Feuer und Eis - Gegensätze ziehen sich an -

von Redneck
GeschichteAllgemein / P12
Loki OC (Own Character)
10.03.2018
04.08.2019
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Ich genieße es richtig, dass ich hier gewisse Sonderrechte genieße. Andere dürfen das nicht. Andere dürfen nicht jederzeit zu Geofrey. Ich schon.
Gut, vielleicht war es diesem Greg gegenüber nicht besonders nett und er hat jetzt sicher ein bisschen Schiss, aber das ist mir eigentlich ziemlich egal. Ich gebe schon lange nichts mehr darauf, was mit anderen ist. Habe ich eh nichts von und die interessieren sich ja auch nicht für mich. Also....

Nachdem Greg seinen kleinen Einlauf bekommen hat, folge ich Geofrey nach hinten ins Büro.
Ein bisschen ein schlechtes Gewissen habe ich jetzt ja schon.
,,Du wirfst ihn jetzt aber nicht raus, oder?“ ,,Nein. Warum sollte ich?“ ,,Wegen eben.“ ,,Nein. Im Grunde hat er nichts falsch gemacht. Er kannte dich nicht, er hat erst zwei Monate nachdem du weg warst hier angefangen.“ ,,Puh. Ein Glück.“ ,,Was? Wieso?“ ,,Ich dachte schon, ich hätte ihn nicht wieder erkannt. Das wäre nämlich wirklich peinlich geworden.“, Geofrey lacht auf.
,,Nein. Alles in Ordnung. Du kannst ihn gar nicht kennen. Setz dich doch.“, er deutet auf den Stuhl gegenüber von seinem Stuhl, am Schreibtisch.
,,Kaffee wie immer?“ ,,Mhm. Ja, bitte.“, er hat immer eine Kanne Kaffee hier stehen.
Meistens für sich allein, aber ab und zu hat er auch Termine mit irgendwelchen Leuten und bietet dann natürlich Kaffee an. Heute bekomme ich Kaffee.
,,Hier, bitte.“ ,,Danke.“, mit einem Lächeln nehme ich die Tasse an und stelle sie erst einmal vor mich auf den Tisch.
,,Also. Wie geht es dir?“, fragt Geofrey direkt und setzt sich ebenfalls mit Kaffee mir gegenüber hin.
,,Gut soweit. Und dir?“ ,,Ein bisschen müde.“ ,,Geht mir auch so.“, murmle ich und nippe am Kaffee.
,,Kurze Nacht gehabt?“ ,,Ja, irgendwie schon.“ ,,Ungewohnt wieder hier zu sein?“ ,,Das auch. War aber nicht ausschlaggebend.“ ,,Sondern?“ ,,Ich hatte gestern Nacht noch Besuch.“ ,,Besuch?“ ,,Ja.“ ,,Bei mir hat sich keiner angemeldet. Ich habe nur den Pizzaboten nach oben gelassen.“ ,,Ja. Das war der Besuch.“, verwirrt sieht er mich an.
,,Ein alter Bekannter von früher.“, und schlagartig verändert sich seine Mine.
,,Ist alles in Ordnung? Hat er dir...“ ,,Keine Sorge. Er ist ausnahmsweise mal einer der guten Bekannten.“, sage ich schnell.
,,Ich habe ihn Ewig nicht gesehen, irgendwie war er auf einmal verschwunden. Wir haben uns immer super verstanden und so. Naja. Dank ihm sind aber ein paar alte Erinnerungen und Gefühle hoch gekommen, die ich schon längst vergessen hatte.“ ,,Gab es etwa Ärger mit Loki?“ ,,Nur ein bisschen. Nicht der Rede wert. Nachdem was wir bisher durch gemacht haben, war das Kinderkram.“ ,,Was habt ihr denn durch gemacht?“ ,,Sagen wir es so. Es ist eine lange Geschichte mit jeder Menge Drama, versuchten Mordanschlägen und viel Gesschrei. Aber am Ende gibt es ein Happy End.“ ,,Hört sich ganz danach an, als wäre in Asgard nicht alles gut gelaufen.“ ,,Nicht wirklich. Aber das tut jetzt nichts mehr zur Sache. Loki und ich werden die Zeit nutzen und hier ein wenig zur Ruhe kommen. Ich will noch zu meinen Eltern um mich zu entschuldigen und dann mal sehen.“ ,,Klingt nach einem Plan.“ ,,Ja. Aber jetzt erzähl mir erst einmal, was ich alles verpasst habe.“, lenke ich das Gespräch auf ein anderes Thema.
Ich will jetzt nicht über Miss-Ach-So-Herrlich-Wunderhübsch reden oder darüber, was alles passiert ist. Ich will das Thema einfach hinter mir lassen und Ende.
,,So viel hast du nicht wirklich verpasst. New York wurde nach dem Angriff wieder aufgebaut.“ ,,Das war ja abzusehen. Wir New Yorker sind hart im nehmen.“ ,,Stimmt.“, nickt er zustimmend.
,,Kurz nachdem du weg warst, waren aber ein paar Leute hier.“ ,,Was für Leute?“ ,,Ich weiß nicht mehr wie sie hießen. Oh Gott, es war so ein schrecklich langer Name....“, angestrengt überlegt er und mir schwant böses.
,,Ich glaube es war irgendwas mit Heimat und Sicherheit.“, murmelt er nachdenklich.
,,S.H.I.E.L.D. .“, sage ich knapp.
,,Was?“ ,,S.H.I.E.L.D. Strategische – Heimat- Interventions – Einsatz- und Logistik- Division. S.H.I.E.L.D. .“ ,,Ja, genau! Du kennst die Leute?“ ,,Eher flüchtig. Was haben die gewollt?“ ,,Sie wollten zu dir. Nachdem Carl auf einmal durchgedreht ist und irgendwas davon faselte, dass du von Aliens entführt worden wärst, wollten sie dich sprechen. Aber du warst nicht da und ich sagte ihnen, dass du deinen Mann besuchen gefahren bist.“ ,,Und das haben sie dir abgekaft?“ ,,Ich weiß nicht. Ich denke nicht ganz.“ ,,Würde mich auch wundern.“ ,,Wieso? Woher kennst du diese Leute?“, ich seufze und lasse die Tasse sinken.
,,Ich hatte früher mal mit ihnen zu tun. Also. Vor 2 Jahren.“ ,,Also als Loki....“ ,,Ja. Meine Schwester hatte mit ihnen vorher schon zu tun, deshalb kannte ich sie schon. Sie sorgen dafür, dass hier Ruhe herrscht. Außerdem haben sie auch das eine oder andere mit den Avengers zu tun, zu denen nun mal auch Lokis Bruder gehört.“ ,,Thor.“ ,,Ja. Ich habe kein Geheimnis daraus gemacht, dass ich mit Loki zusammen bin. Ich habe es Erik gesagt und auch meine Schwester wusste davon. Ich denke mal, dass sie es an S.H.I.E.L.D. weiter geleitet haben und sie mich deswegen sehen wollten. Sie kennen ja nun auch dieses Symbol, dass der Bifröst hinterlassen haben wird. Genau wie damals in New Mexico.“, erkläre ich.
,,Verstehe. Das kann natürlich sein, dass sie dich deswegen sprechen wollten. Das Symbol, dass im Central Park aufgetaucht ist, war in allen Medien. Dazu noch Carl, der so wirres Zeug erzählte. Er erzählte überall herum, dass du von Aliens entführt worden wärst.“ ,,Mhm. Dean sagte das gestern Abend auch schon. Auch, dass Carl eingewiesen worden ist.“ ,,Stimmt. Ich war mehr als froh, dass es so kam, allerdings hätte ich mir gewünscht, dass es eher so gekommen wäre. Damals, als er dir immer auflauerte und....“, ich hebe die Hand um ihn zum schweigen zu bringen.
,,Tut mir leid.“ ,,Nein, schon in Ordnung. Aber ich will wirklich nicht mehr darüber sprechen. Es ist Vergangenheit und ich versuche es so gut es geht zu vergessen.“ ,,Natürlich.“.

Wir schweigen noch einen Moment, irgendwie bedrückt, ehe ich das Gespräch wieder ins Laufen bringe.
,,War sonst noch etwas?“ ,,Nicht wirklich.“, nachdenklich sieht er mich wieder an.
,,Doch!“, mein Herz macht vor Schreck einen kurzen Satz.
,,Was denn?“ ,,Deine Eltern waren hier.“ ,,Meine Eltern?“ ,,Ja. Sie haben nach dir gesucht.“ ,,Wirklich?“ ,,Ja. Nach der Sache im Central Park schienen sie sehr besorgt zu sein. Besonders deine Mutter sah sehr mitgenommen aus.“, betroffen senke ich den Kopf.
,,Christine, ich weiß, ihr hattet kein besonders gutes Verhältnis aber, sie schien sich wirklich Sorgen gemacht zu haben. Vielleicht....“ ,,Ich fahre nachher zu meinen Eltern.“ ,,Das finde ich gut.“, nickt er zustimmend.
,,Ich muss mich bei ihnen entschuldigen. Als ich in Asgard war, ist mir einiges klar geworden. Ich habe ihnen die Schuld für etwas gegeben, wofür sie nichts konnten. Das muss ich aus der Welt schaffen.“ ,,Ja, mach das. Es wird dir auch sicher gut tun.“ ,,Ich hoffe es.“, murmle ich.
,,Ich bin mir sicher, dass es dir danach besser gehen wird.“, versichert er mir mit einem Lächeln.
,,Glaub mir. Egal wie es auch enden sollte, du wirst dich danach besser fühlen, denn es ist aus der Welt geschafft.“ ,,Wahrscheinlich hast du Recht.“, er tätschelt mir die Hand, wie er es immer getan hat, wenn er mir Mut machen wollte.
,,So. Und jetzt erzähl mir doch mal von Asgard.“, fordert er mich mit einem weiteren Lächeln auf und sieht mit begeistert an.
,,Von Asgard?“ ,,Ja. Du warst doch dort. Wie war es? Ist es anders als hier? Und vor allem. Was ist passiert, dass Loki auf einmal doch wieder hier ist? Ich hätte eher damit gerechnet, dass er nie wieder hier her kommen würde. So wie du es mir damals geschildert hast, schien es doch eher so, als wären die Asen auch nicht sehr erfreut darüber, was geschehen ist.“ ,,Waren sie auch nicht.“, nicke ich.
Ich erinnere mich wieder daran, wie es war als ich nach Asgard gekommen bin und was Loki und ich alles durch gemacht haben, ehe wir an diesem Punkt gerade angelangt sind.
Es war wirklich nicht immer leicht und man hat uns mehr als einmal versucht einen Stein in den Weg zu legen. Trotzdem haben wir es irgendwie doch hinbekommen.
,,Erzähl.“, fordert Geofrey mich wieder auf.
Ich weiß gar nicht so recht wo ich anfangen soll.
Bei Carl, der mich doch abgefangen hat?
Oder vielleicht doch erst meine Ankunft in Asgard?
Mal sehen.....

Als ich eine Stunde später wieder nach oben fahre, fühle ich mich sehr viel befreiter als vorher.
Ich weiß was hier alles passiert ist und Geofrey weiß, was ich alles erlebt habe. Und, er weiß, dass ich nicht mehr die Selbe bin wie als ich gegangen bin.
Er hat es erstaunlich gut aufgenommen. Eigentlich hatte ich damit gerechnet das er mich für verrückt erklären würde oder das er sauer wäre, weil er denkt ich würde ihn auf den Arm nehmen wollen. Stattdessen hat er mir aber geglaubt, aber ich habe es ihm trotzdem gezeigt.
Ich hoffe nur, dass meine Eltern das auch alles so gut aufnehmen....
,,Loki? Ich bin wieder zurück.“, rufe ich in die Wohnung und schließe die Tür wieder hinter mir.
Nanuk und Tala kommen direkt angerannt und begrüßen mich freudig.
,,Na ihr beiden.“, ich habe Mühe mich auf den Beinen zu halten, weil sie so stürmisch sind.
,,Christine?“ ,,Ja.“, ich schiebe die beiden von mir weg und folge seiner Stimme.
Er sitzt auf der Dachterrasse, mit Buch und Kaffee, legt das Buch aber weg, als ich um die Ecke komme.
,,Alles in Ordnung?“ ,,Ja. Das Gespräch mit Geofrey ist wirklich gut gelaufen.“ ,,Freut mich.“, lächelt er.
,,Du warst lange weg.“ ,,Ja. Er wollte noch wissen, was ich alles erlebt habe. Das hat halt ein bisschen gedauert. War ja auch nicht gerade wenige.“ ,,Mhm.“, prüfend sieht er mich an.
,,Was ist?“ ,,Nichts.“ ,,Loki?“ ,,Du siehst einfach erleichterter aus.“ ,,Bin ich auch. Geofrey hat es gut aufgenommen. Es tat gut mit ihm zu sprechen. Ich hoffe nur, dass meine Eltern es auch so gut aufnehmen wie er.“ ,,Werden sie.“ ,,Ich hoffe es.“ ,,Wann fährst du zu ihnen?“, ich muss kurz auf die Uhr sehen und nachdenken, wie die Arbeitszeiten meiner Eltern sind.
,,Ich denke. Ich mache mich gleich auf den Weg.“, murmle ich nachdenklich.
Wenn sich nichts geändert hat, haben sie heute ihren freien Tag. Und ich will es einfach nur so schnell wie möglich hinter mich bringen. Je eher desto besser.
,,Soll ich dich begleiten?“ ,,Nein. Ich denke es ist besser, wenn ich erst einmal allein mit ihnen spreche.“, dann werde ich mich wohl mal fertig machen.
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