten inzwischen ausgeblendet worden war, erreichte langsam ihren Höhepunkt bevor sie dann erlosch. Einige Sekunden vergingen, im Saal war es so leise, man hätte das Geräusch einer auf der Bühne fallenden Nadel noch in den hinteren Reihen gehört.
Ein paar weitere Sekunden vergingen, dann hörte man leises flüstern.

„Gehört das zum Stück?“

„Haben sie den Text vergessen?“

„Ach Quatsch, das ist bestimmt da um die Spannung zu erhöhen.“

„Hört doch auf zu reden, es geht bestimmt gleich weiter!“

Doch dann, irgendwie unerwartet, aber doch zugleich ersehnt von den Zuschauern, zog der größere den anderen ein wenig zu sich und sprach Laut und mit fester Stimme „Ich liebe dich.“, bevor er den kleineren direkt auf die Lippen küsste. Es war kein langer Kuss, auch kein intensiver, jedoch war so sanft wie die Blätter eines Kirschbaumes, die im immer wärmer werdenden Wind des Frühlings durch die Luft flogen.

Aber da war etwas, etwas was nur die beiden Schauspieler spürten, es war die Wahrheit, welche sich hinter dem Kuss verbarg. Dieser Kuss war nicht gespielt, er war echt.
Das dieser kleine Akt eigentlich nicht im Skript stand, dass wusste niemand. Nein, niemand hatte auch nur die leiseste Ahnung dass das was soeben vor ihren weit geöffneten Augen geschah frei erfunden war, da würden sie nicht mal im Traum dran denken.
Und ehe man sich versah war der Kuss auch wieder gelöst und die beiden Jungen drehten sich zurück zu den Zuschauern, die Aura der Jugendlichen schienen irgendwie verändert, jedoch verhielten sie sich so, dass niemand auch nur einen Hauch von Verdacht schöpfte. Sie verbäugten sich synchron und unter lautem Beifall bevor sie wieder jeweils einer nach rechts und der andere nach links schreitend die Bühne verließen…

***


Die Vorhänge schlossen sich und noch immer war lautes Klatschen, Pfeifen und das aufgeregte Diskutieren und Gerede zu hören.
Die beiden Jungen trafen wieder aufeinander, in ihren Blicken war die Sehnsucht zu sehen. Chuya starrte Dazai für einige Augenblicke nur ungläubig an, bevor er zu einem Satz ansetzte.
„Das… das war nicht gespielt, oder?“
Es war mehr eine Feststellung als eine Frage, Dazai nickte nur, bevor er den anderen auf ein neues zu sich zog und ein weiteres Mal trafen die beiden Lippen aufeinander. Viel intensiver und viel länger als zuvor, eng umschlungen standen sie da, genossen den Moment für sich, die Herzen schlugen im Einklang miteinander. Nach einiger Zeit lösten sie den Kuss wieder. „Ich liebe dich auch, Dazai.“


***


So sieht man sich wieder! Danke, dass du es bis hierhin geschafft hat, ich hoffe sehr das du alles verstanden hast, wenn nicht dann bitte mach mich darauf aufmerksam! Generell würde ich dich/euch bitten, mir eine kleine Review zu geben, da ich mich stetig verbessern will!

Einen ganz großen Dank möchte ich übrigens noch an eine Freundin aussprechen, die mir beim Schreiben von FF’s immer hilft. Ich denke ohne sie wären mir viele Fehler nicht mal aufgefallen.
Arigatou! <3
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