Corpse Party: Dead Fate

GeschichteMystery, Horror / P18
12.03.2018
12.03.2018
1
2.208
 
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12.03.2018 2.208
 
Rechte an der Originalgeschichte und Orginalcharaktere liegen bei Team GrisGris, den originalen Entwicklern von Corpse Party, und anderen zusätzlichen rechtlichen Inhabern.


Chapter-Info: Das Chapter spielt nach “Corpse Party: Tortured Souls”.



Chapter 0: Deadwalk

Wo bin ich? Wir haben doch gerade das Sachiko-Even-After ausgeführt. Warte, mein Ärmel ist irgendwie Nass. Ich kann auch nicht mehr die Hände von Naomi und Shinozaki spüren. Seit wann sind meine Schultern rot? Keine Ahnung, ich befinde mich in einer Art Klassenraum. Es ist modrig und vor mir erscheint Yuki Kanno in einem roten Gewand. Sie schien nicht wirklich traurig, vielmehr kam langsam ein extrem breites Grinsen auf ihr Gesicht, ähnlich wie dem von Sachiko's Geist.
„Schön, dass du geblieben bist und die Schule nicht schwänzt“, sagt sie mir mit einer beängstigend fröhlichen Stimme. Aber…nicht die Schule schwänzen…? Warte; Ich bin noch immer in der Heavenly Host Elemenatry School?! Ich schaue mich um… Es ist Raum A-1, aber niemand außer mir ist hier. „Bin ich der einzige, der geblieben ist?“, murmele ich in den Raum hinein. „Interessant.“, bekomme ich nur als Antwort. Was ist daran interessant? Sie kommt auf einmal blitzartig näher und ich richte meine Arme zur Verteidig-… Häh? Wo sind meine Arme? Plötzlich höre ich sie in mein Ohr lachen. Ich erschrecke mich und renne, so schnell ich kann, weg. Ich schaue immer wieder hinter mich, doch kann ich sie nicht sehen.
Irgendwann konnte ich einfach nicht mehr rennen und musste durchatmen. Ich wollte meine Arme abstützend auf meine Beine legen, dann fiel es mir wieder ein: Wo sind meine Arme? Doch als ich auf meine Schulter blickte, sah ich, wie sie verbunden waren, so, als wäre noch jemand anderes hier; Aber wer? Bis auf Shinozaki und Naomi sind alle, die ich kenne, tot... auch …
„Oni-chan!“ Das war Yukas Stimme, aber sie ist doch gestorben, ich war selbst dabei…“Oni-chan!“ Nein, das war definitiv ihre Stimme. „Yuka!“, rief ich ihr entgegen. „Oni-chan!“ Ihre Stimme hörte sich nicht wie eine Antwort an. War es nur eines der Echos dieses Ortes? Ich entschied mich trotzdem, ihrer Stimme entgegen zu gehen. „Suchst du deinen Bruder?“ „Ja.“ „Weißt du, ich vermisse auch meine kleine Schwester; ich suche sie gerade in diesem Moment. Sollen wir sie vielleicht gemeinsam suchen?“ Wer redet da gerade mit meiner Schwester? Eine Person mit schwarzem Haar, seine Jacke hängt lässig über seine Schulter. „Yuka!“ Sie hört mich noch immer nicht. „O-Okay.“ „Mein Name ist Kizami Yuuya und wie ist deiner?“ „Moshida Yuka.“ „Okay, Yuka, dann lass uns deinen Bruder suchen.“ „Yuka!“ rufe ich ihr zu, während ich ihr entgegen laufe. Ich stehe nun direkt vor ihr, aber sie bemerkt mich noch immer nicht. Warum? Bin ich unsicht-... Sie ging einfach durch mich hindurch... Wie war das möglich? „Oni-chan!“ Sie sagte das in einer fröhlichen Stimme. Ich drehe mich sofort um, dann sehe ich... Yuka… Ihr linkes Auge fehlt, ihre Brust ist aufgeschnitten… so sah sie aus, als sie starb. „Yuka, wie kannst du…Wie kannst du hier sein?“ „Oni-chan!“ Ihre Stimme klang nun trauriger. Ich ging zu ihr und umarmte sie dann. „Oni-chan?“ Sie schien überrascht, dass ich sie umarmte. „Es ist egal, warum du hier bist. Ich bin nur froh, bei dir zu sein.“, brach ich ihr dann in einer sanften Stimme entgegen. Sie blickte mir nur in die Augen, dann wurde ihr Körper ganz schwer. Sie starb noch einmal in meinen Armen. Wieso musste ich das noch einmal durchleben…? Plötzlich kam ein leichtes Kichern von ihrem leblosen Körper: Ich erschrak und ließ sie fallen. „Onii-Chan“, brachte mir Yuka wütend entgegen. „Tut mir Leid, Yuka“, reagierte ich reflexartig. Dann überkam sie ein merkwürdiger Lachanfall.
„Yuka?“, fragte ich noch besorgt nach. „Du bist echt lustig. Wenn „lustig“ das richtige Wort ist.“, entsprang diese Stimme Yukas Mund, doch es war nicht Yukas. Das „richtige“ Wort? „Wer… Was bist du? Warum bist du im Körper meiner Schwester?“ „Interessant.“, gefolgt von einem beängstigenden Lächeln. Was ist schon wieder so interessant? Ich schaue auf meinen Körper und… Arme? Ich habe wieder Arme? Wann habe ich wieder Arme bekommen? „Was ist hier los? Warum habe ich wieder Arme bekommen.“ „Du wirst mir ähnlich.“ Was sollte das meinen? „Was bist du? Was willst du von mir?“ „Leben!“, plötzlich brüllte sie mich an, hörte aber schnell wieder auf. Sie erschreckte mich damit, aber die Frage ist nun: Ist sie „Leben“ oder will sie mein Leben? Oder einfach nur leben? Ich weiche keinen Schritt zurück, doch gleichzeitig bleibe ich auf Abstand. „Was werde ich?“ „Keine Ahnung.“ Das scheint ihre ehrliche Antwort zu sein.
Plötzlich passiert ein Erdbeben! Es ist so stark, dass ich sogar auf meine Knie falle. Als ich aufblicke… Das ist unsere Schule…  „Kisagi High School…? Warum bin ich hier?“ „‘Kisagi High School‘? So heißt das hier?“ Sie kennt unsere Schule? Wie das? „Woher kennst du die Schule?“ „Hmm…? Ich bin manchmal hier. Kommst du von hier? Hier ist eigentlich nie etwas.“ Sie kommt manchmal hierher? Warte… das heißt die sieben Wunder der Kisagi High School sind wahr? Anstelle von Ms. Yui hätte dort auch die Lehrerin von Heavenly Host stehen können… Es schaudert mir bei dem Gedanken…
„Hiiiiiiiiyyyyyyyaaaaaaaa!“ Das waren die Stimmen von Naomi und Shinozaki… Ich renne ihnen entgegen, öffne die Tür zu unserem Klassenraum…Sie sind nicht da… „War das nur ein Echo?“ „‘Ein Echo‘? Was ist das?“ Ich höre ihre Stimme, muss aber erst einmal verarbeiten, was hier gerade passiert: Ich bin in Kisagi High, Naomi und Shinozaki müssten hier sein… aber ich kann sie nicht sehen. Tsch. Ein Blitz schlug ein und ich bekam einen Schock: In dem Raum waren zwei Schatten, die jeweils einen Arm festhielten. Doch etwas schockte mich mehr: Ein Wald war aus dem Fenster zu sehen; mehr nicht. „H-Hat sich gerade… die Tür… selbst geöffnet? Wir sind wieder zurück, oder? S-shinosaki?“ Naomi’s Stimme zu hören…Es war beruhigend, aber erschreckend. Sie schienen in Sicherheit, aber…Warum stand Shinozaki auf? „…!“ Was ist mit Shinozaki los? „W-Was ist hier los? Kannst du mir...?“ Ich blicke um mich herum, aber kann sie nicht sehen. Wo ist sie hin? „Interessant. Suchst du mich?“ Shinozaki…? Ist sie auf Shinozaki übergegangen?! „S-Shinozaki, was ist los?“ Naomi scheint vollkommen verwirrt und verängstigt. „Hör sofort damit auf, lass sie in Ruhe?“ „Warum…? Sie sind MEINE Puppen, nicht deine! Sie gehören GANZ mir!“ Ich konnte Naomis Furcht deutlich spüren. „Ich flehe dich an, bitte lass sie in Ruhe…“ Ich wusste mir selbst nicht zu helfen und ließ Tränen aus meinem Auge fließen. Dies schien sie zu beschwichtigen.
„Dann ignoriere mich nicht!“ Während sie aus dem Körper von Shinozaki entschwand, konnte ich kurz Naomi beobachten: Sie erschien emotional stärker geworden zu sein. Gleichzeitig schien eine blaue Gestalt neben ihr zu sein… wie ein Geist… etwa Shinohara? Doch was auch immer es war, selbst es schien mich nicht wahrzunehmen… Aber wieso das? War ich kein Geist? „Shinozaki…? G-geht es dir gut?“ „Ja, es geht mir wieder gut. Aber ich glaube, ich konnte kurz Mochida sehen.“ „Satoshi? Er lebt noch!?“ „ Mhh…Satoshi? Ist das dein Name?“ „Ja, Mochida Satoshi. Und was ist deiner?“ „Mein Name...?...mhh…Sachi!“ Warte… Sachiko!„B-Bist du Sachiko?“ „Nein!“, brüllte sie mich jähzornig an. Es schien mir so, als vibriere mit ihrem Schrei die ganze Schule. Selbst Naomi und Shinozaki schienen dies mitzubekommen. „E-Entschuldigung, es ist die einzige Person, die mit Sachi beginnt, die ich kenne; deshalb habe ich gefragt.“ Sie fing an, sich zu beruhigen. „Du magst Sachiko nicht, oder?“ „Ja, sie bekam alles, was ich wollte.“ „Wie das?“ „Sie konnte leben.“ Sie „konnte“ leben? „Heißt das, du lebtest nie?“ „Ja.“ Erst jetzt suchte ich nach ihrem Körper, doch sie schien keinen eigenen zu haben. „Wie kann ich dich dann hören…?“ „Keine Ahnung. Bisher versuchte ich durch die Körper anderer zu leben, aber alle starben einfach zu schnell. Sachiko war bisher die Einzige, die es nicht tat. Aber du und diese Schatten…ihr seid anders.“  Wir sind anders? Was könnte sie damit meinen?
Plötzlich kam ein weiteres Erdbeben. Es schien heftiger zu sein, doch als ich Naomi und Shinozaki währenddessen beobachtete, schien es diesmal nur mich zu betreffen. Wieder kippte ich um. Als ich nach oben schaute, sah ich… Naomi, Shinohara, Morishige, Mayu, Yoshiki, Shinozaki, Ms. Yui, Yuka und…mich… alle lebendig! „Wir dürfen das Ritual nicht ausführen, es ist zu gefährlich!“ „Satoshi, du Angsthase!“ Ist das bevor wir das „Sachiko Ever After“ durchgeführt haben? „So ist das nie geschehen!“ „Nie geschehen? Was meinst du damit? Es geschieht.“ Sie hatte recht, es geschah vor unseren Augen, aber ich konnte mich klar erinnern, dass es nicht SO geschehen ist. „Meine Erinnerung hieran ist aber anders. Das bin nicht ich.“ „Wer ist es dann?“ Sie hatte recht, wer war es dann? Es machte einfach keinen Sinn mehr, was hier geschah. Aber hätte ich gewusst, was uns danach erwartet hätte, hätte ich auch versucht, es so vehement aufzuhalten. Das bin also ich… auf irgendeine komische Art und Weise. „Naja…vielleicht bin ich es, aber nicht ICH.“ „Mhh? Was meinst du damit.“ „Er handelt so, wie ich mit meinem Wissen in seiner Situation gehandelt hätte – aber ich war nie in dieser Situation.“ „Mhh…“ Sie schien über meine Antwort etwas länger nachzudenken. „Ist das so?“ Ihre Frage schien so, als verstünde sie etwas, aber was genau…? Ich selbst versuchte gerade noch immer, die Situation tatsächlich zu verstehen: Wie könnte ich mich selbst beobachten? Ist das die Zukunft; meine Zukunft? Aber dann wüsste ich doch, dass es nicht funktionieren wird… Meine Vergangenheit ist es jedoch auch nicht… Es macht noch immer keinen Sinn –
Was ist hier plötzlich los! Schon wieder ein Erdbeben? Wieso gibt es auf einmal so viele hintereinander? Warum ist dieser Ort auf einmal so instabil? Ich lande auf einem sanften Boden… er ist weich… was kann es nur – !…Fleisch? Was zum Teufel ist das? Alles ist voller Fleisch! „W-wo sind wir, Sachi?“ „Keine Ahnung, ich war hier auch noch nie.“ „Ha, wie süß, du hast noch keine Ahnung, was das hier ist.“ Auf einmal taucht eine weitere Stimme hinter mir auf. Als ich mich umdrehe, sehe ich eine erwachsen aussehende Frau mit langem, schwarzem Haar; ihr Gesicht gleicht… Sachiko! „A-Aber bist du kein kleines Mädchen?“ „Kleines Mädchen? Wer ist das?“ „Junge mit der kleinen Schwester, ich stehe gerade neben dir.“ Sie steht gerade neben mir? Aber da ist niemand, außer sie meint… „Oh, du hast es verstanden, hast du nicht? Du bist wahrscheinlich verwirrt, aber ich bin in Eile. Ich muss den Nehan fixieren.“ „Nehan? Was ist das?“ „Das wirst du noch selbst lernen müssen.“ Den Nehan fixieren? Sie scheint mehr über diesen Ort zu wissen… „Warum bin ich hier?“ „Hier? Warte…du bist nicht der Junge dieser Sphäre? Das heißt aber auch…du musst das ‚Ever After‘ falsch ausgeführt haben. Okay… das ist ein Problem.“ Ein Problem...? Vor so etwas hatte mich auch Yuki gewarnt; nur wusste sie nicht, was passieren wird. „Warum ist das denn ein Problem?“ „Nun, du bist vom Nehan befreit, aber auch immer noch an ihn gebunden. Deshalb bist du auch hier auf dem Rand des Nehan.“ Ich verstehe kaum, was sie mir damit sagen will. „Rand des Nehan?“ „Ich kann es dir leider nicht erklären, aber ich weiß, was zu tun ist…Es wird mir mehr weh tun als dir.“ „W-was zum…?“ Plötzlich hatte sie ein Messer in ihrer Hand und steckte mich sofort ab. Danach klebte sie ein Bannsticker auf das Messer. „Anders kannst du dadurch nicht sterben.“ Es tat so weh, aber mein Körper gab direkt nach und es wurde mir schwarz vor Augen. „Helfe ihnen“ war das letzte, was ich sie sagen hören konnte.
Nun bin ich wieder wach geworden. Doch wo bin ich? Ich bin in einer Schule, aber es ist weder Heavenly Host noch Kisagi High. „– Kizami! Was ist mit dir passiert? Wo bist du die ganze Zeit gewesen?“ Kizami? Warte…hieß so nicht die Person, deren Papierstück ich verwendete. Wieso werde ich mit seinem Namen angesprochen? Ich schaue auf das Fenster und blicke in seine Reflexion – Ich bin tatsächlich Kizami. Habe ich etwa seine Position in der Welt übernommen? Heißt das, ich muss mein Leben als Kizami weiterführen?…Warte… Wir haben doch Tag, aber warum erscheint hier alles so dunkel? Ist das etwa eine Sonnenfinsternis…? Nein; Die Sonne wird von etwas Pechschwarzem verdeckt!  „Was ist diese schwarze Kugel im Himmel?“ „Kizami? Weißt du es wirklich nicht? Es ist schon mehrere Tage im Himmel, seitdem bringen sich Personen reihenweise ohne Grund um!“ Was…Leute bringen sich ohne Grund um? Mir fällt nur eine Sache ein, die sowas auslösen könnte „…Der Nehan.“

Chapter 0: Ende
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Ich hoffe, euch hat das erste Chapter gefallen und ich konnte die Stimmung der "Corpse Party"-Reihe gut einfangen.^^
Ich saß recht lange an dem Chapter und es war ursprünglich als One-Shot geplant, um Satoshi's Tod als Geschichte zu beschreiben,  aber beim Schreiben entwickelte sich eine weitere, umfassendere Geschichte in meinem Kopf, weshalb es nun das einleitende Chapter geworden ist. Deshalb wünsche ich euch noch viel Spaß an den weiteren Chapter, sobald diese von mir geschrieben und hochgeladen wurden. Bis das geschehen ist, auf Wiedersehen.^^
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