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Gibt es Wege zurück in das verspielte Glück?

von Inery
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Ingrid Rischke Prof. Dr. Gernot Simoni Yvonne Habermann
11.03.2018
13.05.2018
22
12.033
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11.03.2018 434
 
„Hallo mein Schatz“ lächelnd kam Gernot auf Ingrid zu, die am Herd stand.
„Du bist ja schon da?“ sagte Ingrid überrascht.
„Soll ich wieder gehen?“ schmunzelte Gernot nachdem er ihr von hinten einen Kuss auf die Wange gegeben hatte.
„Untersteh dich.“ schmunzelte auch Ingrid, drehte sich um und legte ihre Arme um ihn. „Ich habe dich lediglich noch nicht erwartet, aber umso größer die Freude, dass du da bist.“ sie küsste ihn sanft und erst als das Wasser überkochte lösten sie sich voneinander und Ingrid kümmerte sich schnell wieder um das Essen.
„Kann ich dir noch was helfen?“
„Wenn du möchtest kannst du den Tisch schon mal decken?“
„Gerne.“ lächelte Gernot und nahm Teller, Besteck und Gläser aus dem Schrank. Anschließend ging er in den Keller und holte eine Flasche Wein.
Kurz darauf stellte Ingrid das Essen auf den Tisch und sie begannen zu essen. Nachdenklich schwenkte sie den Wein in ihrem Glas ein wenig hin und her ehe sie daran nippte und betrachtete Gernot, der sich bereits nachschenkte.
In den nächsten Wochen beobachtete Ingrid ihn ziemlich genau ohne das er es bemerkte und es gab nicht einen Abend an dem Gernot keine Flasche Wein aus dem Keller holte, die leer war bis sie schlafen gingen und sie selbst sich wenn überhaupt nur einmal nachschenkte.
„Muss es jeden Abend Wein sein?“ fragte Ingrid irgendwann schließlich, als Gernot gerade dabei war die Flasche zu öffnen.
„Lass mir doch den Genuss nach einem anstrengenden Tag.“
„Anstrengender Tag? Gernot, du hattest heute frei und wir haben den Tag zusammen verbracht, ehe ich bald los muss zum Nachtdienst.“
„Dann halt zum Abschluss eines schönen Tages, das ist doch egal.“
„Ist es nicht, Gernot. Es gibt mittlerweile keinen Tag mehr an dem du abends nicht mindestens eine ganze Flasche Wein trinkst.“
„Kontrollierst du mich etwa? Außerdem trinkst du doch auch immer gerne mit.“ antwortete Gernot gereizt.
„Ich trinke kaum was davon und mache mir Sorgen um dich.“ sagte Ingrid sorgenvoll.
„Um mich? Weil ich den Abend gerne mit einem Glas Wein ausklingen lasse?“
„Wenn es nur ein Glas wäre und nicht eine ganze Flasche.“
„Jetzt übertreib mal nicht, Ingrid!“ sagte Gernot sauer.
„Das tue ich nicht.“ mit festem Blick schaute sie ihn an. „Ich habe schon einmal hautnah miterlebt wie schnell man alkoholsüchtig werden kann und schaffe das kein zweites Mal.“ mit Tränen in den Augen wandte sie sich ab. „Ich muss zur Arbeit.“ so schnell sie konnte verließ sie das Haus.
„Alkoholsüchtig“ wiederholte Gernot leise. „Davon bin ich ja wohl weit entfernt.“ er goss sich den Wein ein und machte es sich vor dem Fernseher gemütlich.
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